Advent 2018

Warten auf Weihnachten | Foto: © Geschütztes Bildmaterial - copyrighted picture

Vom 1. Advent bis zum 4. Advent

Im Advent

Inhalt dieser Seite

Diese Übersicht listet alle Beiträge zu den Tagen in der Adventszeit auf gemäß der Ordnung der evangelischen Kirchen. Die Beiträge enthalten für die Sonntage, Festtage und Gedenktage im Kirchenjahr den zugehörigen Spruch bzw. Wochenspruch, den Psalm oder Wochenpsalm, sowie die Textverweise für die angedachten Bibellesungen und Predigten im Gottesdienst und im Alltagsgebrauch.

Zu vielen Sonntagen, Festtagen und Gedenktagen finden sich weitere Informationen und kleinere Abhandlungen zu den Themen des Tages in den Beiträgen des Stilkunst-Jahreskalenders.

Der Beginn des neuen Kirchenjahres

Mit dem ersten Sonntag im Advent, dem 1. Advent, beginnt das neue Kirchenjahr. Es folgt chronologisch der Geschichte des Christentums, die mit der Ankündigung der Geburt Jesu ihren Lauf nahm. Der kirchliche Kalender spiegelt in Blöcken diese Geschichte wider:

  • Adventszeit: Ankündigung der Geburt Jesu
  • Weihnachtszeit: Geburt und erste Lebenstage Jesu
  • Epiphaniaszeit: Kindheit und Heranwachsen, Warten auf das Wirken Jesu
  • Vorpassionszeit: Erste Stationen im Leben Jesu, Sichtbarkeit des Messias
  • Passionszeit: Öffentliches Wirken bis zum Tod Jesu am Kreuz
  • Osterzeit: Auferstehung Jesu und Prüfung des Glaubens der Gemeinde
  • Pfingstzeit: Ausschüttung des Heiligen Geistes, der Glaube als Basis des Christentums
  • Trinitatiszeit: Die Gegenwart Christi, Formung der Gemeinden, Leben in der Gemeinde, Leben als Christ
  • Letzte Sonntage: Buße und Vertrauen, Sterben und Tod im Glauben an die Auferstehung und die Gemeinschaft der gläubigen Christen

Das Kirchenjahr endet am Samstag nach dem Ewigkeitssonntag, dem Samstag vor dem 1. Advent.

Die Länge der Adventszeit

Die Adventszeit beginnt am 1. Sonntag im Advent. Es ist immer der vierte Sonntag vor dem 1. Weihnachtstag, dem 25. Dezember. Sie endet am Tag vor Weihnachten, an Heiligabend.

Der 1. Advent ist ein beweglicher Tag im Kalender. Wie lang die Adventszeit in Tagen ist, hängt ab vom Wochentag, auf den der 25. Dezember fällt. Die Adventszeit kann 22 bis 28 Tage lang sein.

Der 4. Advent an Heiligabend

Der 4. Sonntag im Advent kann zugleich Heiligabend sein, denn nach der Regel für die Berechnung der Adventszeit ist der 4. Advent immer der Sonntag vor dem Christfest, vor dem 1. Weihnachtstag. Fällt der 1. Weihnachtstag auf einen Montag, ist am 24. Dezember der 4. Advent.

Doch wie können zwei Feste am selben Tag gefeiert werden?

Nach christlichem Verständnis, das in der jüdischen Tradition wurzelt, beginnt der neue Tag nicht um Mitternacht, sondern an Abend mit Einbruch der Dunkelheit. Grob kann dafür die Zeitangabe 18 Uhr gewählt werden, doch dies ist nicht verbindlich, da sich in unseren Breiten die Länge der Nachtstunden im Jahreslauf stark ändert.

Kirchlich betrachtet überspannt unser kalendarischer 24. Dezember (0 Uhr bis 24 Uhr) somit zwei Kirchentage, nämlich den zweiten Teil des Tags vor dem Christfest (23. Dezember ca. 18 Uhr bis 24. Dezember ca. 18 Uhr) und den ersten Teil des Christfests (24. Dezember ca. 18 Uhr bis 25. Dezember ca. 18 Uhr).

Dies ist nebenbei bemerkt auch ein Grund dafür, warum die hohen kirchlichen Feste (Weihnachten, Ostern, Pfingsten) immer zwei Kalendertage umfassen: So ist sichergestellt, dass diese Feste immer mindestens einen vollständigen Tag des bürgerlichen Kalenders einschließen. Kirchlich betrachtet enden diese Feste am jeweils zweiten Feiertag mit Einbruch der Dunkelheit, wenn auch der bürgerliche Feiertag erst um Mitternacht ausklingt.

Der Tag vor dem Christfest kann daher der 4. Sonntag im Advent sein, der dann am Samstag, dem 23. Dezember gegen 18 Uhr beginnt und mit Einbruch der Dunkelheit am Abend des 24. Dezember endet.

»Heiligabend«, oder evangelisch: die →Christnacht, ist die Bezeichnung für den Teil des Christfestes, der am 24. Dezember mit Einbruch der Dunkelheit beginnt und am 25. Dezember mit der Morgendämmerung endet. Das Christfest, das Weihnachtsfest, wird abends am 24. Dezember mit der →Christvesper (Abendgottesdienst des Christtages) eingeleitet.

Darin begründet sich die deutsche Tradition (anders in anderen Ländern), die Geburt Christi mit dem Brauchtum des Beschenkens bereits am Abend des 24. Dezember zu feiern: Es ist in der kirchlichen Chronologie die Nacht, in der Jesus geboren wurde. Der evangelische Name »Christnacht« drückt dies wunderbar aus.

Auch dann, wenn der 4. Advent kalendarisch auf »Heiligabend« fällt, kollidieren die beiden Feste nach kirchlichen Verständnis nicht. Sie bleiben unabhängig und werden nacheinander begangen, wenn auch am selben Kalenderdatum.

Kirchliche Gedenktage in der Adventszeit

Der evangelische Kirchenkalender kennt nur
wenige Gedenktage in der Adventszeit:

Fällt der 1. Sonntag im Advent auf ein Datum vor dem 1. Dezember, schließt die Adventszeit den →Tag des Apostels Andreas (30. November) ein.

Am 21. Dezember feiern die evangelischen Kirchen den →Tag des Apostels Thomas.

Mit der neuen Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, die ab dem Kirchenjahr 2018/2019 gelten soll, wird es für den Tag des Apostels Thomas eine Alternative geben: Die Gemeinden sind frei darin, zu entscheiden, ob sie diesen Gedenktag am 21. Dezember feiern wollen oder am 3. Juli, was Kollisionen der Feier mit dem 4. Advent ausschließen würde.

Weitere Gedenktage in der Adventszeit, die sich aus der römisch-katholischen Tradition im bürgerlichen Kalender etabliert haben wie der →Barbaratag (4. Dezember) oder der →Nikolaustag (6. Dezember), werden von den evangelischen Kirchen nicht begangen und fehlen daher in der evangelischen Kirchenordnung.

 

Die Beiträge in diesem Kalender
Zum Artikel

Apostel Andreas 2018

30. November

Spruch, Psalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.

Zum Artikel

1. Sonntag im Advent 2018

Mit dem ersten Advent veginnt das neue Kirchenjahr. Die Übersicht zeigt den Wochenspruch, den Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten.

Mehr dazu in diesem Artikel.
Zum Artikel

2. Sonntag im Advent 2018

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
Zum Artikel

3. Sonntag im Advent 2018

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
Zum Artikel

Apostel Thomas 2018

21. Dezember

Spruch, Psalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.

Zum Artikel

4. Sonntag im Advent 2018

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
 

Die Bibel lesen

Die biblischen Texte, auf die in den Artikeln verwiesen wird, sind nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle interessierten Leser, unabhängig davon, ob sie sich mit dem Christentum verbunden fühlen, oder nicht. Sie sind besonders geeignet für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und sich für die Bibel in der praktischen Anwendung interessieren.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Die Texte aus der Lutherbibel von 1545

Für etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch und die Psalmen) verwenden wir die Schreibweise und die Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545: Luther-Deutsch in Frakturschrift.

Frakturschrift statt Antiqua

Wir haben uns nach reiflicher Überlegung entschieden, diese Texte weitgehend in Frakturschrift zu setzen. Gleichzeitig sind wir bemüht, möglichst dicht an das Satzbild des Originals heranzukommen, bis hin zur Wahl der richtigen Schrifttypen, so z. B. im Psalter, trotz aller Hindernisse, die uns Internet-Browser für typografische Arbeiten entgegenstellen.

Das Satzbild als Lesehilfe

In der Lutherbibel wurde Typografie ähnlich wie in alten Handschriften genutzt, um einerseits ein ansprechendes Design zu erreichen, aber andererseits, um bestimmte Aussagen zu erzielen, die weit über die Bedeutung der Buchstaben allein hinausgehen. Dies alles würde beim Satz mit einer einfachen und einheitlichen Antiqua-Schrift, wie wir es aus der Zeitung gewohnt sind, verloren gehen.

Der Geist der Reformation

Sprachlich sind diese Texte gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für Meditationen über ihre Botschaften und über die gewaltige Aussagekraft, die in so machen Wörtern, Begriffen und Formulierungen steckt.

Diese Texte treten an als Zeitzeugen für den Geist des 16. Jahrhunderts und für den Geist der Reformation. Beide wirken bis heute in unsere Sprache, in unsere Kultur und in unser religiöses Verständnis hinein.

Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™