3. Sonntag des Advents

Sonntag, 11. Dezember 1960

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Eisenacher Ordnung

1. Evangelium Zum TextMt 11,2-10
1. Epistel Zum Text1Kor 4,1-5
2. Evangelium Zum TextMt 3,1-11
2. Epistel Verweis2Tim 4,5-8
Alttestamentliche Lektion VerweisJes 40,1-8
→Gottesdienstordnungen

In den Landeskirchen galten zwischen 1958/1959 und 1978/1979 unterschiedliche Textordnungen.

Wahl der Kirchenordung

Altkirchliche


→ auswählen

Ei­se­na­cher


ak­tu­el­le An­sicht

Lu­the­ri­sche


→ auswählen

 

Wir zeigen in den Kir­chen­jah­ren ab 1898/1899 bis 1977/1978 die in je­ner Zeit maß­geb­li­chen Le­se­ord­nun­gen.

Im Kirchenjahr 1960/1961 gal­ten be­vor­zugt:

  • I. Altkirchliche Ordnung:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die nach wie vor der alt­kirch­li­chen Text­ord­nung folg­ten (seit Be­ginn der Re­for­ma­ti­on gül­tig; so die Evan­ge­li­sche Kir­che Ber­lin-Bran­den­burg).
  • II. Eisenacher Ordnung:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die den Emp­feh­lun­gen der Ei­se­n­a­cher Kon­fe­renz folg­ten (seit dem Kir­chen­jahr 1898/1899 ver­füg­bar; so die Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nas­sau).
  • III. Ordnung der Lu­the­ri­schen Li­tur­gi­schen Kon­fe­renz Deutsch­lands:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die der Lese­ord­nung der Lu­the­ri­schen Li­tur­gi­schen Kon­fe­renz Deutsch­lands folg­ten (seit dem Kir­chen­jahr 1957/1958 ver­füg­bar).

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

nach der Leseordnung der Eisenacher Konferenz

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett
11.12.1960 | 3. Sonntag des Advents
Sonntag
 

3. Sonntag
des Advents

Violett

 

 

 

Bewegliches Datum
3. Advent zwischen dem 11. Dezember und dem 17. Dezember
 
  • Der frühest mögliche Termin für den 3. Advent ist der 11. De­zem­ber. In diesem Fall wird Heiligabend ein Samstag sein.
  • Der spä­test mögliche Termin ist der 17. Dezember, dann fällt Hei­lig­abend auf einen Sonntag, der zugleich der →4. Ad­vents­sonn­tag ist.
Symbol: Länge der Adventszeit
 
  • Die →Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor dem →Christf­est. Sie beginnt immer am ersten Ad­vents­sonn­tag und en­det vor der →Christvesper an →Heiligabend. Dadurch ist sie un­ter­schied­lich lang und kann 22 bis 28 Tage dauern.
  • Im Jahr 1960 ist die Adventszeit 28 Tage lang.
Symbol: Tage bis zum Christfest
 
  • Der 3. Sonntag im Advent liegt 8 bis 14 Tage vor dem Christfest.
  • Der 3. Sonntag im Advent 1960 liegt 14 Tage vor dem Christfest.
 

Der Name Advent

 

Adventus Domini

Der Name Advent stammt aus dem Lateinischen und meint Ankunft (lat. adventus). Der vollständige lateinische Name lautet Adventus Domini ( »Ankunft des Herrn«) und bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, auf Weihnachten, vorbereitet.

Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.

 

Die Adventszeit

 

Praeparatio adventus Domini

Der lateinische Ausdruck praeparatio adventus Domini meint Vorbereitung der Ankunft des Herrn und bezeichnete bereits in der frühen Kirche das, was wir heute Adventszeit nennen.

Zunächst wurde die Adventszeit als Fastenzeit vor →Epiphanias (6. Januar) bzw. vor Weihnachten verstanden. Vermutlich seit dem 6. Jahrhundert wird die Adventszeit auch liturgisch in Messfeiern begangen. Anfangs schwankte die Zahl der Tage und damit die Zahl der Sonntage in der Adventszeit. Erst im 6. Jahrhundert wurden vier Adventssonntage vor Weihnachten durch Papst Gregor dem Großen (540 - 604) festgelegt.

 

Alternativer Artikel zum 3. Advent

Während wir an dieser Stelle den 3. Adventssonntag aus der Sicht des evangelischen Kirchen­kalen­ders beleuchten, finden Sie allgemeine Informationen und Gedanken in diesem Artikel:

Wissenswertes zum Tag

→3. Advent 1961

Joseph und Maria kommen nach Bet­le­hem. Sie fin­den kein Zim­mer und rich­ten sich in ei­nem Stall ein. Die Ge­burt des Kin­des kün­digt sich an. Doch al­les wird gut!

 

Got­tes­dienstliche Ordnungen

Symbol Evangelisch

Der evangelische Tag

3. Sonntag
des Advents

nach der Leseordnung der Eisenacher Konferenz

 

→ in unierten und reformierten Landeskirchen überwiegend gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1977/1978

→ in lutherischen Landeskirchen überwiegend gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1956/1957

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett

Violett

 

Thema des Sonntags

(nach dem Evangeliumstext Mt 11,2-10 )

 

Anfrage des Täufers und Jeſu Zeugnis vom ihm

 

 

 

Spruch und Psalm für die Woche

 
Biblia
1545
 

Spruch
für die Woche

 

Bereitet dem HERRN den Weg / denn ſi­he, der HErr HERR kompt gewaltiglich.

→Jes 40,3b.10a

Pſalm
80
 

Psalm
für die Woche

 
 

→Psalm 80

 

 

 

Lied für die Woche

 
EG alt EG neu Titel
9 EG 10 Mit Ernſt, o Men­ſchen­kin­der
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG alt: Nummer des Liedes in alten Evangelischen Gesangbüchern
EG neu: Nummer des Liedes im neuen Evangelischen Gesangbuch (ab 2013)

 

 

 

Die biblischen Texte für Lesung und Predigt

 
Reihe Inhalt Text für die Predigt
Reihe I:
altkirchliche Reihe
 
Epistel Zum Text1Kor 4,1-5
Evangelium Zum TextMt 11,2-10
Reihe II  2. Epistel Verweis2Tim 4,5-8
2. Evangelium Zum TextMt 3,1-11
alttestamentliche Reihe Alttestamentliche Perikope VerweisJes 40,1-8
     

Aufbau der Leseordnung

Die Eisenacher Kon­fe­renz (ei­ne Kon­fe­renz der evan­ge­li­schen Lan­des­kir­chen Deutsch­lands) er­ar­bei­te­te in den Jah­ren von 1888 bis 1896 eine Pe­ri­ko­pen­ord­nung für die evan­ge­li­schen Kir­chen. Sie ver­stand die alt­kirch­li­chen Pe­ri­ko­pen (Epis­tel und Evan­ge­li­um) als eine ers­te Rei­he und füg­te ihnen in ei­ner zwei­ten Rei­he ei­nen zwei­ten Text aus den Epis­teln und ei­nen zwei­ten Text aus den Evan­ge­li­en hin­zu. Die gro­ße Be­son­der­heit die­ser Ord­nung war die Ein­füh­rung ei­ner drit­ten, alt­tes­ta­ment­li­chen Rei­he, die für je­den Sonn­tag des Kirchen­jah­res erst­mals ei­nen alt­tes­ta­ment­li­chen Text bot. Die Ver­wen­dung die­ser Pe­ri­ko­pen ge­schah nicht ein­heit­lich. Ge­dacht wa­ren sie da­zu, sie wech­sel­weise im Got­tes­dienst zu ver­wen­den, so in­ner­halb ei­ner Fol­ge von vier Jah­ren:

  • im 1. Jahr: alt­kirch­li­ches Evan­ge­li­um und alt­kirch­li­che Epis­tel
  • im 2. Jahr: 2. Evan­ge­li­um und Lek­ti­on Al­tes Tes­ta­ment
  • im 3. Jahr: alt­kirch­li­ches Evan­ge­li­um und alt­kirch­li­che Epis­tel
  • im 4. Jahr: 2. Evan­ge­li­um und 2. Epis­tel

Da­mit er­gab sich für die Le­sun­gen ein Zyklus von vier Jah­ren und für die Pre­digt, die sich je­weils auf die Evan­ge­li­en­pe­ri­ko­pe stützte, ein Zyklus von zwei Jah­ren.

 

 

Alt­kirch­li­che Text­ord­nung in Lan­des­kir­chen

In ei­ni­gen Lan­des­kir­chen, da­run­ter die evan­ge­li­sche Kir­che Bran­den­burgs, galt in die­ser Zeit wei­ter­hin die alt­kirch­li­che Text­ord­nung. Sie kennt nur Evan­ge­li­um und Epis­tel (Reihe I in der Ei­sen­acher Text­ord­nung), die bei­de nach wie vor für die Text­lesung so­wie für die Pre­digt im Haupt- und Abend­got­tes­dienst emp­foh­len wa­ren.

 

Die evan­ge­li­sche Kir­che Würt­tem­bergs

Die evan­ge­li­sche Kir­che Würt­tem­bergs nutz­te in die­ser Zeit ei­ne Pe­ri­ko­pen­ord­nung, die sich auf ei­nen Drei­jah­res­zy­k­lus stütz­te. Über die drei Jahr­gän­ge hin­weg fan­den sich die Pe­ri­ko­pen wie hier ge­nannt, al­ler­dings in an­de­rer An­ord­nung und er­gänzt um wei­te­re Pe­ri­ko­pen, die we­der in alt­kirch­li­chen Ord­nun­gen noch in der neu­en Ei­sen­acher Ord­nung be­kannt wa­ren.

Diese Ord­nung der evan­ge­li­schen Kir­che Würt­tem­bergs ist der­zeit hier nicht wie­der­ge­ge­ben.

 

Geschicht­li­che An­mer­kun­gen: Die Ei­sen­acher Pe­ri­ko­pen in Zei­ten des Um­bruchs

  • In den Jah­ren des na­ti­o­nal­so­zi­a­li­sti­schen Re­gi­mes gab es im Zu­sam­men­hang mit der brach­i­a­len an­ti­se­mi­ti­schen Aus­rich­tung in Po­li­tik und Ge­sell­schaft in den evan­ge­li­schen Kir­chen re­gi­o­nal In­ten­ti­o­nen, die alt­tes­ta­ment­li­che Rei­he ab­zu­schaf­fen und die an­de­ren Rei­hen im Sin­ne ei­ner Staats­rä­son zu kor­ri­gie­ren. Die­ses An­sin­nen wirk­te trotz ei­ner Be­ken­nen­den Kir­che ver­ein­zelt bis weit die Zeit nach dem 2. Welt­krieg nach.
  • Auch nach der Ver­ei­ni­gung von Lan­des­kir­chen, wie der Grün­dung von VELKD und EKD, blie­ben die Ord­nun­gen der Pre­digt­tex­te den Sy­no­den der Lan­des­kir­chen un­ter­wor­fen und ent­wickel­ten sich so­mit zu­neh­mend un­ein­heit­lich.
  • Ab dem Jahr 1957/1958, spä­tes­tens ab 1960/1961 galt dann in den meis­ten evan­ge­lisch-lu­the­ri­schen Kir­chen ei­ne neue Pe­ri­ko­pen­ord­nung auf Ba­sis von sechs Rei­hen, weil sich nun erst­mals nach Ei­sen­ach über Jah­re hin­weg eine lan­des­kirch­lich über­grei­fen­de und un­ab­hän­gi­ge Kon­fe­renz (Lu­the­ri­sche Li­tur­gi­sche Kon­fe­renz Deutsch­lands) mit li­tur­gisch-ho­mi­le­ti­schen Fra­gen be­schäf­tig­te und 1957 Ant­wor­ten in Form ei­ner »Ord­nung der Pre­digt­tex­te« vor­leg­te.
  • Doch die Ent­schei­dungs­ho­heit ob­lag nach wie vor den lan­des­kirch­li­chen Sy­no­den. Über­wie­gend unier­te und re­for­mier­te Lan­des­kir­chen nutz­ten die hier vor­lie­gen­de Ord­nung der Pre­digt­tex­te nach dem Ei­sen­acher Sche­ma wei­ter­hin bis 1977/1978 oder auch da­rü­ber hi­n­aus.
  • Bis heute gilt in man­chen evan­ge­li­schen Kir­chen und Frei­kir­chen eine Ord­nung auf Grund­la­ge der Ei­sen­acher Pe­ri­ko­pen im vier­jäh­ri­gen Zy­k­lus.

 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Perikopen

Perikopen nach Luther 1545

3. Sonntag des Advents

 

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

 

Texte nach der Lutherbibel von 1545 ge­setzt nach der Vor­la­ge des Ori­gi­nals in Frak­tur­schrift mit Luthers Scho­li­on und Ver­wei­sen in den Mar­gi­nal­spal­ten. Er­gänzt um Vers­zäh­lung und Ab­schnitts­über­schrif­ten.

 

LESUNG UND PREDIGTTEXT

Evangelium

Evangelium nach Matthäus

Mt 11,2-10

REIHE

EV

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XI.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Des Täufers Frage

|| → Lk 7,18-23

Verse 2 - 6

Luc. 7.

 

 

 

→Jeſa. 35.

DA aber Johannes im Ge­feng­nis die werck Chri­ſti hörete / Sandte er ſei­ner Jünger zween / 3vnd lies jm ſa­gen / Biſtu der da ko­men ſol / Oder ſollen wir eines andern warten? 4Jhe­ſus ant­wor­tet / vnd ſprach zu jnen / Gehet hin / vnd ſa­get Johanni wider / was jr ſe­het vnd höret / 5Die Blinden ſe­hen / vnd die Lamen gehen / die Auſ­ſe­tzi­gen wer­den rein / vnd die Tauben hören / die Tod­ten ſte­hen auff / Vnd den Armen wird das Euangelium gepre­di­get. 6Vnd ſe­lig iſt / der ſich nicht an Mir er­gert.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Das Zeugnis Jesu über den Täufer

|| → Lk 7,24-35

Verse 7 - 10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Mal. 3.

 

7DA die hin gien­gen / Fieng Jhe­ſus an zu reden / zu dem Volck von Johanne / Was ſeid jr hin aus ge­gan­gen in die Wü­ſten zu ſe­hen? Woltet jr ein Rhor ſe­hen / das der wind hin vnd her webd? 8Oder was ſeid jr hin aus ge­gan­gen zuſehen? Woltet jr einen Men­ſchen in weichen Kleidern ſe­hen? Sihe / die da weiche Kleider tragen / ſind in der Könige heuſer. 9Oder was ſeid jr hin aus ge­gan­gen zuſehen? Woltet jr einen Propheten ſe­hen? Ja ich ſa­ge euch / der auch mehr iſt / denn ein Prophet. 10Denn die­ſer iſts / von dem geſchrieben ſtehet / Sihe / Ich ſen­de mei­nen Engel fur Dir her / der deinen weg fur dir bereiten ſol.

 

 

 

LESUNG UND ZWEITER PREDIGTTEXT

Epistel

Erster Brief des Pualus an die Gemeinde in Korinth

1Kor 4,1-5

REIHE

EP

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. IIII.

 

Verse 1 - 5

Die Verantwortung der Lehrer

 

 

Paulus schreibt:

 

DA fur halte vns jederman / nem­lich fur Chri­ſtus Diener / vnd Haus­hal­ter vber Got­tes ge­heim­nis. 2Nu ſu­chet man nicht mehr an den Haus­hal­tern / denn das ſie trew erfunden wer­den. 3Mir aber iſts ein geringes / das ich von euch gerichtet wer­de / oder von einem menſchlichen Tage / Auch richte ich mich ſelbs nicht. 4Ich bin wol nichts mir bewuſt / Aber darinne bin ich nicht gerechtfertiget / Der HErr iſts aber / der mich richtet. 5Da­r­umb richtet nicht vor der zeit / bis der HErr kome / welcher auch wird ans liecht bringen / was im fin­ſtern verborgen iſt / vnd den rat der her­tzen offenbaren / Als denn wird einem jg­li­chen von Gott lob widerfaren.

 

 

(Geheimnis)

Das iſt das Euan­ge­li­um / da­rin­nen die Gött­li­chen gü­ter ver­bor­gen / vns fur­ge­tra­gen wer­den.

 

 

 

LESUNG UND PREDIGTTEXT

2. Evangelium

Evangelium nach Matthäus

Mt 3,1-11

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die Bußpredigt Johannes des Täufers

|| → Mk 1,1-8    || → Lk 3,1-18    ↑ → Joh 1,19-28

Verse 1 - 11

 

Luc. 9.

Joh. 16.

 

 

 

→ Jeſa.40.

Matt. 1.

Mar. 1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→ Infr. 7.

Luc. 3.

ZV der zeit kam Jo­han­nes der Teuf­fer vnd pre­di­get in der wü­ſten des Jü­di­ſchen lands / vnd ſprach / 2Thut buſ­ſe / das Hi­mel­reich iſt na­he her­bey ko­men. 3Vnd er iſt der / von dem der Pro­phet Iſa­ias ge­ſagt hat / vnd ge­ſpro­chen / Es iſt ei­ne ſtim­me ei­nes Pre­di­gers in der b wü­ſten / Be­rei­tet dem HER­RN den weg / vnd ma­chet rich­tig ſei­ne ſtei­ge.4Er aber Jo­han­nes hat­te ein Kleid von Ka­meel­ha­ren / vnd ei­nen led­dern Gür­tel vmb ſei­ne len­den / Sei­ne ſpei­ſe aber war Hew­ſchre­cken vnd wild Ho­nig.

DA gieng zu jm hin­aus die ſtad Je­ru­ſa­lem / vnd das gan­tze Jü­di­ſche land / vnd alle Len­der an dem Jor­dan / 6vnd lieſ­ſen ſich teuf­fen von jm im Jor­dan / vnd be­kan­ten jre ſün­de. 7Als er nu viel Pha­ri­ſe­er vnd Sa­du­ce­er ſa­he zu ſei­ner Tauf­fe ko­men / ſprach er zu jnen / Ir Ot­ter ge­zich­te / Wer hat denn euch ge­wei­ſet / das jr dem künff­ti­gen Zorn ent­rin­nen wer­det? 8Se­het zu / thut recht­ſchaf­fe­ne frucht der buſ­ſe. 9Den­cket nur nicht / das jr bey euch wolt ſa­gen / Wir ha­ben Ab­ra­ham zum va­ter. Ich ſa­ge euch / Gott ver­mag dem Ab­ra­ham aus die­ſen ſtei­nen Kin­der zu er­we­cken. 10Es iſt ſchon dieAxt den Bew­men an die wur­tzel ge­legt / Dar­umb wel­cher Bawm nicht gu­te Frucht brin­get / wird ab­ge­haw­en / vnd ins fewr ge­wor­f­fen.

 

 

 

 

 

 

 

b

Dis ſolt den Jü­den ein gewis zei­chen ſein / das Meſ­ſias keme / wenn ſie einen predigen hö­re­ten / nicht zu Jeru­ſa­lem im Tempel noch Schulen / ſon­dern in der Wü­ſten / der al­ſo pre­dig­te / Der HERR kompt / Wie denn Jo­han­nes ge­than hat.

Marc.1.

Luc.3.

Joha.13.

 

 

11ICh teuffe euch mit Waſ­ſer zur buſ­ſe / Der aber nach mir kompt / iſt ſter­cker denn ich / Dem ich auch nicht gnug­ſam bin / ſei­ne Schuch zu­tra­gen / Der wird euch mit dem hei­li­gen Geiſt vnd mit Fewr teuf­fen.

 

 

 

LESUNG UND PREDIGTTEXT

2. Epistel

Zweiter Brief des Paulus an Timotheus

2Tim 4,5-8

 

Biblia

 

 

 

 

Die ánder Epiſtel
S. Páuli:
An Timótheum.

 

C. IIII.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Bestellung des Timotheus ins Amt des Predigers
Ermahnung zur Treue bis zum Ende

Verse 5 - 6

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

DV aber ſey nüch­tern al­lent­hal­ben / Lei­de dich / thu das werck ei­nes Euan­ge­li­ſchen Pre­di­gers / rich­te dein Ampt red­lich aus. 6Denn ich wer­de ſchon ge­opf­fert / vnd die zeit mei­nes ab­ſchei­dens iſt fur­han­den.

 

 

 

 

 

 

Verse 7 - 8

Paulus formuliert die Quintessenz seines Lebens

 

 

 

 

 

 

7Ich hab einen guten Kampff ge­kempf­fet / Ich hab den Laufft vol­en­det / ich hab glau­ben ge­hal­ten. 8Hin­furt iſt mir bey­ge­legt die Kron der ge­rech­tig­keit / wel­che mir der HErr an je­nem ta­ge / der ge­rech­te Rich­ter / ge­ben wird / Nicht mir aber al­lein / ſon­dern auch al­len die ſei­ne Er­ſchei­nung lieb ha­ben.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Der Rückblick auf die Perikopenordnungen vergangener Jahrhunderte zeigt auf, wie sich die Verwendung der biblischen Texte in evangelischen Gottesdiensten im Laufe der Zeit veränderte.

Wir beschränken uns in den weit zurückliegenden Jahren auf Perikopenordnungen, die überwiegend in Gebrauch waren.

Durch die neue Ordnung für die Verwendung von Sprüchen, Psalmen, Bibeltexten und Liedern in Gottesdiensten sind die alten Ordnungen zwar liturgisch überholt, aber inhaltlich deswegen keineswegs falsch.

Wir möchten Sie daher ermuntern, die in alter Zeit verwendeten Perikopen zu betrachten. Nur so können Sie ergründen, ob das, worauf sich Pfarrer vor Hunderten von Jahren in Gottesdienst und Predigt stützten, auch noch heute aktuell ist. Aktuell für Sie ganz persönlich.

 

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