Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus | Montag, 21. September 2009

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Rot
21.9.2009 | Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus
Montag
 

Kirchenjahr 2008/2009

Tag des Apostels
und Evangelisten
Matthäus

 

 
Symbol

Matthäus [Evangelist]
(† um 42 n. Chr.)

 
Festes Datum
21. September
     
  • Der Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus
    ist immer der 21. September eines Jahres.
  • Gottesdienstlich ist der Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus am 20. September oder in der Zeit vom 22. September bis zum 26. September zu begehen, wenn der 21. september auf einen Sonntag fällt.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

Tag des Apostels und Evangelisten
Matthäus

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Rot

Rot

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Frewet euch des HERRN / jr Gerechten / Die Fromen ſollen jn ſchon preiſen.

Halleluja.

→Ps 33,1     

 
 

Spruch

 
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

Wie lieblich ſind auff den Bergen die Füſſe der Boten / die da Friede verkündigen / Guts predigen / Heil verkündigen.

→Jes 52,7

Hinweis: Es gilt der Wochenspalm des vorgehenden Sonntags.

 

 

Lied für den Tag

 
Liedauswahl
EG 154 Herr, mach uns stark, im Mut der dich bekennt
oder EG 250 Ich lobe dich von ganzer Seelen
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2009 - 2014 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextMt 9,9-13
Epistel Zum Text1Kor 12,27-31a
Altes Testament ./.
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2008/2009 21.9.2009 I – keine Predigt vorgesehen –
2009/2010 21.9.2010 II – keine Predigt vorgesehen –
2010/2011 21.9.2011 III – keine Predigt vorgesehen –
2011/2012 21.9.2012 IV – keine Predigt vorgesehen –
2012/2013 21.9.2013 V – keine Predigt vorgesehen –
2013/2014 21.9.2014 VI – keine Predigt vorgesehen –
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.
Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 1978/1979, die Reihe II für das Kirchenjahr 1979/1980 usw.

Tage ohne Predigt:
An einigen Gedenktagen ist für den Gottesdienst keine Predigt vorgesehen, sondern nur die Lesung aus Epistel oder Evangelium, ggf. aus dem Altem Testament.
Wir führen die Tabelle der Predigttexte dennoch, um die absichtliche Ausslassung unmissverständlich kenntlich zu machen.

 
Titel Perikopen

Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

DieTexte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM

Evangelium nach Matthäus

Mt 9,9-13

LESUNG

EV

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. IX.

 

 

Verse 9-13

Die Berufung des Matthäus

|| →Mk 2,13-17    || →Lk 5,27-32

 

Marc.2.

Luc.5.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA Jheſus von dannen gieng / ſahe er einen Menſchen am Zol ſitzen / der hies Mattheus / vnd ſprach zu jm / Folge mir. Vnd er ſtund auff vnd folgete jm. 10Vnd es begab ſich / da er zu tiſch ſaſs im Hauſe / Sihe / da kamen viel Zölner vnd Sünder / vnd ſaſſen zu tiſche mit Jheſu vnd ſeinen Jüngern. 11Da das die Phariſeer ſahen / ſprachen ſie zu ſeinen Jüngern / Warumb iſſet ewer Meiſter mit den Zölner vnd Sündern? 12Da das Jheſus höret ſprach er zu jnen / Die Starcken dürffen des Artztes nicht / Sondern die krancken.13Gehet aber hin / vnd lernet / was das ſey (Ich habe wolgefallen an Barmhertzigkeit / vnd nicht am Opffer) Ich bin komen die Sünder zur buſſe zu ruffen / vnd d nicht die Fromen.

 

 

 

 

 

 

d

(Nicht die Fro­men)

Das iſt / Alle Men­ſchen / Denn nie­mand iſt From / Rom.3. Pha­ri­ſeer hal­ten ſich fur from / ſinds aber nicht. Vnd j. Tim. j. ſpricht Pau­lus / Chri­ſtus ſey in die welt ko­men die Sün­der ſe­lig zu ma­chen.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

1Kor 12,27-31a

LESUNG

EP

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. XII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Viele Glieder – ein Leib

Verse 27-31a

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

→Ephe. 4.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IR ſeid aber der Leib Chriſti vnd Glieder / ein jglicher nach ſeinem teil. 28Vnd Gott hat geſetzet in der Gemeine / auffs erſt die Apoſtel / auffs ander die Propheten / auffs dritte die Lerer / darnach die Wundertheter / darnach die Gaben geſund zu machen / Helffer / Regierer / mancherley Sprachen. 29Sind ſie alle Apoſtel? Sind ſie alle Propheten? Sind ſie alle Lerer? Sind ſie alle Wundertheter? 30Haben ſie alle Gaben geſund zu machen? Reden ſie alle mit mancherley Sprachen? Können ſie alle auslegen? 31aStrebt aber nach den beſten Gaben /

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für alle Ge­mein­de­mit­glie­der, für Chris­ten, die sich nicht in der Ge­mein­de­ar­beit en­ga­gie­ren können oder wollen, und für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet und im Ver­lauf der Jahre wer­den Sie auf die­se Wei­se in klei­nen Ein­hei­ten, die nicht viel Zeit in An­spruch neh­men, die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

Hintergründig

Apostelfeste

Die Apostel und ihre Gedenktage

Die Jünger Jesu

Die Bezeichnung »Apostel« meint im Deut­schen »Ge­sand­ter«. In der kirch­li­chen Auf­fas­sung han­delt es sich um den in­ne­ren Kreis der Jün­ger Jesu. Diese Jün­ger wa­ren zu Leb­zei­ten Jesu seit dessen Tau­fe durch Johannes sei­ne engsten Be­glei­ter. Allen Apo­s­teln wur­de der Sen­dungs­auf­trag, wie er in →Matthäus 28,19 be­schrie­ben ist, von Jesus selbst er­teilt.

Die Na­mens­lis­te der ers­ten zwölf Apo­s­tel, die Jesus be­ru­fen hatte, fin­det sich in der Bi­bel an meh­re­ren Stel­len, so im Matthäus-Evan­ge­li­um (→Mt 10,1-4), im Markus-Evan­ge­li­um (→Mk 3,13-19) und im Lukas-Evan­ge­li­um ( →Lk 6,12-16).

 

Den Text aus dem Lukas­evan­ge­li­um ge­ben wir hier in sprach­lich über­ar­bei­te­ter Form wieder:

 

Das Evangelium nach Lukas

Die Auswahl der Zwölf Apostel

 

6 12 In diesen Tag stieg Jesus auf einen Berg, um zu beten. Er verbrachte eine ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13 Als es Tag geworden war, rief er seine Jünger. Aus ihnen wählte er zwölf aus, die er Apostel nannte.

14 Simon, den er auch Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus, 15 Matthäus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Simon mit dem Beinamen Zelot, 16 und Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.

 

Der Text in der Bibel von 1545:
→Lukas 6,12-16

 

Der Kreis der Apostel

In der Apo­s­tel­ge­schich­te wird der Kreis der Apo­s­tel be­nannt, wie er sich nach Jesu Auf­er­ste­hung und Him­mel­fahrt ent­wickelt hatte. Die Lis­te in der →Apo­s­tel­ge­schich­te 1,13 nennt nur noch elf Na­men und lässt Judas Iskariot aus.

In →Apo­s­tel­ge­schich­te 1,21-26 wird über eine Nach­wahl be­rich­tet, die nö­tig war, da­mit der Kreis der Apo­s­tel wie­der aus 12 Per­so­nen be­stün­de. Ge­wählt wurde ein Mann na­mens Matthias.

In der römisch-katholischen Kirche

Zum Kreis der Apo­s­tel zählt die ka­tho­li­sche Kir­che zu­dem Barnabas und Paulus. Der Text in →Apo­s­tel­ge­schich­te 14,14 be­zeich­net bei­de als Apo­s­tel.

In der Apo­s­tel­ge­schich­te und in den Brie­fen im Neu­en Tes­ta­ment sind wei­te­re Per­so­nen aus­drück­lich als Apo­s­tel be­zeich­net. Ihre Na­men fan­den aber kei­nen Ein­zug in das Ka­len­da­ri­um der rö­mi­schen Kirche.

In der evangelischen Kirche

Die evan­ge­li­sche Kir­che kennt ins­ge­samt 13 Apo­s­tel, für die Ge­denk- und Fei­er­ta­ge im Ka­len­der ein­ge­rich­tet wur­den. In die­ser Lis­te sind Judas Iskariot, der Jesus ver­ra­ten hatte, und Barnabas nicht ent­hal­ten, wohl aber Matthias und Paulus.

 

 

 

Liste der Gedenktage

Apostel Symbol Katholisch
Katholischer
Kalender
Symbol Evangelisch
Evangelischer
Kalender
(ab 1978/1979)
Matthias 14. Mai →24. Februar
24. Februar | Tag des Apostels Matthias
Philippus und Jakobus,
Sohn des Alphäus
(Jakobus der Jüngere)
3. Mai →3. Mai
3. Mai | Tag der Apostel Philippus und Jakobus des Jüngeren
Barnabas 11. Juni kein Gedenktag
Petrus und Paulus
(Peter und Paul)
29. Juni →29. Juni
29. Juni | Tag der Apostel Petrus und Paulus
Thomas 3. Juli →3. Juli1
3. Juli | Tag des Apostels Thomas
Thomas 3. Juli →21. Dezember
21. Dezember | Tag des Apostels Thomas
Jakobus
(Jakobus der Ältere)
25. Juli →25. Juli
25. Juli | Tag des Apostels Jakobus des Älteren
Bartholomäus 24. August →24. August
24. August | Tag des Apostels Bartholomäus
Matthäus 21. September →21. September
21. September | Tag des Apostels und Evangelisten Matthäus
Simon und Judas
(Simon der Eiferer und
Judas, Sohn des Jakobus)
28. Oktober →28. Oktober
28. Oktober | Tag der Apostel Simon und Judas
Andreas 30. November →30. November
30. November | Tag des Apostels Andreas
Johannes 27. Dezember →27. Dezember
27. Dezember | Tag des Apostels und Evangelisten Johannes
 
 
Symbol Evangelisch

Apostelfeste in der Evangelischen Kirche

Die Apo­s­tel­feste der römisch-ka­tho­li­schen Kirche hatte Dr. Martin Luther zu­sam­men mit den Hei­li­gen­festen ab­ge­lehnt (siehe dazu: →M. Luther: Von der Ord­nung des Gottes­diens­tes, 1923; Ab­schnitt 15).

Er sah in den Apo­s­tel­le­gen­den zu wenig Wahr­heit mit Aus­nahme der Ge­schich­te von Paulus. Zwar hatte Luther die Apo­s­tel­feste nicht ab­ge­schafft, emp­fahl aber, sie nicht zu deut­lich zu be­to­nen.

Während die evan­ge­li­schen Kir­chen zu­nächst an den Tra­di­tio­nen der rö­mi­schen Kir­che fest­hiel­ten, ver­lo­ren die Feste recht schnell an Be­deu­tung und ver­schwan­den schließ­lich. Nur das äl­teste Apo­s­tel­fest, das Peter-und-Pauls-Fest (seit etwa 354 nach­ge­wie­sen), hielt sich bis in das 19. Jahr­hun­dert.

Mit den Re­for­men der Kir­che nach dem Drit­ten Reich ka­men wie­der­holt Vor­schlä­ge auf, die Fei­er der Apo­s­tel­feste wie­der zu be­le­ben. Sie fan­den spä­tes­tens ab dem Kir­chen­jahr 1978/1979 ihren Ort in der Kir­chen­ord­nung, doch die Emp­feh­lungen konn­ten sich in der ge­meind­li­chen Pra­xis nicht durch­set­zen. Es gab und gibt keine ge­leb­te Tra­di­tion mehr.

Die Apo­s­tel­feste sind da­her zwar li­tur­gisch an­er­kannt, ha­ben aber im christ­lich-evan­ge­li­schen Le­ben kaum oder nur ge­rin­ge Be­deu­tung.

 
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