7. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 31. Juli 1960

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Lutherische Ordnung

Evangelium  Zum TextMk 8,1-9   
Predigt Verweis1Mos 1,26-31; (2,1-3)   
→Gottesdienstordnung

In den Landeskirchen galten zwischen 1958/1959 und 1978/1979 unterschiedliche Textordnungen.

Wahl der Kirchenordung

Altkirchliche


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Eisenacher


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Lutherische


aktuelle Ansicht

 

Wir zeigen in den Kirchenjahren ab 1898/1899 bis 1977/1978 die in jener Zeit maßgeblichen Leseordnungen.

Im Kirchenjahr 1959/1960 galten bevorzugt:

  • I. Altkirchliche Ordnung:
    Die Ordnung für Landeskirchen, die nach wie vor der altkirchlichen Textordnung folgten (seit Beginn der Reformation gültig; so die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg).
  • II. Eisenacher Ordnung:
    Die Ordnung für Landeskirchen, die den Empfehlungen der Eisenacher Konferenz folgten (seit dem Kirchenjahr 1898/1899 verfügbar; so die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau).
  • III. Ordnung der Lutherischen Liturgischen Konferenz Deutschlands:
    Die Ordnung für Landeskirchen, die der Leseordnung der Lutherischen Liturgischen Konferenz Deutschlands folgten (seit dem Kirchenjahr 1957/1958 verfügbar).

In den Kirchenjahren vor 1978/1979 wurden die Perikopenordnungen der evangelischen Kirchen nicht einheitlich gestaltet.

Neben etlichen Entwürfen und Erprobungen der lutherischen Kirchen speziell in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts hielten sich die Perikopenordnungen nach dem Schema der altkirchlichen Ordnung und nach der Empfehlung der Eisenacher Konferenz (1896) überwiegend in unierten und reformierten Landeskirchen bis zum Kirchenjahr 1977/1978.

Dagegen empfahl die Lutherische Liturgische Konferenz Deutschlands 1957 den lutherischen Landeskirchen eine neue Textordnung auf Basis von sechs Reihen.

Erst mit der Revision, die eine Ordnung der Predigttexte ab dem Kirchenjahr 1978/1979 vorsah, vereinheitlichte sich die Nutzung der Perikopen in den Landeskirchen weitgehend, aber längst nicht vollständig.

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

nach der Leseordnung der Lutherischen Liturgischen Konferenz Deutschlands

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
31.7.1960 | 7. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

7. Sonntag
nach Trinitatis

Grün

 

 

 

Kalenderblätter

 

Bewegliches Datum
Der 7. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>5. Juli und dem 8. August eines Jahres.
 
  • 7. Sonntag nach Trinitatis
  • 15. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 7. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    5. Juli und dem 8. August eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 105 Tage nach Ostern
  • am 106. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Gottesdienstliche Ordnungen

Symbol Evangelisch

Der evangelische

7. Sonntag
nach Trinitatis

nach der Leseordnung der Lutherischen Liturgischen Konferenz Deutschlands

 

→ in lutherischen Landeskirchen überwiegend gültig in den Jahren 1957/1958 bis 1977/1978

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 

 

 

 

Spruch und Psalm für die Woche

 
Biblia
1545
 

Spruch
für die Woche

 

So ſeid jr nu nicht mehr Geſte / vnd Frembdlinge / Sondern Bürger mit den Heiligen / vnd Gottes Hausgenossen.

→Eph 2,19

Pſalm
107
 

Psalm
für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
EG alt EG neu Titel
233 EG 326 Sei Lob und Ehr dem höchſten Gut
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG alt: Nummer des Liedes in alten Evangelischen Gesangbüchern
EG neu: Nummer des Liedes im neuen Evangelischen Gesangbuch (ab 2013)

 
 
 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium  Zum TextMk 8,1-9
Epistel VerweisRom 6,19-23
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Marginaltexte
(M | C | PS)
1959/1960 31.7.1960 VI Verweis1Mos 1,26-31; (2,1-3) PS Zum TextPsalm 24,1-6
1960/1961 16.7.1961 I  Zum TextMk 8,1-9 oder
VerweisMt 6,16-18
M VerweisJak 3,1-12
1961/1962 5.8.1962 II VerweisRom 6,19-23
1962/1963 28.7.1963 III VerweisLk 11,34.36
1963/1964 12.7.1964 IV Verweis1Kor 6,9-14(15-17)18-20
1964/1965 1.8.1965 V VerweisMk 9,43-48
     
 

Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Jahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt ab dem Kirchenjahr 1957/1958 zwei Lesetexte (je einen aus den Evangelien und einen aus den Episteln) sowie sechs Predigttextreihen.

Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem letzten Sonntag des Kirchenjahres. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Diese Ordnung beginnt mit Reihe IV für das Kirchenjahr 1957/1958. Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 1960/1961, die Reihe II für das Kirchenjahr 1961/1962 usw. Die Gültigkeit dieser Ordnung endet 1977/1978 mit Reihe VI.

Marginaltexte (M) sind Texte, die thematisch gut zum Tag passen. aber keinen Platz in den Reihen fanden. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

Continua-Texte (C) sind Marginaltexte, die ein biblisches Buch oder wesentliche Teile daraus fortlaufend über mehrere Sonntage hinweg für die Predigt bieten.

Psalter-Texte (PS) sind zusätzliche Lesetexte aus dem Psalter, der ansonsten nicht in den Predigtreihen vorkommt. Sein Ort ist traditionell der Tages- oder Wochenspalm, der Hallelujavers und ggf. der Spruch. Der Psalmtext kann auch für die Predigt genutzt werden. Dann taucht er mit der Kennung »M« (für marginalen Predigtext) ggf. ein zweites Mal in der Liste auf. Er sollte dann an die Stelle der in in den Reihen vorgesehenen alttestamentlichen Perikope treten.

Aufbau der Leseordnung

Die wesentlichen Neuerungen dieser Textordnung sind:

  • Neben der Evangelienperikope stehen nun auch die Epistelperikope und i. d. R. 6 weitere Texte (ggf. mehr) für die Predigt innerhalb eines Zykluses bereit.
  • Der Zyklus umfasst sechs Jahre, in denen sich die Predigten nicht wiederholen.

Die Reihen folgen einem vorgegebenen Format:

  • Reihe I ist stets der Evangelientext für die Lesung.
  • Reihe II ist stets der Episteltext für die Lesung.
  • In den Reihen III bis VI kommt mindestens eine alttestamentliche Perikope vor.

In der Regel werden für jeden Sonntag zwei (oder mehr) so genannte »Marginaltexte« (M) geboten. Hier hat die Gemeinde (bzw. der Prediger) die Entscheidungsmöglichkeit zwischen dem Text der jeweils gültigen Reihe oder einem der Marginaltexte.

Eine besondere Form des Marginaltextes ist der Continuatext (C), der auf eine lange Tradition zurückblicken kann: An mehreren Sonntagen hintereinander werden für die Predigt Texte geboten, die ein ganzes biblisches Buch umfassen (Jona) oder wesentliche Teile daraus.

Eine weitere Besonderheit ist die zusätzliche Reihe der Psalterperikopen (PS). Texte aus den Psalmen dienen nicht nur als Eingangs- (Introitus), Wochen-oder Tagespsalm, sie können nun auch für die Predigt genutzt werden. Diese Reihe ist bevorzugt als Option gedacht für das jeweilige Jahr, in dem die alttestamentliche Perikope gilt.

 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Perikopen

Perikopen nach Luther 1545

7. Sonntag nach Trinitatis

 

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

 

Texte nach der Lutherbibel von 1545 gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift mit Luthers Scholion und Verweisen in den Marginalspalten. Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

Lesung aus dem Evangelium

Predigttext

Predigtreihe

I

Evangelium nach Markus

Mk 8,1-9

 

Text hören:

Sprecher: R. Makohl | Musik: ©Bluevalley, J.S. Bach
Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
→  Video-Hörbuch

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. VIII.

 

 

Verse 1 - 9

Die Wanderung Jesu außerhalb Galiläas:
Die zweite Brotvermehrung - die Speisung der Viertausend

|| → Mt 15,32-39

ZV der zeit / da viel Volcks da war / vnd hatten nicht zu eſſen / rieff Jheſus ſeine Jünger zu ſich / vnd ſprach zu jnen / 2Mich jamert des volcks / Denn ſie haben nu drey tage bey mir beharret / vnd haben nichts zu eſſen / 3Vnd wenn ich ſie vngeeſſen von mir heim lieſſe gehen / würden ſie auff dem wege verſchmachten / Denn etliche waren von ferne komen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4SEine Jünger antworten jm / Woher nemen wir Brot hie in der wüſten / das wir ſie ſettigen? 5Vnd er fragte ſie / Wie viel habt jr Brots? Sie ſprachen / Sieben. 6Vnd er gebot dem volck / das ſie ſich auff die erden lagerten. Vnd er nam die ſieben Brot / vnd dancket / Vnd brach ſie / vnd gab ſie ſeinen Jüngern / das ſie die ſelbigen furlegten. Vnd ſie legten dem Volck fur. 7Vnd hatten ein wenig Fiſchlin / Vnd er danckt / vnd hies die ſelbigen auch furtragen. 8Sie aſſen aber vnd wurden ſat / Vnd huben die vbrigen Brocken auff / ſieben Körbe. 9Vnd jrer war bey vier tauſent / die da geſſen hatten. Vnd er lies ſie von ſich.

 

 

 

  Hörbuch-Videos

Die Speisung der Viertausend: Die zweite Brotvermehrung (Mk 8,1-9)

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→Hörbuch-Video: Mk 8,1-9

Das Video zeigt den Text der Geschichte aus der Lutherbibel von 1545, in der Jesus 4000 Zuhörer seiner Predigten speist, vorgelesen von Reiner Makohl.

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→ Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlagen die Ordnungen der evangelischen Kirchen seit Jahrhunderten biblische Texte vor.

Die hier gebotenen Texte folgen einer Kirchenordnung, die heute nicht mehr gültig ist!

Bitte rufen Sie den Kirchentag im aktuellen Jahr auf, wenn Sie wissen möchten, welche Bibelstellen für Lesungen und Predigt nach der gültigen Kirchenordnung für den Gottesdienst empfohlen werden.

 

Biblia 1545

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel ist auf unseren Seiten in Anlehnung an das Druckbild des Originals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers Intentionen, mit der Typografie Lesehilfen bereitzustellen, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

 

 

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©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 05.09.2026  

Daten der Bundesrepublik Deutschland, Mitglied der Europäischen Union

 
Die Kalenderangaben beziehen sich ab dem Jahr 1949 auf Kalender der Bundesrepublik Deutschland (DE).
Die Datums- und Zeitangaben gelten nach Mitteleuropäischer Zeit, in Zeiten mit gesetzlicher Sommerzeitregelung nach Mitteleuropäischer Sommerzeit (→MEZ/MESZ | CET/CEST).
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