Vesper am Karfreitag
Freitag, 19. April 2019

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Schwarz
19.4.2019 | Vesper am Karfreitag | Gedenken der Grablegung Jesu
Freitag
 

Kirchenjahr 2018/2019

Vesper am Karfreitag

Gedenken der Grablegung Jesu

 
Gesetzlicher Feiertag

→Gesetzlicher Feiertag
in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland

Symbol

Philipp Melanchthon
(† 19. April 1560 in Wittenberg)

Symbol

Fastenzeit

Info

In der Passionszeit von →Aschermittwoch bis →Karsamstag entfällt im →Proprium der Hallelujavers, so auch am Karfreitag.

 

Die Passionszeit von →Aschermittwoch bis →Karsamstag wird in vielen Kirchen der Ökumene als Fastenzeit begangen.

 

Fällt Karfreitag auf den 25. März, dann wird der →Tag der Ankündigung der Geburt Jesu (Mariä Verkündigung) in die Woche nach dem →1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) verlegt und dort an einem geeigneten Werktag begangen.

Dies wird nach 2005 und 2016 erst wieder im Jahr 2157 eintreten.

 

Wirkung in 2019

- keine -

 
Bewegliches Datum
 
Karfreitag zwischen dem 20. März und dem 23. April
  • Christlicher Festtag
  • Freitag vor →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
    Karfreitag liegt zwischen dem 20. März und dem 23. April eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 2 Tage vor Ostern
  • gerechnet ab diesem Tag ist am 3. Tag Ostern
 
Gesetzlicher Feiertag
Brandenburg (BB)   Berlin (BE)   Baden-Württemberg (BW)   Bayern (BY)   Bremen (HB)   Hessen (HE)   Hamburg (HH)   Mecklenburg-Vorpommern (MV)   Niedersachsen (NI)   Nordrhein-Westfalen (NW)   Rheinland-Pfalz (RP)   Schleswig-Holstein (SH)   Saarland (SL)   Sachsen (SN)   Sachsen-Anhalt (ST)   Thüringen (TH)
Deutschland (DE)

Der Karfreitag ist im Jahr 2019 →gesetzlicher Feiertag
in allen 16 Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland (DE).

Stiller Tag

Die Feiertagsgesetze der Länder erklären Karfreitag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Karfreitag i. d. R. ganztägig alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt, »wenn sie nicht der Würdigung der Feiertage, der seelischen Erhebung oder einem überwiegenden Interesse der Kunst, Wissenschaft, Volksbildung oder Politik dienen.« Dazu zählen insbesondere Tanzveranstaltungen und Sportveranstaltungen jeder Art. (zitiert nach: Hessisches Feiertagsgesetz, §8). So sind beispielsweise öffentliche Hallenbäder i. d. R. geschlossen. Die Beschränkungen gelten auch für nicht-öffentliche Veranstaltungen außerhalb privater Wohnungen wie z. B. Familienfeiern mit Tanz »in geschlossener Gesellschaft«, bespielsweise in Gaststätten.

 
Weitere Artikel zum Karfreitag
Titelzeile

Karfreitag 2018/2019

Der Spruch, der Psalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
Titel

Karfreitag 2019

Am Karfreitag gedenken die Christen des Kreuzestodes Christi. Der Name leitet sich aus dem Althochdeutschen ab, wo »Kara« so viel wie »Klage«, »Kummer« oder »Trauer« bedeutet.

Mehr darüber in diesem Artikel.
 

Der Name Karfreitag

 

Tag der Wehklage und der Bestattung

Der Kartag (mittelhochdeutsch: kar , althochdeutsch: chara, Wehklage, Trauer) ist im Trauerbrauchtum der Tag, an dem ein Leichnam unter Klageschrei bestattet und anschließend das Leichenmahl (der Leichenschmaus) gehalten wurde (heute Tag der Beisetzung oder Tag der Bestattung).

Die Bezeichnung Karfreitag ist schon im Mittelhochdeutschen bekannt (karvrītag) als Bezeichnung für den auf Christus bezogenen Kartag.

Die Namensteil »Kar« findet sich heute noch in »Karsamstag« und in »Karwoche«. Bezeichnungen wie Karmontag, Kardienstag und Karmittwoch als die übrigen Tage der Karwoche gab es, sie sind aber mit der Zeit unüblich geworden.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Feria Sexta in Passione et Morte Domini

Für den Karfreitag sind unterschiedliche Bezeichnungen bekannt. Die lateinisch-kirchliche Bezeichnung Feria Sexta in Passione et Morte Domini bedeutet »Sechster Tag, im Gedenken an die Passion und den Tod des Herrn«.

Feria sexta ist die mittelalterliche Bezeichnung für Freitag, für den den sechsten Tag der Woche, wobei der Sonntag (dies dominica) der erste Tag (feria prima) ist.

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch

Die evangelische

Vesper am Karfreitag

Gedenken der Grablegung Jesu

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Schwarz

Schwarz

 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Vesper am Karfreitag

Textlesung

Die biblische Textlesung

 Quelle   Text
  Evangelium  →Joh 19,31-42  
   
 
Titel Perikopen

Vesper am Karfreitag

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM

Evangelium nach Johannes

Joh 19,31-42

LESUNG

EV

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XIX.

 

 

Verse 31-37

Des Ende der Kreuzigung:
Der Lanzenſtich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Exod. 12.

 

→Zach. 12.

 

 

 

DIe Jüden aber / dieweil es der Rüſtag war / das nicht die Leich­nam am Creutze blieben den Sab­bath vber (Denn deſſelbigen Sab­baths tag war gros) baten ſie Pi­la­tum / das jre Gebeine gebrochen vnd ſie abgenomen würden. 32Da kamen die Kriegsknechte vnd brachen dem Erſten die Beine / vnd dem Andern / der mit jm gecreutziget war. 33Als ſie aber zu Jheſu kamen / da ſie ſahen / das er ſchon geſtorben war / brachen ſie jm die Beine nicht / 34Sondern der Kriegsknechte einer öffenet ſeine Seite mit einem ſpehr / Vnd als bald gieng Blut vnd Waſſer her aus.35Vnd der das geſehen hat / der hat es bezeuget / vnd ſein Zeugnis iſt war. Vnd derſelbige weis / das er die warheit ſaget / Auff das auch jr gleubet. 36Denn ſolchs iſt geſchehen / das die Schrifft erfüllet würde / Ir ſolt jm kein Bein zubrechen.37Vnd aber mal ſpricht ein ander Schrifft / Sie werden ſehen / in welchen ſie geſtochen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verse 38-42

Die Grablegung Jheſu

→Mt 27,57-61    || →Mk 15,42-47    || →Lk 23,50-55

V.

Jheſus

begraben.

 

 

 

→Joh. 3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DARnach bat Pilatum Joſeph von Arimathia / der ein Jünger Jheſu war / doch heimlich / aus furcht fur den Jüden / das er möchte abnemen den leichnam Jheſu. Vnd Pilatus erleubet es. 39Es kam aber auch Nicodemus / der vormals bey der nacht zu Jheſu komen war / vnd brachte Myrrhen vnd Aloen vnternander / bey hundert pfunden. 40Da namen ſie den leichnam Jheſu / vnd bunden jn in leinen Tücher mit Specereien / wie die Jüden pflegen zu begraben. 41Es war aber an der Stete / da er gecreutziget ward / ein Garte / vnd im garten ein new Grab / in welches niemand je gelegt war. 42Da ſelbs hin legten ſie Jheſum / vmb des Rüſtages willen der Jüden / die weil das Grab nahe war.

 

 

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 
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