Lesetext Mt 15,21-28

Perikopen aus der Lutherbibel von 1545

evangelisches Kreuz

Perikopen nach der Leseordnung
der evangelischen Kirchen

Evangelium nach Matthäus

Mt 15,21-28

 

Text hören:

Sprecher: R. Makohl | Musik: ©Bluevalley, J.S. Bach
Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
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Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XV.

 

 

Verse 21 - 28

Die kanaanäische Frau
Heilungen

|| → Mk 7,24-30

→ Mar. 7.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus gieng aus von dannen / vnd entweich in die gegend Tyro vnd Sidon / 22Vnd ſihe / ein Cananeiſch weib gieng aus derſelbigen grentze vnd ſchrey jm nach vnd ſprach / AH HErr / du ſon Dauid / erbarm dich mein / Meine Tochter wird vom Teufel vbel geplaget. 23Vnd er antwortet jr kein wort. Da traten zu jm ſeine Jünger / baten jn / vnd ſprachen / Las ſie doch von dir / denn ſie ſchreiet vns nach. 24Er antwortet aber / vnd ſprach / Ich bin nicht geſand / denn nur zu den verloren Schafen / von dem hauſe Iſrael. 25Sie kam aber / vnd fiel fur jm nider / vnd ſprach / HErr hilff mir. 26Aber er antwortet vnd ſprach / Es iſt nicht fein / das man den Kindern jr Brot neme / vnd werff es fur die Hunde. 27Sie ſprach / Ja HErr / Aber doch eſſen die Hündlin von den broſſamlen / die von jrer Herrn tiſch fallen. 28Da antwortet Jheſus / vnd ſprach zu jr / O weib / Dein glaube iſt gros / Dir geſchehe wie du wilt. Vnd jre Tochter ward geſund zu der ſelbigen ſtunde.

 

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Gedanken zum Text

 

Evangelium nach Matthäus
Kapitel 15, Verse 21-28

Die kanaanäische Frau

Einleitung

Der Text Mt 15,21-28 erzählt die Geschichte der kanaanäischen Frau, die Jesus um die Heilung ihrer Tochter bittet. Doch Jesus antwortet, dass er nur gesandt worden sei zu den verlorenen Schafen Israels, jedoch nicht zu den fremden Völkern.

Aber die Frau lässt nicht locker und schließlich erkennt Jesus ihren starken Glauben an ihn an und erfüllt die Bitten der Frau.

Die Geschichte macht klar: Jesus ist gekommen, um sich um das Volk Gottes, um die Israeliten zu kümmern. Angehörige anderer Völker können nur über den Glauben an ihn und an Gott Hilfe und Beistand erhoffen und erwarten.

Die oft gehörte Aussage, »Jesus kümmere sich um alle Menschen«, stimmt nur mit dem Zusatz: »..., die an ihn Glauben und seine Lehren achten«, sofern sie schon von Jesus gehört haben und seine Lehren kennen. Wie eben die kanaanäische Frau.

Hinweis zur Ortsangabe am Textanfang:

Matthäus erzählt, dass Jesus Galiläa verließ und in das Gebiet des Libanon zog (in die gegend Tyro vnd Sidon). Dort spielte die Geschichte mit der kanaanäischen Frau.

Siehe dazu die Karte Palästinas zur Zeit Jesu:

Titelbild
Karte aus dem Bibelatlas

→Palästina von 6 n.Chr. bis 34 n.Chr.

Die Karte zeigt die Gebietsaufteilungen und Grenzen, sowie und die bedeutenden Städte und Stätten zur Zeit Jesu.

Oben sind auf der Karte am Ufer des Mittelmeeres im Libanon die Städte Tyros und Sidon zu sehen.

 

 

Liturgiegeschichtliche Verwendung
Perikope Typ Tag
1531 - 1898  

Mt 15,21-28

Evangelium

→ Sonntag Reminiszere

1899 - 1978  

Mt 15,21-28

Evangelium

→ Sonntag Reminiszere

Lutherische Kirchen
1958-1978
 

Mt 15,21-28

Evangelium +
Reihe I

→ Sonntag Reminiszere

1979 - 2018  

Mt 15,21-28

Evangelium +
Reihe I

→ 17. Sonntag nach Trinitatis

seit 2019  

Mt 15,21-28

Evangelium +
Reihe II

→ 17. Sonntag nach Trinitatis

 

 

  Hörbuch-Video

Die kanaanäische Frau (Mt 15,21-28)

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→Hörbuch-Video: Mt 15,21-28

Das Video zeigt den Text der Geschichte aus der Lutherbibel von 1545, in der Jesus den Glauben einer kanaanäischen Frau anerkennt, vorgelesen von Reiner Makohl.

 

 

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©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 09.09.2026  ●