Allerheiligen

Donnerstag, 1. November 1990

Titel: Wissenswertes zum Tag
1.11.1990 | Allerheiligen | Gedenktag der HeiligenDonnerstag
 
 

Allerheiligen

Gedenktag der Heiligen

 
Gesetzlicher Feiertag

→Gesetzlicher Feiertag

in einzelnen Ländern der Bundesrepublik Deutschland

Symbol

→Gedenktag der Heiligen

Würdigung vor­bild­haf­ter Stand­haf­tig­keit im Glau­ben

Symbol

Erhard Schnepf

(† 1. November 1558 in Jena)

Symbol

Gedenktag Al­ler­hei­li­gen

Gedächt­nis und Ver­eh­rung al­ler Hei­li­gen der ka­tho­li­schen Kir­che

 

Kalenderblätter

 

Festes Datum
Allerheiligen ist immer der 1. November
 
  • Der Tag Allerheiligen ist immer der 1. November eines Jahres.
 
Gesetzlicher Feiertag
Baden-Württemberg (BW) Bayern (BY)
Nordrhein-Westfalen (NW) Rheinland-Pfalz (RP)
Saarland (SL)  

Der Tag Allerheiligen ist in der Bundesrepublik Deutschland
im Jahr 1990 →gesetzlicher Feiertag in

  • Baden-Württemberg (BW)
  • Bayern (BY)
  • Nordrhein-Westfalen (NW)
  • Rheinland-Pfalz (RP)
  • Saarland (SL)
 
Hintergründig
Die Vorläufer Christi mit Heiligen und Märtyrern | Foto: Quelle: Wikipedia | Public Domain

Abbildung: Die Vorläufer Christi mit Heiligen und Märtyrern
Foto: Quelle: Wikipedia | Public Domain

Allerheiligen

Der Feiertag Allerheiligen geht wahrscheinlich auf ein 610 von Papst Bonifatius IV. zu Ehren Marias und aller Märtyrer in Rom eingeführtes Fest zurück. Es wurde beispielsweise in der alten mailändischen Kirche am Freitag nach Ostern gefeiert.

Papst Gregor IV. verlegte das Allerheiligenfest um 835 auf den 1. November. Zusammen mit →Allerseelen (2. November) sind es Tage der katholischen Totenfeiern mit vielen Volkssitten, in denen sich vorchristliche und christliche Bestandteile mischen.

 
Das Gedenken im evangelischen Kirchenjahr

Symbol Evangelisch

 

Gedenktag der Heiligen

Erinnerung an die Kraft des Glaubens

Im evangelischen Deutschland wurde Allerheiligen jahrhundertelang begangen, ver­schwand aber schließlich als Festtag (anders als in den anglikanischen und skan­di­na­vi­schen Kirchen).

Heute findet sich der Tag als »Gedenktag der Heiligen« in den Gottesdienstordnungen. Ins­be­son­de­re die lutherischen Kirchen sehen Leben und Werk etlicher Heiliger als Bei­spie­le und Vorbilder für gelebten Glauben. Sie sehen sich gebunden an Artikel 21 der Con­fes­sio Augustana (Augsburger Bekenntnis), in dem 1530 die Protestanten, die Ver­fech­ter der Reformation, die Bedeutung der Heiligen für Kirche und Christen ge­gen­über Kaiser Karl V. formulierten.

Confessio Augustana

ARTIKEL 21: DIE VEREHRUNG VON HEILIGEN

Über die Verehrung von Heiligen lehren wir Folgendes: Man kann sich an Heilige erinnern, um ihrem Glauben nachzueifern. Man kann sich auch die guten Werke der Heiligen zum Vorbild nehmen; das soll entsprechend der jeweiligen gesellschaftlichen Stellung geschehen. [...] Aber die Heilige Schrift lehrt nicht, dass wir Heilige anrufen oder von ihnen Hilfe erbitten sollen, sondern sie stellt uns allein Christus hin als Mittler, Sühneopfer, Priester und Fürsprecher. Der soll angerufen werden, und er hat versprochen, dass er unsere Bitten erhören wird. Wenn wir ihn in allen Nöten anrufen, dann gefällt ihm das sehr. Im 1. Johannesbrief steht: "Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist" (1. Joh. 2,1).

 

Text der Confessio Augustana nach der lateinischen Fassung. Ausgelassen ([...]) ist ein an Kaiser Karl V. gerichtetes Handlungsbeispiel aus jener Zeit, womit ihn die Protestanten auf dem Augsburger Reichstag am 25. Juni 1530 beim Verlesen des Bekenntnisses direkt adressierten, das aber inhaltlich zum Bekenntnis nichts beiträgt.

Danach ist der Gedenktag der Heiligen ein Tag, um den Glauben zu stärken anhand der Bei­spie­le, die das Leben der Heiligen bietet. Es ist ein Gedenktag an die Kraft des Glaubens und an die Wirksamkeit Gottes in Menschen, ohne dabei die Person selbst zu erhöhen.

Anders als in der katholischen Kirche geht es nicht um Heiligenverehrung. Es geht erst recht nicht um Heiligenanbetung. Man soll die Heiligen weder anrufen noch Hilfe bei Ihnen suchen. Die evangelischen Kirchen kennen daher keine »Schutzheiligen«. Die Beziehung der Men­schen zu Gott und zu Christus benötigt keine Vermittler. Jeder Mensch kann und soll sich un­mit­tel­bar und direkt an Gott wenden (siehe unseren Artikel→Die Macht des Be­tens). Der ein­zi­ge Fürsprecher in allen Nöten und Anliegen ist Jesus Christus selbst.

 

Zum Artikel

→Gedenktag der Heiligen 1989/1990

1. November 1990

Spruch, Psalm, Liedauswahl und Bi­bel­tex­te für Le­sun­gen und Pre­dig­ten nach der Kir­chen­ord­nung.

Mehr dazu in diesem Artikel.

 

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→Allerseelen | 2. November 1990

Der Gedächtnistag Allerseelen wurde ein­ge­führt von Abt Odilo von Cluny um 995 n. Chr., nach­dem er zu­vor schon in Mönchs­krei­sen be­gan­gen wor­den war.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Die Macht des Betens | © Geschütztes Bildmaterial
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→Die Macht des Betens – Ein Workshop

Beten! – Was riskieren wir schon dabei? Nichts. Was kos­tet es uns, außer ei­ni­gen Mi­nu­ten Zeit, die wir ver­mut­lich an­der­wei­tig kaum bes­ser ge­nutzt hät­ten?

Mehr über die Praxis des Betens in diesem Artikel.

 

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