Astronomischer Sommeranfang

Montag, 21. Juni 2010

Symbol Tag

Der Tag im Jahreskalender

Montag, 21.06.2010 13:29 Uhr MESZ | Astronomischer Sommeranfang
Montag
 
Symbol

Astronomischer

Sommeranfang
2010

Sommersonnenwende

Kalender Montag,
21. Juni 2010

um 13:29 Uhr MESZ

 

entspricht der →Weltzeit (UT):

Montag,
21. Juni 2010

um 11:29 Uhr UT

 

 

Kalenderblätter
Kalender

Das Datum für den kalendarischen Sommeranfang in den Jahren 2010 bis 2017
Verweise führen zu den Kalenderblättern der Tage, an denen der Sommer beginnt:

 

Hintergründig

Hintergründig

 

Kalendarischer und astronomischer Sommeranfang

 

 

Kalendarischer Sommeranfang

Der ka­len­da­ri­sche Som­mer­an­fang ist der Tag, an dem im Ka­len­der der Be­ginn des Som­mers ver­merkt ist. Der as­tro­no­mi­sche Som­mer­an­fang kann von die­sem Da­tum ab­wei­chen.

Tatsächlich wichen ka­len­da­ri­scher und as­tro­no­mi­scher Som­mer­an­fang über Jahr­hun­der­te zum Teil stark von­ein­an­der ab.

Unser heu­ti­ger bür­ger­li­cher Ka­len­der weist den Som­mer­an­fang am Tag des as­tro­no­mi­schen Som­mer­an­fangs, am Tag der Som­mer­son­nen­wen­de, aus.

 

Geschichtlicher Rückblick

Das Jahr in vier Jah­res­zei­ten zu tei­len, war lan­ge Zeit un­üb­lich. Es ge­nüg­te die Ein­tei­lung in Som­mer und Win­ter, doch wa­ren die Da­ten da­für re­gi­o­nal und zeit­be­zo­gen durch­aus un­ter­schied­lich.

Als Datum für den Som­mer­an­fang (»Som­mer­tag« ge­nannt) dien­ten ein­präg­sa­me Er­eig­nis­se im Ka­len­der, wie Os­tern oder Wal­pur­gis (1. Mai). Der Win­ter (»Win­ter­tag«) wur­de an Mi­cha­e­lis (29. Sep­tem­ber) oder an Mar­ti­ni (11. No­vem­ber) fest­ge­macht.

In Skan­di­na­vi­en war der 14. April Som­mer­tag (»firs­ta su­mars­dag«), der 14. Ok­to­ber Win­ter­tag (»win­ter­net­ter«).

Im Grunde ent­spra­chen die­se Ta­ge aber eher den heu­ti­gen Ta­gen von Früh­lings- und Herbst­an­fang.

Die Vier­tei­lung be­gann da­mit, Mitt­som­mer­ta­ge (24. Juni) und Mitt­win­ter­ta­ge (25. De­zem­ber) aus­zu­wei­sen. Noch heu­te be­geht Skan­di­na­vi­en den Mitt­som­mer­tag.

Schließ­lich kam es zur wirk­li­chen Vier­tei­lung des Jah­res. Sie setz­te ka­len­da­risch den Früh­lings­be­ginn zu­nächst auf den 21. März (nach kirch­li­cher Vor­ga­be), den Som­mer­an­fang auf den 24. Ju­ni, den Herbst­be­ginn auf den 21. Sep­tem­ber und den Win­ter­an­fang auf den 25. De­zem­ber (Jah­res­an­fang).

Eine an­de­re Ein­tei­lung be­stimm­te den Be­ginn der Jah­res­zei­ten nach ei­ner fes­ten Re­gel. Die Jah­res­zei­ten wech­sel­ten je­weils zwölf Ta­ge vor dem 1. Ja­nu­ar, dem 1. April, dem 1. Ju­li und dem 1. Ok­to­ber. →1)

Da­mit er­ga­ben sich die Ka­len­der­ta­ge 21. De­zem­ber, 21. März, 20. Ju­ni und 20. Sep­tem­ber.

 

Anmerkung:

1) Dies war eine ein­präg­sa­me Re­gel in Krei­sen, die den la­tei­ni­schen (rö­mi­schen) Ka­len­der pfleg­ten. In je­dem Mo­nat hieß der 12. Tag vor dem Be­ginn des nächs­ten Mo­nats »a. d. XII. Ka­len­das [Na­me des Fol­ge­mo­nats]«, »12. Tag vor den Ka­len­den (Mo­nats­ers­ter) des Fol­ge­mo­nats«.

Der 21. De­zem­ber war al­so der Tag »a. d. XII. Ka­len­das Ia­nu­a­ri­as«, die drei übrigen Tage hießen »a. d. XII. Ka­len­das Apri­les«, »a. d. XII. Ka­len­das Iu­li­as« und »a. d. XII. Ka­len­das Oc­to­bres«

 

Der Sommer beginnt am 21. Juni, oder doch nicht?

Die Re­gel, dass der Som­mer am 21. Juni be­gin­ne, stammt aus alter Tradition. Im heu­ti­gen bür­ger­li­chen Ka­len­der ist die Re­gel je­doch falsch an­ge­sie­delt. Dort rich­tet sich der ka­len­da­ri­sche Som­mer­an­fang an der as­tro­no­mi­schen Som­mer­son­nen­wen­de aus. Da­bei ist er von Zeit­zo­nen und von der He­mis­phä­re (Nord-/Süd­halb­ku­gel der Er­de) ab­hän­gig, in de­nen ein Ka­len­der- und Zeit­sys­tem gül­tig ist.

 

Veränderliches Datum
20./21. Juni | Datum Sommeranfang

Astronomisch beginnt der Sommer ge­gen­wär­tig am 20. oder am 21. Juni, ab­hän­gig vom ge­nau­en Zeit­punkt der Som­mer­son­nen­wen­de.

22. Juni | Datum Sommeranfang

Der 22. Juni war seit der Ein­füh­rung des heu­te gül­ti­gen gre­go­ri­a­ni­schen Ka­len­ders (am 15.10.1582) ins­ge­samt 96 mal der Tag der Som­mer­son­nen­wen­de. Be­son­ders häu­fig war dies im 20. Jahr­hun­dert der Fall: Zwi­schen 1901 und 1987 war Som­mer­an­fang 41 mal am 22. Juni be­zo­gen auf die Mittel­eu­ro­pä­ische Zeit.

Dies war jedoch nur fünfmal der Zeit­zo­ne (MEZ/MESZ) ge­schul­det, die den Som­mer­an­fang in Deutsch­land ge­gen­über der UTC-Zeit vom 21. Juni auf den 22. Juni ver­scho­ben hat­te.

Die folgende Tabelle zeigt alle Vor­kom­men des 22. Ju­nis als Da­tum des Som­mer­an­fangs zwi­schen 1979 und 2203 nach Mittel­euro­pä­ischer Zeit.

Um die UTC-Zeiten zu er­mit­teln, sind von MEZ ei­ne Stun­de, von MESZ zwei Stun­den ab­zu­zie­hen. Da­durch ver­schiebt sich ggf. das Da­tum nach UTC auf den 21. Ju­ni. MESZ-An­ga­ben lie­gen nur vor, wenn in den be­tref­fen­den Jah­ren ei­ne Som­mer­zeit­re­ge­lung in Deutsch­land galt.

Jahr Sommeranfang am 22. Juni (1979 bis 2203)
1979 →Freitag, 22. Juni 1979 um 00:56 Uhr MEZ
1983 →Mittwoch, 22. Juni 1983 um 01:08 Uhr MESZ
1987 →Montag, 22. Juni 1987 um 00:11 Uhr MESZ
2103 →Freitag, 22. Juni 2103 um 00:46 Uhr MESZ
2107 →Mittwoch, 22. Juni 2107 um 00:00 Uhr MESZ
2203 →Mittwoch, 22. Juni 2203 um 04:49 Uhr MESZ

 

Nach 1987 wird Sommeranfang in Deutschland erst wieder im Jahr 2103 am 22. Juni sein.

Symbol Tag

Wie lang ist der Sommer 2010?

Symbol: Länge des Sommers
 

93 Tage, 15 Stunden und 40 Minuten

 

 

Symbol Tag

Jahreszeiten in der EU

Sommeranfang in den Ländern der
Europäischen Union

Der Eu­ro­pä­i­schen Uni­on (EU) gehören im Jahr 2010 zum Zeit­punkt des Som­mer­an­fangs 27 Na­ti­o­nen an, ver­teilt über vier Zeit­zo­nen.

In allen Staaten der Eu­ro­pä­i­schen Uni­on (EU) gilt als Lo­kal­zeit die je­wei­li­ge Zo­nen­zeit plus ei­ne Stun­de (Som­mer­zeit).

Deutschland ge­hört der Zeit­zo­ne +1h an. In Deutsch­land gilt ent­spre­chend die Mit­tel­eu­ro­pä­i­sche Som­mer­zeit (MESZ), UTC + 2h.

Mehr dazu im Artikel →Sommerzeit in Deutschland.

 

Zeitzone Lokalzeit / Zonenzeit
(Normalzeit der Zeitzone)
Sommeranfang 2010
im EU-Staat
-1h UTC ±0h
AZODT

Azores Daysaving Time
→Montag, 21. Juni 2010 11:29 Uhr UTC
Flagge Azoren Portugal Azoren
±0h UTC +1h
WEST

Western European Summer Time
→Montag, 21. Juni 2010 12:29 Uhr UTC+1h
Flagge Irland Irland
Flagge Kanarische Inseln Spanien Kanarische Inseln
Flagge Madeira Portugal Madeira
Flagge Portugal Portugal (Hauptgebiet)
±0h UTC +1h
BST
British Summer Time
Flagge Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
+1h UTC +2h
CEST

Central European Summer Time
MESZ
Mitteleuropäische Sommerzeit
→Montag, 21. Juni 2010 13:29 Uhr UTC+2h
Flagge Belgien Belgien
Flagge Dänemark Dänemark
Flagge Deutschland Deutschland
Flagge Frankreich Frankreich
Flagge Italien Italien
Flagge Luxemburg Luxemburg
Flagge Malta Malta
Flagge Niederlande Niederlande
Flagge Österreich Österreich
Flagge Polen Polen
Flagge Schweden Schweden
Flagge Slowakei Slowakei
Flagge Slovenien Slowenien
Flagge Spanien Spanien (Hauptgebiet)
Flagge Tschechien Tschechien
Flagge Ungarn Ungarn
+2h UTC +3h
EEST

Eastern European Summer Time
→Montag, 21. Juni 2010 13:29 Uhr UTC+3h
Flagge Bulgarien Bulgarien
Flagge Estland Estland
Flagge Finnland Finnland
Flagge Griechenland Griechenland
Flagge Lettland Lettland
Flagge Litauen Litauen
Flagge Rumänien Rumänien
Flagge Zypern Zypern

 

 

 
Hintergründig

Hintergründig

Sommer | Anse Georgette, Praslin, Seychellen. | Foto: © Sabrina | Reiner | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Sommer | Anse Georgette, Praslin, Seychellen
Foto: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Sommeranfang

Tag der Sommer­sonnen­wende

 

 

Die Sommersonnenwende ist astronomisch der Zeit­punkt, an dem die schein­ba­re ge­o­zen­tri­sche Län­ge der Son­ne 90° be­trägt. Mit an­de­ren Wor­ten: Sie hat sich seit Früh­lings­be­ginn um 90° auf der Eklip­tik wei­ter­be­wegt. Ge­gen­wär­tig trifft die­ser Zeit­punkt auf den 21. Ju­ni.

Tatsächlich hat sich die Erde auf ihrer Bahn um die Son­ne von ei­nem fest an­ge­nom­me­nen Punkt (0°, Früh­lings-Äqui­nok­ti­um) so weit wei­ter­be­wegt, dass der Win­kel zu die­sem Punkt nun 90° be­trägt. Die Er­de hat das ers­te Vier­tel ih­rer Rei­se um die Son­ne, die ein Jahr dau­ert, zu­rück­ge­legt.

Es ist gleichzeitig auch der Zeitpunkt, an dem die Son­ne ih­re nörd­lichs­te De­kli­na­ti­on er­reicht, al­so auf der Nord­halb­ku­gel der Er­de ihre höchs­te Mit­tags­hö­he. Sie steht nun 23,5° nörd­li­cher Brei­te, über dem »Wen­de­kreis des Kreb­ses«.

Auf der Nordhalbkugel der Erde, nördlich des Äqua­tors, ist dies der Tag mit den meis­ten Ta­ges­licht­stun­den zwi­schen Son­nen­auf­gang und Son­nen­un­ter­gang. Es ist der längs­te Tag im Jahr.

Sommeranfang ist immer der Tag der Sommersonnenwende.

Standpunktsache

Der Sommer ist die Jah­res­zeit zwi­schen Som­mer-Sol­sti­ti­um (Son­nen­wen­de) und Herbst-Äqui­nok­ti­um (Tag­und­nacht­glei­che). Auf der Nord­halb­ku­gel der Er­de ist dies die Zeit zwi­schen dem 20./21. Ju­ni und dem 22./23. Sep­tem­ber.

Auf der Südhalbkugel ist es allerdings die Zeit zwi­schen dem 21./22. De­zem­ber und dem 20./21. März.

Sommer | Ein Fleckenfalter und eine Raupenfliege interessieren sich für die Blüten der Pfefferminze. | Foto: © Sabrina | Reiner | Lizenz CC BY-SA
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Abbildung: Sommer | Ein Fleckenfalter und eine Raupenfliege interessieren sich für die Blüten der Pfefferminze.
Die Entwicklung der Natur gibt die Jahreszeiten Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer vor.
Foto: © Sabrina | Reiner| www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

 

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Die Ka­len­der­an­ga­ben be­zie­hen sich ab dem Jahr 1949 auf Ka­len­der der Bun­des­re­pu­b­lik Deutsch­land (DE).
Die Datums- und Zeit­an­ga­ben gel­ten nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Zeit, in Zei­ten mit ge­setz­li­cher Som­mer­zeit­re­ge­lung nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Som­mer­zeit (→MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irr­tü­mer sind nicht aus­ge­schlos­sen. Alle An­ga­ben →ohne Ge­währ.