Bartholomäus | 24. August | 2017 - 2024

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Wissenswertes zum Tag
24.8.2017 | Bartholomäustag
 

Bartholomäustag

 
 
 Der Tag in den Jahren 2017 bis 2024
 
Festes Datum
24. August
     
  • Der Bartholomäustag ist immer
    der 24. August eines Jahres.
 
Gedenken im Kirchenjahr

In unserem Kalender zum evangelischen Kirchenjahr finden Sie einen weiteren Artikel zum Bartholomäustag:

Zum Artikel

Apostel Bartholomäus 2017

24. August

Spruch, Psalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.

Titel Lostag

Der Bartholomäustag

Traditionell klingt an Bartholomäus für die Bauern der Sommer aus. Bis dahin sollte die Getreideernte eingefahren sein, die Felder werden für die Aussaat vorbereitet. In der Fischwirtschaft ist die Laichzeit beendet, die neue Fangsaison beginnt.

Damit verbunden ist die Besorgung geschäftlicher Tätigkeiten. So war der Bartholomäustag beispielsweise der Stichtag für die Zahlungen von Pacht und Zins.

Bauernregeln
  • Bleiben Störche nach Bartholomä, kommt ein Winter, der tut nicht weh.
  • Gewitter um Bartholomä bringen Hagel und Schnee.
  • Regen an Bartholomä tut den Reben bitter weh.
  • St. Bartholomäus hat's Wetter parat, für den Herbst bis hin zur Saat.
  • Wie sich das Wetter am Bartheltag stellt ein, so soll's den ganzen September sein.

Quelle: Wikipedia.de

Kennen Sie weitere Bauernregeln rund um den Bartholomäustag? Lassen Sie es uns wissen!

Wettersymbol

Lostage (auch Lurtage genannt), sind Tage im Kalender, deren Wettergeschehen nach dem Volksglauben das Wetter der folgenden Tage, Wochen oder Monate bestimmt.

Für die Landwirtschaft sind Klima und Wetter entscheidende Faktoren bei Tätigkeiten wie Aussaat oder Ernte. Die Wetterbeobachtungen und Erfahrungen der Bauern über Jahrhunderte hinweg führten dazu, dass zu Lostagen eine Vielzahl an Bauernregeln entstanden ist.

Ihr Sinn ist es, die Prognosen für landwirtschaftliche Erfolge und gute Ernten zu verbessern. Zu bedenken ist, dass die Erfahrungen mit dem Wetter immer regional geprägt sind. In verschiedenen Landstrichen treten unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund.

Hintergründig
Bartholomäus | Ein Tag, der das kommende Wettergeschehen bestimmen soll | Grafik: © Sabrina | Reiner | SABRINA CREATIVE DESIGN | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Bartholomäus | Ein Tag, der das kommende Wettergeschehen bestimmen soll
Grafik: © Sabrina | Reiner | SABRINA CREATIVE DESIGN | Lizenz CC BY-SA

 

Der Apostel Bartholomäus

Bartholomäus war einer der Apostel, die Jesus selbst berief. Nach außerbiblischen Quellen soll sich Bartholomäus vor allem um das Missionswerk und um Gemeinden in Indien, Mesopotamien (im heutigen Syrien und im Irak) und Armenien gekümmert haben. In Armenien schließlich soll er von Astyages, einem Bruder des armenischen Herrschers Polymios, hingerichtet worden sein.

Mit dem Bartholomäustag ist die Legende verbunden, die von der Anspülung der Gebeine des Apostels Bartholomäus an den Strand der Insel Lipari berichtet. Lipari gehört zu den Äolischen Inseln im Tyrrhenischen Meer, nördlich von Sizilien, Italien. Dort wurde er bestattet und über seinem Grab eine Kirche errichtet. Diese Kirche wurde 831 von Sarazenen zerstört.

Im Jahr 983 brachte Kaiser Otto II. die geborgenen Gebeine von Bartholomäus nach Rom. Bis heute sind sie dort in der Kirche San Bartolomeo all'Isola verwahrt. Nur die Schädeldecke fand eine neue Bleibe: Die Reliquie kam im 13. Jahrhundert nach Frankfurt am Main. Dort wird sie im Kaiserdom St. Bartholomäus aufbewahrt.

Seine Bedeutung im Volksglauben erlangte der Bartholomäustag jedoch als Lostag, als ein fester Tag im Kalender, der das Wetter vor allem im Herbst und im kommenden Winter bestimmt.

Hintergründig

Apostelfeste

Die Apostel und ihre Gedenktage

Die Jünger Jesu

Die Bezeichnung »Apostel« meint im Deutschen »Gesandter«. In der kirchlichen Auffassung handelt es sich um den inneren Kreis der Jünger Jesu. Diese Jünger waren zu Lebzeiten Jesu seit dessen Taufe durch Johannes seine engsten Begleiter. Allen Aposteln wurde der Sendungsauftrag, wie er in Matthäus 28,19 beschrieben ist, von Jesus selbst erteilt.

Die Namensliste der ersten zwölf Apostel, die Jesus berufen hatte, findet sich in der Bibel an mehreren Stellen, so im Matthäus-Evangelium (10, 1-4), im Markus-Evangelium (3, 13-19) und im Lukas-Evangelium (6, 12-16).

Den Text aus dem Lukasevangelium geben wir hier in sprachlich überarbeiteter Form wieder:

 

Das Evangelium nach Lukas

Die Auswahl der Zwölf Apostel

 

6 12 In diesen Tag stieg Jesus auf einen Berg, um zu beten. Er verbrachte eine ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13 Als es Tag geworden war, rief er seine Jünger. Aus ihnen wählte er zwölf aus, die er Apostel nannte.

14 Simon, den er auch Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, 15 Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon mit dem Beinamen Zelot, 16 und Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.

 

Der Kreis der Apostel

In der Apostelgeschichte wird der Kreis der Apostel benannt, wie er sich nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt entwickelt hatte. Die Liste in der Apostelgeschichte 1, 13 nennt nur noch elf Namen und lässt Judas Iskariot aus.

In Apostelgeschichte 1, 21-26 wird über eine Nachwahl berichtet, die nötig war, damit der Kreis der Apostel wieder aus 12 Personen bestünde. Gewählt wurde ein Mann namens Matthias.

In der römisch-katholischen Kirche

Zum Kreis der Apostel zählt die katholische Kirche zudem Barnabas und Paulus. Der Text in Apostelgeschichte 14, 14 bezeichnet beide als Apostel.

In der Apostelgeschichte und in den Briefen im Neuen Testament sind weitere Personen ausdrücklich als Apostel bezeichnet. Ihre Namen fanden aber keinen Einzug in das Kalendarium der römischen Kirche.

In der evangelischen Kirche

Die evangelische Kirche kennt insgesamt 13 Apostel, für die Gedenk- und Feiertage im Kalender eingerichtet wurden. In dieser Liste sind Judas Iskariot, der Jesus verraten hatte, und Barnabas nicht enthalten, wohl aber Matthias und Paulus.

 

 

 

Liste der Gedenktage

Apostel Katholischer
Kalender
Evangelischer
Kalender
Matthias 14. Mai →24. Februar
24. Februar | Tag des Apostels Matthias
Philippus und Jakobus,
Sohn des Alphäus
(Jakobus der Jüngere)
3. Mai →3. Mai
3. Mai | Tag der Apostel Philippus und Jakobus des Jüngeren
Barnabas 11. Juni kein Gedenktag
Petrus und Paulus
(Peter und Paul)
29. Juni →29. Juni
29. Juni | Tag der Apostel Petrus und Paulus
Thomas 3. Juli →3. Juli1
3. Juli | Tag des Apostels Thomas
    →21. Dezember
21. Dezember | Tag des Apostels Thomas
Jakobus
(Jakobus der Ältere)
25. Juli →25. Juli
25. Juli | Tag des Apostels Jakobus des Älteren
Bartholomäus 24. August →24. August
24. August | Tag des Apostels Bartholomäus
Matthäus 21. September →21. September
21. September | Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus
Simon und Judas
(Simon der Eiferer und
Judas, Sohn des Jakobus)
28. Oktober →28. Oktober
28. Oktober | Tag der Apostel Simon und Judas
Andreas 30. November →30. November
30. November | Tag des Apostels Andreas
Johannes 27. Dezember →27. Dezember
27. Dezember | Tag des Apostels und Evangelisten Johannes
 

1Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Der Entwurf der sieht vor, den Tag des Apostels Thomas alternativ zum 21. Dezember im Sinne einer ökumenischen Angleichung bevorzugt am 3. Juli zu begehen.

 
 

Apostelfeste in der Evangelischen Kirche

Die Apostelfeste der römisch-katholischen Kirche hatte Dr. Martin Luther zusammen mit den Heiligenfesten abgelehnt.

Er sah in den Apostellegenden zu wenig Wahrheit mit Ausnahme der Geschichte von Paulus. Zwar hatte Luther die Apostelfeste nicht abgeschafft, empfahl aber, sie nicht zu deutlich zu betonen.

Während die evangelischen Kirchen zunächst an den Traditionen der römischen Kirche festhielten, verloren die Feste recht schnell an Bedeutung und verschwanden schließlich. Nur das älteste Apostelfest, das Peter-und-Pauls-Fest (seit etwa 354 nachgewiesen), hielt sich bis in das 19. Jahrhundert.

Mit den Reformen der Kirche nach dem Dritten Reich kamen wiederholt Vorschläge auf, die Feier der Apostelfeste wieder zu beleben. Sie fanden ihren Ort in der Kirchenordnung, doch die Empfehlungen konnten sich in der gemeindlichen Praxis nicht durchsetzen.

Die Apostelfeste sind daher zwar liturgisch anerkannt, haben aber im christliche-evangelischen Leben kaum oder nur geringe Bedeutung.

Sabrina

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