Gott vergibt. Aber nicht bedingungslos.

Erst DU, dann GOTT

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Gott vergibt.

Aber nicht bedingungslos

Erst DU, dann GOTT – was Jesus über Vergebung sagt

 
Evangelisch Christsein
 

Reiner Makohl

Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2026
Letztes Update: 21. Oktober 2026

 

📖 Lesezeit für den Text: ca. -- Minuten.

Gott vergibt. Immer. Aber nicht bedingungslos.

Was Jesus dazu sagt, wird oft übersehen.

Gott weiß, was zwischen dir und einem Menschen geschehen ist, der dich im Reden und Handeln verletzt hat — was es dir angetan hat, was noch immer wehtut, was noch immer in dir gärt.

Er fordert Versöhnung. Die beginnt damit, dass Du vergibst. Kein anderer kann dir das abnehmen.

Video: © 2026 by Reiner Makohl
Musik: © Bluevalley, »Fury«
Sprecher: KI-Stimme

 

Wer nur 1. Johannes 1,9 liest oder vergleichbare Bibelstellen heranzieht, hat nicht falsch gelesen. Aber er hat noch nicht alles berücksichtigt, was das Neue Testament über Gottes Vergebung sagt.

Jesus selbst stellt im Vaterunser eine Verbindung her, die leicht übersehen wird. Wir bitten Gott um jene Vergebung, die wir anderen Menschen auch zuteilwerden ließen.

Die alten griechischen Textzeugen machen das besonders deutlich. In Mt 6,12 steht die Vergangenheitsform: „wie auch wir vergeben haben“. Es geht um eine Tat, die bereits geschehen ist, nicht allein um eine gute Absicht.

Jesus scheint dies so wichtig zu sein — vielleicht, weil es schon damals gerne „übersehen“ wurde! —, dass er es in Mt 6,14-15 mit außergewöhnlich vielen Worten hervorhob und doppelt unterstrich.

Wer anderen ihre Verfehlungen vergibt, dem wird auch Gott vergeben. Wer anderen nicht vergibt, dem wird auch Gott seine Verfehlungen nicht vergeben.

Das verhindert Lippenbekenntnisse und gute Absichten ohne Verbindlichkeit.

Johannes schrieb für Gemeinden, die Jesu Worte längst kannten. Mt 6,14-15 war keine Fußnote, sondern die Hervorhebung einer Grundlage. Die Bedingung, die Jesus formuliert, musste Johannes nicht wiederholen, sie war selbstverständlich.

Dem Mitmenschen vergeben, ist keine Lappalie. Das Vergeben durch Gott geschieht niemals unabhängig von dem, was zwischen Menschen geschehen ist. Jesus bindet beides zusammen — unauflöslich.

Verletzungen, die uns widerfahren, können tief reichen. Zu vergeben kann sehr schwer sein. Aber bedenke: Vergebung lässt sich nicht durch einen guten Vorsatz ersetzen, und niemand anders kann sie stellvertretend für uns gewähren.

Jesu Forderung ist sehr anspruchsvoll. Sie macht deutlich, dass unser Verhältnis zu Gott nicht unabhängig davon betrachtet werden kann, wie wir miteinander umgehen.

Und Jesus legt die Reihenfolge fest: erst DU, dann GOTT.

 

 

 

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Bildnachweis:

Grafik: Die Todesstrafe - wenn der Staat zum Henker wird.
geschütztes Bildmaterial
Text: Reiner Makohl
Layout: eigene Gestaltung unter Verwendung KI-generierter Bildelemente.

Copyright: ©2026 by Reiner Makohl | www.stilkunst.de

Zitationshinweis

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Beispiel:
Reiner Makohl, Christsein im Alltag: Gott vergibt – aber nicht bedingungslos., in: Stilkunst.de,
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