Begriffserklärung: Proprium

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Proprium

Begriffserklärung

Als Proprium (lat.: proprium, dt. Adj. n.: eigen, eigentümlich, besondere; hier substantiviert verwendet: das Eigentümliche [des jeweiligen Gottesdienstes]) werden die nach dem Tag im Kirchenjahr oder nach dem Anlass wechselnden konkreten Inhalte für vorgegebene Teile und Elemente der Liturgie des Gottesdienstes bezeichnet.

Abhängig von den geltenden Gottesdienstordnungen der Landeskirchen gehören zum Proprium in der Regel:

  • Wochenspruch
  • Eingangspsalm (Introitus)
  • Tagesgebet (Kollektengebet)
  • Lesungen: Altes Testament, Epistel, Evangelium (in dieser Folge)
  • Haupt- oder Wochenlied
  • Halleluja (evtl. mit Vers)
  • Predigttext
  • bei Abendmahlsgottesdiensten: Präfation (Gebet vor dem Abendmahl), Schlusskollekte (Dankgebet nach dem Abendmahl)
  • die jeweils geltende liturgische Farbe

In unserem Kalender zum evangelischen Kirchenjahr nennen wir aus dem Proprium für jeden Sonn-, Fest- und Gedenktag die wesentlichen Teile (bei historischen Daten: soweit sie aus den vorliegenden Quellen für uns rekonstruierbar waren):

  • die geltende liturgische Farbe
  • den Wochen- oder Tagesspruch
  • den Wochen- oder Tagespsalm
  • die Wochen- oder Tageslieder
  • den Halleluja-Vers
  • die Textstellen für Lesungen aus dem Evangelium, den Episteln und dem Alten Testament
  • die Textstellen, die gemäß der Jahresreihen als Grundlage für die Predigt vorgesehen sind
  • ggf. weitere Textstellen, die außerhalb der Jahresreihen für Predigten geeignet sind

Zu allen Sprüchen, Psalmen, Versen, Lesungen und Predigttexten stehen die konkreten Texte der Bibelstellen aus der Lutherbibel von 1545 bereit.

Sabrina

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