Impfen schützt!

Gedanken über die Absicherung des Lebens

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Impfen schützt!

Gedanken über die Absicherung des Lebens

Impfen schützt | Impfstoffe schützen den Einzelnen und die Allgemeinheit.  | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Based on copyrighted picture

Abbildung: Impfen schützt | Impfstoffe schützen den Einzelnen und die Allgemeinheit.
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Based on copyrighted picture

 

Impfungen sind wichtig!

Impfungen gehören nachweislich zu den wirksamsten und wichtigsten vor­beu­gen­den Gesundheitsmaßnahmen. Sie können vor Infektionskrankheiten und ihren schwer­wie­gen­den Folgen schützen, gegen die es auch heute oft keine wirk­sa­me Behandlung gibt.

Das unmittelbare Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer Krankheit zu schützen. Wird eine hohe Impfquote erreicht, lassen sich also möglichst viele Menschen einer Region impfen, können bestimmte Krankheitserreger in dieser Region eliminiert werden. Das über­ge­ord­ne­te Ziel ist es, diese Krankheitserreger weltweit auszurotten, in dem sich Regionen mit geimpften Personen nach und nach ausbreiten.

Info

Wenn in Ihrer Region eine Krankheit scheinbar nicht oder nicht mehr mehr auftritt, bedeutet das nicht, dass kein Impfschutz nötig sei!

 

Lassen Sie sich nicht von einem »gesunden« Umfeld täuschen oder von Dritten zur Unachtsamkeit verführen!

Das Infektionsrisiko mit allen Folgen tragen Sie allein bzw. Ihre Schutz­be­foh­lenen, für deren Gesundheit Sie verantwortlich sind.

Lassen Sie regelmäßig Ihren Impfschutz überprüfen!

Sie dürfen darauf vertrauen, dass Ihnen nur Impfungen empfohlen werden, die für Sie persönlich aufgrund hoher Infektionsrisiken mit der Wahr­schein­lich­keit für schwere Folgen bei Erkrankung angeraten sind.

Dies gilt für die Grundimmunisierung von Säuglingen ebenso wie für tä­tig­keits­ab­hän­gi­gen Impfschutz, für die sai­so­na­len Impfungen oder für Imp­fun­gen vor Reisen in Risikoregionen. 

Die Risiken abwägen

Leider werden immer wieder Thesen verbreitet, in denen behauptet wird, dass Imp­fun­gen nicht vor den Krankheiten schützen, gegen die sie eingesetzt werden. Oder es wird be­haup­tet, dass die Krankheiten harmlos seien oder gar notwendig für die Ent­wick­lung eines ge­sun­den Immunsystems, und daher Kinder nicht geimpft werden soll­ten. Gleich­ze­itig wird auf hohe Risiken und mögliche schwere gesundheitliche Folgen der Imp­fung hin­ge­wie­sen.

Tatsächlich mag es Einzelfälle geben, in denen Impfungen zu Folgeschäden führten. Dies schürt Ängste.

Tatsächlich scheinen viele Krankheiten, denen mit Impfungen vorgebeugt wird, aus­ge­rot­tet zu sein, so selten treten sie auf. Sie werden anders als früher im Lebensumfeld der Men­schen nicht wahrgenommen. Der Sinn der Impfung ist dann nicht mehr au­gen­schein­lich.

Tatsächlich verlaufen glücklicherweise etliche Kinderkrankheiten derart, dass keine er­kenn­ba­ren Fol­ge­schä­den auftreten, so dass die Gefahren, die mit dem Krank­heits­ver­lauf ein­her­ge­hen, nicht wahrgenommen werden.

Besorgt stellen Gesundheitsorganisationen und Ärzte, allen voran Kinderärzte, fest, dass die Impf­be­reit­schaft in der Bevölkerung aus den genannten Gründen abnimmt. Eltern ver­wei­gern die Impfungen, die für Babys und Kleinkinder vorgesehen sind.

Info

Wenn sich fehlende Immunisierung in der nächsten Generation auswirkt

 

Frauen, die vor ihrer Schwangerschaft nicht gegen Masern geimpft wur­den oder die Krankheit bekommen hatten, können ihren Babys kei­nen »Nestschutz« gegen Masern bieten.

Erkrankt das Baby in den ersten Lebensmonaten, bevor eine Impfung durch­ge­führt wer­den darf oder werden konnte, besteht das Risiko, dass Ma­sern­vi­ren das Gehirn des Neugeborenen befallen. Geschieht das, zer­stö­ren sie dort unaufhörlich Nervenzellen. Der Prozess kann langwierig sein. Diese Form der Erkrankung ist bis heute nicht heilbar. Sie führt zu schwers­ter Be­hin­de­rung und in jedem Fall zum vorzeitigen Tod des Kindes.

Der Preis für fehlenden Impfschutz

Krankheiten, gegen die geimpft wird, sind keineswegs harmlos! Die Imp­fun­gen nicht wahr­zu­nehmen oder gar bewußt abzulehnen, bringt recht häufig schwere Folgen mit sich, die Be­trof­fe­ne ein Leben lang auszuhalten haben.

Beispielsweise führen harmlos erscheinende Kinderkrankheiten wie Masern bei nicht ge­impf­ten Kin­dern oder bei deren Kontaktpersonen zu schweren Krankheitsverläufen bis hin zu bleibenden Behinderungen.

Der Verzicht auf eine kleine Spritze aus Angst vor Risiken, aus Sorglosigkeit, oder aus dem Miss­ver­ständ­nis, es handele sich doch nur um eine harmlose Kinderkrankheit, verändert dann sehr oft das Leben Betroffener grundlegend und irreparabel! Ein Leben, das normal und glück­lich hätte verlaufen können, endet in Behinderung, in lebenslanger Pflege und ggf. vor­zei­tig. Das ist ein sehr hoher Preis, den der Betroffene selbst dafür zahlen muss – un­vor­stell­bar hoch! – , ein Preis, den aber auch seine Eltern, seine Angehörigen und die So­zial­ge­mein­schaft zahlen, mit größtem, nicht enden wollendem Leid, mit stark ein­ge­schränk­ter Lebensqualität und mit sehr viel Geld.

Ärzte beraten Sie gern

Haben Sie eine Lebensversicherung? Egal wie viel Sie da einbezahlen: Sie schützt Sie nicht vor dem Tod. Eine Impfung hingegen schützt Sie, Ihre Angehörigen und die Men­schen in Ihrem Lebensumfeld vor Krankheit, vor möglichen lebenslangen Be­hin­de­run­gen, und sie kann Ihr Leben tatsächlich verlängern. Impfungen helfen, das Le­ben ab­zu­sichern.

Mit einem infektiösen, grippalen Infekt geht man nicht zur Arbeit. Die Gefahr, Kol­le­gin­nen und Kollegen anzustecken, ist groß. Das ist inzwischen vielen klar. Sie über­neh­men Verantwortung und schützen andere, in dem sie es weitgehend vermeiden, an­de­re zu infizieren.

Krankheiten, gegen die Impfungen empfohlen werden, sind weitaus schlimmer als grippale In­fek­te. Übernehmen Sie Verantwortung! Schützen Sie sich und die Menschen in Ihrem Um­feld. Sie tragen bei zu einer gesünderen Welt.

Gehen Sie keine Risiken ein! Gehen Sie zu Ihrem Arzt. Informieren Sie sich über den nö­ti­gen Impfschutz für Sie und Ihre Familie.

 

Nachtrag (Januar 2020):

Gesetze gegen bürgerliche Nachlässigkeit

Die Zahl der Masernerkrankungen nimmt weltweit rapide zu, so auch in Deutschland. Immer häufiger müssen Kindergärten oder Schulen vorübergehend schließen, um zu verhindern, dass sich nach dem Ausbruch der Krankheit Kinder in ihren Räumen gegenseitig anstecken.

Was schon vor Jahren viele Ärzte, Krankenkassen und Gesundheitsorganisationen vor­aus­ge­sagt haben, tritt nun ein: Die zunehmende Impfmüdigkeit und die populistische Mei­nungs­ma­che gegen empfohlene Schutzimpfungen führt dazu, dass die Erkrankung an Ma­sern häufiger auftritt und gleichzeitig im Umfeld des Erkrankten viele umgeimpfte Men­schen dem hohen Risiko einer Infektion unmittelbar ausgesetzt sind.

Die Schulen schließen, weil damit zu rechnen ist, dass ein hoher Anteil der Schüler nicht ge­impft ist.

Das Schließen der Schulen und Kindergärten verhindert dann zwar, dass es keine Neu­in­fek­ti­o­nen in diesen Räumen geben wird, es schützt aber nicht vor Infektionen, die durch Kontakte in Familien, in Wohngemeinschaften, in Freundeskreisen, auf Spielplätzen oder allgemein in der Öffentlichkeit übertragen werden.

Der Gesetzgeber sah sich daher genötigt, eine Impfpflicht gegen Masern für Kinder und Personal in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen wie beispielsweise Kin­der­ta­ges­stät­ten und Schulen in Deutschland zu erlassen. Das Gesetz tritt zum 1. März 2020 in Kraft.

Danach müssen Kinder, die in Kindertagestätten oder Schulen aufgenommen werden, zu­vor den Impfschutz gegen Masern nachweisen. Dies wird dazu führen, dass schon bald die Zahl der Masern­neu­erkrankungen in Deutschland stark fällt. Es wird aber vor allem dazu führen, dass die Zahl jener Menschen nicht mehr deutlich steigt, die mit den Spätfolgen einer Masern­in­fek­tion oder mit der Betreuung eines dadurch behinderten Menschen ihr Leben lang zu kämpfen haben.

 

 

– Hinweis –

Gedankenpausen

Unsere kleine Reihe »Gedankenpausen« ist eine Sammlung unterschiedlicher Texte für Zwi­schen­durch zu Fragen und Themen aus Gesellschaft, Kirche und Religion. Es lohnt sich womöglich, da mal rein­zu­schau­en:

Zum Verzeichnis der Beiträge im Bereich Gedankenpausen
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→Übersicht: Gedankenpausen

Kleine Pausen für neue oder neu zu denkende Gedanken.

Hier haben wir ausgewählte Artikel zusammengestellt, die zu verschiedenen Beiträgen unserer Webseite ent­stan­den sind.

 

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→Welt-Hepatitis-Tag | 28.Juli 2020

Mehr als 500 Millionen Menschen leiden an He­pa­ti­tis, je­der zwölf­te Men­sch. He­pa­ti­tis kann je­den tref­fen. Imp­fen schützt Sie und Ihre Mit­men­schen!

Mehr darüber in diesem Artikel.

 

Sabrina

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SK Version 13.02.2020