27. Sonntag nach Trinitatis

1951/1952

Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
Kein Datum: Festtag entfällt

27. Sonntag
nach Trinitatis

 

Kalender

→entfällt in diesem Kirchenjahr

 

Der 27. Sonntag nach Trinitatis war nur vorhanden, wenn →Ostern vor dem 27. März lag!

 
Achtung!

 
Ostern war in diesem Jahr am 13. April. Der 27. Sonntag nach Trinitatis entfiel.
 

 

Kalenderblätter
Kalender

Der 27. Sonntag nach Trinitatis in den Kirchenjahren 1951/1952 bis 1958/1959
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 

Bewegliches Datum
Achtung!

Nur dann, wenn im selben Kirchenjahr→Ostersonntag vor dem 27. März liegt, gilt:

der 27. Sonntag nach Trinitatis liegt<br>zwischen dem 22. November und dem 26. November eines Jahres
 
  • 27. Sonntag nach Trinitatis
  • 35. Sonntag nach →Ostern
  • abhängig vom →Osterdatum
  • der 27. Sonntag nach Trinitatis liegt
    zwischen dem 22. November und dem 26. November eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 245 Tage nach Ostern
  • am 246. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

27. Sonntag
nach Trinitatis

Gottesdienstliche Ordnung

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 

Nach der Textordnung der Eisenacher Konferenz

 

in unierten und reformierte Landeskirchen gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1977/1978

in lutherischen Landeskirchen gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1951/1952 bzw. 1956/1957

 

Thema des Sonntags

( nach dem Evangeliumstext Mt 25,1-13 )

 

Gleichnis von den zehn Jungfrauen

 

 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Laſſet ewre Lenden vmbgürtet ſein / vnd ewre Liechter brennen.

→Lk 12,35

Pſalm
39
 

Psalm für die Woche

 
 

→Psalm 39

 

Hinweis: Der Spruch ist an dieser Stelle der Lutherbibel von 1545 entnommen und kann sich daher in Formulierung und Schreibweise geringfügig unterscheiden von Veröffentlichungen in Perikopenordnungen oder Gesangbüchern der jeweiligen Zeit.

 

Lied für die Woche

EG alt EG neu Titel
121 EG 147 Wachet auf, ruft uns die Stimme
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG alt: Nummer des Liedes in alten Evangelischen Gesangbüchern
EG neu: Nummer des Liedes im neuen Evangelischen Gesangbuch (ab 2013)

 
 

Die biblischen Texte für Lesung und Predigt

 
Reihe Inhalt Text für die Predigt
Reihe I:
altkirchliche Reihe
 
Epistel Verweis2Petr 3,3-14
Evangelium VerweisMt 25,1-13
Reihe II  2. Epistel VerweisOffb 7,9-17
2. Evangelium VerweisLk 12,35-43
alttestamentliche Reihe Alttestamentliche Perikope VerweisJes 35,3-10
     

Aufbau der Leseordnung

Die Eisenacher Konferenz (eine Konferenz der evangelischen Landeskirchen Deutschlands) erarbeitete in den Jahren von 1888 bis 1896 eine Perikopenordnung für die evangelischen Kirchen. Sie verstand die altkirchlichen Perikopen (Epistel und Evangelium) als eine erste Reihe und fügte ihnen in einer zweiten Reihe einen zweiten Text aus den Episteln und einen zweiten Text aus den Evangelien hinzu. Die große Besonderheit dieser Ordnung war die Einführung einer dritten, alttestamentlichen Reihe, die für jeden Sonntag des Kirchenjahres erstmals einen alttestamentlichen Text bot. Die Verwendung dieser Perikopen geschah nicht einheitlich. Gedacht waren sie dazu, sie wechselweise im Gottesdienst zu verwenden, so innerhalb einer Folge von vier Jahren:

  • im 1. Jahr: altkirchliches Evangelium und altkirchliche Epistel
  • im 2. Jahr: zweites Evangelium und Lektion Altes Testament
  • im 3. Jahr: altkirchliches Evangelium und altkirchliche Epistel
  • im 4. Jahr: zweites Evangelium und zweite Epistel

Damit ergab sich für die Lesungen ein Zyklus von vier Jahren und für die Predigt, die sich jeweils auf die Evangelienperikope stützt, ein Zyklus von zwei Jahren.

 

 

Die evangelische Kirche Württembergs

Die evangelische Kirche Württembergs nutze in dieser Zeit eine Perikopenordnung, die sich auf einen Dreijahreszyklus stützte. Über die drei Jahrgänge hinweg fanden sich die Perikopen wie hier genannt, allerdings in anderer Anordnung und ergänzt um weitere Perikopen, die weder in altkirchlichen Ordnungen noch in der neuen Eisenacher Ordnung bekannt waren.

Diese Ordnung der evangelischen Kirche Württembergs ist derzeit hier nicht wiedergegeben.

 

Geschichtliche Anmerkungen: Die Eisenacher Perikopen in Zeiten des Umbruchs

  • In den Jahren des nationalsozialistischen Regimes gab es im Zusammenhang mit der brachialen antisemitischen Ausrichtung in Politik und Gesellschaft in den evangelischen Kirchen regional Intentionen, die alttestamentliche Reihe abzuschaffen und die anderen Reihen im Sinne einer Staatsräson zu korrigieren. Dieses Ansinnen wirkte trotz einer Bekennenden Kirche vereinzelt bis weit die Zeit nach dem 2. Weltkrieg nach.
  • Auch nach der Vereinigung von Landeskirchen wie der Gründung von VELKD und EKD blieben die Ordnungen der Predigttexte den Synoden der Landeskirchen unterworfen und entwickelten sich somit zunehmend uneinheitlich.
  • Dies hatte zur Folge, dass es in den Jahren zwischen etwa 1950 und 1958 speziell in den lutherischen Landeskirchen auf der Suche nach einem neuen evangelischen Gottesdienst- und Predigtverständnisses zahlreiche unterschiedliche Perikopenordnungen gab. Die Fülle von kleinen Änderungen und großen Erprobungen im Rahmen der Vorbereitung einer einschneidenden Revision (wie der Einführung eines Sechs-Reihen-Modells, erprobt ab 1952/1953) ist hier nicht darstellbar.
  • Ab dem Jahr 1957/1958, spätestens ab 1960/1961 galt dann in den meisten evangelisch-lutherischen Kirchen eine neue Perikopenordnung auf Basis von sechs Reihen, weil sich nun erstmals nach Eisenach über Jahre hinweg eine landeskirchlich übergreifende und unabhängige Konferenz (Lutherische Liturgische Konferenz Deutschlands) mit liturgisch-homiletischen Fragen beschäftigte und 1957 Antworten in Form einer "Ordnung der Predigttexte" vorlegte.
  • Doch die Entscheidungshoheit oblag nach wie vor den landeskirchlichen Synoden. Überwiegend unierte und reformierte Landeskirchen nutzten die hier vorliegende Ordnung der Predigttexte nach dem Eisenacher Schema weiterhin bis 1977/1978 oder auch darüber hinaus.
  • Bis heute gilt in manchen evangelischen Kirchen und Freikirchen eine Ordnung auf Grundlage der Eisenacher Perikopen im vierjährigen Zyklus.

 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Der Rück­blick auf die Pe­ri­ko­pen­ord­nun­gen ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te zeigt auf, wie sich die Ver­wen­dung der bib­li­schen Tex­te in evan­ge­li­schen Got­tes­diens­ten im Lau­fe der Zeit ver­än­der­te.

Wir be­schrän­ken uns in den weit zu­rück­lie­gen­den Jah­ren auf Pe­ri­ko­pen­ord­nun­gen, die über­wie­gend in Ge­brauch wa­ren.

Durch die neue Ord­nung für die Ver­wen­dung von Sprü­chen, Psal­men, Bi­bel­tex­ten und Lie­dern in Got­tes­diens­ten sind die al­ten Ord­nun­gen zwar li­tur­gisch über­holt, aber in­halt­lich des­we­gen kei­nes­wegs falsch.

Wir möch­ten Sie da­her er­mun­tern, die in al­ter Zeit ver­wen­de­ten Pe­ri­ko­pen zu be­trach­ten. Nur so kön­nen Sie er­grün­den, ob das, wo­rauf sich Pfar­rer vor Hun­der­ten von Jah­ren in Got­tes­dienst und Pre­digt stütz­ten, auch noch heu­te ak­tu­ell ist. Ak­tu­ell für Sie ganz per­sön­lich.

 

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