4. Sonntag des Advents

Sonntag, 18. Dezember 1960

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Eisenacher Ordnung

1. Evangelium Zum TextJoh 1,19-28
1. Epistel Zum TextPhil 4,4-7
2. Evangelium  Zum TextJoh 1,15-18
2. Epistel Verweis1Joh 1,1-4
Alttestamentliche Lektion Verweis5Mos 18,15-19
→Gottesdienstordnungen

In den Landeskirchen galten zwischen 1958/1959 und 1978/1979 unterschiedliche Textordnungen.

Wahl der Kirchenordung

Altkirchliche


→ auswählen

Ei­se­na­cher


ak­tu­el­le An­sicht

Lu­the­ri­sche


→ auswählen

 

Wir zeigen in den Kir­chen­jah­ren ab 1898/1899 bis 1977/1978 die in je­ner Zeit maß­geb­li­chen Le­se­ord­nun­gen.

Im Kirchenjahr 1960/1961 gal­ten be­vor­zugt:

  • I. Altkirchliche Ordnung:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die nach wie vor der alt­kirch­li­chen Text­ord­nung folg­ten (seit Be­ginn der Re­for­ma­ti­on gül­tig; so die Evan­ge­li­sche Kir­che Ber­lin-Bran­den­burg).
  • II. Eisenacher Ordnung:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die den Emp­feh­lun­gen der Ei­se­n­a­cher Kon­fe­renz folg­ten (seit dem Kir­chen­jahr 1898/1899 ver­füg­bar; so die Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nas­sau).
  • III. Ordnung der Lu­the­ri­schen Li­tur­gi­schen Kon­fe­renz Deutsch­lands:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die der Lese­ord­nung der Lu­the­ri­schen Li­tur­gi­schen Kon­fe­renz Deutsch­lands folg­ten (seit dem Kir­chen­jahr 1957/1958 ver­füg­bar).

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

nach der Leseordnung der Eisenacher Konferenz

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett
18.12.1960 | 4. Sonntag des Advents
Sonntag
 

4. Sonntag
des Advents

Violett

 

 

 

Bewegliches Datum
4. Advent zwischen dem 18. Dezember und dem 24. Dezember
 
  • Der frühest mögliche Termin für den 4. Advent ist der 18. De­zemb­er. In diesem Fall wird Heiligabend ein Samstag sein.
  • Der spä­test mögliche Termin ist der 24. Dezember, dann fällt Hei­lig­abend auf einen Sonntag, der zugleich der →4. Ad­vents­sonn­tag ist.
Symbol: Länge der Adventszeit
 
  • Die →Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor dem →Christf­est. Sie beginnt immer am ersten Ad­vents­sonn­tag und en­det vor der →Christvesper an →Heiligabend. Dadurch ist sie un­ter­schied­lich lang und kann 22 bis 28 Tage dauern.
  • Im Jahr 1960 ist die Adventszeit 28 Tage lang.
Symbol: Tage bis zum Christfest
 
  • Der 4. Sonntag im Advent liegt einen Tag bis 7 Tage vor dem Christ­fest.
  • Der 4. Sonntag im Advent 1960 liegt 7 Tage vor dem Christ­fest.
 

Der Name Advent

 

Adventus Domini

Der Name Advent stammt aus dem Lateinischen und meint Ankunft (lat. adventus). Der vollständige lateinische Name lautet Adventus Domini ( »Ankunft des Herrn«) und bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, auf Weihnachten, vorbereitet.

Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.

 

Die Adventszeit

 

Praeparatio adventus Domini

Der lateinische Ausdruck praeparatio adventus Domini meint Vorbereitung der Ankunft des Herrn und bezeichnete bereits in der frühen Kirche das, was wir heute Adventszeit nennen.

Zunächst wurde die Adventszeit als Fastenzeit vor →Epiphanias (6. Januar) bzw. vor Weihnachten verstanden. Vermutlich seit dem 6. Jahrhundert wird die Adventszeit auch liturgisch in Messfeiern begangen. Anfangs schwankte die Zahl der Tage und damit die Zahl der Sonntage in der Adventszeit. Erst im 6. Jahrhundert wurden vier Adventssonntage vor Weihnachten durch Papst Gregor dem Großen (540 - 604) festgelegt.

 

Alternativer Artikel zum 4. Advent

Während wir an dieser Stelle den 4. Adventssonntag aus der Sicht des evangelischen Kirchen­kalen­ders beleuchten, finden Sie allgemeine Informationen und Gedanken in diesem Artikel:

Heiligabend am 4. Advent
Wissenswertes

→Heiligabend am 4. Advent

Heiligabend am 4. Advent? Zwei kirchliche Feste am selben Tag? Wie geht das? Und wieso ist Heiligabend immer an einem anderen Wochentag?

In diesem Artikel wird es erklärt.

Wissenswertes zum Tag

→4. Advent 1961

Schen­ken und be­schenkt wer­den, »sich auf den Weg ma­chen«, um die Ge­schen­ke zu über­brin­gen. Der Be­such drückt aus, wie groß Freu­de und Wert­schät­zung sind.

 

Got­tes­dienstliche Ordnungen

Symbol Evangelisch

Der evangelische

4. Sonntag
des Advents

nach der Leseordnung der Eisenacher Konferenz

 

→ in unierten und reformierten Landeskirchen überwiegend gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1977/1978

→ in lutherischen Landeskirchen überwiegend gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1956/1957

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett

Violett

 

Thema des Sonntags

(nach dem Episteltext Phil 4,4-7 )

 

Freut euch! Der Herr iſt nahe

 

 

 

Spruch und Psalm für die Woche

 
Biblia
1545
 

Spruch
für die Woche

 

Meine Seele erhebt den HERRN. Vnd mein Geiſt frewet ſich Got­tes meines Heilandes.

→Lk 1,46.47

Pſalm
19
 

Psalm
für die Woche

 
 

→Psalm 19

 

 

 

Lied für die Woche

 
EG alt EG neu Titel
7 EG 9 Nun jauchzet, all ihr Frommen
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG alt: Nummer des Liedes in alten Evangelischen Gesangbüchern
EG neu: Nummer des Liedes im neuen Evangelischen Gesangbuch (ab 2013)

 

 

 

Die biblischen Texte für Lesung und Predigt

 
Reihe Inhalt Text für die Predigt
Reihe I:
altkirchliche Reihe
 
Epistel Zum TextPhil 4,4-7
Evangelium Zum TextJoh 1,19-28
Reihe II  2. Epistel Verweis1Joh 1,1-4
2. Evangelium  Zum TextJoh 1,15-18
alttestamentliche Reihe Alttestamentliche Perikope Verweis5Mos 18,15-19
     

Aufbau der Leseordnung

Die Eisenacher Kon­fe­renz (ei­ne Kon­fe­renz der evan­ge­li­schen Lan­des­kir­chen Deutsch­lands) er­ar­bei­te­te in den Jah­ren von 1888 bis 1896 eine Pe­ri­ko­pen­ord­nung für die evan­ge­li­schen Kir­chen. Sie ver­stand die alt­kirch­li­chen Pe­ri­ko­pen (Epis­tel und Evan­ge­li­um) als eine ers­te Rei­he und füg­te ihnen in ei­ner zwei­ten Rei­he ei­nen zwei­ten Text aus den Epis­teln und ei­nen zwei­ten Text aus den Evan­ge­li­en hin­zu. Die gro­ße Be­son­der­heit die­ser Ord­nung war die Ein­füh­rung ei­ner drit­ten, alt­tes­ta­ment­li­chen Rei­he, die für je­den Sonn­tag des Kirchen­jah­res erst­mals ei­nen alt­tes­ta­ment­li­chen Text bot. Die Ver­wen­dung die­ser Pe­ri­ko­pen ge­schah nicht ein­heit­lich. Ge­dacht wa­ren sie da­zu, sie wech­sel­weise im Got­tes­dienst zu ver­wen­den, so in­ner­halb ei­ner Fol­ge von vier Jah­ren:

  • im 1. Jahr: alt­kirch­li­ches Evan­ge­li­um und alt­kirch­li­che Epis­tel
  • im 2. Jahr: 2. Evan­ge­li­um und Lek­ti­on Al­tes Tes­ta­ment
  • im 3. Jahr: alt­kirch­li­ches Evan­ge­li­um und alt­kirch­li­che Epis­tel
  • im 4. Jahr: 2. Evan­ge­li­um und 2. Epis­tel

Da­mit er­gab sich für die Le­sun­gen ein Zyklus von vier Jah­ren und für die Pre­digt, die sich je­weils auf die Evan­ge­li­en­pe­ri­ko­pe stützte, ein Zyklus von zwei Jah­ren.

 

 

Alt­kirch­li­che Text­ord­nung in Lan­des­kir­chen

In ei­ni­gen Lan­des­kir­chen, da­run­ter die evan­ge­li­sche Kir­che Bran­den­burgs, galt in die­ser Zeit wei­ter­hin die alt­kirch­li­che Text­ord­nung. Sie kennt nur Evan­ge­li­um und Epis­tel (Reihe I in der Ei­sen­acher Text­ord­nung), die bei­de nach wie vor für die Text­lesung so­wie für die Pre­digt im Haupt- und Abend­got­tes­dienst emp­foh­len wa­ren.

 

Die evan­ge­li­sche Kir­che Würt­tem­bergs

Die evan­ge­li­sche Kir­che Würt­tem­bergs nutz­te in die­ser Zeit ei­ne Pe­ri­ko­pen­ord­nung, die sich auf ei­nen Drei­jah­res­zy­k­lus stütz­te. Über die drei Jahr­gän­ge hin­weg fan­den sich die Pe­ri­ko­pen wie hier ge­nannt, al­ler­dings in an­de­rer An­ord­nung und er­gänzt um wei­te­re Pe­ri­ko­pen, die we­der in alt­kirch­li­chen Ord­nun­gen noch in der neu­en Ei­sen­acher Ord­nung be­kannt wa­ren.

Diese Ord­nung der evan­ge­li­schen Kir­che Würt­tem­bergs ist der­zeit hier nicht wie­der­ge­ge­ben.

 

Geschicht­li­che An­mer­kun­gen: Die Ei­sen­acher Pe­ri­ko­pen in Zei­ten des Um­bruchs

  • In den Jah­ren des na­ti­o­nal­so­zi­a­li­sti­schen Re­gi­mes gab es im Zu­sam­men­hang mit der brach­i­a­len an­ti­se­mi­ti­schen Aus­rich­tung in Po­li­tik und Ge­sell­schaft in den evan­ge­li­schen Kir­chen re­gi­o­nal In­ten­ti­o­nen, die alt­tes­ta­ment­li­che Rei­he ab­zu­schaf­fen und die an­de­ren Rei­hen im Sin­ne ei­ner Staats­rä­son zu kor­ri­gie­ren. Die­ses An­sin­nen wirk­te trotz ei­ner Be­ken­nen­den Kir­che ver­ein­zelt bis weit die Zeit nach dem 2. Welt­krieg nach.
  • Auch nach der Ver­ei­ni­gung von Lan­des­kir­chen, wie der Grün­dung von VELKD und EKD, blie­ben die Ord­nun­gen der Pre­digt­tex­te den Sy­no­den der Lan­des­kir­chen un­ter­wor­fen und ent­wickel­ten sich so­mit zu­neh­mend un­ein­heit­lich.
  • Ab dem Jahr 1957/1958, spä­tes­tens ab 1960/1961 galt dann in den meis­ten evan­ge­lisch-lu­the­ri­schen Kir­chen ei­ne neue Pe­ri­ko­pen­ord­nung auf Ba­sis von sechs Rei­hen, weil sich nun erst­mals nach Ei­sen­ach über Jah­re hin­weg eine lan­des­kirch­lich über­grei­fen­de und un­ab­hän­gi­ge Kon­fe­renz (Lu­the­ri­sche Li­tur­gi­sche Kon­fe­renz Deutsch­lands) mit li­tur­gisch-ho­mi­le­ti­schen Fra­gen be­schäf­tig­te und 1957 Ant­wor­ten in Form ei­ner »Ord­nung der Pre­digt­tex­te« vor­leg­te.
  • Doch die Ent­schei­dungs­ho­heit ob­lag nach wie vor den lan­des­kirch­li­chen Sy­no­den. Über­wie­gend unier­te und re­for­mier­te Lan­des­kir­chen nutz­ten die hier vor­lie­gen­de Ord­nung der Pre­digt­tex­te nach dem Ei­sen­acher Sche­ma wei­ter­hin bis 1977/1978 oder auch da­rü­ber hi­n­aus.
  • Bis heute gilt in man­chen evan­ge­li­schen Kir­chen und Frei­kir­chen eine Ord­nung auf Grund­la­ge der Ei­sen­acher Pe­ri­ko­pen im vier­jäh­ri­gen Zy­k­lus.

 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Perikopen

Perikopen nach Luther 1545

4. Sonntag des Advents

 

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

 

Texte nach der Lutherbibel von 1545 ge­setzt nach der Vor­la­ge des Ori­gi­nals in Frak­tur­schrift mit Luthers Scho­li­on und Ver­wei­sen in den Mar­gi­nal­spal­ten. Er­gänzt um Vers­zäh­lung und Ab­schnitts­über­schrif­ten.

 

LESUNG UND PREDIGTTEXT

Evangelium

Evangelium nach Johannes

Joh 1,19-28

REIHE

EV

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. I.

 

 

Verse 19 - 28

 

Des Täufers Zeugnis von sich selbst

→ Mt 3,1-12    ↑ → Mk 1,1-8    ↑ → Lk 3,1-18

Matt. 3.

Mar. 1.

Luc. 3.

 

 

 

 

 

 

→Jeſa.40.

VND dis iſt das zeug­nis Johannis / Da die Jü­den ſand­ten von Je­ru­ſa­lem Prieſter vnd Leuiten / das ſie jn fragten / Wer biſtu? 20Vnd er bekandte vnd leugnet nicht / vnd er bekandte / Ich bin nicht Chri­ſtus. 21Vnd ſie fragten jn / Was denn? Biſtu Elias? Er ſprach / ich bins nicht. Biſtu ein Prophet? Vnd er ant­wor­tet / Nein. 22Da ſpra­chen ſie zu jm / Was biſtu denn? Das wir antwort geben / denen / die vns ge­ſand haben. Was ſa­geſtu von dir ſelbs? 23Er ſprach / Ich bin eine ſtim­me eines Predigers in der Wü­ſten / Richtet den weg des HER­RN / wie der Prophet Iſaias ge­ſagt hat.

 

24VND die ge­ſand waren / die waren von den Pha­ri­ſe­ern. 25Vnd fragten jn / vnd ſpra­chen zu jm / Wa­r­umb teuffeſtu denn / ſo du nicht Chri­ſtus biſt / noch Elias / noch ein Prophet? 26Johannes ant­wor­tet jnen / vnd ſprach / Ich teuffe mit waſ­ſer / Aber er iſt mitten vn­ter euch getretten / den jr nicht kennet. 27Der iſts / der nach mir ko­men wird / welcher vor mir ge­we­ſen iſt / Des ich nicht werd bin / das ich ſei­ne Schuchriemen aufflöſe. 28Dis ge­ſchach zu Betharaba jenſeid des Jordans / da Johannes teuffet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Oder / Beth­ba­ra / →Jud. 7. vt myſte­ri­um con­ſo­net.

→*1)

 

 

 

1) lat.: ut mysterium consonet.

dt.: »damit das Mysterium übereinstimme.«

Luther gibt an, dass in Vers 28 seine Übersetzung Beth­a­ra­ba auch mit Beth­ba­ra wie­der­ge­ge­ben wer­den kön­ne. Die­ser Na­me taucht im Buch der Rich­ter auf (→Ri 7,24). Dies ge­sche­he dann in der Ab­sicht, die bei­den ge­heim­nis­vol­len, un­kla­ren Orts­an­ga­ben in Über­ein­stim­mung zu brin­gen.

 

 

LESUNG UND ZWEITER PREDIGTTEXT

Epistel

Brief des Paulus an die Gemeinde in Philippi

Phil 4,4-7

REIHE

EP

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Philipper.

 

C. IIII.

 

 

Verse 4 - 7

Verkündigung, Dank und Gebet als Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi

 

 

Paulus schreibt:

 

FRewet euch in dem HErrn allwege / vnd abermal / ſa­ge ich / frewet euch. 5Ewer Lindigkeit laſ­ſet kund ſein allen Men­ſchen. Der HErr iſt nahe.6Sorget nichts / Son­dern in allen dingen laſ­ſet ew­re Bitte im Gebet vnd Flehen / mit Danck­ſa­gung fur Gott kund wer­den. 7Vnd der friede Got­tes / welcher höher iſt / denn alle vernunfft / beware ew­re her­tzen vnd ſinne in Chri­ſto Jhe­ſu.

 

 

 

LESUNG UND PREDIGTTEXT

2. Evangelium

Evangelium nach Johannes

Joh 1,15-18

 

Text hören:

Sprecher: R. Makohl | Musik: ©Bluevalley, J.S. Bach
Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
→  Video-Hörbuch

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. I.

 

 

Verse 15 - 18

Die Offenbarung Gottes in der Welt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IOhannes zeu­get von Jheſus / rüf­fet vnd ſpricht / Die­ſer war es / von dem ich ge­ſagt ha­be / Nach mir wird ko­men / der vor mir ge­we­ſen iſt / denn er war ehe denn ich.16Vnd von ſei­ner Fül­le ha­ben wir al­le ge­no­men / b Gna­de vmb gna­de / 17Denn das Ge­ſetz iſt durch Mo­ſen ge­ge­ben / Die Gna­de vnd War­heit iſt durch Jhe­ſum Chriſt wor­den.18Nie­mand hat Gott je ge­ſe­hen / der ein­ge­bor­ne Son / der in des Va­ters ſchos iſt / der hat es vns ver­kün­di­get.

b

(Gnade vmb gnade)

Vn­ſer gna­de iſt vns ge­ge­ben vmb Chri­ſtus gna­de / die jm ge­ge­ben iſt. Das wir durch jn das Ge­ſetz er­fül­len / vnd den Va­ter er­ken­nen / da­mit heu­che­ley auff­hö­re / vnd wir wa­re recht­ſcha­ffe­ne Men­ſchen wer­den.

 

 

 

  Hörbuch-Video

Die Offenbarung Gottes in der Welt (Joh 1,15-18)

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→ Hörbuch-Video: Joh 1,15-18

Das Video zeigt den Text des Hym­nus aus der Luther­bi­bel von 1545, der be­schreibt, wie sich Gott und sein Wort durch Je­sus Chris­tus of­fen­ba­ren, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Der Rückblick auf die Perikopenordnungen vergangener Jahrhunderte zeigt auf, wie sich die Verwendung der biblischen Texte in evangelischen Gottesdiensten im Laufe der Zeit veränderte.

Wir beschränken uns in den weit zurückliegenden Jahren auf Perikopenordnungen, die überwiegend in Gebrauch waren.

Durch die neue Ordnung für die Verwendung von Sprüchen, Psalmen, Bibeltexten und Liedern in Gottesdiensten sind die alten Ordnungen zwar liturgisch überholt, aber inhaltlich deswegen keineswegs falsch.

Wir möchten Sie daher ermuntern, die in alter Zeit verwendeten Perikopen zu betrachten. Nur so können Sie ergründen, ob das, worauf sich Pfarrer vor Hunderten von Jahren in Gottesdienst und Predigt stützten, auch noch heute aktuell ist. Aktuell für Sie ganz persönlich.

 

Biblia 1545

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel ist auf unseren Seiten in Anlehnung an das Druckbild des Originals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers Intentionen, mit der Typografie Lesehilfen bereitzustellen, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

 

 

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Schen­ken und be­schenkt wer­den, »sich auf den Weg ma­chen«, um die Ge­schen­ke zu über­brin­gen. Der Be­such drückt aus, wie groß Freu­de und Wert­schät­zung sind.

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©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 21.06.2026  

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