Totensonntag | Ewigkeitssonntag | 2017 - 2024

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Wissenswertes zum Tag
26.11.2017 | Totensonntag | Ewigkeitssonntag
 

Totensonntag

Ewigkeitssonntag

 
DER Totensonntag IN DEN JAHREN 2017 bis 2024
Beweglicher Gedenktag
Totensonntag | Ewigkeitssonntag zwischen dem 20. November und dem 26. November
  • Beweglicher Gedenktag Totensonntag oder Ewigkeitssonntag
  • Letzter Sonntag im Kirchenjahr
  • Totensonntag ist der Sonntag vor dem 1. Advent
  • Abhängig vom Wochentag, auf den der 1. Weihnachtstag fällt:
    Totensonntag liegt zwischen dem 20. und 26. November eines Jahres
Brauchtum

Der Ewigkeitssonntag oder Totensonntag ist ein evangelischer Gedenktag für die Verstorbenen. Im Mittelpunkt des Brauchtums stehen Friedhofsbesuche.

Hintergründig
Blick auf einen Soldatenfriedhof | Omaha Beach Cemetery, Normandie, France | Foto: ©Tristan Nitot | Lizenz: CC-BY 3.0
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Abbildung: Blick auf einen Soldatenfriedhof
Omaha Beach Cemetery, Normandie, France
Foto: ©Tristan Nitot | CC-BY 3.0

Totensonntag | Ewigkeitssonntag

Ein Gedenktag der Entschlafenen

Den letzten Sonntag im Kirchenjahr als Totensonntag zu bezeichnen, entspricht kaum reformatorischer Übung. Die Waldecker Kirchenordnung von 1556 nennt ihn »Fest des jüngsten Tages«. Die Brandenburger Kirchenordnung von 1540 kennt »ein sonderlich Amt und dabei eine Predigt von den Verstorbenen«.

Martin Luther hatte den Allerseelentag abgelehnt (Predigt vom 02.11.1522) allerdings im Blick auf die Beerdigungen pietätvolles Verhalten und Gesang der Glaubens- und Auferstehungslieder gefordert.

Das städtische Leben des 17. Jahrhunderts war durch die Bestattungen so stark geprägt, dass man sie als Reaktion darauf im 18. Jahrhundert völlig aus der Öffentlichkeit verdrängte. Daraus erwuchs die Forderung allgemeiner »Totenfeiern«.

Kirchlich angeordnet hat 1816 Friedrich Wilhelm der III. von Preußen einen »Feiertag zum Gedächtnis der Entschlafenen« (Kabinettorder vom 24.4.1816 und Verordnung vom 25.11.1816), der sich rasch auch in fast allen anderen deutschen Kirchen einbürgerte, wohl gefördert durch die Erinnerung an die Toten der Freiheitskriege.

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr

Führte der Tag in seiner außerkirchlichen Prägung auch zu unerwünschtem Gräberkult, so ging doch die Kirche längst den Friedhofsbesuchern mit Predigten, Choralsingen und Posaunenblasen nach, um sie von hoffnungsarmer Trauer zum evangelischen Trost zu führen.

Neuere theologische Kritik am Totensonntag betont, dass er seinem inneren Gehalt nach ungeeignet sei, das Kirchenjahr abzuschließen.

Wenn die vorgeschlagene Bezeichnung »Ewigkeitssonntag« mehr als eine Bezeichnung werden sollte, könnte sie zu vertiefter Verkündigung am bisherigen Totensonntag mithelfen. Die Lutherische Agende I (1955) sieht vor, dass der »Gedenktag der Entschlafenen« bis auf weiteres in Verbindung mit dem letzten Sonntag des Kirchenjahres begangen werden soll.

Sabrina

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