Biblia: Der Psalter

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D. Márt.Luth.

Die gantze Heilige Schrifft Deudſch / Auffs new zugericht.

Der Pſalter

Das Buch der Pſalmen

Der Psalter enthält die Psalmen 1 bis 150, eingeteilt in fünf Bücher. Wählen Sie aus unserer Bibliothek für den Einstieg in den Psalter eines der fünf Bücher:

Titelbild des Psalters in Luthers Biblia 1545.

Abbildung: Titelbild des Psalters in Luthers Biblia 1545.
Der Holzschnitt zeigt König David als Psalmensänger mit Harfe, vor ihm liegt aufgeschlagen der Psalter. Rechts auf den Kissen ist seine Krone zu sehen.

Vorbemerkungen

In unseren Kalendern verweisen wir regelmäßig auf Textstellen aus dem Buch der Psalmen. Die Verweise dort führen den Leser dann auf eine Seite aus diesem Psalter. Damit möchten wir alle die nötigen Informationen bereitstellen, um die Zusammenhänge zu ergründen.

Umgekehrt verweisen wir von etlichen Seiten im Psalter auf die Beiträge im Kalender, wenn Psalmen oder Verse daraus als Wochenpsalm zu einem Sonntag oder als Tagespsalm zu Festtagen und Gedenktagen verwendet werden.

Seitenaufbau in Psalmen der Lutherbibel von 1545

Der Text ist zweispaltig wiedergegeben. In der rechten Spalte befindet sich der Haupttext mit dem Psalm. Links daneben enthält die schmale Marginalspalte Luthers Scholion mit seinen Anmerkungen zu ausgewählten Textstellen.

Verse

Die Einteilung der Kapitel in Verse gab es in der Lutherbibel von 1545 noch nicht. Wir haben sie zusätzlich eingeführt und rot eingefärbt, weil sich viele Verweise immer wieder auf die Verszählung stützen.

Der Text der Lutherbibel von 1545

Wer bieten den Text, wie er in der Lutherbibel, die 1545 in Wittenberg aufgelegt wurde, abgedruckt ist. Wir haben uns entschieden, die Wiedergabe möglichst dicht am Original auszurichten. Grundlage dafür ist der Einsatz gebrochener Schriften, der Frakturschriften, wie sie vom Drucker Hans Lufft verwendet wurden.

Hinweis

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D. Márt.Luth.

 

 

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Hinweise zur Typographie

Drei Frakturzeichensätze

Die Drucker verwendeten unterschiedliche Schrifttypen für den Satz. Im Wesentlichen lassen sich drei Zeichensätze unterscheiden, doch tatsächlich kommen in der Lutherbibel von 1545 mindestens sechs verschiedene Typen zum Einsatz.

Für Überschriften wurde eine gebrochene Schrift verwendet, die im Wesentlichen auf die ursprünglich handgeschriebene Gebetbuch-Fraktur zurückgeht. Sie zeichnet sich durch ornamentartige, schwungvoll gezogene Bögen bei den Versalien aus, die dennoch nicht die Lesbarkeit einschränken. Ihre Kleinbuchstaben sind relativ schmal gehalten.

Dem Fließtext liegt eine uneinheitliche Frakturschrift zugrunde. Überwiegend wird eine Type verwendet, aus der sich später die sog. Alte Schwabacher entwickelt hat. Etliche ihrer Versalien (wie D, E, L) werden als Schmuck mit einem Doppelstrich ausgeführt (D, E, L), die Kleinbuchstaben sind für bessere Lesbarkeit bei kleinen Schrifthöhen etwas breiter angelegt.

Auszeichnungen wie Fettdruck oder Kursiv waren nicht üblich. Stattdessen wurde eine weitere Schrifttype verwendet, die formal zwischen den beiden anderen Typen einzuordnen ist. Ihre Bögen sind geschwungener als bei der normalen Fließtexttype, aber nicht so verspielt, wie bei der Überschriftentype, um noch bei kleinen Schrifthöhen saubere Linien zu ermöglichen. Die erwähnten Doppellinien bei manchen Großbuchstaben entfallen. Auch hier sind die Kleinbuchstaben eher schmal gehalten. Die Linienstärke ist dünner, was den Bögen und der geringeren Buchstabenbreite geschuldet ist. Dennoch kann es schwer fallen, die Hervorhebungen, gesetzt mit dieser Type, im fließenden Text auszumachen. Insbesondere dann, wenn nicht längere Passagen in dieser Type gesetzt sind.

Die drei Typen im Vergleich

Die folgenden Zeilen zeigen die drei Typen im Vergleich:

  Verwendung Schrifttype  
  Überschriften: Die Epiſtel S.Pauli: An die Römer.  
  Auszeichnungen: Die Epiſtel S.Pauli: An die Römer.  
  Fließtext: Die Epiſtel S.Pauli: An die Römer.  

 

Umlaute und Sonderzeichen

Die Umlaute in Kleinbuchstaben werden nicht durch Umlaut-Strichelchen (ä, ö, ü), sondern durch ein hochgestelltes »e« repräsentiert: ä, ö, ü.

Es gibt die Umlaute nicht als Großbuchstaben, obwohl das technisch machbar gewesen wäre, wie Frakturschriften zeigen, die in späteren Jahrhunderten geschnitten wurden. Statt Ä, Ö, Ü werden, wo nötig einfach A, O, V gesetzt, wobei das »e« auch nicht nachgestellt wird, wie es bei »Ae« der Fall wäre. Dies scheint dem Wunsch nach einem ansprechenden Schriftbild geschuldet zu sein.

Ein »ß« gibt es nicht in der Lutherbibel von 1545. Hier treffen wir regelmäßig auf ein einfaches »s« oder ein Doppel-s, auch nicht (wie später üblich) auf »sz«.

Zwei verschiedene Buchstaben für das »s«

Der Kleinbuchstabe »s« wurde nach den Regeln der Frakturschriften gesetzt. Das »s«, das der Form nach unserem heutigen Buchstaben entspricht, wird immer am Ende eines Wortes gesetzt. Erscheint es in der Wortmitte, ist der Begriff eine Zusammenfügung aus zwei Wörtern, die es eigenständig gibt, wobei das erste Wort mit s endet.

Ansonsten ist das »s«, das standardmäßig verwendet wird, das sog. »Lange-s«: »ſ«. Es steht am Wortanfang oder in der Mitte des Wortes, nicht jedoch am Wortende. In manchen modernen Zeichensätzen gibt es das Lange-s noch (»ſ«), in der praktischen Anwendung hat es allerdings, anders als zu Luthers Zeiten, heute keine Bedeutung mehr.

Für den ungeübten Leser besteht die Schwierigkeit darin, im Fließtext das Lange-s zu erkennen. Es unterscheidet sich vom Kleinbuchstaben »f« (f: »f« / s: »ſ«) beinahe nur darin, dass der kleine Querstrich in der Mitte des Buchstabens nicht nach rechts über den senkrechten Hauptstrich ausgeführt ist. Zusätzlich ist i. d. R. der Bogen oben etwas anders gearbeitet, oder die Dicke in der Linienmitte etwas rundlicher.

 

  Beispiele für den Buchstaben »s« in Frakturschrift  
  »s« am Wortende: das / Gottes  
  »s« am Wortanfang oder in der Mitte ſiehe / Waſſer  
  Ausnahmen (Zusammenfügung)

Gottesdienſt / (Gottes dienſt)

Kriegsknecht

 
  ggf. schwer erkennbar

vorſatz (Vorsatz, nicht Vorfatz)
Gefeſs (Gefäß)
Geſicht (Gesicht)

 

Antiquaschrift im Fließtext

Es fällt in den Bibeltexten auf, dass etliche Zeichen, insbesondere der erste Buchstabe bestimmter Wörter, in Antiqua-Schrift gesetzt sind. Dies entspricht dem Original. Es sollte dem Leser helfen, »Gut« und »Böse«, »göttlich« und »gottlos«, »gerecht« und »ungerecht« schnell zu unterscheiden:

Während die Fraktur-Versalien (A, B, C) auf Gnade, Trost, usw. hinweisen sollen, deuten die Antiqua-Versalien (A, B, C) begrifflich auf Zorn, Strafe, usw. hin. So unterscheiden sich beispielsweise die Namen Kain und Habel durch die Type des ersten Buchstabens, der nun anzeigt, in welchem Kontext Luther die beiden Brüder sieht (1Mos 4): Der gute, gottesfürchtige Abel und sein zorniger Bruder Kain, der Gottes Gebot nicht respektiert.

So werden etliche Begriffe sehr häufig mit einem Antiqua-Zeichen eingeleitet: Sünde (gegen Gott gerichtete Handlung), Menschen (der Mensch ist durch die Erbsünde grundsätzlich schuldig), Gesetz (das Gesetz der Menschen macht Sünder, es befreit nicht von Sünde), Baal und Götze (fremde Gottheiten), Todt (im Gegensatz zur Auferstehung), usw.

Darüber hinaus werden häufig lateinische Wörter, Satzteile oder Sätze, die Luther nicht eingedeutscht hatte, vor allem in den Marginalspalten in Antiqua gesetzt.

 

Nummerierungen

In den Kapitelüberschriften sowie zur Seitenzählung verwendete der Drucker große, lateinische Zahlen, die dann auch in Antiqua gesetzt sind: I. , II. ,III.

Wurden derartige Referenzen auf Kapitel im Fließtext benötigt, erscheinen die lateinischen Zahlen im Satz mit Kleinbuchstaben der Frakturschrift: j. ij. iij. / Cap. xv.

Kapitelzählungen in den Marginalspalten wurden in Frakturschrift mit arabischen Ziffern gesetzt: Pſal. 23. / 1. Reg 5.

Seltene Wörter und Begriffe in den Luther-Texten

Das große Stilkunst-Wörterbuch Luther-Deutsch / Deutsch

Der Text der Lutherbibel von 1545 enthält etliche Wörter und Begriffe, die teilweise in ungewöhnlicher Schreibweise erscheinen, teilweise im heutigen Sprachgebrauch ungeläufig sind. Daneben gibt es Wörter, die eine besondere Bedeutung im religiösen oder theologischen Kontext haben.

Zu etlichen Texten bieten wir deshalb ein Wörterbuch mit den Begriffen, die uns erklärungsbedürftig erscheinen. Die Arbeit an diesem Werk ist längst noch nicht abgeschlossen.

Schreiben Sie uns, wenn Ihnen weitere Wörter auffallen, die im Wörterbuch erklärt werden sollten.

Unser Wörterbuch, mit allen derzeit darin enthaltenen Schlagwörtern, finden Sie hier:

→Das große Stilkunst.de–Wörterbuch zur Lutherbibel von 1545

Bildschirmhintergründe
mit Texten aus den Psalmen

Zusätzlich verweisen wir aus machen Psalmen heraus auf unsere Bildschirmhintergründe mit Texten aus der Bibel. Darunter befinden sich auch Texte aus den Psalmen, wie beispielsweise der Psalm 23, »Der gute Hirte«. Für die Bildschirmhintergründe verwenden wir als deutschsprachige Textvorlage die Lutherbibel von 1545 mit dem Text in Luther-Deutsch.

Empfehlungen: Bildschirmhintergründe mit Texten der Bibel
Wallpapers Bibeltexte
Titel

→Wallpapers Bibeltexte

Bildschirmhintergründe für ihren Monitor mit Texten und Sprüchen in Luther-Deutsch aus Luthers Biblia von 1545, einige davon zusätzlich in Hebräisch und Latein.

Psalm 23
Titel

→Der Herr ist mein Hirte

Psalm 23 | Lutherbibel 1545

Der Herr ist mein Hirte /
Mir wird nichts mangeln ...

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Psalm 25
Titel

Die Wege des Herrn | Gebet in Gefahr

Psalm 25 | Lutherbibel 1545

Die wege des HERRN ſind eitel Güte und Warheit /
Denen die ſeinen Bund und Zeugnis halten.

→Beschreibung und Auswahl der Bildgröße in diesem Artikel.
Sabrina

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Der Psalter

Vorrede auf den Psalter

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Der Psalter

Fünftes Buch
Psalm 107 - 150

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Der Psalter

Viertes Buch
Psalm 90 - 106

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Der Psalter

Drittes Buch
Psalm 73 - 89

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Der Psalter

Zweites Buch
Psalm 42 - 72

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Der Psalter

Erstes Buch
Psalm 1 - 41

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545