Lukas 14,16-24

Das Hörbuch-Video zur Lutherbibel von 1545

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Biblia

 

 

Hörbuch-Video

Das Gleichnis vom großen Abendmahl

Evangelium nach Lukas
14,16-24

vorgelesen von Reiner Makohl

 

 

Bis 1978 Evangelium am

→ 2. Sonntag nach Trinitatis

 

Gedanken zum Text

 

Evangelium nach Lukas
Kapitel 14, Verse 16-24

Das Gleichnis vom großen Abendmahl

Einleitung

Im Text Lk 14,16-24 erzählt Jesu die Geschichte vom großen Abendmahl, das ein Mann für seine Freunde ausgerichtet hatte. Doch die Freunde kommen nicht. Da lässt der enttäuschte Gastgeber arme und kranke Menschen zu sich an die gedeckte Tafel holen. Seinen Freunden aber lässt er mitteilen, dass sie nicht mehr zu seinen Gastmahlen erscheinen dürfen.

Zusammenfassung

Der Text Lukas 14,15-24 enthält das Gleichnis vom großen Gastmahl. Dieses Gleichnis wird von Jesus erzählt, um wichtige Lehren über das Reich Gottes und die Reaktion der Menschen darauf zu verdeutlichen.

In der evangelischen Theologie wird dieses Gleichnis oft verwendet, um die Gnade Gottes und die Universalität seiner Einladung zu betonen. Es erinnert die Gläubigen daran, dass das Heil nicht auf eine bestimmte Gruppe beschränkt ist, sondern allen offensteht, die bereit sind, es anzunehmen.

Das Gleichnis fordert auch dazu auf, die eigenen Prioritäten zu überprüfen und sicherzustellen, dass nichts wichtiger ist als die Beziehung zu Gott und die Teilnahme an seinem Reich.

Zudem erklärt es, dass die Liebe Gottes Grenzen hat. Gott liebt keineswegs bedingungslos jeden und verzeiht keineswegs jedes Fehlverhalten.

Auch Gott braucht Wertschätzung. Insbesondere erwartet er sie von jenen, die behaupten, seine Freunde zu sein. Und wo er sie nicht erhält, ist jeder Anspruch auf Gnade verwirkt: Die Teilnahme am Reich Gottes ist ausgeschlossen.

Interpretation

1. Der Kontext

Der Kontext für das Gleichnis ist ein Mahl, bei dem Jesus anwesend ist. Einer der Gäste spricht davon, wie gesegnet es wäre, im Reich Gottes zu essen. Jesus nutzt diese Gelegenheit, um über das Reich Gottes und die Einladung dazu zu lehren.

2. Die Einladung und die Absagen

Der Gastgeber im Gleichnis lädt viele Gäste zu einem großen Festmahl ein. Als das Festmahl bereit ist, schickt er seinen Diener, um den Gästen mitzuteilen, dass es Zeit ist zu kommen. Die Eingeladenen beginnen jedoch, sich mit verschiedenen Ausreden zu entschuldigen: Einer muss einen Acker besichtigen, ein anderer Ochsen prüfen, und ein dritter hat gerade geheiratet.

Diese Ausreden repräsentieren die unterschiedlichen Prioritäten und Entschuldigungen, die Menschen vorbringen, wenn es darum geht, auf Gottes Einladung zum Reich Gottes zu antworten. Die Ausreden zeigen, dass die Eingeladenen andere Dinge für wichtiger halten als die Einladung ihres Gastgebers.

3. Die Reaktion des Gastgebers

Der Gastgeber wird zornig über die Absagen. Er schickt seinen Diener hinaus, um die Armen, Krüppel, Blinden und Lahmen von den Straßen und Gassen der Stadt zum Festmahl zu bringen. Diese Menschen repräsentieren diejenigen, die gesellschaftlich ausgeschlossen und verachtet sind, aber im Reich Gottes einen Platz finden.

Als immer noch Platz ist, wird der Diener angewiesen, weiter hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune zu gehen und alle hereinzuholen, die er findet, damit das Haus voll wird. Dies zeigt Gottes Großzügigkeit und den Wunsch, dass sein Reich voll wird, und dass seine Einladung allen Menschen gilt, unabhängig von ihrem sozialen Status oder ihrer Herkunft.

4. Die Konsequenzen für die ursprünglichen Gäste

Jesus schließt das Gleichnis mit einer ernsten Warnung: Keiner der ursprünglich Eingeladenen wird am Mahl teilnehmen. Diese Aussage unterstreicht, dass die Einladung zum Reich Gottes nicht selbstverständlich ist und dass die Ablehnung dieser Einladung ernsthafte Konsequenzen hat.

Bedeutung und Botschaften

1. Das Reich Gottes steht allen offen

Das Gleichnis lehrt, dass das Reich Gottes allen offensteht, und gerade auch denjenigen, die in der Gesellschaft oft übersehen oder ausgegrenzt werden. Gottes Einladung ist weitreichend und inklusiv.

2. Die Wichtigkeit der richtigen Prioritäten

Die ursprünglichen Gäste des Festmahls lehnten die Einladung wegen weltlicher Angelegenheiten ab. Dies weist darauf hin, dass die Dinge dieser Welt (wie Besitz, Arbeit und persönliche Beziehungen) uns nicht davon abhalten sollten, Gottes Einladung anzunehmen und seine Prioritäten in unserem Leben zu setzen.

3. Die Dringlichkeit der Einladung

Das Gleichnis vermittelt auch eine Dringlichkeit, die Einladung Gottes anzunehmen. Die ursprünglichen Gäste verloren ihre Chance, weil sie die Einladung nicht ernst nahmen. Dies ruft die Menschen dazu auf, die Einladung Gottes nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern sie mit Ernsthaftigkeit und Eile anzunehmen.

 

 

Liturgiegeschichtliche Verwendung
Perikope Typ Tag
1531 - 1898  

Lk 14,16-24

Evangelium

→ 2. Sonntag nach Trinitatis

1899 - 1978  

Lk 14,16-24

Evangelium

→ 2. Sonntag nach Trinitatis

Lutherische Kirchen
1958-1978
 

Lk 14,15-24

Evangelium +
Reihe I

→ 2. Sonntag nach Trinitatis

1979 - 2018  

Lk 14,[15.]16-24

Evangelium +
Reihe I

→ 2. Sonntag nach Trinitatis

seit 2019  

Lk 14,[15.]16-24

Evangelium +
Reihe V

→ 2. Sonntag nach Trinitatis

 

 

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Zum Gebrauch

Die Lutherbibel von 1545 ist mit ihrem Frakturzeichensatz nicht leicht zu lesen. Wir bieten Videos, in denen ausgewählte Perikopen aus den Sonn- und Feiertagsreihen vorgelesen werden.

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Credits zum Video:

©2024 by Reiner D. Makohl | www.stilkunst.de

Bibeltexte: Dr. Martin Luther, Biblia, Wittenberg 1545
Zeichensätze der Frakturschriften, Typografie & Layout,
Video: Reiner D. Makohl

Sprecher: Reiner D. Makohl
Musik: ©Bluevalley, J.S.Bach, Präludium in C-Dur, Gitarre

 

 

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©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 14.09.2026