Vesper am Karfreitag | 2017 - 2024

Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Schwarz
14.4.2017 | Vesper am Karfreitag | Gedenken der Grablegung Jesu

Kirchenjahr 2016/2017

Vesper am Karfreitag

Gedenken der Grablegung Jesu

 
 
 Der Karfreitag  IN DEN JAHREN 2017 BIS 2024
Kalender

Der Karfreitag in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
 
Karfreitag zwischen dem 20. März und dem 23. April
  • Christlicher Festtag
  • Freitag vor →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
    Karfreitag liegt zwischen dem 20. März und dem 23. April eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 2 Tage vor Ostern
  • gerechnet ab diesem Tag ist am 3. Tag Ostern
 
Gesetzlicher Feiertag
Brandenburg (BB)   Berlin (BE)   Baden-Württemberg (BW)   Bayern (BY)   Bremen (HB)   Hessen (HE)   Hamburg (HH)   Mecklenburg-Vorpommern (MV)   Niedersachsen (NI)   Nordrhein-Westfalen (NW)   Rheinland-Pfalz (RP)   Schleswig-Holstein (SH)   Saarland (SL)   Sachsen (SN)   Sachsen-Anhalt (ST)   Thüringen (TH)
Deutschland (DE)

Der Karfreitag ist →gesetzlicher Feiertag
in allen 16 Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland (DE).

Stiller Tag

Die Feiertagsgesetze der Länder erklären Karfreitag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Karfreitag i. d. R. ganztägig alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt, »wenn sie nicht der Würdigung der Feiertage, der seelischen Erhebung oder einem überwiegenden Interesse der Kunst, Wissenschaft, Volksbildung oder Politik dienen.« Dazu zählen insbesondere Tanzveranstaltungen und Sportveranstaltungen jeder Art. (zitiert nach: Hessisches Feiertagsgesetz, §8). So sind beispielsweise öffentliche Hallenbäder i. d. R. geschlossen. Die Beschränkungen gelten auch für nicht-öffentliche Veranstaltungen außerhalb privater Wohnungen wie z. B. Familienfeiern mit Tanz »in geschlossener Gesellschaft«, bespielsweise in Gaststätten.

 
Weitere Artikel zum Karfreitag
Titelzeile

Karfreitag 2017

Der Spruch, der Psalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
Titel

Karfreitag 2017

Am Karfreitag gedenken die Christen des Kreuzestodes Christi. Der Name leitet sich aus dem Althochdeutschen ab, wo »Kara« soviel wie »Klage«, »Kummer« oder »Trauer« bedeutet.

Mehr darüber in diesem Artikel.
 

Der Name Karfreitag

 

Tag der Wehklage und der Bestattung

Der Kartag (mittelhochdeutsch: kar , althochdeutsch: chara, Wehklage, Trauer) ist im Trauerbrauchtum der Tag, an dem ein Leichnam unter Klageschrei bestattet und anschließend das Leichenmahl (der Leichenschmaus) gehalten wurde (heute Tag der Beisetzung oder Tag der Bestattung).

Die Bezeichnung Karfreitag ist schon im Mittelhochdeutschen bekannt (karvrītag) als Bezeichnung für den auf Christus bezogenen Kartag.

Die Namensteil »Kar« findet sich heute noch in »Karsamstag« und in »Karwoche«. Bezeichnungen wie Karmontag, Kardienstag und Karmittwoch als die übrigen Tage der Karwoche gab es, sie sind aber mit der Zeit unüblich geworden.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Feria Sexta in Passione et Morte Domini

Für den Karfreitag sind unterschiedliche Bezeichnungen bekannt. Die lateinisch-kirchliche Bezeichnung Feria Sexta in Passione et Morte Domini bedeutet »Sechster Tag, im Gedenken an die Passion und den Tod des Herrn«.

Feria sexta ist die mittelalterliche Bezeichnung für Freitag, für den den sechsten Tag der Woche, wobei der Sonntag (dies dominica) der erste Tag (feria prima) ist.

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung

Die evangelische

Vesper am Karfreitag

Gedenken der Grablegung Jesu

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Schwarz

Schwarz

Karfreitag | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Vesper am Karfreitag
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Vesper am Karfreitag

Textlesung

Die biblische Textlesung

 Quelle   Aktuelle Ordnung Entwurf der Neuordnung1
  Evangelium  →Joh 19,31-42  →Joh 19,31-42
     
Titel Perikopen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

LESUNG
Evangelium
Joh 19,31-42

EV

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XIX.

 

 

Verse 31-37

Des Ende der Kreuzigung:
Der Lanzenſtich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Exod. 12.

 

→Zach. 12.

DIe Jüden aber / dieweil es der Rüſtag war / das nicht die Leichnam am Creutze blieben den Sabbath vber (Denn deſſelbigen Sabbaths tag war gros) baten ſie Pilatum / das jre Gebeine gebrochen vnd ſie abgenomen würden. 32Da kamen die Kriegsknechte vnd brachen dem Erſten die Beine / vnd dem Andern / der mit jm gecreutziget war. 33Als ſie aber zu Jheſu kamen / da ſie ſahen / das er ſchon geſtorben war / brachen ſie jm die Beine nicht / 34Sondern der Kriegsknechte einer öffenet ſeine Seite mit einem ſpehr / Vnd als bald gieng Blut vnd Waſſer her aus.35Vnd der das geſehen hat / der hat es bezeuget / vnd ſein Zeugnis iſt war. Vnd derſelbige weis / das er die warheit ſaget / Auff das auch jr gleubet. 36Denn ſolchs iſt geſchehen / das die Schrifft erfüllet würde / Ir ſolt jm kein Bein zubrechen.37Vnd aber mal ſpricht ein ander Schrifft / Sie werden ſehen / in welchen ſie geſtochen haben.

 

 

Verse 38-42

Die Grablegung Jheſu

→Mt 27,57-61    || →Mk 15,42-47    || →Lk 23,50-55

V.

Jheſus

begraben.

 

 

 

→Joh. 3.

DARnach bat Pilatum Joſeph von Arimathia / der ein Jünger Jheſu war / doch heimlich / aus furcht fur den Jüden / das er möchte abnemen den leichnam Jheſu. Vnd Pilatus erleubet es. 39Es kam aber auch Nicodemus / der vormals bey der nacht zu Jheſu komen war / vnd brachte Myrrhen vnd Aloen vnternander / bey hundert pfunden. 40Da namen ſie den leichnam Jheſu / vnd bunden jn in leinen Tücher mit Specereien / wie die Jüden pflegen zu begraben. 41Es war aber an der Stete / da er gecreutziget ward / ein Garte / vnd im garten ein new Grab / in welches niemand je gelegt war. 42Da ſelbs hin legten ſie Jheſum / vmb des Rüſtages willen der Jüden / die weil das Grab nahe war.

 

 

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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Bildschirmhintergründe für ihren Monitor mit Texten und Sprüchen in Luther-Deutsch aus Luthers Biblia von 1545, einige davon zusätzlich in Hebräisch und Latein.

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