Sankt Martin | Montag, 11. November 2019

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Wissenswertes zum Tag
11.11.2019 | Sankt Martin | MartinstagMontag
 
 

Sankt Martin

Martinstag

 
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Sankt Martin

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Martin von Tours
(† 8. November 397 in Candes bei Tours in Frankreich, beigesetzt am 11. November 397 in Tours)

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Tag des hl. Martin

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Ökumenischer Aktionstag

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Überliefertes Brauchtum speziell für Kinder

 
Festes Datum
11. November
     
  • Der Martinstag
    ist immer der 11. November eines Jahres.
Der Tag im evangelischen Kirchenkalender

In unserem Kalender zum →evangelischen Kirchenjahr finden Sie einen weiteren Artikel zum Martinstag:

Zum Artikel

Martinstag 2018/2019

Der Martinstag stützt sich auf die Legenden, die sich um die Erweckung des jungen Martin von Myra ranken. Texte der Bibel geben dem Tag einen evangelischen Sinn im Kirchenjahr.

Mehr dazu in diesem Artikel.
Brauchtum

Der Sankt-Martinstag ist ein Gedächtnistag der Liebestat eines jungen, ungetauften Mannes namens Martin, der später Bischof von Tours wurde.

Die Überlieferung thematisiert einerseits das Geben aus Liebe und andererseits die Bekehrung zu Gott.

Sankt Martin teilt seinen Mantel | Metallskulptur Sankt Martin, Fürstenbergerhofschule, Martinusschule, Weißliliengasse, Mainz  | Foto: © Foto: Gruenschuh | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA | Fotoausschnitt | Adaptiert by Sabrina für www.stilkunst.de
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Abbildung: Sankt Martin teilt seinen Mantel
Metallskulptur Sankt Martin, Fürstenbergerhofschule, Martinusschule, Weißliliengasse, Mainz
Foto: © Foto: Gruenschuh | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA
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Ökumenischer Gedächtnistag

Die katholische und die evangelische Kirche begehen diesen Tag gleichermaßen. Für Hilfsorganisationen wie »Brot für die Welt« und »Misereor« ist der 11. November der Höhepunkt ihrer jährlichen Kampagnen.

Um die christlichen Traditionen reihen sich eine Vielzahl volkstümlicher Überlieferungen, wie Laternenumzüge, der Beginn der Karnevalssaison (Beginn einer vierzigtägigen Fastenzeit vor Weihnachten), Verkosten des ersten jungen Weins und der Martinsgänse. Der 11. November gewinnt dadurch sicher an Charme und wird zu einem christlich-volkstümlichen Aktionstag.

 

Evangelischer Gedenktag

Martin Luther lehnte wie alle übrigen Reformatoren die Verehrung der Heiligen, wie sie die römisch-katholische Kirche kannte und noch heute kennt, ab. Die evangelischen Kirchen kannten in ihrer Kirchenordnung bis ins Kirchenjahr 2017/2018 daher den Martinstag nicht, wenn auch zuvor in der gemeindlichen Praxis der Martinstag vielerorts in gemeinsamen ökumenischen Veranstaltungen katholischer und evangelischer Christen begangen wurde.

Der Martinstag hat sich längst im bürgerlichen Kalender etabliert, wo ihm nur noch wenig kirchliches Gepränge anhaftet. So begehen wohl auch die meisten evangelischen Familien den Martinstag beispielsweise mit Laternenumzügen als einen Tag speziell für Kinder, jedoch ganz ohne Heiligenverehrung.

Mit der »Neuordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder« von 2017 fand der Martinstag im Sinne einer ökumenischen Angleichung Einzug in den evangelischen Kirchenkalender ab dem Kirchenjahr 2018/2019.

Nach wie vor geht es an diesem Tag den evangelischen Christen nicht um Heiligenverehrung. Vielmehr dient die Geschichte des jungen Soldaten Martin als Beispiel für Taten aus Barmherzigkeit und Fürsorge, und als Beispiel für die Bekehrung zu christlichem Leben. Es geht darum, dem Tag auch für evangelische Christen einen Sinn zu geben, der weit über Laternen- und Lichterfeste hinausgeht.

Für den evangelischen Martinstag wurde als Evangeliumstext ein Abschnitt aus dem Matthäusevangelium gewählt, (→Mt 25,31-40) die »Endzeitrede Jesu über das Weltgericht«. So steht der Tag praktisch unter dem Motto nach dem Ausspruch Jesu in Mt 25,40:

Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Der Martinstag ruft evangelische Christen einmal mehr dazu auf, die Gnade, die ihnen zuteil wird, münden zu lassen in Barmherzigkeit allen Menschen gegenüber – völlig unabhängig von Herkunft, Gesinnung und Glauben. Denn maßgeblich für unser Handeln ist nicht unser Gegenüber, dessen Glauben, dessen Herkunft, dessen Geschlecht, dessen Alter, dessen sozialer Stand, dessen Bildung oder dessen Gesinnung. Maßgeblich für unser Tun ist allein unser Glauben. Und darin – in unseren Taten! –, offenbart sich die Wahrheit über diesen Glauben.

Hintergründig

Die Legende vom geteilten Mantel

In einem strengen Winter, wohl im Jahr 334 n. Chr., traf Martin als junger Gardeoffizier am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Martin sah, wie der elendig frierende und bedauernswerte Mann viele Vorübergehende vergeblich um Hilfe bat. Martin führte selbst nichts bei sich.

Um dem Bettler die große Kälte etwas zu lindern, fasste er sein Schwert und teilte seinen Offiziersmantel in der Mitte entzwei.

Es wird berichtet, dass Martin dafür nicht nur den Spott seiner Kameraden erntete, sondern zudem eine Arreststrafe für die Beschädigung militärischen Eigentums erhielt. Soviel zur Liebestat.

In der nächstfolgenden Nacht erschien Martin im Traum Jesus Christus, bekleidet mit Martins halbem Militärmantel. Zu den ihn umgebenden Engeln sprach Christus: »Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet! «In diesem Traum sah der junge Offizier die Aufforderung, den Militärdienst aufzugeben, um in den Dienst Gottes zu treten. Soviel zur Bekehrung zu Gott.

Sankt Martin teilt seinen Mantel | Höchster Schloss | Foto: Eva K. | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA | Fotoausschnitt | Adaptiert by Sabrina für www.stilkunst.de
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Abbildung: Sankt Martin teilt seinen Mantel | Höchster Schloss
Foto: Eva K. | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA
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Martin, Bischof von Tours

Um 316/317 wurde Martin im heutigen Ungarn als Sohn eines römischen Offiziers geboren und mit 15 Jahren eingezogen. Er diente in einer Eliteeinheit, der berittenen kaiserlichen Leibgarde. Dennoch kommt in der Überlieferung der Liebestat an keiner Stelle ein Pferd vor. Es ist vielmehr den späteren künstlerischen Ausgestaltungen zu verdanken, die Helden gern in Reiterposen und mit Schwert darstellten.

Martin ließ sich taufen, wurde Priester und lebte als Einsiedler. Es zog ihn nach Frankreich. Um 360 gründete er in der Nähe von Poitiers ein Kloster. Nach etwa zehn Jahren, als ein neuer Bischof für Tours gesucht wurde, erkoren ihn die Menschen zu ihrem Favoriten. Am 4. Juli 372 wurde Martin zum Bischof von Tours geweiht.

Am 8. November 397, im Alter von etwa 81 Jahren, starb Martin auf einer seiner Reisen in Candes. Er wurde am 11. November 397 in Tours beigesetzt.

Der Frankenkönig Chlodwig (481 - 511) erhob Martin zum Nationalheiligen und Schutzherrn der fränkischen Könige.

Der heilige Martin von Tours wurde Namenspatron vieler Kinder, auch vom kleinen Martin Luther, der, geboren am 10.11.1483, am 11. November getauft wurde.

Sabrina

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