12. Sonntag nach Trinitatis | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
3.9.2017 | 12. Sonntag nach Trinitatis

Kirchenjahr 2016/2017

12. Sonntag
nach Trinitatis

 
 

Teil I: Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres  

Regel

Fällt der →Tag des Apostels Bartholomäus (24. August) auf diesen Sonntag, so sollte er an einem Tag in der Folgewoche (25. - 30. August) oder am Vortag (23. August) begangen werden.

 

Wirkung in 2017

- keine -

 
 12. Sonntag nach Trinitatis  IN DEN JAHREN 2017 BIS 2024
Kalender

Der 12. Sonntag nach Trinitatis in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
Der 12. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>9. August und dem 12. September eines Jahres.
  • 12. Sonntag nach Trinitatis
  • 20. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 12. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    9. August und dem 12. September eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 140 Tage nach Ostern
  • am 141. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
Titel Gottesdienstliche Ordnung
 

Der evangelische

12. Sonntag
nach Trinitatis

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

12. Sonntag nach Trinitatis | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: 12. Sonntag nach Trinitatis
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

12. Sonntag nach Trinitatis

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Das zuſtoſſen Rhor wird er nicht zubrechen / vnd das glimmend Tocht wird er nicht auslesschen.

→Jes 42,3a

Pſalm
147
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Das zuſtoſſen Rhor wird er nicht zubrechen / vnd das glimmend Tocht wird er nicht auslesschen.

→Jes 42,3a

Pſalm
147
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 289
oder:
Nun lob, mein Seel, den Herren A EG 289 Nun lob, mein Seel, den Herren
EG B EG 236 Ohren gabst du mir
    C EG West 648 Wir haben Gottes Spuren festgestellt
   

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG West: Evangelisches Gesangbuch Ausgabe Rheinland, Westfalen, Lippe, Reformierte Kirche

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

12. Sonntag nach Trinitatis

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextMk 7,31-37 Mk 7,31-37
Epistel Zum TextApg 9,1-9(10-20) Apg 9,1-9(10-20)
Altes Testament Zum TextJes 29,17-24 Jes 29,17-24
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 3.9.2017 Zum TextJes 29,17-24
IV 19.8.2018 Zum TextApg 3,1-10
V 8.9.2019 Mk 7,31-37
VI 30.8.2020 Apg 9,1-9(10-20)
I 22.8.2021 Jes 29,17-24
II 4.9.2022 Lk 13,10-17
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum TextApg 14,8-18M2Kon 20,1-11
MJes 49,8-10
MApg 14,8-18
MMk 8,22-26
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Mk 7,31-37

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. VII.

 

 

Verse 31-37

Die Heilung eines Taubſtummen

 

VND da er wider ausgieng von den grentzen Tyri vnd Sidon / kam er an das Galileiſche meer / mitten vnter die grentze der zehen Stedte. 32Vnd ſie brachten zu jm einen Tauben / der Stum war / vnd ſie baten jn / das er die Hand auff jn legte. 33Vnd er nam jn von dem Volck beſonders / vnd legete jm die Finger in die Ohren / vnd ſpützet / vnd rüret ſeine Zunge / 34vnd ſahe auff gen Himel / ſeufftzet / vnd ſprach zu jm / Hephethath das iſt / thu dich auff. 35Vnd als bald thaten ſich ſeine Ohren auff / vnd das band ſeiner Zungen ward los / vnd redet recht. 36Vnd er verbot jnen / ſie ſoltens niemand ſagen. Je mehr er aber verbot je mehr ſie es ausbreiteten / 37vnd wunderten ſich vber die maſs / vnd ſprachen / Er hats alles wol gemacht / Die Tauben macht er hörend / vnd die Sprachloſen redend.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Apg 9,1-9(10-20)

EP
II

 

 

 

Das anderteil des Euangelij S. Lucas: Von der Apoſtel Geſcĥicĥte.

 

C. IX.

 

 

Die Bekehrung des Saulus

Verse 1-9

 

→Gal. 1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Inf. 22.

 

 

 

 

 

 

a

Paulus ſine operibus vo­catus.→*1)

SAulus aber ſchnaubete noch mit drewen

vnd morden / wider die Jünger des HErrn / Vnd gieng zum Hohenprieſter / 2vnd bat jn vmb Brieue gen Damaſcon an die Schulen / Auff das / ſo er etliche dieſes weges fünde / Menner vnd Weiber / er ſie gebunden fürete gen Jeruſalem. 3Vnd da er auff dem wege war / vnd nahe bey Damaſcon kam / vmbleuchtet jn plötzlich ein Liecht vom Himel / 4vnd fiel auff die erden / vnd höret ein Stimme / die ſprach zu jm / Saul / Saul / was verfolgeſtu mich? 5Er aber ſprach / HErr / Wer biſtu? Der HErr ſprach / Ich bin Jheſus / den du a verfolgeſt? Es wird dir ſchweer werden wider den Stachel lecken. 6Vnd er ſprach mit zittern vnd zagen / HErr / was wilt du das ich thun ſol? Der HErr ſprach zu jm / Stehe auff / b vnd gehe in die Stad / da wird man dir ſagen / was du thun ſolt.

(Schnaubete)

War hefftig ſtürmiſch / vnd ſprüete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Paulus Be-

kerung.

 

 

b

Paulus vocatus et illuminatus / ta­men ad Ana­ni­am mittitur / vt teſtes habeat etc. →*2)

 

 

7DIe Menner aber / die ſeine Geferten waren / ſtunden vnd waren erſtarret / Denn ſie höreten ſeine ſtimme vnd ſahen niemands. 8Saulus aber richtet ſich auff von der erden / vnd als er ſeine augen auffthat / ſahe er niemands. Sie namen jn aber bey der hand / vnd füreten jn gen Damaſcon / 9vnd war drey tage nicht ſehend / vnd aſs nicht vnd tranck nicht.

 

 

Verse 10-19a

 

ES war aber ein Jünger zu Damaſco mit namen Ananias / Zu dem ſprach der HErr im geſichte / Anania. Vnd er ſprach / Hie bin ich HErr. 11Der HErr ſprach zu jm / Stehe auff / vnd gehe hin in die Gaſſen / die da heiſſet die Richtige / vnd frage in dem hauſe Juda nach Saulo mit namen von Tarſen / denn ſihe er betet. 12Vnd hat geſehen im Geſichte einen Man / mit namen Ananias / zu jm hin ein komen / vnd die hand auff jn legen / das er wider c sehend werde. 13Ananias aber antwortet / HErr / Ich hab von vielen gehöret von dieſem Manne / wie viel vbels er deinen Heiligen gethan hat zu Jeruſalem / 14Vnd er hat allhie macht von den Hohenprieſtern / zu binden alle die deinen Namen anruffen.

Ananias.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

c

Non ergo mitti­tur / vt vocetur ſed ſanetur.→*3)

 

15DEr HErr ſprach zu jm / Gehe hin / Denn dieſer iſt mir ein auſſerwelt Rüſtzeug / das er meinen Namen trage fur den Heiden / vnd fur den Königen / vnd fur den kindern von Iſrael / 16Ich wil jm zeigen / wie viel er leiden mus vmb meines Namen willen. 17Vnd Ananias gieng hin vnd kam in das Haus / vnd leget die hende auff jn / vnd ſprach / Lieber bruder Saul / Der HErr hat mich geſand / der dir erſchienen iſt auff dem wege / da du her kameſt / Das du wider ſehend / vnd mit dem heiligen Geiſt erfüllet werdeſt. 18Vnd alſo bald fiel es von ſeinen augen / wie Schupen / vnd ward wider ſehend. 19Vnd ſtund auff / lies ſich teuffen / vnd nam Speiſe zu ſich / vnd ſtercket ſich.

 

 

Aus dem Abschnitt

Saulus predigt in Damaſkus über Chriſtus

Verse 19b-20

 

SAVlus aber war etliche tage bey den Jüngern zu Damaſco / 20vnd als bald prediget er Chriſtum in den Schulen / Das derſelbige Gottes Son ſey.

Saulus pre

digt Chriſtum bald nach ſeiner Bekerung.

 

 

 

*1) lat.: Paulus sine operibus vocatus.

dt.: »Paulus, ohne Werke berufen.«

 

*2) lat.: Paulus vocatus et illuminatus / tamen ad Ananiam mittitur / ut testes habeat etc.

dt.: »Paulus, [zwar] berufen und erleuchtet, dennoch zu Ananaias geschickt, damit es Zeugen haben wird.«

 

*3) lat.: Non ergo mitti­tur / ut vocetur sed sanetur.

dt.: »Er wird nicht deshalb geschickt, damit er berufen werde, sondern damit er geheilt werde.«

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jes 29,17-24

AT
III

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. XXIX.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Verblendung des Volkes

Vers 17

 

17Wolan / es iſt noch vmb ein klein wenig zuthun / So ſol Libanon ein feld werden / Vnd das feld ſol ein wald gerechent werden.

 

Libanon iſt die ſtad Je­ru­ſa­lem / aus Li­ba­non ge­baw­et.

 

 

Verse 18-24

Die große Wandlung

 

DEnn zur ſelbigen zeit / werden die Tauben hören die wort des buchs vnd die augen der Blinden werden aus dem tunckel vnd finſternis ſehen.

 

19Vnd die Elenden werden wider freude haben am HERRN vnd die Armen vnter den Menſchen werden frölich ſein in dem Heiligen Jſrael. 20Wenn die Tyrannen ein ende haben / vnd mit den Spöttern aus ſein wird / vnd vertilget ſein werden alle die ſo wachen Mühe anzurichten / 21welche die Leute ſundigen machen durchs predigen / vnd ſtellen dem nach / der ſie ſtraffet im Thor / weichen durch lügen vom Gerechten.

 

 

 

 

 

 

 

(Mühe)

Das iſt / fal­ſche le­re vnd werck.

 

22DArumb ſpricht der HERR / der Abraham erlöſet hat / zum hauſe Jacob alſo / Jacob ſol nicht mehr zu ſchanden werden / vnd ſein Andlitz ſol ſich nicht mehr ſchemen. 23Denn wenn ſie ſehen werden jre Kinder / die werck meiner Hende / vnter jnen / werden ſie meinen Namen heiligen / vnd werden den Heiligen in Jacob heiligen / vnd den Gott Jſrael fürchten. 24Denn die ſo jrrigen Geiſt haben / werden verſtand annemen / vnd die Schwetzer werden ſich leren laſſen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwetzer ſind die vn­nü­tzen Plau­de­rer / als die Schwer­mer ſo ei­tel Geiſt / geiſt / rhü­men.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Apg 3,1-10

IV

 

 

 

Das anderteil des Euangelij S. Lucas: Von der Apoſtel Geſcĥicĥte.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Heilung eines Lahmen

Verse 1-10

 

PEetrus aber vnd Johannes giengen mit

einander hin auff in den Tempel vmb die neunde ſtunde / da man pflegt zu beten. 2Vnd es war ein Man / Lam von Mutterleibe / der lies ſich tragen / Vnd ſie ſatzten jn teglich fur des Tempels thür / die da heiſſet die Schöne / das er bettelte das Almoſen von denen / die in den Tempel giengen. 3Da er nu ſahe Petrum vnd Johannem / das ſie wolten zum Tempel hin ein gehen / bat er vmb ein Almoſen. 4Petrus aber ſahe jn an mit Johanne / vnd ſprach / Sihe vns an. 5Vnd er ſahe ſie an / wartet / das er etwas von jnen empfienge. 6Petrus aber ſprach / Silber vnd gold habe ich nicht / was ich aber habe / das gebe ich dir. Im namen Jheſu Chriſti von Nazareth / ſtehe auff / vnd wandele. 7Vnd greiff jn bey der rechten Hand / vnd richtet jn auff. Alſo balde ſtunden ſeine Schenckel vnd Knöchel feſte / 8ſprang auff / kund gehen vnd ſtehen / vnd gieng mit jnen in den Tempel / wandelte vnd ſprang / vnd lobete Gott.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lahmer ge-

ſund gemacht etc.

 

 

 

9VND es ſahe jn alles Volck wandeln vnd Gott loben. 10Sie kandten jn auch / das ers war / der vmb das Almoſen geſeſſen hatte fur der ſchönen thür des Tempels. Vnd ſie wurden vol wunderns vnd entſetzens / vber dem / das jm widerfaren war.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mk 8,22-26

V

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. VIII.

 

 

Verse 22-26

Die Heilung eines Blinden in Bethſaida

 

VND er kam gen Bethſaida / vnd ſie brachten zu jm einen Blinden / vnd baten jn / das er jn anrüret. 23Vnd er nam den Blinden bey der hand / vnd füret jn hin aus fur den Flecken / vnd ſpützet in ſeine augen / vnd legete ſeine Hand auff jn / vnd fraget jn / Ob er ichtes ſehe? 24Vnd er ſahe auff / vnd ſprach / Ich ſehe menſchen gehen / als ſehe ich a Bewme. 25Darnach leget er aber mal die Hende auff ſeine augen / vnd b hies jn abermal ſehen / Vnd er ward wider zu rechte bracht / das er alles ſcharff ſehen kundte. 26Vnd er ſchicket jn heim vnd ſprach / Gehe nicht hin ein in den Flecken / vnd ſage es auch niemand drinnen.

a

(Bewme)

Er ſihet noch dunckel wie man von ferne Men­ſchen für Bewme oder Stemme an­ſihet. Alſo iſt auch vnſer anfang / Chriſtum zu erkennen ſchwach / wird aber jmer ſtercker vnd gewiſſer.

(Hies jn abermaal ſehen)

Das iſt / Er ſprach / Wie ſihe­ſtu nu?

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
1Kor 3,9-15

VI

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Auftrag der Lehrer

Verse 9-10

 

9Denn wir ſind Gottes gehülffen / Ir ſeid Gottes ackerwerck / vnd Gottes gebew. 10Ich von Gttes →*1) gnaden / die mir gegeben iſt / hab den Grund gelegt / als ein weiſer Bawmeiſter / Ein ander bawet darauff. Ein jglicher aber ſehe zu / wie er darauff bawe.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Verantwortung der Lehrer

Verse 11-15

 

11EInen andern Grund kan zwar niemand legen / auſſer dem / der gelegt iſt / welcher iſt Jheſus Chriſt. 12So aber jemand auff dieſen Grund bawet / * Gold / ſilber / eddelſteine / Holtz / hew / ſtoppeln / 13So wird eines jglichen werck offenbar werden / Der tag wirds klar machen / Denn es wird durchs fewer offenbar werden / vnd welcherley eines jglichen werck ſey / wird das fewr beweren. 14Wird jemands werck bleiben / das er dar auff gebawet hat / ſo wird er Lohn empfahen. 15Wird aber jemands werck verbrennen / So wird ers ſchaden leiden / Er ſelbs aber wird ſelig werden / So doch / als durchs fewer.

*

(Gold/ſilber)

Das iſt von pre­di­gen vnd le­ren ge­ſagt / die zu des glau­bens beſ­ſe­rung oder grin­ge­rung ge­le­ret wer­den. Nu be­ſte­het kei­ne le­re im ſter­ben / Jüng­ſten tag vnd al­len nö­ten / es wird ver­ze­ret / Es ſey denn lau­ter Got­tes wort / Das be­fin­det ſich al­les im Ge­wiſ­ſen wol.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Apg 14,8-18

M1

 

 

 

Das anderteil des Euangelij S. Lucas: Von der Apoſtel Geſcĥicĥte.

 

C. XIIII.

 

 

Verse 8-18

Barnabas und Paulus in Lyſtra

 

VND es war ein Man zu Lyſtra / der muſte ſitzen / Denn er hatte böſe füſſe / vnd war Lam von Mutterleibe / der noch nie gewandelt hatte / 9der höret Paulum reden. Vnd als er jn anſahe / vnd mercket / das er gleubete / jm möchte geholffen werden / 10ſprach er mit lauter ſtimme / Stehe auffrichtig auff deine Füſſe. Vnd er ſprang auff vnd wandelte. 11Da aber das Volck ſahe / was Paulus gethan hatte / Huben ſie jre ſtimme auff / vnd ſprachen auff Lycaoniſch / Die Götter ſind den Menſchen gleich worden / vnd zu vns ernider komen. 12Vnd nenneten Barnabam / Jupiter / vnd Paulum / Mercurius / dieweil er das wort füret. 13Der Prieſter aber Jupiters / der fur jrer Stad war / brachte Ochſen vnd Krentze fur das thor / vnd wolte opffern ſampt dem Volck.

 

Lamer ge-

ſund gemacht etc.

 

14DA das die Apoſtel Barnabas vnd Paulus höreten / zuriſſen ſie jre Kleider vnd ſprungen vnter das Volck / ſchrien 15vnd ſprachen / Ir Menner / was machet jr da? Wir ſind auch ſterbliche Menſchen / gleich wie jr / vnd predigen euch das Euangelium / Das jr euch bekeren ſolt / von dieſen falſchen / zu dem lebendigen Gott / welcher gemacht hat Himel vnd Erden / vnd das Meer / vnd alles was drinnen iſt / 16Der in vergangen zeiten hat laſſen alle Heiden wandeln jre eigen wege. 17Vnd zwar hat er ſich ſelbs nicht vnbezeuget gelaſſen / hat vns viel Guts gethan / vnd vom Himel regen vnd fruchtbare zeitung gegeben / vnſer Hertzen erfüllet mit Speiſe vnd Freuden. 18Vnd da ſie das ſageten / ſtilleten ſie kaum das Volck / das ſie jnen nicht opfferten.

Predigt S.

Pauli vnd Bar­nabe zu Lyſta etc.

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
Gedankenpause Text: Kommt her zu mir! Ich will Euch Ruhe geben und erfrischen. (Mt 11,28)

Die Einladung zum Glauben

Die Sonntage der Trinitatiszeit möchten dazu anleiten und dabei behilflich sein, Glauben zu finden und zu leben.

Wer mag, kann in den vielen biblischen Textempfehlungen dieser Sonntage selbst nachforschen, was Glauben meint. Sie erzählen vom Wissen, von den Erfahrungen und vom Glauben anderer Menschen in unterschiedlichen Formen: als Geschichten, als Gleichnisse, als Reden, als Lieder oder als Sprüche.

Wer dann dazu bereit ist, kann versuchen, christlichen Glauben im Alltag zu entdecken und hier und da für sich selbst anzuwenden. Durchaus in kleinen Schritten und Stück für Stück, jedoch immer wieder.

Damit das Glaubensbekenntnis keine leere Formel bleibt, die man nur zu gegebenen Anlässen aus der Schublade holt, sondern gelebtes Leben ausdrückt:

Ich glaube an Gott, den Vater. Und an Jesus Christus. Und an den Heiligen Geist.

Glaube und lebe danach!

Dies ist die Aufforderung zur Tat, der »Call-to-action«, zu der alle Sonntage der Trinitatiszeit immer wieder mit aller gebotenen Festlichkeit einladen:

Glaube und lebe danach!

So, wie Martin Luther sich eingeladen fühlte nach einer vielfach wiederholten Meditation über einen ganz bestimmten Bibeltext:

Biblia D. Mart. Luth. M·D·XLV·
Epiſtel S. Paul an die Römer. C.I·xvia.xvii.

 

Ich ſcheme mich des Euangelij
von Chriſto nicht.

Denn es iſt eine Krafft Gottes / die da ſelig machet /
alle / die daran gleuben /

Sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit /
die fur Gott gilt /
welche kompt aus glauben in glauben /
Wie denn geſchrieben ſtehet

Der Gerechte wird ſeines Glaubens leben.

→Römer 1,16A.17

 

Ob Sie die Einladung annehmen möchten, bleibt Ihnen überlassen.

Erläuterungen zum Text Römer 1,16a.17

Vision, Mission, Strategie

Der kurze Text →Römer 1,16A.17 ist äußerst modern konzipiert. Er enthält alle wesentlichen Merkmale des Konzepts des heutigen sog. normativen Unternehmensmanagements, ausgedrückt auf engstem Raum: das Leitbild, die Vision, die Mission, die Strategie und die Zielvereinbarung. Darüber hinaus steckt in ihm das Grundgerüst für die Botschaften, die es zu vermitteln gilt, sowie eine klare und eindeutige Handlungsempfehlung.

 

I. Das Leitbild

Das Leitbild beantwortet im Managementkonzept die Frage »Wofür stehen wir?« und formuliert dafür das Wertesystem, das zugrunde gelegt wird.

Paulus schreibt im ersten Satz: Wir stehen für das Evangelium von Chriſto. Die Christenheit orientiert sich am Wertesystem und an den Lehren des Evangeliums.

Das Leitbild ist klar. Die erste Herausforderung, der wir uns als Leser dieses Textes stellen müssen, ist es, die Glaubenslehren und die christliche Ethik des Evangeliums zu begreifen.

 

II. Die Vision

Die Vision beantwortet die Frage »Wo wollen wir hin?« und beschreibt, welches Fernziel erreicht werden soll.

Paulus nennt die Vision für praktizierende Christen im zweiten Satz: Selig werden!

»Selig werden«, das meint: Von allen irdischen Übeln erlöst werden (wie im Vaterunser formuliert) und des ewigen Lebens teilhaftig werden (wie es im Glaubensbekenntnis ausgedrückt ist). Den Weg dahin vermittelt Paulus in den Botschaften im selben Textstück.

Die Vision ist eindeutig: Selig werden, vom Übel erlöst werden, am ewigen Leben teilhaben. Das ist das ferne Ziel, dem wir zustreben. Doch wie? Dafür bedarf es der Mission.

 

III. Die Mission

Die Mission beantwortet die Frage »Was tun wir dafür?« und nennt die Aufgabe sowie den Zweck des Unternehmens.

Paulus sieht die Aufgabe darin, die Gerechtigkeit / die fur Gott gilt zu erlangen. Den Zweck beschreibt er so: daran gleuben , also den Glauben praktizieren.

Die Mission stellt die nächste Herausforderung dar: Glauben funktioniert nicht von jetzt auf nachher. Glauben entsteht nicht allein durch das stille Bekenntnis »Ich glaube!«. Glauben möchte und muss gelebt werden. Das verlangt Engagement.

Was die Aufgabe angeht, was »Gerechtigkeit« meint, die vor Gott gilt, das ist zu ergründen, bevor wir es leben können. Das ist eine weitere Herausforderung, der wir uns stellen müssen.

Gemeint ist die Gerechtigkeit, die sich aus dem Leitbild ableitet. Es geht also nicht um irgendeine Gerechtigkeit, wie sie beispielsweise in den Gesetzgebungen der Länder, Staaten und Nationen abgebildet ist, sondern um die vor Gott gültige, um die des Evangeliums.

Dafür muss man sich damit ernsthaft auseinandersetzen, um zu verstehen, was das Evangelium dazu sagt.

Neugierig macht uns Paulus mit seiner mahnenden Erkenntnis. Er schreibt: Das Evangelium Christi iſt eine Krafft Gottes. Sie ist es, die selig macht. Die Mission orientiert sich an der Vision »Selig werden«.

 

IV. Die Strategie

Die Strategie beantwortet die Frage »Wie wollen wir es erreichen?« und hält die mittelfristigen Ziele fest, also jene Ziele, die wir jetzt sofort ansteuern und in Kürze erreichen können. In diesem Fall meint das: zu unseren Lebzeiten, vor den fernen Zielen der Vision.

Paulus schreibt, wir erreichen das Ziel, gerecht vor Gott zu werden, aus glauben in glauben.

Die Strategie will geübt werden: Aus Glauben in Glauben, das meint, sich ständig am Glauben, am Wertesystem, am Evangelium orientieren, daraus die Kraft ziehen für zielgerichtetes Handeln, und dann danach handeln. Nicht leicht! Aber möglich.

 

V. Die Zielvereinbarung

Die Zielvereinbarung beantwortet die Frage »Wie machen wir es messbar?« und formuliert dafür das Kriterium, das für die Erfolgsmessung herangezogen wird. Woran also macht sich der Erfolg fest, wenn wir der Strategie folgen?

Paulus beschreibt die Zielvereinbarung und benennt das Messkriterium im letzten Satz:

Der Gerechte wird seines Glaubens leben.

Diese Zielvereinbarung erscheint trivial, ist sie aber nicht: Auf der Basis seines Glaubens leben, kann schwer sein. Und gefährlich. Unglaublich viele Menschen haben bis heute dafür schon ihr Leben gegeben. Und weitere werden folgen. Die Zeitungen berichten immer wieder über religiös motivierte Misshandlungen, über Folter und Verstümmelungen brutalster Art, sowie über Tötungen und Massentötungen von Menschen. Quer durch alle Kulturen und alle Religionen. Selbst Jesus, Petrus und auch Paulus haben letztendlich ihre religiöse Haltung mit dem Leben bezahlt.

Doch auch, wenn heute in Deutschland nicht unser Leben bedroht ist, nur weil wir Christen sind, gibt es sehr viele äußere und innere Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Sie scheinen klein und harmlos zu sein. Sind sie aber nicht!

Schämen Sie sich dafür, Christ zu sein? Als Christ in der Öffentlichkeit erkannt zu werden? Schämen Sie sich dafür, »Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst!« zu sagen, wenn es angebracht ist? Halten Sie sich dann zurück?

Paulus schrieb dazu seine Haltung, die nach seiner Erfahrung sowohl die äußeren Hindernisse wie auch die inneren Hindernisse überwinden hilft:

Ich ſcheme mich des Euangelij von Chriſto nicht.

Lernen, sich nicht zu schämen. Das setzt voraus, dass man übt und erfährt, wie es sich anfühlt. Lernen aus Erfahrung.

Sich nicht schämen für seinen Glauben, weder vor sich selbst noch vor anderen, auch das kann einem sehr schwer gemacht werden. Es verlangt Mut, zu seiner inneren Haltung zu stehen. Sehr viel Mut. Und denen, die den Mut aufbringen, gehört aller Respekt dafür. Sie sind es, die das Christentum und seine Lehren tragen und weitergeben, sie schreiten voran mit ihrem Beispiel. Das ist nicht einfach in einer Welt, in der andere Werte gesellschaftlich erstrebenswert und sehr oft bedeutungsvoller sind.

Es braucht Mut. Selbst Petrus hatte es im Angesicht der Gefangennahme Jesu nicht geschafft, zu Jesus zu stehen und ihn dreimal verleugnet. Gut, diese Situation war auch brandgefährlich für ihn.

Doch wie ist es bei Ihnen zu Hause? Beten Sie? Sprechen Sie beispielsweise Tischgebete? Auch wenn Gäste dabei sind? Gehen Sie in die Kirche ihrer Gemeinde? Erzählen Sie danach über ihre Erlebnisse und über das Gehörte dort im Bekanntenkreis? Ergreifen Sie Partei, wenn gegen christliche Lehren verstoßen wird, beispielsweise in der Nachbarschaft, im Verein oder am Stammtisch? Ergreifen Sie Partei, wenn Menschen zu Opfern gemacht werden von kleinen und größeren Taten? Wenn über Dritte hergezogen wird im lockeren Tratsch unter Nachbarn und am Arbeitsplatz? Wenn eigentlich »Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!« angesagt wäre?

Sich nicht schämen und Courage zeigen, dort, wo andere schweigen, sich nicht schämen und seinem Gewissen folgen, aus Glauben in Glauben, ist wirklich nicht leicht. Doch es ist die Voraussetzung dafür, die Zielvereinbarung für praktizierten Glauben zu erfüllen.

Das schafft man nicht immer. Nicht immer ist es möglich, 100% Zielerreichung zu erbringen. Was auch nicht schlimm ist, man sollte sich nur klar darüber werden, woran es liegt, und wie man es ändern kann, wenn man seine Ziele nicht geschafft hat. Diese Reflexion hilft dabei, sich zu rüsten für das, was vor einem liegt.

 

VI. Die Botschaften

Paulus liefert uns als Empfänger dieser Zeilen in diesem Text im wesentlichen gleich drei Botschaften:

1. Die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt – und damit vor den Menschen! –, kommt im Glauben an das Evangelium aus dem Glauben heraus.

2. Der vor Gott und vor seinen Mitmenschen »Gerechte« wird diesen Glauben leben und danach handeln. Reden ist eins, Handeln etwas anderes.

3. Wer entsprechend handelt, braucht sich seines Glaubens und des Evangeliums nicht zu schämen. Vielmehr ist er er aufgefordert, seinen Glauben frei und unbekümmert zu leben, wobei ihm die »Kraft Gottes« behilflich ist, die im Evangelium steckt.

 

VII. Die Handlungsempfehlung

Der Text liefert die Handlungsempfehlung für jeden, der in irgendeinem Sinne gerecht leben möchte: Probiere es einmal mit dem christlichen Glauben!

Denn egal, was man glaubt, es drückt sich immer in der Einstellung zum Leben und zu den Mitmenschen, im Denken, im Reden und im Handeln aus.

Dies gilt für Christen genau so. Ihre wirkliche Einstellung und das, was sie tatsächlich glauben unabhängig von einer Taufurkunde, lässt sich nicht verbergen! Ihr Reden und ihre Taten sind Ausdruck ihrer Gesinnung. Es sind die Zeugnisse, die sie sich selbst ausstellen. Es sind die Spiegelbilder, die alle anderen um sie herum wahrnehmen und die sich nicht beschönigen lassen. Immer und Überall.

Auch und oftmals gerade im Alltag wird es sichtbar: Im Umgang mit unseren Kindern und mit unseren Eltern, mit Verwandten und Bekannten, mit Nachbarn, Arbeitskollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten. Im Auto, im Supermarkt und im Restaurant. Kurz: Überall dort, wo wir sind, wo wir Handeln und wo wir Spuren unseres Seins hinterlassen..

Das christliche Bekenntnis und die Erwartung, selig werden zu wollen, geht einher mit der Aufforderung, gerecht zu leben. Immer und überall. Daran wird es sich erweisen, ob man Gerecht ist vor Gott und den Menschen:

Der Gerechte wird seines Glaubens leben.

 

Motivation und Einladung

Insofern bietet der Text die Motivation für jedes Handeln eines Christen. Er beschreibt praktiziertes Christentum.

Gleichzeitig ist er die Einladung an alle, die gerecht leben wollen, ob getauft oder ungetauft, es doch einmal mit dem christlichen Glauben zu probieren. Es kostet ja nichts.

 

Leittext für die Zeit nach Trinitatis

Wir haben den Text→Römer 1,16A.17als Leittext für unsere Beiträge zu den Sonntagen nach Trinitatis gewählt. In dieser Zeit stehen die Themen »Glaube« und »Gemeinde« im Vordergrund. Es geht um die Fragestellungen, was Glauben ist, wie sich Glauben zeigt und auswirkt, wie die Gemeinde Glauben umsetzen und leben kann und wie Glauben die Gemeinde formt.

Wir meinen: Neben dem Vaterunser und dem Glaubensbekenntnis bieten die Ausführungen von Paulus wunderbare Anleitungen für praktiziertes Christentum. Sie erklären in äußert knapper Form die Beziehung Gottes zu den Menschen.

Sie finden daher unter den Leseempfehlungen auf dieser Seite weitere Artikel und Materialien, die sich mit diesem Thema, der Beziehung Gottes zu den Menschen, auseinandersetzen.

 
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