3. Sonntag nach Epiphanias | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
22.1.2017 | 3. Sonntag nach Epiphanias

Kirchenjahr 2016/2017

3. Sonntag
nach Epiphanias

 
 

Teil I: Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres  

Info

Regelung bis 2018: Nach der Leseordnung bis 2017/2018 entfällt der 3. Sonntag nach Epiphanias, wenn im selben Jahr der →Ostersonntag vor dem 8. April liegt (im Schaltjahr: vor dem 7. April).
Es entfallen dann auch der 4. und 5. Sonntag nach Epiphanias. Der Letzte Sonntag nach Epiphanias bleibt immer erhalten.

Neue Regelung ab 2019: Der 3. Sonntag nach →Epiphanias entfällt, wenn im selben Jahr Epiphanias (6. Januar) auf Sonntag fallt.

 
  3. Sonntag nach Epiphanias in den Jahren 2017 bis 2024
Kalender

3. Sonntag nach Epiphanias in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
Der 3. Sonntag nach Epiphanias zwischem dem 21. Januar und dem 27. Januar
  • Abhängig vom →Osterdatum
    Der 3. Sonntag nach Epiphanias kann entfallen.
    Andernfalls liegt er zwischen dem 21. Januar und dem 27. Januar eines Jahres.
 

Die Sonntage der Epiphaniaszeit im evangelischen Kirchenkalender (gültig bis 2018)

 

Die Bezeichnung Epiphanias geht zurück auf das altgriechische Wort έπιφάνεια (epiphaneia), das »Erscheinung« meint. Es bezeichnete in der frühen Kirche die Erscheinung der Herrlichkeit Gottes als Inhalt des Festes, das am 6. Januar gefeiert wurde.

Unter diesem ursprünglichen Namen hat der 6. Januar Einzug gefunden in den →Kalender des Evangelischen Kirchenjahrs.

Abhängig vom Osterdatum folgen dem Tag Epiphanias im Kalender einer bis sechs Sonntage, die einfach als »Sonntage nach Epiphanias« durchgezählt werden. Der »Letzte Sonntag nach Epiphanias« schließt die Epiphaniaszeit ab:

 

Die vollständige Übersicht finden Sie in unserem Kalender →Das Evangelische Kirchenjahr.

Die Sonntage der Epiphaniaszeit im evangelischen Kirchenkalender (gültig ab 2019)

 

Mit der Revision der Leseordnung, die ab dem Kirchenjahr 2018/2019 gelten wird, reduziert sich Zahl der Sonntage nach Epiphanias. Zudem kann nur noch der 3. Sonntag nach Epihanias entfallen; dies in Jahren, in denen der 6. Januar ein Sonntag ist.

Die Epiphaniaszeit umfasst somit immer vier Sonntage, gerechnet ab dem Epi­pha­nias­fest, das selbst auf einem Sonntag liegen kann.

 

Die vollständige Übersicht finden Sie in unserem Kalender →Das Evangelische Kirchenjahr.

Titel Gottesdienstliche Ordnung

Der evangelische

3. Sonntag nach
Epiphanias

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

1. Sonntag nach Epiphanias | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Die Zeit nach Epiphanias umfasst einen bis sechs Sonntage. Die ersten fünf Sonntage können entfallen (abhängig vom Osterdatum).
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

3. Sonntag nach Epiphanias

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Es werden komen vom Morgen vnd vom Abend / von Mitternacht / vnd vom Mittage / die zu tiſche ſitzen werden im reich Gottes.

→Lk 13,29

Pſalm
86
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Es werden komen vom Morgen vnd vom Abend / von Mitternacht / vnd vom Mittage / die zu tiſche ſitzen werden im reich Gottes.

→Lk 13,29

Pſalm
86
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 293 Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all A EG 293 Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all
B EG 337 Lobet und preiset ihr Völker den Herrn
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

3. Sonntag nach Epiphanias

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextMt 8,5-13 Mt 8,5-13
Epistel Zum TextRom 1,(14-15)16-17 Rom 1,13-17
Altes Testament Zum Text2Kon 5,(1-8)9-15(16-18)19a 2Kon 5,(1-8)9-15(16-18)19a
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 22.1.2017 Zum TextJoh 4,46-54
IV 21.1.2018 2018: entfällt
V 27.1.2019 2019: entfällt
VI 26.1.2020 2Kon 5,(1-8)9-15(16-18)19a
I 24.1.2021 Joh 4,5-14
II 23.1.2022 Apg 10,21-35
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum TextJes 45,18-25MJoh 4,46-54
MJes 45,18-25
M1Kon 10,1-13
M4Mos 13-14 i.A.
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Mt 8,5-13

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. VIII.

 

Verse 5-13

Der Hauptmann zu Kapernaum

|| →Lk 7,1-10    ↑ →Joh 4,46-53

Luc.7.

DA aber Jheſus eingieng zu Capernaum / trat ein Heubtman zu jm / der bat jn / 6vnd ſprach / HErr / mein Knecht ligt zu Hauſe / vnd iſt Gichtbrüchig / vnd hat groſſe qual. 7Jheſus ſprach zu jm / Jch wil komen / vnd jn geſund machen. 8Der Heubtman antwortet / vnd ſprach / HErr ich bin nicht werd / das du vnter mein Dach geheſt / Sondern ſprich nur ein Wort ſo wird mein Knecht geſund. 9Denn ich bin ein Menſch / da zu der Oberkeit vnterthan / vnd hab vnter mir Kriegſknechte / Noch b wenn ich ſage zu einem / Gehe hin / ſo gehet er. Vnd zum andern / Kom her / ſo kompt er / Vnd zu meinem Knecht / Thu das / ſo thut ers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

b

(Wenn ich ſage)

Das iſt / ſind mei­ne wort ſo mech­tig / Wie viel mech­ti­ger ſind denn dei­ne wort?

 

10DA das Jheſus höret / verwundert er ſich / vnd ſprach zu denen die jm nach folgeten / Warlich ich ſage euch / ſolchen glauben hab ich in Jſrael nicht funden. 11Aber ich ſage euch / viel werden komen vom c Morgen vnd vom Abend / vnd mit Abraham vnd Jſaac vnd Jacob im Himelreich ſitzen / 12Aber die Kinder des reichs werden ausgeſtoſſen in das finſternis hinaus / Da wird ſein heulen vnd zeen klappen. 13Vnd Jheſus ſprach zu dem Heubtman / Gehe hin / Dir geſchehe wie du gegleubt haſt. Vnd ſein Knecht ward geſund zu der ſelbigen ſtunde.

 

 

 

 

 

c

(Vom morgen)

Das iſt / Die Hei­den werden an­ge­nom­men / Da­rumb das ſie gleu­ben wer­den / Die Jü­den vnd Werck­hei­li­gen ver­wor­ffen /
Rom. 9

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Rom 1,(14-15)16-17

EP
II

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

 

C. I.

 

Verse 14-15 aus dem Abschnitt

Paulus verlangt es, nach Rom zu kommen

 

14Ich bin ein Schüldener / beide der Griechen vnd der Vngriechen / beide der Weiſen vnd der Vnweiſen / 15Darumb / ſo viel an mir iſt / bin ich geneiget / auch euch zu Rom das Euangelium zu predigen.

 

 

Verse 16-17

Das Bekenntnis zum Evangelium

 

 

 

 

 

 

 

 

Aba. 2.

16Denn ich ſcheme mich des Euangelij von Chriſto nicht / Denn es iſt eine Krafft Gottes / die da ſelig machet / alle / die daran gleuben / die Jüden furnemlich vnd auch die Griechen. 17Sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit / die fur Gott gilt / welche kompt a aus glauben in glauben / Wie denn geſchrieben ſtehet / Der Gerechte wird ſeines Glaubens leben.

a

(Aus glauben)

Aus dem ange­fangen ſchwachen glauben / fort in den ſtarcken. Denn der Glaube feiret nicht.

 

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
2Kon 5,(1-8)9-15(16-18)19a

AT
IV

 

 

 

 

Das Ander Bucĥ:
von den Konigen.

 

 

C. V.

 

 

Eliſa heilt den aramäiſchen Feldhauptmann Naaman

Verse 1-8

NAeman der Feldheubtman des königes zu

Syrien / war ein trefflicher Man fur ſeinem Herrn / vnd hoch gehalten / Denn durch jn gab der HERR heil in Syrien / Vnd er war ein gewaltiger Man vnd auſſetzig.

 

Naeman

vom Auſſatz gereiniget etc.

 

DIe Kriegsleute aber in Syrien waren er aus gefallen / vnd hatten eine kleine Dirne weggefürt aus dem lande Iſrael / die war am dienſt des weibs Naeman / 3Die ſprach zu jrer Frawen / Ah / das mein Herr were bey dem Propheten zu Samaria / der würde jn von ſeinem Auſſatz los machen. 4Da gieng er hin ein zu ſeinem Herrn / vnd ſagets jm an / vnd ſprach / So vnd ſo hat die Dirne aus dem lande Iſrael geredt. 5Der König zu Syrien ſprach / So zeuch hin / Ich wil dem könige Iſrael einen brieff ſchreiben.

 

VND er zoch hin / vnd nam mit ſich zehen Centner ſilbers / vnd ſechs tauſent gülden / vnd zehen Feierkleider / 6vnd bracht den brieff dem könige Iſrael / der laut alſo / Wenn dieſer brieff zu dir kompt / Sihe / ſo wiſſe / Ich hab meinen knecht Naeman zu dir geſand / das du jn von ſeinem Auſſatz los machſt. 7Vnd da der könig Iſrael den brieff las / zureis er ſeine Kleider / vnd ſprach / Bin ich denn Gott / das ich tödten vnd lebendig machen kündte / das er zu mir ſchicket / das ich den Man von ſeinem Auſſatz los mache? Mercket vnd ſehet / wie ſucht er vrſach zu mir.

 

DA das Eliſa der man Gottes höret / das der könig Iſrael ſeine Kleider zuriſſen hatte / ſandte er zu jm / vnd lies jm ſagen / Warumb haſtu deine Kleider zuriſſen? Las jn zu mir komen / das er innen werde / das ein Prophet in Iſrael iſt.

 

 

Verse 9-15

 

9Alſo kam Naeman mit roſſen vnd wagen / vnd hielt fur der thür am hauſe Eliſa. 10Da ſandte Eliſa einen Boten zu jm / vnd lies jm ſagen / Gehe hin vnd waſſche dich ſieben mal im Jordan / So wird dir dein Fleiſch widerſtattet vnd rein werden. 11Da erzürnet Naeman / vnd zoch weg / vnd ſprach / Ich meinet / er ſolt zu mir er aus komen / vnd her tretten / vnd den Namen des HERRN ſeines Gottes anruffen / vnd mit ſeiner hand vber die ſtet faren / vnd den Auſſatz alſo abthun. 12Sind nicht die waſſer Amana vnd Pharphar zu Damaſcon beſſer / denn alle waſſer in Iſrael / das ich mich drinne wüſſche vnd rein würde? Vnd wand ſich / vnd zoch weg mit zorn.

 

DA machten ſich ſeine Knechte zu jm / redten mit jm / vnd ſprachen / Lieber Vater / Wenn dich der Prophet etwas groſſes hette geheiſſen / ſolteſtu es nicht thun? Wie viel mehr / ſo er zu dir ſaget / Waſſche dich / ſo wirſtu rein. 14Da ſteig er ab / vnd teuffet ſich im Jordan ſieben mal / wie der man Gottes geredt hatte / vnd ſein Fleiſch ward widerſtattet / wie ein fleiſch eines jungen Knabens / vnd ward rein.

 

15VND er keret wider zu dem man Gottes / ſampt ſeinem gantzen Heer / Vnd da er hin ein kam / trat er fur jn / vnd ſprach / Sihe / Ich weis / das kein Gott iſt in allen Landen / on in Iſrael. So nim nu den Segen von deinem Knecht.

 

 

Verse 16-18

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rim-

mon

16Er aber ſprach / So war der HERR lebt / fur dem ich ſtehe / ich nems nicht. Vnd er nötiget jn das ers neme / Aber er wolt nicht. 17Da ſprach Naeman / Möcht denn deinem Knechte nicht gegeben werden dieſer erden eine Laſt / ſo viel zwey Meuler tragen? Denn dein Knecht wil nicht mehr andern Götternopffern / vnd Brandopffer thun / ſondern dem HERRN. 18Das der HERR deinem Knecht darinnen wolt gnedig ſein / wo ich anbete im hauſe Rimmon / wenn mein Herr ins haus Rimmon gehet / daſelbs an zu beten / vnd er ſich an meine * hand lehnet.

 

 

 

 

*

(Hand lehnen)

Das iſt Ebre­iſch ge­redt / Wie wir Deud­ſchen ſa­gen / Er iſt mir zur hand / das iſt / Er iſt vmb mich / thut vnd rich­tet aus / was ich jm be­felh / vnd ich mich auff jn ver­laſ­ſe.

 

 

Vers 19a

 

19Er ſprach zu jm / Zeuch hin mit Frieden.

 

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 4,46-54

III

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. IIII.

 

Verse 46-54 aus dem Abschnitt

Die Heilung des Sohns eines königlichen Beamten

→Mt 8,5-13    ↑ →Lk 7,1-10

 

46Vnd Jheſus kam abermal gen Cana in Galilea / das er das waſſer hatte zu wein gemacht.

 

VND es war ein Königiſcher / des Son lag kranck zu Capernaum. Dieſer höret / das Jheſus kam aus Judea in Galilean / vnd gieng hin zu jm / vnd bat jn / Das er hinab keme vnd hülffe ſeinem Son / Denn er war tod kranck. 48Vnd Jheſus ſprach zu jm / Wenn jr nicht Zeichen vnd Wunder ſehet / ſo gleubet jr nicht. 49Der Königiſche ſprach zu jm / HErr / kom hinab / ehe denn mein Kind ſtirbt. 50Jheſus ſpricht zu jm / Gehe hin / Dein Son lebet. Der Menſch gleubete dem wort / das Jheſus zu jm ſaget / vnd gieng hin.

 

51VND in dem er hin ab gieng / begegneten jm ſeine Knechte / verkündigeten jm / vnd ſprachen / Dein Kind lebet. 52Da forſchet er von jnen die ſtunde / in welcher es beſſer mit jm worden war. Vnd ſie ſprachen zu jm / Geſtern vmb die ſiebende ſtunde verlies jn das Fieber. 53Da mercket der Vater / das vmb die ſtunde were / in welcher Jheſus zu jm geſagt hatte / Dein Son lebet / Vnd er gleubet mit ſeinem gantzen Hauſe. 54Das iſt nu das ander Zeichen / das Jheſus thet / da er aus Judea in Galilean kam.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 4,5-14

V

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. IIII.

 

Verse 5-14

Das Geſpräch Jeſu mit der Samariterin

 

 

 

Gen. 48.

DA kam er in eine ſtad Samarie / die heiſſet Sichar / nahe bey dem Dörfflin / das Jacob ſeinem ſon Joſeph gab / 6Es war aber daſelbs Jacobs brun. Da nu Jheſus müde war von der Reiſe / ſatzte er ſich alſo auff den brun / Vnd es war vmb die ſechſte ſtunde. 7Da kompt ein Weib von Samaria waſſer zu ſchepffen. Jheſus ſpricht zu jr / Gib mir trincken. 8Denn ſeine Jünger waren in die Stad gegangen / das ſie Speiſe keufften. 9Spricht nu das Samaritiſch weib zu jm / Wie bitteſtu von mir trincken / ſo du ein Jüde biſt / vnd ich ein Samaritiſch weib? Denn die Jüden haben keine gemeinſchafft mit den Samaritern. 10Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jr / Wenn du erkenneteſt die gabe Gottes / vnd wer der iſt / der zu dir ſaget / Gib mir trincken / Du beteſt jn / vnd er gebe dir lebendiges Waſſer.

 

11SPricht zu jm das weib / Herr / haſtu doch nichts / da mit du ſchepffeſt / vnd der Brun iſt tieff / Wo her haſtu denn lebendig waſſer? 12Biſtu mehr denn vnſer Vater Jacob / der vns dieſen Brun gegeben hat? vnd er hat draus getruncken / vnd ſeine Kinder vnd ſein Vieh. 13Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jr / Wer dis waſſer trincket / Den wird wider dürſten. 14Wer aber des waſſers trincken wird / das ich jm gebe / den wird ewiglich nicht dürſten / Sondern das waſſer / das ich jm geben werde / das wird in jm ein Brun des waſſers werden / das in das ewige Leben quillet.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Apg 10,21-35

VI

 

 

 

Das anderteil des Euangelij S. Lucas: Von der Apoſtel Geſcĥicĥte.

 

C. X.

 

Verse 21-35 aus dem Abschnitt

Petrus und der Hauptmann Kornelius

 

21Da ſteig Petrus hin ab zu den Mennern / die von Cornelio zu jm geſand waren / vnd ſprach / Sihe / ich bins / den jr ſuchet. Was iſt die ſache / darumb jr hie ſeid? 22Sie aber ſprachen / Cornelius der Heubtman / ein frumer vnd gottfürchtiger Man / vnd gutes gerüchts bey dem gantzen Volck der Jüden / hat einen befelh empfangen vom heiligen Engel / Das er dich ſolte foddern laſſen in ſein Haus / vnd wort von dir hören. 23Da rieff er jnen hin ein vnd herberget ſie.

 

DES andern tages zoch Petrus aus mit jnen / vnd etliche Brüder von Joppen giengen mit jm. 24Vnd des andern tages kamen ſie ein gen Ceſarien. Cornelius aber wartet auff ſie / vnd rieff zuſamen ſeine Verwandten vnd Freunde. 25Vnd als Petrus hin ein kam / gieng jm Cornelius entgegen / vnd fiel zu ſeinen füſſen / vnd betet jn an. 26Petrus aber richtet jn auff / vnd ſprach / Stehe auff / ich bin auch ein Menſch. 27Vnd als er ſich mit jm beſprochen hatte / gieng er hin ein / vnd fand jr viel / die zuſamen komen waren. 28Vnd er ſprach zu jnen / Jr wiſſet / wie es ein vngewonet ding iſt einem Jüdiſchen man / ſich zu thun oder komen zu einem Frembdlinge. Aber Gott hat mir gezeiget / keinen Menſchen gemein oder vnrein zu heiſſen / 29Darumb habe ich mich nicht gewegert zu komen / als ich bin her gefoddert. So frage ich euch nu / Warumb jr mich habt laſſen foddern?

Petrus wird

gefoddert zu Cor­nelio.

 

30COrnelius ſprach / Jch habe vier tage gefaſtet bis an dieſe ſtunde / vnd vmb die neunde ſtunde betet ich in meinem hauſe / Vnd ſihe / da trat ein Man fur mir in einem hellen Kleid / 31vnd ſprach / Torneli*1) / dein Gebet iſt erhöret / vnd deiner Almoſen iſt gedacht worden fur Gott. 32So ſende nu gen Joppen / vnd las her ruffen einen Simon / mit dem zunamen Petrus (welcher iſt zur herberge in dem hauſe des gerbers Simon / an dem meer) der wird dir / wenn er kompt / ſagen. 33Da ſandte ich von ſtund an zu dir / Vnd du haſt wol gethan / das du komen biſt. Nu ſind wir alle hie gegenwertig fur Gott / zu hören alles / was dir von Gott befolhen iſt.

 

PEtrus aber that ſeinen Mund auff / vnd ſprach / Nu erfare ich mit der warheit / das Gott die Perſon nicht anſihet / 35Sondern in allerley Volck / wer jn fürchtet vnd recht thut / der iſt jm angeneme.

Petrus pre-

digt Cornelio.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Jes 45,18-25

M1

 

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

 

C. XLV.

 

Verse 18-25 aus dem Abschnitt

Verheißung der Herrlichkeit Gottes in aller Welt

 

18DEnn ſo ſpricht der HERR / der den Himel geſchaffen hat / der Gott der die Erden zubereit hat / vnd hat ſie gemacht vnd zugerichtet / Vnd ſie nicht gemacht hat / das ſie leer ſol ſein / ſondern ſie zubereit hat / das man drauff wonen ſolle / Ich bin der HERR / vnd iſt keiner mehr. 19Ich habe nicht ins verborgen geredt im finſtern ort der erden. Ich habe nicht zum ſamen Jacob vergeblich geſagt / Suchet mich / Denn ich bin der HERR / der von gerechtigkeit redet / vnd verkündige das da recht iſt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Verborgen)

Das ist / wie in die lufft / oder da nicht Leu­te sind / die es hö­ren mü­gen.

 

LAs ſich verſamlen vnd komen miteinander erzu die Helden der Heiden / die nichts wiſſen / Vnd tragen ſich mit den Klötzen jrer Götzen / vnd flehen dem Gott der nicht helffen kan. 21Verkündiget vnd machet euch erzu / ratſchlahet miteinander. Wer hat dis laſſen ſagen von alters her / vnd dazumal verkündiget? Hab ichs nicht gethan der HERR? Vnd iſt ſonſt kein Gott / on Ich / ein gerechter Gott vnd Heiland / vnd keiner iſt / on Ich.

 

 

 

 

 

 

Rom. 14.

Philip. 2.

WEndet euch zu mir / ſo werdet jr ſelig / aller Welt ende / Denn ich bin Gott / vnd keiner mehr. 23Ich ſchwere bey mir ſelbs / vnd ein wort der gerechtigkeit gehet aus meinem Munde / da ſol es bey bleiben / nemlich / Mir ſollen ſich alle Knie beugen / vnd alle Zungen ſchweren / 24vnd ſagen / Im HERRN habe ich gerechtigkeit vnd ſtercke / Solche werden auch zu jm komen. Aber alle die jm widerſtehen / müſſen zu ſchanden werden. 25Denn im HERRN werden gerecht aller ſamen Iſrael / vnd ſich ſein rhümen.

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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