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Muss man nicht lesen, kann man aber!

Gott fordert Versöhnung

8. Mai 2026

Credits
Video: ©2026 by Reiner Makohl
Musik: © Bluevalley, »Fury«



Gott vergibt. Immer. Aber nicht bedingungslos.


Was Jesus dazu sagt, wird oft übersehen.
Gott weiß, was zwischen dir und einem Menschen geschehen ist, der dich im Reden und Handeln verletzt hat — was es dir angetan hat, was noch immer wehtut, was noch immer in dir gärt.
Er fordert Versöhnung. Die beginnt damit, dass Du vergibst.
Kein anderer kann dir das abnehmen.


 

Wer nur 1. Joh 1,9 liest oder vergleichbare Stellen, hat nicht falsch gelesen, aber sicher unvollständig.


Johannes schrieb für Gemeinden, die Jesu Worte ebenfalls längst kannten.
Mt 6,14-15 war keine Fußnote, sondern die Hervorhebung einer Grundlage.
Die Bedingung, die Jesus formuliert, musste Johannes nicht wiederholen, sie war selbstverständlich.


Die alten griechischen Textzeugen des Vaterunsers machen das noch deutlicher. Dort heißt es in Mt 6,12: „wie wir vergeben haben.“ — abgeschlossene Handlung. Der Beter tritt vor Gott mit einer bereits vollzogenen Tat, nicht mit einer frommen Absicht.


Jesus scheint dies so wichtig zu sein — vielleicht, weil es schon damals „übersehen“ wurde! —, dass er es in Mt 6,14-15 mit vielen Worten hervorhob und doppelt unterstrich.


Dem Mitmenschen vergeben, ist keine Lappalie. Das Vergeben durch Gott geschieht niemals unabhängig von dem, was zwischen Menschen geschehen ist. Jesus bindet beides zusammen — unauflöslich.


Und Jesus legt die Reihenfolge fest: erst DU, dann GOTT.

Reiner Makohl

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Gott braucht Raum im Menschen

5. Mai 2026

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Video: ©2026 by Reiner Makohl
Musik: © Bluevalley, »Fury«

Gott ist in uns – in je­der Se­kun­de un­se­res Le­bens.

Er freut sich mit uns, wenn wir uns freu­en.
Er lei­det mit uns, wenn wir lei­den.
Und er stirbt mit uns, wenn wir ster­ben.


Doch Gott ist dann nicht tot. Er durch­schrei­tet mit uns das Reich des To­des und ge­lei­tet uns zur Auf­er­ste­hung.


Einst schenk­te Gott dem Men­schen die Frei­heit zu han­deln. Nun kann der Mensch Gott in sich zu­las­sen oder aus­blen­den.


Gott ver­traut dem Men­schen. Der Mensch al­lein ent­schei­det, ob er die­sem Ver­trau­en ge­recht wird.


Der Mensch kann Gott aus­blen­den und an­de­re Men­schen aus Hass, Gier und Macht­be­ses­sen­heit zu Op­fern ma­chen.


Wenn ein Mensch zum Tä­ter wird, macht er Gott im Op­fer zum Lei­den­den. Tö­tet er ei­nen Men­schen, tö­tet er zu­gleich Gott, der in die­sem Men­schen war.
Aber Gott ist nicht tot – er hat das Lei­den und Ster­ben die­ses Men­schen durch­lebt, so wie er es am Kreuz auf Gol­ga­tha tat.


Gott bleibt beim Op­fer. Und beim Tä­ter schweigt er nicht: Das Blut des Op­fers schreit zu ihm. Er weiß es. Er ver­gisst es nicht. Am En­de wird er fest­stel­len, was war und was ist: „Ich ken­ne euch nicht.“


Op­fer ver­mei­den heißt: Got­tes Ver­trau­en nicht ent­täu­schen. Nicht zum Tä­ter wer­den.


Gott in sich selbst Raum ge­ben – im Den­ken, Re­den und Han­deln.

Reiner Makohl

Kategorien: Glaube | Hope for the Future

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Der Himmel steht nicht jedem offen

28. Juni 2024

 


Dürfen Christen über christliches und nicht-christliches Denken, Reden und Handeln ihrer Mitmenschen urteilen?

Immer wieder verweisen Menschen auf das Gebot aus der Bergpredigt, man solle nicht urteilen, wenn gläubige Christen ihre Haltung als nicht-christlich bezeichnen. Sie versuchen so, ihre moralischen, sozialen, gesellschaftspolitischen und politischen Sichtweisen und das daraus resultierende Verhalten über ihre Person als Teil der christlichen Gemeinschaft zu rechtfertigen.

Doch in den Evangelien wird es anders erzählt. Dort bekommt Petrus sogar die Vollmacht, sozusagen das jüngste Gericht vorzuziehen. Jesus wird im jüngsten Gericht sein Urteil ganz sicher berücksichtigen. Jesus spricht zu ihm:

»Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.« (Mt 16,19).

Petrus steht im Kontext dieser Rede Jesu für die Kirche, die er gründen soll. Die Kirche wiederum ist die Gemeinschaft der gläubigen Christen. Das Wort Jesu autorisiert somit nicht allein Petrus, sondern die Gemeinschaft der gläubigen Christen.

Anders als in der katholischen Auslegung wird dies in der evangelischen Lehre nicht als exklusive Autorität des Petrus oder eines Papstamtes verstanden, sondern als Auftrag an alle Gläubigen.

Tja, Pech für alle, die christliche Gebote bewusst missachten, und dann darauf pochen möchten, dass Jesus alle liebe und jeden willkommen heiße.

Der Himmel steht nicht jedem offen.

Reiner Makohl

Kategorien: Kirche und Religion | Glaube

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Unser Glück in friedlichen Zeiten

22. Juni 2024

In einer Welt, die oft von Konflikten und Krisen geprägt ist, dürfen wir uns glücklich schätzen, in einer Zeit und an einem Ort zu leben, wo Frieden, Sicherheit und Wohlstand herrschen.

Wir wachen jeden Morgen auf, ohne die Angst vor Bomben oder Schüssen zu haben. Unsere Kinder können unbeschwert zur Schule gehen, ohne Furcht vor Gewalt oder Entführung.

Der Kühlschrank ist gefüllt, und wir müssen uns keine Sorgen machen, woher die nächste Mahlzeit kommt. Sauberes Wasser fließt aus unseren Leitungen – eine Selbstverständlichkeit, die für viele Menschen auf der Welt ein unerreichbarer Luxus ist. Wir haben ein Dach über dem Kopf, das uns vor Wind und Wetter schützt, und Kleidung, die uns wärmt.

Medizinische Versorgung steht uns zur Verfügung, wenn wir krank werden. Wir haben die Freiheit, unsere Meinung zu äußern, zu wählen und unser Leben nach unseren Vorstellungen zu gestalten. All diese Dinge, die wir oft als selbstverständlich hinnehmen, sind in Wahrheit große Privilegien.

Wir sollten dankbar sein für dieses Glück und es nicht als gegeben betrachten. Mögen wir uns immer bewusst sein, dass Frieden und Wohlstand keine Selbstverständlichkeit sind, sondern kostbare Güter, die es zu schätzen und zu bewahren gilt. Man kann dies alles sehr schnell verlieren.

Lasst uns auch daran denken, dass es unsere Verantwortung ist, denen zu helfen, die nicht in solch glücklichen Umständen leben.

Reiner Makohl

Kategorien: Gegen Gewalt - für Frieden | Hope for the Future

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Erinnerungen an Sabrina

4. August 2023

Sabrina ist der Name eines Mädchens, das über Tage und Wochen wach­sen durf­te, aber doch nie ge­bo­ren wur­de.


Endlich, nach vielen Jahren, ist es mir ge­lun­gen, ein Vi­deo zu fi­na­li­sie­ren, das ich bereits vor etwa 12 Jahren begonnen hatte.


Das Video hält für mich die Er­in­ne­rung an Sabrina fest. Es sind Er­in­ne­run­gen an eine Zeit voller Träu­me, voller Hoff­nun­gen und voller Freude. Es ist aber auch eine Zeit gewesen, über die sich düstere Wolken legten, die viel Schmerz verursachte und von tie­fer Trau­er bestimmt war.


Es mag stimmen, dass Schmerz vergeht, aber Trauer vergeht nicht. Jedenfalls nicht ganz.


Das Video er­klärt ei­nen der Grün­de, wa­rum hier auf Stilkunst.de der Na­me Sabrina so oft auf­taucht.


Titelbild zum Video

Titelbild zu Video

Das Video und die Erklärung, warum es im Titelbild heißt »Erinnerungen an Tschernobyl«, findet ihr hier: → Zum Video.

Wir wünschen Euch viel Spaß auf Stilkunst.de!

Reiner

Kategorien: In eigener Sache | Atomkraft

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