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Der verlorene Sinn der Sonntagsnamen

Wie Sühne, Fasten und Trauer österliche Ansprache, Hoffnung und Freude überlagern

Die Sonntagsnamen Septuagesimä, Sexagesimä, Quinquagesimä und Quadragesimä

 

Herkunft und Sinn im liturgischen Jahr

MODUL 7/8

Evangelisch gedacht
wortgebundene Klärungen zwischen Brauch, Bibel und Gegenwart

Der verlorene Sinn der Sonntagsnamen Septuagesimä, Sexagesimä, Quinquagesimä und Quadragesimä

Wie Sühne, Fasten und Trauer österliche Ansprache, Hoffnung und Freude überlagern

Von der schrittweisen Annäherung an den wirksamen Zuspruch für ein Leben im Glauben

 

Reiner Makohl | Februar 2026

 

Wor­um es hier geht

 

Die Sonn­ta­ge Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä wer­den bis heu­te häu­fig als Teil ei­ner vor­ös­ter­li­chen Zeit ver­stan­den, die durch Fas­ten, Bu­ße und die Aus­rich­tung auf die Pas­si­on Chris­ti ge­prägt ist. Ih­re Na­men er­schei­nen in die­sem Zu­sam­men­hang als Aus­druck ei­ner ab­ge­stuf­ten An­nä­he­rung an das En­de der Kar­wo­che.

Doch trifft die­se Deu­tung die his­to­ri­sche und li­tur­gi­sche Wirk­lich­keit die­ser Sonn­ta­ge tat­säch­lich?

Ist der Sinn die­ser Na­men im Lauf der Ge­schich­te weit­ge­hend ver­lo­ren ge­gan­gen? Wur­den ös­ter­li­che An­spra­che, Hoff­nung und Freu­de zu­neh­mend durch Süh­ne, Fas­ten und Trau­er über­la­gert? Ha­ben as­ke­ti­sche Pra­xis und Fas­ten ein Be­dürf­nis nach Ge­nug­tu­ung vor Gott be­för­dert, statt in der Ver­kün­di­gung das Hö­ren des Wor­tes zu er­öff­nen – und da­mit die Freu­de über das Evan­ge­li­um?

Zu un­ter­su­chen ist da­her, ob sich hin­ter den über­lie­fer­ten Na­men ein ei­ge­ner, heu­te kaum noch wahr­ge­nom­me­ner Sinn ver­birgt.

 

📖Le­se­zeit oh­ne Fuß­no­ten: ca. 16 Mi­nu­ten, mit Stu­di­um der Fuß­no­ten ca. 28 Mi­nu­ten.
Ge­rin­ge Kennt­nis­se über die Struk­tur des evan­ge­li­schen Kir­chen­jah­res er­leich­tern das Ver­ständ­nis.

 
Die Sonntagsnamen und ihre Bedeutung für die Osterzeit

Grafik: Die Sonntagsnamen und ihre Bedeutung für die Osterzeit
Bildnachweis: → siehe unten.

 

Die Sonn­tags­na­men Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä be­zeich­nen in­ein­an­der ver­schach­tel­te Zeit­räu­me, die auf den Zu­spruch des Evan­ge­li­ums von Gründonnerstag bis zum Samstag nach Ostern ge­ord­net sind.

 

Einleitung

 

Die Un­ter­su­chung der vier Sonn­tags­na­men Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä er­gab, dass sie we­der aus ei­ner ein­heit­li­chen Zäh­lung her­vor­ge­hen noch auf ei­ne durch­ge­hen­de Deu­tung als Buß- oder Vor­be­rei­tungs­zeit fest­ge­legt wer­den kön­nen. Je­der die­ser Na­men ver­weist auf ei­nen ei­ge­nen zeit­li­chen Be­zug und ist auf ei­nen be­stimm­ten li­tur­gi­schen Zu­sam­men­hang hin aus­ge­rich­tet.

Für je­den der vier Sonn­tags­na­men gibt es im Rah­men die­ser Stu­die ei­ne ei­gen­stän­di­ge Ab­hand­lung, die Ur­sprün­ge und Be­deu­tun­gen un­ter­sucht. Das Na­vi­ga­ti­ons­ver­zeich­nis der Stu­die führt zu die­sen Ab­hand­lun­gen:

© Geschütztes Bildmaterial
Theo­lo­gi­sche Stu­di­en

→Vier merkwürdige Namen

Im evan­ge­li­schen Kir­chen­ka­len­der tau­chen nach der Epi­pha­nias­zeit Sonn­ta­ge auf, de­ren Na­men kaum noch ver­ständ­lich sind. Die Stu­die fragt nach Er­klä­run­gen und Sinn.

Erst in der Zu­sam­men­schau wird er­kenn­bar, dass die­se Be­zü­ge nicht ne­ben­ein­an­der ste­hen, son­dern in­ein­an­der­grei­fen. Die vier Zeit­räu­me bil­den kei­ne li­nea­re Ab­fol­ge, son­dern ei­ne ge­stuf­te Ord­nung, die sich vom Os­ter­fest her er­schließt.

Da­mit ver­schiebt sich auch der Blick auf die vor­ös­ter­li­che Zeit ins­ge­samt. Was als ein­heit­li­che Pha­se der Vor­be­rei­tung er­scheint, er­weist sich als dif­fe­ren­zier­te Struk­tur mit ei­ge­nen Be­zugs­punk­ten, die nicht aus spä­te­ren Fröm­mig­keits­for­men ab­zu­lei­ten ist, son­dern aus der Ord­nung des Kir­chen­jah­res selbst.

 

 

1. Die verschachtelte Zeitordnung der Sonntagsnamen

Zur Auflösung der Countdown-Deutung
 

 

1.1. Vier Sonn­ta­ge, vier Zeit­räu­me

 

Die vier Sonn­ta­ge Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä wer­den häu­fig als zu­sam­men­hän­gen­de Rei­he wahr­ge­nom­men, de­ren Na­men ei­ne ab­ge­stuf­te Ord­nung er­ken­nen las­sen. Dar­aus er­gibt sich leicht der Ein­druck ei­ner ein­heit­li­chen Zäh­lung, die sich schritt­wei­se auf ei­nen ge­mein­sa­men Ziel­punkt hin be­wegt.

Die Un­ter­su­chung der ein­zel­nen Sonn­ta­ge zeigt je­doch ein an­de­res Bild. Je­der die­ser Ta­ge steht in ei­nem ei­ge­nen zeit­li­chen Be­zug zum Os­ter­fest. Die Zah­len, die in ih­ren Na­men ent­hal­ten sind, las­sen sich nicht aus ei­ner durch­ge­hen­den Li­nie er­klä­ren, son­dern be­zie­hen sich je­weils auf un­ter­schied­li­che End­punk­te in­ner­halb der ös­ter­li­chen Zeit.

Da­mit ge­win­nen die Sonn­ta­ge ein ei­ge­nes Pro­fil. Sie mar­kie­ren je­weils ei­nen ei­gen­stän­di­gen Zeit­raum und ver­wei­sen auf un­ter­schied­li­che zeit­li­che Zu­sam­men­hän­ge, die je­weils für sich be­stimmt sind. Ih­re Ge­mein­sam­keit liegt nicht in ei­ner durch­ge­hen­den Zäh­lung, son­dern dar­in, dass sie al­le auf das Os­ter­fest be­zo­gen sind, je­doch auf un­ter­schied­li­che Wei­se.

 

 

1.2. Die Ineinanderschachtelung der Zeitspannen

 
Die Sonntagsnamen und ihre Bedeutung für die Osterzeit

Gra­fik: Die Sonn­tags­na­men und die ver­schach­tel­ten Zeit­span­nen im Ka­len­der
Bild­nach­weis: → sie­he un­ten.

Die Gra­fik zeigt die vier in­ein­an­der ver­schach­tel­ten Zeit­span­nen, die den Sonn­tags­na­men Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä zu­grun­de lie­gen. Die Zeit­leis­te macht sicht­bar, dass we­der die 40-tä­gi­ge Fas­ten­zeit noch die 46-tä­gi­ge Pas­si­ons­zeit mit ei­ner die­ser Zeit­span­nen de­ckungs­gleich ist.

Die Gra­fik legt of­fen, was ei­ne li­nea­re Be­trach­tung ver­deckt: Die vier Zeit­span­nen, die den Sonn­tags­na­men zu­grun­de lie­gen, sind nicht hin­ter­ein­an­der­ge­schal­tet, son­dern in­ein­an­der­ge­schach­telt. Je­de um­schließt die fol­gen­de. Sep­tua­ge­si­mä be­zeich­net den wei­tes­ten Rah­men, Qua­dra­ge­si­mä den engs­ten.

Die­se Struk­tur lässt sich nicht als Count­down le­sen. Ein Count­down setzt ei­nen ge­mein­sa­men Ziel­punkt vor­aus, auf den al­le Glie­der der Rei­he zu­lau­fen. Hier aber en­den die vier Zeit­span­nen an un­ter­schied­li­chen Punk­ten in­ner­halb der ös­ter­li­chen Zeit: Sep­tua­ge­si­mä, die wei­tes­te Zeit­span­ne, en­det am Sams­tag nach Os­tern. Sexa­ge­si­mä en­det am Mitt­woch nach Os­tern. Quin­qua­ge­si­mä en­det am Os­ter­sonn­tag, und Qua­dra­ge­si­mä en­det an Grün­don­ners­tag. Kei­ne die­ser Zeit­span­nen en­det an Kar­sams­tag, kei­ne geht vom Ascher­mitt­woch aus.

Eben­so we­nig deckt sich ei­ne der vier Zeit­span­nen mit der 40-tä­gi­gen Fas­ten­zeit oder der 46-tä­gi­gen Pas­si­ons­zeit. Bei­de be­gin­nen erst nach Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä und Quin­qua­ge­si­mä und sind da­mit jün­ge­re Ein­la­ge­run­gen in ei­nen Ka­len­der, des­sen Grund­struk­tur durch die Sonn­tags­na­men be­reits be­stimmt war.

 

 

1.3. Die Ei­gen­stän­dig­keit der li­tur­gi­schen Be­zugs­punk­te

 

Die vier ei­gen­stän­di­gen End­punk­te sind kei­ne nach­träg­li­chen Kon­struk­tio­nen. Sie sind li­tur­gi­sche Grö­ßen, die im Kir­chen­jahr ei­nen fes­ten Platz ha­ben und dort ei­ne be­stimm­te Funk­ti­on er­fül­len. 1: Beschreibung der Zeitspannen im Mittelalter

Grün­don­ners­tag, Os­ter­sonn­tag, der Mitt­woch nach Os­tern und der Sams­tag nach Os­tern sind nicht aus­tausch­bar. Je­der die­ser Ta­ge mar­kiert ei­nen ei­ge­nen Mo­ment im heils­ge­schicht­li­chen Ge­sche­hen der Er­lö­sung durch Chris­tus. Sie struk­tu­rie­ren die ös­ter­li­che Zeit nicht von au­ßen, son­dern von in­nen: es sind Ta­ge, an de­nen die Kir­che das Heils­ge­sche­hen fei­ert, er­in­nert und ver­kün­digt.

Die Sonn­tags­na­men sind auf li­tur­gi­sche Wirk­lich­kei­ten be­zo­gen, die die Kir­che als tra­gend emp­fun­den hat, lan­ge be­vor die Fas­ten­zeit ih­re heu­ti­ge Ge­stalt an­nahm.

Die­se Ei­gen­stän­dig­keit der Be­zugs­punk­te ist auch der Grund, war­um die spä­te­re Über­la­ge­rung durch Fas­ten- und Pas­si­ons­deu­tun­gen die ur­sprüng­li­che Struk­tur nicht auf­he­ben, sie aber ver­de­cken konn­te. Die Struk­tur war äl­ter als die Deu­tung. Sie ist es, die in den Na­men noch im­mer auf­be­wahrt ist.

 

 

1.4. Das heils­ge­schicht­li­che Er­eig­nis als Ziel der ka­len­da­ri­schen Be­we­gung

 

Die Zeit­span­nen sind ver­schach­telt, nicht ge­staf­felt. Ih­re Ord­nung ist kon­zen­trisch, nicht li­ne­ar. Und ihr ge­mein­sa­mer Mit­tel­punkt ist nicht ein ka­len­da­ri­scher Tag, wie es der Kar­sams­tag als Tag des En­des der Pas­si­ons­zeit ge­wor­den ist, son­dern das heils­ge­schicht­li­che Er­eig­nis, das Ge­heim­nis der Er­lö­sung (lat.: mys­te­ri­um pas­cha­le, Os­ter­mys­te­ri­um), das im Os­ter­fest ge­fei­ert wird. 2: Os­tern und das Ge­heim­nis der Er­lö­sung

Die Zäh­lung läuft al­so nicht auf das En­de der Pas­si­ons­zeit zu, son­dern auf Ta­ge, die Hoff­nung und Freu­de aus­drü­cken: die Ge­mein­schaft im Abend­mahl, die Auf­er­ste­hung und die Be­geg­nun­gen mit dem Auf­er­stan­de­nen.

Die End­punk­te lie­gen nicht in der Zeit des Lei­dens Chris­ti und des Be­trau­erns sei­nes ir­di­schen To­des. Das be­deu­tet: Wer die Sonn­tags­na­men als Vor­be­rei­tung auf den Tod Chris­ti liest, legt ih­nen ei­ne Ziel­rich­tung un­ter, die ih­rer Zeit­struk­tur wi­der­spricht.

 

 

2. Die theo­lo­gi­sche Per­spek­ti­ve der Sonn­tags­na­men

Vom Zu­spruch des Evan­ge­li­ums her ver­stan­den
 

 

2.1. Die po­si­ti­ve Be­deu­tung der End­punk­te

 

Die vier End­punk­te, auf die die Zeit­span­nen der Sonn­tags­na­men aus­ge­rich­tet sind, ha­ben ei­nes ge­mein­sam: Sie be­zeich­nen kei­ne Mo­men­te des Ver­lus­tes, der Trau­er oder des Schei­terns, son­dern Mo­men­te der Ge­mein­schaft, der Be­geg­nung und des neu­en Le­bens. Die­se po­si­ti­ve Grund­be­stim­mung ist nicht zu­fäl­lig. Sie ge­hört zur in­ne­ren Lo­gik ei­ner Zeit­ord­nung, die vom Os­ter­fest her ge­dacht ist.

 

2.1.1. Von Qua­dra­ge­si­mä bis Grün­don­ners­tag

Grün­don­ners­tag, der End­punkt von Qua­dra­ge­si­mä, ist durch die Fei­er des Abend­mahls be­stimmt. In der al­ten Li­tur­gie ist die­ser Tag zu­gleich der Tag der Wie­der­auf­nah­me der Bü­ßer: Wer aus der Ge­mein­schaft der Kir­che aus­ge­schlos­sen war, wird an die­sem Tag wie­der in die Abend­mahls­ge­mein­schaft auf­ge­nom­men (Re­kon­zi­li­a­ti­on). 3:  Die alt­kirch­li­che Buß­pra­xis

Der End­punkt von Qua­dra­ge­si­mä ist da­mit kein Tag der Vor­be­rei­tung auf den Tod, son­dern ein Tag der Los­spre­chung und der Wie­der­her­stel­lung von Ge­mein­schaft so­wie der Fei­er der Ge­gen­wart Chris­ti in der Tisch­ge­mein­schaft.

Das Ziel der längs­ten Fas­ten­zeit ist nicht Kar­frei­tag, ist nicht Os­ter­sonn­tag, son­dern die Ge­mein­schaft am Tisch des Herrn.

 

2.1.2. Von Quin­qua­ge­si­mä bis Os­ter­sonn­tag

Quin­qua­ge­si­mä en­det am Os­ter­sonn­tag. Die­ser Tag ist der Ur­sprung des christ­li­chen Kir­chen­jah­res über­haupt. Die Auf­er­ste­hung Chris­ti ist nicht ein Er­eig­nis ne­ben an­de­ren, son­dern je­nes Er­eig­nis, von dem her die Kir­che ih­re Zeit ord­net, ihr Be­kennt­nis for­mu­liert und ihr Le­ben ver­steht. Dass Quin­qua­ge­si­mä auf die­sen Tag aus­ge­rich­tet ist, gibt ihr ein Ge­wicht, das weit über ei­ne blo­ße Vor­be­rei­tungs­zeit hin­aus­geht.

Das Ziel ist je­doch nicht der ka­len­da­ri­sche Fei­er­tag und nicht das En­de des Lei­dens Chris­ti, son­dern die Kon­fron­ta­ti­on des Glau­bens mit der Auf­er­ste­hung, dem Kern des Os­ter­ge­heim­nis­ses.

 

2.1.3. Von Sexa­ge­si­mä bis Mitt­woch nach Os­tern

Sexa­ge­si­mä en­det am Mitt­woch nach Os­tern, in der Mit­te der Os­ter­wo­che. Die al­te Kir­che hat die­se Wo­che als un­ge­teil­te Fest­zeit be­gan­gen. 4: Die Os­ter­wo­che als un­ge­teil­te Fest­zeit

Der End­punkt liegt da­mit nicht am Rand, son­dern im Zen­trum der ös­ter­li­chen Fei­er.

Das Evan­ge­li­um die­ses Ta­ges (Joh 20,1–18) ent­fal­tet die­se Mit­te in ei­ner ge­stuf­ten Be­we­gung. Am Grab se­hen die Jün­ger die Zei­chen und ge­lan­gen zum ers­ten Glau­ben. In der Be­geg­nung mit Ma­ria von Mag­da­la wird der Auf­er­stan­de­ne per­sön­lich er­fahr­bar: Er ruft sie beim Na­men und sen­det sie. 5: Das Evan­ge­li­um des Os­ter­mitt­wochs

Der End­punkt von Sexa­ge­si­mä be­zeich­net da­mit nicht nur den Be­ginn des Glau­bens, son­dern die kon­kre­te Be­zie­hung zum Auf­er­stan­de­nen. Sein Wort schafft Er­kennt­nis, sei­ne An­re­de schafft Ge­mein­schaft, und sei­ne Sen­dung führt in das neue Le­ben. In den Ora­tio­nen der Os­ter­wo­che wird die­se Wirk­lich­keit aus­drück­lich als ge­gen­wär­ti­ger Voll­zug be­schrie­ben: Chris­tus ver­söhnt und spricht frei; die Gläu­bi­gen wer­den als neu ge­bo­re­nes Volk in die Ein­heit von Glau­ben und Le­ben ge­stellt. 6: Der Voll­zug der Er­lö­sung

Die mit Sexa­ge­si­mä er­öff­ne­te Zeit des Hö­rens auf das Wort (Gleich­nis vom Sä­mann) fin­det hier ih­re Ent­spre­chung. Das ge­hör­te Wort bleibt nicht im Hö­ren ste­hen, son­dern er­weist sich im Le­ben als wirk­sam und führt in die Ge­mein­schaft mit dem Auf­er­stan­de­nen. 7: Lu­ther über Wort und Wir­kung

 

2.1.4. Von Sep­tua­ge­si­mä bis Sams­tag nach Os­tern

Sep­tua­ge­si­mä en­det am Sams­tag nach Os­tern und um­greift da­mit die ge­sam­te Fest­wo­che. Die­ser wei­tes­te Rah­men schließt al­le an­de­ren End­punk­te ein. Er weist auf den Ab­schluss der ös­ter­li­chen Fei­er­zeit hin und da­mit auf den Über­gang in das Le­ben, das von der Auf­er­ste­hung her neu be­stimmt ist.

Die­ser Sams­tag nach Os­tern be­saß ei­ne be­son­de­re Be­deu­tung in der früh­kirch­li­chen Tauf­pra­xis. In der Os­ter­nacht er­hiel­ten die Neu­ge­tauf­ten ein wei­ßes Tauf­ge­wand, das sie bis Os­ter­sams­tag tru­gen. Mit der Ves­per, der Met­te am Abend, leg­ten sie die­ses Ge­wand ab. Der Sams­tag er­hielt den Na­men Sams­tag der ab­zu­le­gen­den wei­ßen Ge­wän­der (lat.: „Sab­ba­tum in al­bis de­po­nen­dis“), der am Abend in den Sonn­tag der wei­ßen Ge­wän­der über­ging. 8: Der Sams­tag der ab­zu­le­gen­den wei­ßen Ge­wän­der

 

2.1.5. Die Zu­sam­men­fas­sung der Be­trach­tung

Die vier End­punk­te be­zeich­nen in ge­stuf­ter Wei­se das­sel­be Grund­ge­sche­hen: die Wie­der­her­stel­lung der Ge­mein­schaft mit Gott, die Über­win­dung des To­des, die Be­geg­nung mit dem Auf­er­stan­de­nen im ge­mein­sa­men Mahl, den Be­ginn des neu­en Le­bens. Sie sind Ziel­punk­te der Hoff­nung, nicht Sta­tio­nen der Trau­er.

 

 

2.2. Die Über­la­ge­rung durch Süh­ne, Fas­ten und Trau­er

 

Die po­si­ti­ven Be­deu­tun­gen der Sonn­tags­na­men, die sich aus der re­li­giö­sen Be­deu­tung je­ner Ta­ge er­ge­ben, die das En­de der durch sie re­prä­sen­tier­ten Zeit­span­nen dar­stel­len, ist im Lauf der Kir­chen­ge­schich­te ver­deckt wor­den. Fas­ten, Bu­ße und die Be­trach­tung des Lei­dens Chris­ti tra­ten in den Mit­tel­punkt. Die­se Ver­schie­bung war kein plötz­li­cher Bruch, son­dern ein all­mäh­li­cher Pro­zess mit meh­re­ren Ur­sa­chen.

Ei­nen ers­ten An­satz­punkt bil­det die Aus­wei­tung der Fas­ten­pra­xis auf vier­zig Fas­ten­ta­ge vor Os­tern. Die Qua­dra­ge­si­ma („die vier­zig [Ta­ge des Fas­tens]“) wur­de als zen­tra­le Vor­be­rei­tungs­zeit auf Os­tern ver­stan­den. 9:  Die Ent­wick­lung zu 40 Ta­gen Fas­ten­zeit

Die Wo­chen vor Os­tern wur­den der As­ke­se, der Bu­ße, dem Fas­ten und der Abs­ti­nenz ge­wid­met, nicht der Aus­rich­tung auf ös­ter­lich freu­di­ge Er­eig­nis­se. 10:  Fas­ten­ta­ge oh­ne und mit Abs­ti­nenz

Ein zwei­ter Fak­tor ist die wach­sen­de Be­deu­tung der Pas­si­ons­be­trach­tung in der mit­tel­al­ter­li­chen Fröm­mig­keit. Das Mit­ge­hen mit Chris­tus auf dem Weg zum Kreuz wur­de zu ei­nem wei­te­ren Schwer­punkt in­di­vi­du­el­ler Os­ter­vor­be­rei­tung.

Fröm­mig­keits­for­men, die al­len As­pek­ten ge­recht wer­den woll­ten, eb­ne­ten die ur­sprüng­li­che Un­ter­schei­dung zwi­schen Buß­zeit, Fas­ten­zeit und Pas­si­ons­zeit zu­neh­mend ein.

Da­bei ist fest­zu­hal­ten, dass die­se Un­ter­schei­dung zu­nächst tief ver­an­kert war. Die Pas­si­ons­zeit be­gann schon im Hoch­mit­tel­al­ter erst am Sonn­tag Ju­di­ka, dem fünf­ten Fas­ten­sonn­tag, und um­fass­te da­mit nur die letz­ten zwei Wo­chen vor Os­tern. 111:  Be­ginn der Pas­si­ons­zeit an Ju­di­ka in der Re­for­ma­ti­ons­zeit

Die Pas­si­ons­zeit als Teil der Fas­ten­zeit ist ka­len­da­risch aus­zu­ma­chen in Da­tie­run­gen, wie sie in his­to­ri­schen Ur­kun­den be­legt sind. 12:  Der ka­len­da­ri­sche Sonn­tag der Pas­si­on des Herrn

Die Ab­gren­zung der Pas­si­ons­zeit von der Fas­ten­zeit ist auch ri­tu­ell durch die Pra­xis der Kreuz­ver­hül­lung und her­me­neu­tisch in Pe­ri­ko­pen­ord­nun­gen nach­weis­bar. Sie ist Er­be ei­ner vor­re­for­ma­to­ri­schen, la­tei­ni­schen Tra­di­ti­on. 13:  Der Brauch der Kreuz­ver­hül­lung

Ein drit­ter Fak­tor ist die Ver­knüp­fung von Fas­ten und Ge­nug­tu­ung. Wo Fas­ten als Leis­tung vor Gott ver­stan­den wird, ent­steht ein Deu­tungs­rah­men, in dem die vor­ös­ter­li­che Zeit nur noch als Zeit der Süh­ne er­scheint. Die­ses Ver­ständ­nis wi­der­spricht der Lo­gik des gött­li­chen Zu­spruchs, der am En­de der ein­zel­nen Zeit­span­nen als Teil des Os­ter­mys­te­ri­ums steht: Der Mensch wird aus Gna­de vor Gott ge­recht.

So konn­te ei­ne Zeit­struk­tur, die vom Os­ter­fest her ge­ord­net ist und auf Gna­de, Hoff­nung und Freu­de zielt, in ei­ne Zeit der Süh­ne, des Fas­tens und der Trau­er um­ge­deu­tet wer­den. Die Na­men blie­ben, aber ihr in­ne­rer Sinn wur­de durch ei­ne an­de­re Fröm­mig­keits­lo­gik über­la­gert.

 

 

2.3. As­ke­se und Ge­nug­tu­ung als Deu­tungs­ver­schie­bung

 

Fas­ten und Pas­si­ons­be­trach­tung blie­ben nicht ne­ben­ein­an­der ste­hen, son­dern ver­ban­den sich zu ei­nem neu­en Deu­tungs­rah­men: Der Mensch be­rei­tet sich auf Os­tern vor, in­dem er lei­det, ver­zich­tet und Gott durch sei­ne Ent­halt­sam­keit ent­ge­gen­kommt. As­ke­se wird zur Form der An­nä­he­rung an Gott.

Die­se Ver­schie­bung be­trifft die theo­lo­gi­sche Grund­struk­tur. Wo der Zu­spruch Got­tes am En­de der Zeit­span­nen steht, ist die Be­we­gung von Gott zum Men­schen ge­rich­tet: Gott gibt Ge­mein­schaft, Ver­ge­bung, neu­es Le­ben. Wer­den As­ke­se und Ge­nug­tu­ung in den Mit­tel­punkt ge­stellt, kehrt sich die­se Be­we­gung um: Der Mensch bringt et­was auf, um vor Gott zu be­ste­hen. Die vor­ös­ter­li­che Zeit wird zur Zeit der Vor­leis­tung.

Die­se Um­keh­rung hat ei­ne Ge­schich­te. Die scho­las­ti­sche Sa­tis­fak­ti­ons­leh­re, die An­selm von Can­ter­bu­ry im 11. Jahr­hun­dert sys­te­ma­tisch ent­fal­te­te, gab ihr ei­nen theo­lo­gi­schen Rah­men. 14:  Sa­tis­fak­ti­ons­leh­re

Die Ge­nug­tu­ung oder Süh­ne (lat.: sa­tis­fac­tio), ur­sprüng­lich ein Be­griff aus dem Buß­sa­kra­ment, wur­de zur Ka­te­go­rie, mit der das Ver­hält­nis des Men­schen zu Gott ins­ge­samt be­schrie­ben wur­de. In die­sem Rah­men konn­te Fas­ten als Bei­trag zur Sa­tis­fak­ti­on ver­stan­den wer­den, als Weg, die durch Sün­de ge­stör­te Ord­nung wie­der­her­zu­stel­len. 15:  Fas­ten als drei­fa­che geist­li­che Pra­xis

Da­mit ver­schob sich die Deu­tung der Sonn­tags­na­men mit der theo­lo­gisch be­grün­de­ten Fröm­mig­keits­lo­gik, die vom Bei­trag des Men­schen her denkt. Die End­punk­te der Zeit­span­nen ver­schmel­zen im Kar­sams­tag, dem En­de des vor­ös­ter­li­chen Fas­tens und der As­ke­se als Süh­ne­leis­tung im An­blick des lei­den­den Got­tes.

Die re­for­ma­to­ri­sche Kri­tik setz­te ge­nau hier an. Lu­ther wand­te sich nicht ge­gen das Fas­ten als sol­ches, son­dern ge­gen die Deu­tung des Fas­tens als ver­dienst­li­che Leis­tung. 16: Die un­zu­läs­si­ge Be­grün­dung des Qua­dra­ge­si­ma­fas­tens

Kri­ti­siert wird die star­ke Be­to­nung der Übung, denn was zählt, ist der Zu­spruch, die Zu­sa­ge der Gna­de, die der Mensch im Glau­ben emp­fängt. Die vor­ös­ter­li­che Zeit ge­winnt ihr Ge­wicht nicht durch das, was der Mensch tut, son­dern durch das, wor­auf sie aus­ge­rich­tet ist.

 

 

2.4. Wort­bin­dung und Glau­be aus dem Hö­ren

 

Die Ver­schie­bung be­trifft das Ver­hält­nis des Men­schen zum Wort grund­le­gend. Wenn As­ke­se und Ge­nug­tu­ung in den Mit­tel­punkt tre­ten, tritt das Hö­ren zu­rück. Der Mensch ar­bei­tet an sich selbst – nicht sel­ten grau­sam und scho­nungs­los! –, um die Be­zie­hung zu Gott zu kor­ri­gie­ren und zu ver­tie­fen, statt et­was de­mü­tig im Hö­ren auf das Wort zu emp­fan­gen. Die vor­ös­ter­li­che Zeit wird von ei­ner Zeit des Hö­rens zu ei­ner Zeit des Ab­leis­tens.

Die re­for­ma­to­ri­sche Theo­lo­gie hat die­se Ver­schie­bung beim Na­men ge­nannt. Der Glau­be kommt vom Hö­ren, (lat.:) fi­des ex au­di­tu, so be­nennt Pau­lus in → Röm 10,17 die Quel­le des Glau­bens. Glau­ben ent­steht al­lein durch die Ver­kün­di­gung des Wor­tes. Das Wort schafft, was es zu­sagt. Der Mensch emp­fängt, was ihm zu­ge­spro­chen wird.

Die­se → Wort­bin­dung des Glau­bens hat un­mit­tel­ba­re Kon­se­quen­zen für das Ver­ständ­nis der vor­ös­ter­li­chen Zeit. Wenn die Sonn­tags­na­men auf End­punk­te aus­ge­rich­tet sind, die Ga­ben be­zeich­nen, dann ist die Zeit, die auf die­se End­punk­te zu­läuft, ei­ne Zeit der Vor­be­rei­tung auf das Hö­ren, nicht ei­ne Zeit, die kör­per­li­che und geis­ti­ge re­li­giö­se Übun­gen ver­langt für Ge­nug­tu­ung durch Süh­ne, As­ke­se und Fas­ten. Die Got­tes­diens­te der Vor­be­rei­tungs­zeit sind Or­te der Ver­kün­di­gung, an de­nen das Wort die Ge­mein­de auf den Zu­spruch des Os­ter­evan­ge­li­ums hin aus­rich­tet.

Da­mit ge­winnt auch die Pe­ri­ko­pen­ord­nung ein neu­es Ge­wicht. Die Schrift­le­sun­gen von In­vo­ka­vit bis Lae­ta­re, die Ver­su­chung und Nach­fol­ge zum The­ma ha­ben, sind kei­ne An­lei­tun­gen zur as­ke­ti­schen Übung, son­dern Ver­kün­di­gung: Sie zei­gen, wer Chris­tus ist und was er für den Men­schen ge­tan hat. Sie be­rei­ten das Hö­ren vor, nicht das Leis­ten.

Die Sonn­tags­na­men fü­gen sich in die­se Li­nie ein. Sie be­zeich­nen Zeit­räu­me, in de­nen die Ge­mein­de auf den Zu­spruch Got­tes hin ver­sam­melt wird. Ihr Sinn er­schließt sich aus dem, wor­auf die­se Zeit aus­ge­rich­tet ist: auf Los­spre­chung und Ge­mein­schaft, auf Auf­er­ste­hung und neu­es Le­ben, auf das Ge­heim­nis der Er­lö­sung.

 

 

Fa­zit

Die Sonn­ta­ge als An­nä­he­rung an den Zu­spruch

 

Die Er­geb­nis­se las­sen sich nun bün­deln: Die vier Sonn­tags­na­men be­zeich­nen kei­ne Sta­tio­nen ei­ner Buß­leis­tung, son­dern Zeit­räu­me, die auf den Zu­spruch des Evan­ge­li­ums hin ge­ord­net sind. Ih­re Struk­tur ist nicht as­ke­tisch, son­dern ke­ryg­ma­tisch: Sie be­rei­ten das Hö­ren vor, nicht das Leis­ten.

Die­se Ord­nung ist kon­zen­trisch, nicht li­ne­ar. Die vier Zeit­span­nen um­schlie­ßen ein­an­der und wei­sen ge­mein­sam auf das Os­ter­fest hin. Die An­nä­he­rung an Os­tern ist ei­ne An­nä­he­rung an den Zu­spruch, nicht an ein Ge­richt.

Die Fra­ge, ob ös­ter­li­che An­spra­che, Hoff­nung und Freu­de durch Süh­ne, Fas­ten und Trau­er über­la­gert wur­den, lässt sich jetzt be­ant­wor­ten: Ja, und die Über­la­ge­rung hat ei­ne theo­lo­gi­sche Ur­sa­che. Sie liegt im Über­gang von ei­ner Zeit­ord­nung, die vom Zu­spruch Got­tes her ge­dacht ist, zu ei­ner Fröm­mig­keits­lo­gik, die vom Bei­trag des Men­schen her denkt.

Die Sonn­tags­na­men selbst sind von die­ser Ver­schie­bung un­be­rührt ge­blie­ben. Sie tra­gen in ih­rer Struk­tur noch im­mer die ur­sprüng­li­che Ord­nung: vier in­ein­an­der­ge­schach­tel­te Zeit­räu­me, aus­ge­rich­tet auf End­punk­te, die Ga­ben be­zeich­nen. Wer die­se Na­men his­to­risch ernst nimmt, ent­deckt in ih­nen ei­ne Spra­che der Hoff­nung, die äl­ter ist als die Fröm­mig­keits­lo­gik, die sie über­la­gert hat.

Ob­wohl die al­ten Sonn­tags­na­men in der evan­ge­li­schen ge­mein­d­li­chen Pra­xis zu­neh­mend un­sicht­bar wer­den, öff­net sich von hier aus der Blick auf die Fra­ge, was die­se Ord­nung für das Kir­chen­jahr und die christ­li­che Le­bens­pra­xis be­deu­tet.

 

 

Wie es weiter gehen kann

 

Verweis Wei­ter zu Mo­dul 8

Zei­ten der Hoff­nung

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→ Zei­ten der Hoff­nung

Die al­ten Sonn­tags­na­men Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä ste­hen für die freu­di­ge Er­war­tung des­sen, was Gott gibt.

Evan­ge­li­sche Fröm­mig­keit in der vor­ös­ter­li­chen Zeit grün­det in dem, was der Mensch emp­fängt. Sie ist Hö­ren, Emp­fan­gen, Wei­ter­ge­ben. Sie ist da­mit ei­ne Zeit freu­di­ger Er­war­tung des­sen, was Gott gibt. Die al­ten Sonn­tags­na­men Sep­tua­ge­si­mä, Sexa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä be­zeich­nen in­ein­an­der­ge­schach­tel­te Zeit­räu­me, die ge­nau dar­auf hin ge­ord­net sind: auf die Er­war­tung des Zu­spruchs in den freu­di­gen Ta­gen des Os­ter­fes­tes.

→ Zu­rück zu Mo­dul 6

Die Sonn­ta­ge als Count­down zum Os­ter­sonn­tag?

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→ Count­down zu Os­tern?

Ist die Ab­fol­ge der Sonn­ta­ge Sep­tu­a­ge­si­mä, Sex­a­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä ein Count­down auf Os­tern hin? Ei­ne Ana­ly­se.

Die Ab­fol­ge der Sonn­ta­ge Sep­tu­a­ge­si­mä, Sex­a­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä wird häu­fig als ein­heit­li­cher Count­down auf Os­tern ver­stan­den. Die­se Deu­tung er­scheint plau­si­bel, stimmt je­doch we­der mit den tat­säch­li­chen Ab­stän­den noch mit den Ziel­punk­ten der Zäh­lun­gen über­ein. Das Mo­dul ana­ly­siert die Struk­tur der Na­men und zeigt, dass ih­nen ei­gen­stän­di­ge Rück­wärts­zäh­lun­gen zu­grun­de lie­gen.

 

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→Vier merkwürdige Namen

Im evan­ge­li­schen Kir­chen­ka­len­der tau­chen nach der Epi­pha­nias­zeit Sonn­ta­ge auf, de­ren Na­men kaum noch ver­ständ­lich sind. Die Stu­die fragt nach Er­klä­run­gen und Sinn.

Die Sonntagsnamen Septuagesimä, Sexagesimä, Quinquagesimä und Quadragesimä - Herkunft und Sinn im liturgischen Jahr.
Die Übersicht zeigt alle Module.

 

 

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Abbildung: Die Sonntagsnamen und ihre Bedeutung für die Osterzeit
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Reiner Makohl, Die Sonntagsnamen Septuagesimä, Sexagesimä, Quinquagesimä und Quadragesimä., in: Stilkunst.de,
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