Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
Sonntag, 17. November 2019

◉ Home | ►Evangelischer Kirchenkalender | ►Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | Sonntag, 17. November 2019
Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
17.11.2019 | Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | Volkstrauertag
Sonntag
 

Kirchenjahr 2018/2019

Vorletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Volkstrauertag

 
Symbol

Jakob Böhme
(† 17. November 1624 in Görlitz)

Symbol

David Zeisberger
(† 17. November 1808 in Goshen, Ohio)

Info

Je nach Handhabung der →Friedensdekade können die →Proprien des Drittletzten und des Vorletzten Sonntags des Kirchenjahres getauscht werden.

 
Bewegliches Datum
der vorletzte Sonnntag des Kirchenjahres liegt<br>zwischen dem 13. November und dem 19. November eines Jahres.
  • Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
  • zwei Wochen vor dem →1. Advent
  • abhängig vom Wochentag, auf den der →1. Weihnachtstag fällt
  • der vorletzte Sonnntag des Kirchenjahres liegt
    zwischen dem 13. November und dem 19. November eines Jahres.
 
Symbol: Abstand zum Christfest
 
Alternativer Artikel zum vorletzten Sonntag im Kirchenjahr

A
llgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag finden Sie in diesem Artikel:  

Zum Artikel

Volkstrauertag 2019 | Nationaler Gedenktag

Der Volkstrauertag ist der deutsche Trauertag zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus, der Toten beider Weltkriege und der Opfer von Gewalt.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

Vorletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Volkstrauertag

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Die Himel werden ſeine Gerechtigkeit verkündigen / Denn Gott iſt Richter.

Halleluja.

→Ps 50,6     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Wir müſſen alle offenbar werden fur dem richtſtuel Chriſti.

→2Kor 5,10a

Pſalm
50
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 149 Es ist gewisslich an der Zeit
B EG 378 Es mag sein, dass alles fällt
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2019 - 2024 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextMt 25,31-46
Epistel Zum TextRom 14,(1-6)7-13
Altes Testament Zum TextHiob 14,1-6(7-12)13(14)15-17
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2018/2019 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2018/2019 17.11.2019 I Zum TextHiob 14,1-6(7-12)13(14)15-17 Zum TextJer 8,4-7
2019/2020 15.11.2020 II Zum TextLk 16,1-8(9) Zum TextMt 13,47-50
2020/2021 14.11.2021 III Zum Text2Kor 5,1-10 Zum TextOffb 2,8-11
2021/2022 13.11.2022 IV Zum TextLk 18,1-8 Zum TextOffb 20,11-15
2022/2023 19.11.2023 V Zum TextMt 25,31-46
2023/2024 17.11.2024 VI Zum TextRom 14,(1-6)7-13
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2018/2019, danach wieder für das Kirchenjahr 2024/2025.
Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2019/2020, danach wieder für das Kirchenjahr 2025/2026,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 
Titel Perikopen

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Matthäus

Mt 25,31-46

REIHE

V

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXV.

 

 

Verse 31-46

Endzeitrede: Das Weltgericht

 

 

Jesus sprach zu seinen Jüngern:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WEnn aber des menſchen Son komen wird / in ſeiner Herrligkeit / vnd alle heilige Engel mit jm / Denn wird er ſitzen auff dem ſtuel ſeiner Herrligkeit / 32vnd werden fur jm alle Völcker verſamlet werden / Vnd er wird ſie von einander ſcheiden / gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken ſcheidet / 33vnd wird die Schafe zu ſeiner Rechten ſtellen / vnd die Böcke zur Lincken. 34Da wird denn der König ſagen zu denen zu ſeiner Rechten / Kompt her jr geſegneten meines Vaters / ererbet das Reich / das euch bereitet iſt von anbegin der welt. 35Denn ich bin Hungerig geweſen / vnd jr habt mich geſpeiſet. Ich bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich getrencket. Ich bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich beherberget. 36Ich bin Nacket geweſen / vnd jr habt micht bekleidet. Ich bin Kranck geweſen / vnd jr habt mich beſucht. Ich bin Gefangen geweſen / vnd jr ſeid zu mir komen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

37DEnn werden jm die Gerechten antworten / vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich hungerig geſehen / vnd haben dich geſpeiſet? Oder durſtig / vnd haben dich getrenckt? 38Wenn haben wir dich einen Gaſt geſehen / vnd beherberget? Oder nacket / vnd haben dich bekleidet? 39Wenn haben wir dich kranck oder gefangen geſehen / vnd ſind zu dir komen? 40Vnd der König wird antworten / vnd ſagen zu jnen / Warlich ich ſage euch / Was jr gethan habt einem vnter dieſen meinen geringſten Brüdern / Das habt jr mir gethan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DEnn wird er auch ſagen zu denen zur Lincken / Gehet hin von mir / jr Verfluchten / in das ewige Fewr / das bereitet iſt dem Teufel vnd ſeinen Engeln. 42Ich bin Hungerig geweſen / Vnd jr habt mich nicht geſpeiſet. Ich bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich nicht getrencket. 43Ich bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich nicht beherberget. Ich bin Nacket geweſen / vnd jr habt mich nicht bekleidet. Ich bin Kranck vnd Gefangen geweſen / vnd jr habt mich nicht beſucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

44DA werden ſie jm auch antworten vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich geſehen / hungerig / oder durſtig / oder einen gaſt / oder nacket / oder kranck oder gefangen / Vnd haben dir nicht gedienet? 45Denn wird er jnen antworten / vnd ſagen / Warlich ich ſage euch / Was jr nicht gethan habt einem vnter dieſen Geringſten / das habt jr mir auch nicht gethan. 46Vnd ſie werden in die ewige Pein gehen / Aber die Gerechten in das ewige Leben.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Rom 14,(1-6)7-13

REIHE

VI

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. XIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Von den Schwachen und Starken im Glauben

Fakultativ: Vers 1-6

 

 

Paulus schreibt:

 

DEn Schwachen im glauben nemet auff / vnd c verwirret die gewiſſen nicht. 2Einer gleubet / er möge allerley eſſen / Welcher aber ſchwach iſt / der iſſet Kraut. 3Welcher iſſet / der verachte den nicht / der da nicht iſſet / Vnd welcher nicht iſſet / der richte den nicht / der da iſſet / Denn Gott hat jn auffgenomen. 4Wer biſtu / das du einen frembden Knecht richteſt? Er ſtehet oder fellet ſeinem HErrn / Er mag aber wol auffgerichtet werden / Denn Gott kan jn wol auffrichten.

5EIner helt einen Tag fur den andern / Der ander aber helt alle tage gleich. Ein jglicher ſey in ſeiner meinung * gewis. 6Welcher auff die tage helt / der thuts dem HErrn / Vnd welcher nichts drauff helt / der thuts auch dem HErrn. Welcher iſſet / der iſſet dem HErrn / denn er dancket Gott / Welcher nicht iſſet / der iſſet dem HErrn nicht / vnd dancket Gott. 7Denn

 

c

(Verwirret)

Zweierley Chri­ſten ſind / Etliche ſtarck im glauben / Etliche ſchwach. Jene verachten die ſchwachen all­zufrech / Dieſe er­gern ſich an den ſtarcken allzu lei­chtlich. So ſollen ſie nu beide ſich nach der Liebe richten / das keiner den andern bele­dige noch richte / ſondern thun vnd laſſen / wie es dem andern nutz vnd not iſt.

 

*

(Gewis) Das iſt /

Er wancke vnd zweiuele nicht in ſeinem Gewiſſen / ſondern ſey ſicher / das fur Gott keine ſünde ſey / Er eſſe oder eſſe nicht.

 

 

Verse 7-13

 

 

Paulus schreibt:

 

VNſer keiner lebet jm ſelber / vnd keiner ſtirbet jm ſelber. 8Leben wir / ſo leben wir dem HErrn / Sterben wir / ſo ſterben wir dem HErrn. Darumb / wir leben oder ſterben / ſo ſind wir des HErrn. 9Denn dazu iſt Chriſtus auch geſtorben vnd aufferſtanden / vnd wider lebendig worden / das er vber Todte vnd Lebendige HErr ſey.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 45.

 

 

 

 

 

 

 

DV aber / was richteſtu deinen Bru­der? Oder du ander / was ver­ach­te­ſtu deinen Bruder? Wir werden alle fur den richtſtuel Chriſti dar­ge­ſtel­let werden / 11Nach dem ge­ſchrie­ben ſtehet / So war als ich lebe / ſpricht der HERr / mir ſollen alle Knie gebeuget werden / vnd alle Zungen ſollen Gott bekennen. 12So wird nu ein jglicher fur ſich ſelbs Gotte rechenſchafft geben. 13Darumb laſſet vns nicht mehr einer den andern richten / ſondern das richtet viel mehr / das niemand ſeinem Bruder einen anſtos oder ergernis darſtelle.

 

 

 

 

 

 

(Mir)

So mus Chriſtus rechter Gott ſein / weil ſolches ſol fur ſeinem Richtſtuel geſchehen.

 

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Hiob

Hiob 14,1-6(7-12)13(14)15-17

REIHE

I

 

 

 

 

Das Bucĥ Hiob.

 

C. XIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Hiobs Klage über die Nichtigkeit des Lebens

Vergebliches Hoffen auf Troſt nach dem Tod

Verse 1-6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DER Menſch vom Weibe geborn / lebt kurtze zeit / vnd iſt vol vnruge. 2Gehet auff wie eine Blume vnd fellet abe / Fleucht wie eine Schatten / vnd bleibt nicht. 3Vnd du thuſt deine Augen vber ſolchen auff / das du mich fur dir ins Gericht zeuheſt. 4Wer wil einen Reinen finden bey denen / da keiner rein iſt? 5Er hat ſein beſtimpte zeit / die zal ſeiner monden ſtehet bey dir / Du haſt ein Ziel geſetzt / das wird er nicht vbergehen. 6Thu dich von jm / das er ruge hab / bis das ſeine zeit kome / der er wie ein Taglöner wartet.

 

 

 

Fakultativ: Verse 7-12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7EIn Bawm hat hoffnung / wenn er ſchon abgehawen iſt / das er ſich wider verendere / vnd ſeine Schüſſlinge hören nicht auff. 8Ob ſeine Wurtzel in der erden veraltet / vnd ſein Stam in dem ſtaub erſtirbt. 9So grunet er doch wider vom geruch des waſſers / vnd wechſt da her als were er gepflantzt. 10Wo iſt aber ein Menſch / wenn er tod vnd vmbkomen vnd da hin iſt? 11Wie ein waſſer ausleufft aus dem See / vnd wie ein ſtrom verſieget vnd vertrocknet. 12So iſt ein Menſch wenn er ſich legt / vnd wird nicht auffſtehen / vnd wird nicht auffwachen / ſo lange der Himel bleibt / noch von ſeinem ſchlaff erweckt werden.

 

 

 

Vers 13

 

 

 

 

13AH / das du mich in der Helle verdeckteſt / vnd verbergeſt bis dein zorn ſich lege / vnd ſetzeſt mir ein ziel / das du an mich denckeſt.

 

 

 

Fakultativ: Vers 14

 

 

 

 

14Meinſtu ein todter Menſch werde wider leben? Ich harre teglich / die weil ich ſtreitte / bis das meine verenderung kome.

 

 

 

Verse 15-17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15Das du wolleſt mir ruffen / vnd ich dir antworten / vnd wölleſt das werck deiner Hende nicht ausſchlahen. 16Denn du haſt ſchon meine Genge gezelet / Aber du wolteſt ja nicht acht haben auff meine ſünde. 17Du haſt meine vbertrettung in einem Bündlin verſiegelt / vnd meine miſſethat zuſamen gefaſſet.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Lukas

Lk 16,1-8(9)

REIHE

II

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Gleichnis vom ungetreuen Hausverwalter

Verse 1-8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus ſprach aber auch zu ſeinen Jüngern / Es war ein reicher Man / der hatte einen Haushalter / der ward fur jm berüchtiget / als hette er jm ſeine Güter vmbbracht. 2Vnd er foddert jn / vnd ſprach zu jm / Wie höre ich das von dir? Thu rechnung von deinem haushalten / Denn du kanſt hinfurt nicht Haushalter ſein. 3Der Haushalter ſprach bey ſich ſelbs / Was ſol ich thun? mein Herr nimpt das Ampt von mir / Graben mag ich nicht / So ſcheme ich mich zu betteln. 4Ich weis wol was ich thun wil / wenn ich nu von dem Ampt geſetzt werde / das ſie mich in jre Heuſer nemen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5VND er rieff zu ſich alle Schüldener ſeines Herrn / vnd ſprach zu dem erſten / Wie viel biſtu meinem Herrn ſchüldig? 6Er ſprach / Hundert tunnen öles. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / ſetze dich / vnd ſchreib flugs funffzig. 7Darnach ſprach er zu dem andern / Du aber / wie viel biſtu ſchüldig? Er ſprach / Hundert malter weitzen. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / vnd ſchreib achzig. 8Vnd der Herr lobete den vngerechten Haushalter / das er klüglich gethan hatte / Denn die Kinder dieſer welt ſind klüger / denn die Kinder des Liechtes / in jrem Geſchlechte.

 

 

 

 

Fakultativ: Vers 9

 

 

 

 

 

 

 

9Vnd ich ſage euch auch / Machet euch Freunde mit dem vngerechten * Mammon / Auff das / wenn jr nu darbet / ſie euch auffnemen in die ewigen Hütten.

 

*

(Mammon)

Mammon iſt Ebreiſch / vnd hei­ſſet Reichthum.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Zweiter Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

2Kor 5,1-10

REIHE

III

 

 

 

Die Ander Epiſtel:
An die Córinther.

 

C. V.

 

 

Verse 1-10

Sehnſucht nach der himmliſchen Heimat

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIr wiſſen aber / ſo vnſer jrdiſch Haus dieſer Hütten zubrochen wird / das wir einen Baw haben von Gott erbawet / ein Haus / nicht mit henden gemacht / das ewig iſt im Himel. 2Vnd vber demſelbigen ſehnen wir vns auch / nach vnſer Behauſung / die vom Himel iſt / Vnd vns verlanget / das wir da mit vberkleidet werden / 3So doch wo wir bekleidet / vnd nicht blos erfunden werden. 4Denn dieweil wir in der Hütten ſind / ſehnen wir vns vnd ſind beſchweret / Sintemal wir wolten lieber nicht entkleidet / ſondern vberkleidet werden / Auff das das ſterbliche würde verſchlungen von dem Leben. 5Der vns aber zu demſelbigen bereitet / das iſt Gott / der vns das pfand / den Geiſt / gegeben hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6WIr ſind aber getroſt alle zeit / vnd wiſſen / das / dieweil wir im Leibe wonen / ſo wallen wir dem HErrn / 7Denn wir wandeln im glauben / vnd nicht im ſchawen. 8Wir ſind aber getroſt / vnd haben viel mehr luſt auſſer dem Leibe zu wallen / vnd da heimen zu ſein bey dem HErrn. 9Darumb vleiſſigen wir vns auch / wir ſind da heim oder wallen / das wir jm wolgefallen. 10Denn wir müſſen alle offenbar werden fur dem richtſtuel Chriſti / Auff das ein jglicher empfahe nach dem er gehandelt hat / bey Leibes leben / es ſey gut oder böſe.

 

 

 

 

a

(Faren ſchon)

Das iſt / wir Ty­rann­iſie­ren noch trei­ben die Leute nicht mit bann­en vnd an­der fre­ue­len Re­gi­men­ten / denn wir fürch­ten Gott. Son­dern le­ren ſie ſeu­ber­lich / das wir nie­mand auff­ſtütz­ig ma­chen.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Lukas

Lk 18,1-8

REIHE

IV

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVIII.

 

 

Verse 1-8

Die bittende Witwe
Das Gleichnis vom ungerechten Richter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus ſaget jnen aber ein Gleichnis dauon / Das man alle zeit beten vnd nicht laſs werden ſolt / 2Vnd ſprach / Es war ein Richter in einer Stad der furchte ſich nicht fur Gott / vnd ſchewet ſich fur keinem Menſchen. 3Es war aber eine Widwe in der ſelbigen Stad / die kam zu jm / vnd ſprach / Rette mich von meinem Widerſacher / 4Vnd er wolte lange nicht. Darnach aber dachte er bey ſich selbs / Ob ich mich ſchon fur Gott nicht fürchte / noch fur keinem Menſchen ſchewe / 5Dieweil aber mir dieſe Widwe ſo viel mühe machet / wil ich ſie retten / Auff das ſie nicht zu letzt kome / vnd vberteube mich.

6DA ſprach der HErr / Höret hie / was der vngerechte Richter ſaget. 7Solt aber Gott nicht auch retten ſeine Auſſerweleten / die zu jm tag vnd nacht ruffen / vnd ſolt gedult drüber haben? 8Ich ſage euch / Er wird ſie erretten in einer kürtz. Doch wenn des menſchen Son komen wird / Meineſtu das er auch werde Glauben finden auff Erden?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Uberteube)

Das iſt / Das ſie mich nicht pla­ge vnd mar­te­re / wie man ſagt von den Gei­lern / Wie pla­get mich der Menſch ſo wol.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Jeremia

Jer 8,4-7

POOL

W
1

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Alle ſind verblendet

Verse 4-7

 

 

GOTT sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SPrich zu jnen / ſo ſpricht der HERR / Wo iſt jemand / ſo er fellet / der nicht gerne wider auffſtünde? Wo iſt jemand / ſo er jrre gehet / der nicht gerne wider zu recht keme? 5Noch wil ja dis Volck zu Jeruſalem jrre gehen fur vnd fur / Sie halten ſo hart an dem falſchen Gottesdienſt / das ſie ſich nicht wollen abwenden laſſen. 6Ich ſehe vnd höre / das ſie nichts rechts leren / Keiner iſt / dem ſeine bosheit leid were / vnd ſpreche / Was mache ich doch? Sie lauffen alle jren Lauff / wie ein grimmiger Hengſt im ſtreit.

 

 

 

 

 

 

7EIn Storck vnter dem Himel weis ſeine zeit / ein Dorteltaube / Kranich vnd Schwalbe mercken jre zeit / wenn ſie widerkomen ſollen / Aber mein Volck wil das Recht des HERRN nicht wiſſen.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Matthäus

Mt 13,47-50

POOL

W
2

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Gleichnis vom Fiſchnetz

Verse 47-50

 

 

Jesus spricht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber mal iſt gleich das Himelreich einem Netze / das ins Meer geworffen iſt / da mit man allerley Gattung fehet. 48Wenn es aber vol iſt / ſo ziehen ſie es eraus an das Vfer / ſitzen vnd leſen die guten in ein Gefes zuſamen / Aber die faulen werffen ſie weg. 49Alſo wird es auch am ende der Welt gehen / Die Engel werden ausgehen / Vnd die Böſen von den Gerechten ſcheiden / 50vnd werden ſie in den Fewr ofen werffen / Da wird heulen vnd zeenklappen ſein.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch der Offenbarung an Johannes

Offb 2,8-11

POOL

W
3

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. II.

 

 

Verse 8-11

Der Brief an die Gemeinde in Smyrna

II.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DEm Engel der gemeinen zu Smyrnen ſchreibe / Das ſaget der Erſte vnd der Letzt / der tod war / vnd iſt lebendig worden. 9Ich weis deine werck vnd deine trübſal / vnd deine armut (du biſt aber reich) vnd die leſterung von denen / die da ſagen / Sie ſind Jüden / vnd ſinds nicht / ſondern ſind des Satans ſchule. 10Fürchte dich fur der keinem / das du leiden wirſt. Sihe / der Teufel wird etliche von euch ins Gefengnis werffen / auff das jr verſucht werdet / vnd werdet trübſal haben zehen tage. Sey getrew bis an den Tod / So wil ich dir die Krone des lebens geben. 11Wer ohren hat der höre / was der Geiſt den gemeinen ſagt. Wer vberwindet / dem ſol kein leid geſchehen von dem andern Tode.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch der Offenbarung an Johannes

Offb 20,11-15

POOL

W
4

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. XX.

 

 

Verse 11-15

Das Weltgericht

 

 

Johannes berichtet von seiner Vision:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ICh ſahe einen groſſen weiſſen Stuel / vnd den der drauff ſaſs / fur welches Angeſicht flohe die Erde vnd der Himel / vnd jnen ward keine Stete erfunden. 12Vnd ich ſahe die Todten beide gros vnd klein ſtehen fur Gott / vnd die Bücher wurden auffgethan / Vnd ein ander Buch ward auffgethan / welchs iſt des Lebens / vnd die Todten wurden gerichtet nach der Schrifft in den Büchern / nach jren wercken. 13Vnd das Meer gab die Todten die darinnen

 

 

BB.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzschnitt, Bild BB aus der Offenbarung des Johannes: Die Vision des letzten Kampfes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

waren / vnd der Tod vnd die Helle gaben die Todten die darinnen waren / vnd ſie wurden gerichtet / ein jglicher nach ſeinen wercken. 14Vnd der Tod vnd die Helle wurden geworffen in den feurigen Pful. Das iſt der ander Tod. 15Vnd ſo jemand nicht ward erfunden geſchrieben in dem Buch des Lebens / Der ward geworffen in den feurigen Pful.

 

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Holzschnitt in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 20

Bild BB: »Die Vision des letzten Kampfes«

 

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 
Empfehlungen: Das könnte Sie auch interessieren
Zum Artikel

Volkstrauertag 2019 | Nationaler Gedenktag

Der Volkstrauertag ist der deutsche Trauertag zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus, der Toten beider Weltkriege und der Opfer von Gewalt.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Die Macht des Betens | © Geschütztes Bildmaterial
Zum Artikel

Die Macht des Betens – Ein Workshop

Beten! – Was riskieren wir schon dabei? Eigentlich doch nichts. Was kostet es uns, außer einigen wenigen Minuten Zeit, die wir vermutlich anderweitig kaum besser genutzt hätten?

Mehr über die Praxis des Betens in diesem Artikel.
Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

SK Version 19.09.2019  

Die Bundesrepublik Deutschland ist Mitglied der Europäischen Union.

 
Die Kalenderangaben beziehen sich ab dem Jahr 1949 auf Kalender der Bundesrepublik Deutschland (DE).
Die Datums- und Zeitangaben gelten nach Mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. Alle Angaben ohne Gewähr.