Sankt Martin | 11. November | 2017 - 2024

Sie sind hier: ⏵Home | ⏵Deutscher Jahreskalender | ⏵11. November: Sankt Martin | 2017 - 2024
Wissenswertes zum Tag
Sankt Martin
 

Sankt Martin

Martinstag

 
  • Katholischer Gedächtnistag für den Heiligen Martin.
  • Ökumenischer Aktionstag
Brauchtum

Der Sankt-Martinstag ist ein Gedächtnistag der Liebestat eines jungen, ungetauften Mannes namens Martin, der später Bischof von Tours wurde.

Die Überlieferung thematisiert einerseits das Geben aus Liebe und andererseits die Bekehrung zu Gott.

Sankt Martin teilt seinen Mantel | Metallskulptur Sankt Martin, Fürstenbergerhofschule, Martinusschule, Weißliliengasse, Mainz  | Foto: © Foto: Gruenschuh | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA | Fotoausschnitt | Adaptiert by Sabrina für www.stilkunst.de
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Sankt Martin teilt seinen Mantel
Metallskulptur Sankt Martin, Fürstenbergerhofschule, Martinusschule, Weißliliengasse, Mainz
Foto: © Foto: Gruenschuh | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA
Fotoausschnitt | Adaptiert by Sabrina für www.stilkunst.de

Ökumenischer Gedächtnistag

Die katholische und die evangelische Kirche begehen diesen Tag gleichermaßen. Für Hilfsorganisationen wie »Brot für die Welt« und »Misereor« ist der 11. November der Höhepunkt ihrer jährlichen Kampagnen.

Um die christlichen Traditionen reihen sich eine Vielzahl volkstümlicher Überlieferungen, wie Laternenumzüge, der Beginn der Karnevalssaison (Beginn einer vierzigtägigen Fastenzeit vor Weihnachten), Verkosten des ersten jungen Weins und der Martinsgänse. Der 11. November gewinnt dadurch sicher an Charme und wird zu einem christlich-volkstümlichen Aktionstag.

Hintergründig

Die Legende vom geteilten Mantel

In einem strengen Winter, wohl im Jahr 334 n. Chr., traf Martin als junger Gardeoffizier am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Martin sah, wie der elendig frierende und bedauernswerte Mann viele Vorübergehende vergeblich um Hilfe bat. Martin führte selbst nichts bei sich.

Um dem Bettler die große Kälte etwas zu lindern, fasste er sein Schwert und teilte seinen Offiziersmantel in der Mitte entzwei.

Es wird berichtet, dass Martin dafür nicht nur den Spott seiner Kameraden erntete, sondern zudem eine Arreststrafe für die Beschädigung militärischen Eigentums erhielt. Soviel zur Liebestat.

In der nächstfolgenden Nacht erschien Martin im Traum Jesus Christus, bekleidet mit Martins halbem Militärmantel. Zu den ihn umgebenden Engeln sprach Christus: »Martinus, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet! «In diesem Traum sah der junge Offizier die Aufforderung, den Militärdienst aufzugeben, um in den Dienst Gottes zu treten. Soviel zur Bekehrung zu Gott.

Sankt Martin teilt seinen Mantel | Höchster Schloss | Foto: Eva K. | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA | Fotoausschnitt | Adaptiert by Sabrina für www.stilkunst.de
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Sankt Martin teilt seinen Mantel | Höchster Schloss
Foto: Eva K. | Wikimedia Commons | Lizenz CC BY-SA
Fotoausschnitt | Adaptiert by Sabrina für www.stilkunst.de

Martin, Bischof von Tours

Um 316/317 wurde Martin im heutigen Ungarn als Sohn eines römischen Offiziers geboren und mit 15 Jahren eingezogen. Er diente in einer Eliteeinheit, der berittenen kaiserlichen Leibgarde. Dennoch kommt in der Überlieferung der Liebestat an keiner Stelle ein Pferd vor. Es ist vielmehr den späteren künstlerischen Ausgestaltungen zu verdanken, die Helden gern in Reiterposen und mit Schwert darstellten.

Martin ließ sich taufen, wurde Priester und lebte als Einsiedler. Es zog ihn nach Frankreich. Um 360 gründete er in der Nähe von Poitiers ein Kloster. Nach etwa zehn Jahren, als ein neuer Bischof für Tours gesucht wurde, erkoren ihn die Menschen zu ihrem Favoriten. Am 4. Juli 372 wurde Martin zum Bischof von Tours geweiht.

Am 8. November 397, im Alter von etwa 81 Jahren, starb Martin auf einer seiner Reisen in Candes. Er wurde am 11. November 397 in Tours beigesetzt.

Der Frankenkönig Chlodwig (481 - 511) erhob Martin zum Nationalheiligen und Schutzherrn der fränkischen Könige.

Der heilige Martin von Tours wurde Namenspatron vieler Kinder, auch vom kleinen Martin Luther, der, geboren am 10.11.1483, am 11. November getauft wurde.

Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

Die Bundesrepublik Deutschland ist Mitglied der Europäischen Union.

 
Die Kalenderangaben beziehen sich ab dem Jahr 1949 auf Kalender der Bundesrepublik Deutschland (DE).
Die Datums- und Zeitangaben gelten nach Mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. Alle Angaben ohne Gewähr.