5. Sonntag nach Ostern

Sonntag, 17. Mai 1903

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Eisenacher Ordnung

1. Evangelium Zum TextJoh 16,23b-33
1. Epistel Zum TextJak 1,22-27
2. Evangelium  Zum TextLk 11,5-13
2. Epistel Verweis1Tim 2,1-6
Alttestamentliche Lektion VerweisJes 55,6-11
→Gottesdienstordnungen

In den Landeskirchen galten zwischen 1958/1959 und 1978/1979 unterschiedliche Textordnungen.

Wahl der Kirchenordung

Altkirchliche


→ auswählen

Ei­se­na­cher


ak­tu­el­le An­sicht

 

Wir zeigen in den Kir­chen­jah­ren ab 1898/1899 bis 1977/1978 die in je­ner Zeit maß­geb­li­chen Le­se­ord­nun­gen.

Im Kirchenjahr 1902/1903 gal­ten be­vor­zugt:

  • I. Altkirchliche Ordnung:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die nach wie vor der alt­kirch­li­chen Text­ord­nung folg­ten (seit Be­ginn der Re­for­ma­ti­on gül­tig; so die Evan­ge­li­sche Kir­che Ber­lin-Bran­den­burg).
  • II. Eisenacher Ordnung:
    Die Ordnung für Lan­des­kir­chen, die den Emp­feh­lun­gen der Ei­se­n­a­cher Kon­fe­renz folg­ten (seit dem Kir­chen­jahr 1898/1899 ver­füg­bar; so die Evan­ge­li­sche Kir­che in Hes­sen und Nas­sau).

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

nach der Leseordnung der Eisenacher Konferenz

Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)
17.5.1903 | 5. Sonntag nach Ostern | Rogate
Sonntag
 

5. Sonntag nach Ostern

Weiß

Rogate

 

 

Kalenderblätter

 

Bewegliches Datum
Sonntag Rogate zwischen dem 26. April und dem 30. Mai
 
  • 5. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der Sonntag Rogate liegt zwischen
    dem 26. April und dem 30. Mai eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 35 Tage nach Ostern
  • am 36. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Alternativer Artikel zum Sonntag

Allgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag
finden Sie in diesem Artikel:  

Wissenswertes zum Tag

→Sonntag Rogate 1903

Der lateinische Imperativ »Rogate!«, be­deu­tet »Be­tet!«. Im Vor­der­grund steht das Gebet.
 

 

Der Name Rogate

 

»Betet!« | »Bittet!«

Der Name Rogate für diesen Sonntag geht zurück auf die Anpassung des liturgischen Introitus der protestantischen Kirchen an die alternative Bezeichnung des Sonntags als Dominica rogationum im Mittelalter:

»Rogate et dabitur vobis«,
»Bittet, und es wird euch gegeben.«

Dieser Name hat sich in den evangelischen Kirchen für den 5. Sonntag nach Ostern bis heute erhalten.

Biblisch stützt sich der Introitus-Vers auf die Texte in Mt 7,7 und Joh 16,23.

 

Hier der Text Mt 7,7 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata und
der Text aus der Lutherbibel von 1545:

77 Petite et dabitur vobis
quaerite et invenietis pulsate et aperietur vobis

77 Bittet / ſo wird euch gegeben /
ſuchet / ſo werdet jr finden /
Klopffet an ſo wird euch auffgethan.

Anmerkung: Im biblischen Vulgata-Text steht statt rogate das inhaltlich fast gleichwertige, mittelalterliche petite (petere: bitten, erbitten). Die Abwandlung im Introitus erklärt sich aus dem Sonntagsnamen.

Der Text aus → Joh 16,23 lautet:

1623b Dico vobis
si quid petieritis Patrem in nomine meo dabit vobis

1623b Ich ſage euch /
So jr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen /
ſo wird ers euch geben.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dominica rogationum

Der 5. Sonntag nach Ostern ist als Dominica rogationum auch schon im Hochmittelalter bekannt. Die lateinische Bezeichnung bedeutet »Sonntag der Bitten«.

Dominica proxima ante rogationes

Etwa zeitgleich war auch die lateinische Bezeichnung Dominica proxima ante rogationes in Gebrauch. Sie bedeutet »(Letzter) Sonntag vor den Bitten«.

Die Rogationes waren die drei Tage vor Himmelfahrt, an denen Bittgänge stattfanden, insbesondere für gute Ernten. Mancherorts umfassten diese »Tage der Bitten« auch die gesamte Woche bis Samstag vor dem 6. Sonntag nach Ostern.

Vocem jocunditatis

Die ursprüngliche Bezeichnung war Vocem jocunditatis (oder : oder Vocem jucunditatis). Sie bedeutet etwa »mit der Stimme der Annehmlichkeit«, »mit fröhlicher Stimme«, »mit fröhlichem Schall«. Der Name ist abgeleitet von den ersten Worten des lateinischen Introitus (Messeingang) der römisch-katholischen Messe für diesen Sonntag nach Jes 48,20:

»Vocem jucunditatis annunciate et auditur alleluja«,
»Verkündet es mit fröhlicher Stimme, und es werde gehört. Halleluja.«

Hier der Text → Jes 48,20 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata und aus der Lutherbibel von 1545:

4820 Egredimini de Babylone fugite a Chaldeis in voce exultationis
adnuntiate auditum facite hoc
efferte illud usque ad extrema terrae
dicite redemit Dominus servum suum Iacob

4820 GEhet aus von Babel / fliehet von den Chaldeern mit frölichem ſchall /
Verkündiget vnd laſſet ſolchs hören /
Bringets aus bis an der Welt ende /
ſprecht / Der HERR hat ſeinen knecht Jacob erlöſet.

Im römisch-katholischen Kirchenkalender trägt dieser Sonntag, nach katholischer Zählung der 6. Sonntag der Osterzeit, noch heute diesen Namen: Vocem iucunditatis.

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der → Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

 

Got­tes­dienstliche Ordnungen

Symbol Evangelisch

Der evangelische

5. Sonntag nach Ostern

Rogate

nach der Leseordnung der Eisenacher Konferenz

 

→ in unierten und reformierten Landeskirchen überwiegend gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1977/1978

→ in lutherischen Landeskirchen überwiegend gültig in den Jahren 1898/1899 bis 1956/1957

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)

Weiß

 

Thema des Sonntags

(nach dem Evangeliumstext Joh 16,23b-33 )

 

Vom Gebet in Jeſu Namen

 

 

 

Spruch und Psalm für die Woche

 
Biblia
1545
 

Spruch
für die Woche

 

Wenn ich erhöhet wer­de / von der erden / ſo wil ich ſie alle zu mir ziehen.

→Joh 12,32

Pſalm
66
 

Psalm
für die Woche

 
 

→Psalm 66

 

 

 

Lied für die Woche

 
EG alt EG neu Titel
241 EG 344 Vater unſer im Himmelreich
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG alt: Nummer des Liedes in alten Evangelischen Gesangbüchern
EG neu: Nummer des Liedes im neuen Evangelischen Gesangbuch (ab 2013)

 

 

 

Die biblischen Texte für Lesung und Predigt

 
Reihe Inhalt Text für die Predigt
Reihe I:
altkirchliche Reihe
 
Epistel Zum TextJak 1,22-27
Evangelium Zum TextJoh 16,23b-33
Reihe II  2. Epistel Verweis1Tim 2,1-6
2. Evangelium  Zum TextLk 11,5-13
alttestamentliche Reihe Alttestamentliche Perikope VerweisJes 55,6-11
     

Aufbau der Leseordnung

Die Eisenacher Kon­fe­renz (ei­ne Kon­fe­renz der evan­ge­li­schen Lan­des­kir­chen Deutsch­lands) er­ar­bei­te­te in den Jah­ren von 1888 bis 1896 eine Pe­ri­ko­pen­ord­nung für die evan­ge­li­schen Kir­chen. Sie ver­stand die alt­kirch­li­chen Pe­ri­ko­pen (Epis­tel und Evan­ge­li­um) als eine ers­te Rei­he und füg­te ihnen in ei­ner zwei­ten Rei­he ei­nen zwei­ten Text aus den Epis­teln und ei­nen zwei­ten Text aus den Evan­ge­li­en hin­zu. Die gro­ße Be­son­der­heit die­ser Ord­nung war die Ein­füh­rung ei­ner drit­ten, alt­tes­ta­ment­li­chen Rei­he, die für je­den Sonn­tag des Kirchen­jah­res erst­mals ei­nen alt­tes­ta­ment­li­chen Text bot. Die Ver­wen­dung die­ser Pe­ri­ko­pen ge­schah nicht ein­heit­lich. Ge­dacht wa­ren sie da­zu, sie wech­sel­weise im Got­tes­dienst zu ver­wen­den, so in­ner­halb ei­ner Fol­ge von vier Jah­ren:

  • im 1. Jahr: alt­kirch­li­ches Evan­ge­li­um und alt­kirch­li­che Epis­tel
  • im 2. Jahr: 2. Evan­ge­li­um und Lek­ti­on Al­tes Tes­ta­ment
  • im 3. Jahr: alt­kirch­li­ches Evan­ge­li­um und alt­kirch­li­che Epis­tel
  • im 4. Jahr: 2. Evan­ge­li­um und 2. Epis­tel

Da­mit er­gab sich für die Le­sun­gen ein Zyklus von vier Jah­ren und für die Pre­digt, die sich je­weils auf die Evan­ge­li­en­pe­ri­ko­pe stützte, ein Zyklus von zwei Jah­ren.

 

 

Alt­kirch­li­che Text­ord­nung in Lan­des­kir­chen

In ei­ni­gen Lan­des­kir­chen, da­run­ter die evan­ge­li­sche Kir­che Bran­den­burgs, galt in die­ser Zeit wei­ter­hin die alt­kirch­li­che Text­ord­nung. Sie kennt nur Evan­ge­li­um und Epis­tel (Reihe I in der Ei­sen­acher Text­ord­nung), die bei­de nach wie vor für die Text­lesung so­wie für die Pre­digt im Haupt- und Abend­got­tes­dienst emp­foh­len wa­ren.

 

Die evan­ge­li­sche Kir­che Würt­tem­bergs

Die evan­ge­li­sche Kir­che Würt­tem­bergs nutz­te in die­ser Zeit ei­ne Pe­ri­ko­pen­ord­nung, die sich auf ei­nen Drei­jah­res­zy­k­lus stütz­te. Über die drei Jahr­gän­ge hin­weg fan­den sich die Pe­ri­ko­pen wie hier ge­nannt, al­ler­dings in an­de­rer An­ord­nung und er­gänzt um wei­te­re Pe­ri­ko­pen, die we­der in alt­kirch­li­chen Ord­nun­gen noch in der neu­en Ei­sen­acher Ord­nung be­kannt wa­ren.

Diese Ord­nung der evan­ge­li­schen Kir­che Würt­tem­bergs ist der­zeit hier nicht wie­der­ge­ge­ben.

 

Geschicht­li­che An­mer­kun­gen: Die Ei­sen­acher Pe­ri­ko­pen in Zei­ten des Um­bruchs

  • In den Jah­ren des na­ti­o­nal­so­zi­a­li­sti­schen Re­gi­mes gab es im Zu­sam­men­hang mit der brach­i­a­len an­ti­se­mi­ti­schen Aus­rich­tung in Po­li­tik und Ge­sell­schaft in den evan­ge­li­schen Kir­chen re­gi­o­nal In­ten­ti­o­nen, die alt­tes­ta­ment­li­che Rei­he ab­zu­schaf­fen und die an­de­ren Rei­hen im Sin­ne ei­ner Staats­rä­son zu kor­ri­gie­ren. Die­ses An­sin­nen wirk­te trotz ei­ner Be­ken­nen­den Kir­che ver­ein­zelt bis weit die Zeit nach dem 2. Welt­krieg nach.
  • Auch nach der Ver­ei­ni­gung von Lan­des­kir­chen, wie der Grün­dung von VELKD und EKD, blie­ben die Ord­nun­gen der Pre­digt­tex­te den Sy­no­den der Lan­des­kir­chen un­ter­wor­fen und ent­wickel­ten sich so­mit zu­neh­mend un­ein­heit­lich.
  • Ab dem Jahr 1957/1958, spä­tes­tens ab 1960/1961 galt dann in den meis­ten evan­ge­lisch-lu­the­ri­schen Kir­chen ei­ne neue Pe­ri­ko­pen­ord­nung auf Ba­sis von sechs Rei­hen, weil sich nun erst­mals nach Ei­sen­ach über Jah­re hin­weg eine lan­des­kirch­lich über­grei­fen­de und un­ab­hän­gi­ge Kon­fe­renz (Lu­the­ri­sche Li­tur­gi­sche Kon­fe­renz Deutsch­lands) mit li­tur­gisch-ho­mi­le­ti­schen Fra­gen be­schäf­tig­te und 1957 Ant­wor­ten in Form ei­ner »Ord­nung der Pre­digt­tex­te« vor­leg­te.
  • Doch die Ent­schei­dungs­ho­heit ob­lag nach wie vor den lan­des­kirch­li­chen Sy­no­den. Über­wie­gend unier­te und re­for­mier­te Lan­des­kir­chen nutz­ten die hier vor­lie­gen­de Ord­nung der Pre­digt­tex­te nach dem Ei­sen­acher Sche­ma wei­ter­hin bis 1977/1978 oder auch da­rü­ber hi­n­aus.
  • Bis heute gilt in man­chen evan­ge­li­schen Kir­chen und Frei­kir­chen eine Ord­nung auf Grund­la­ge der Ei­sen­acher Pe­ri­ko­pen im vier­jäh­ri­gen Zy­k­lus.

 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Perikopen

Perikopen nach Luther 1545

5. Sonntag nach Ostern

 

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

 

Texte nach der Lutherbibel von 1545 ge­setzt nach der Vor­la­ge des Ori­gi­nals in Frak­tur­schrift mit Luthers Scho­li­on und Ver­wei­sen in den Mar­gi­nal­spal­ten. Er­gänzt um Vers­zäh­lung und Ab­schnitts­über­schrif­ten.

 

LESUNG UND PREDIGTTEXT

Evangelium

Evangelium nach Johannes

Joh 16,23b-33

REIHE

EV

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XVI.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Abschiedsreden:
Jesu Ankündigung seiner Wiederkehr

Verse 23b - 33

 

 

Jesus spricht:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WAR­lich / war­lich / Ich ſa­ge euch / So jr den Va­ter et­was bitten wer­det in mei­nem Namen / ſo wird ers euch ge­ben. 24Biſher habt jr nichts ge­be­ten / in meinem Namen. Bittet / ſo wer­det jr ne­men / das ew­re freude vol­ko­men ſey. 25Solchs hab ich zu euch durch Sprich­wort ge­redt. Es kompt aber die zeit / das ich nicht mehr durch Sprich­wort mit euch reden wer­de / ſon­dern euch frey heraus verkündigen von meinem Va­ter. 26An dem ſel­bi­gen ta­ge wer­det jr bitten in meinem Namen. Vnd ich ſa­ge euch nicht / das ich den Va­ter fur euch bitten wil / 27Denn er ſelbs der Va­ter hat euch lieb / da­r­umb / das jr mich lie­bet / vnd gleubet das ich von Gott aus­ge­gan­gen bin. 28Ich bin vom Va­ter aus­ge­gan­gen vnd ko­men in die welt / Widerumb verlaſſe ich die welt / vnd gehe zum Va­ter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29SPrechen zu jm ſei­ne Jün­ger / Sihe / nu redeſtu frey heraus / vnd ſa­geſt kein Sprichwort. 30Nu wi­ſſen wir / das du alle ding weiſſeſt / vnd bedarffeſt nicht / das dich jemand frage / Da­r­umb gleuben wir / das du von Gott aus­ge­gan­gen biſt. 31Jhe­ſus ant­wor­tet jnen / Itzt gleubet jr. 32Sihe / es kompt die ſtun­de / vnd iſt ſchon ko­men / Das jr zur­ſtrew­et wer­det ein jg­li­cher in das ſei­ne vnd mich alleine laſ­ſet. Aber ich bin nicht alleine / Denn der Va­ter iſt bey mir.

 

 

 

(Jemand frage)

Das iſt / Man darff dich nicht fra­gen / Denn du kompſt zu­uor mit Ant­wort / als der das her­tze vnd al­les heim­lich ſi­het.

 

 

 

33Solchs habe ich mit euch ge­redt / Das jr in Mir friede habet. In der Welt habet jr Angſt / Aber ſeid getroſt / Ich habe die Welt vber­wun­den.

 

 

 

LESUNG UND ZWEITER PREDIGTTEXT

Epistel

Brief des Jakobus

Jak 1,22-27

REIHE

EP

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Jacobi.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes sein

Verse 22 - 27

 

 

Jakobus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SEid aber Theter des worts vnd nicht Hörer allein / damit jr euch ſelbs betrieget. 23Denn ſo jemand iſt ein Hörer des worts / vnd nicht ein Theter / Der iſt gleich einem Man / der ſein leiblich Angeſichte im Spiegel beſchawet / 24Denn nach dem er ſich beſchawet hat / ge­het er von ſtund an da­uon / vnd vergiſſet wie er geſtalt war. 25Wer aber durchſchawet in das vol­ko­men Ge­ſetz der freiheit / vnd darinnen beharret / vnd iſt nicht ein verges­licher Hörer / ſon­dern ein Theter / Der­ſel­bi­ge wird ſe­lig ſein in ſei­ner that.

 

 

 

 

 

 

 

26SO aber ſich jemand vn­ter euch leſſet düncken / er diene Gott / vnd helt ſei­ne Zungen nicht im zaum / ſon­dern ver­fü­ret ſein Hertz / Des Gottesdienſt iſt eitel. 27Ein reiner vnd vnbefleckter Got­tes­dienſt fur Gott dem Va­ter / iſt der / die Waiſen vnd Widwen in jrem trübſal be­ſu­chen / Vnd ſich von der Welt vnbefleckt behalten.

 

 

 

LESUNG UND PREDIGTTEXT

2. Evangelium

Evangelium nach Lukas

Lk 11,5-13

 

Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
→  Video-Hörbuch

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XI.

 

 

 

 

 

Verse 5 - 13

Das Gleichnis vom bittenden Freund

|| → Mt 7,7-11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus ſprach zu jnen / Wel­cher iſt vn­ter euch / der ei­nen Freund hat / vnd gieng zu jm zu mit­ter­nacht / vnd ſpre­che zu jm / Lie­ber Freund / lei­he mir drey brot / 6Denn es iſt mein Freund zu mir ko­men von der ſtraſ­ſen / vnd ich ha­be nicht das ich jm fur­le­ge / 7Vnd er drin­nen wür­de ant­wor­ten / vnd ſpre­chen / Mach mir kei­ne vn­ru­ge / die Thür iſt ſchon zu­ge­ſchloſ­ſen / vnd mei­ne Kind­lin ſind bey mir in der Ka­mer / ich kan nicht auff­ſte­hen / vnd dir ge­ben. 8Ich ſa­ge euch / vnd ob er nicht auff­ſte­het / vnd gibt jm / da­r­umb / das er ſein Freund iſt / So wird er doch vmb ſei­nes vn­uer­ſchamp­ten gei­lens wil­len auff­ſte­hen / vnd jm ge­ben wie viel er be­darff.

→ Matt. 7.

→ Joh. 16.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9VNd Ich ſa­ge euch auch / Bit­tet ſo wird euch ge­ge­ben / Su­chet / ſo wer­det jr fin­den / Klopf­fet an / ſo wird euch auff­ge­than.10Denn wer da bit­tet / der nimpt / vnd wer da ſu­chet / der fin­det / vnd wer da an­klopf­fet / dem wird auff­ge­than.11Wo bit­tet vn­ter euch ein Son den Va­ter vmbs brot / Der jm ei­nen Stein da­für bie­te? Vnd ſo er vmb einen Fiſch bit­tet / Der jm ei­ne Schlan­gen fur den fiſch bie­te? 12Oder ſo er vmb ein Ey bit­tet / Der jm ei­nen Scor­pi­on da fur bie­te? 13So denn jr die jr arg ſeid / kön­net ew­ern Kin­dern gu­te ga­ben ge­ben / Viel mehr wird der Va­ter im Hi­mel den hei­li­gen Geiſt ge­ben / de­nen / die jn bit­ten.

 

 

 

  Hörbuch-Videos

Das Gleichnis vom bittenden Freund. (Lk 11,5-13)

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→Hörbuch-Video: Lk 11,5-13

Das Video zeigt den Text des Gleich­nis­ses vom bit­ten­den Freund aus der Lu­ther­bi­bel von 1545, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Der Rückblick auf die Perikopenordnungen vergangener Jahrhunderte zeigt auf, wie sich die Verwendung der biblischen Texte in evangelischen Gottesdiensten im Laufe der Zeit veränderte.

Wir beschränken uns in den weit zurückliegenden Jahren auf Perikopenordnungen, die überwiegend in Gebrauch waren.

Durch die neue Ordnung für die Verwendung von Sprüchen, Psalmen, Bibeltexten und Liedern in Gottesdiensten sind die alten Ordnungen zwar liturgisch überholt, aber inhaltlich deswegen keineswegs falsch.

Wir möchten Sie daher ermuntern, die in alter Zeit verwendeten Perikopen zu betrachten. Nur so können Sie ergründen, ob das, worauf sich Pfarrer vor Hunderten von Jahren in Gottesdienst und Predigt stützten, auch noch heute aktuell ist. Aktuell für Sie ganz persönlich.

 

Biblia 1545

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel ist auf unseren Seiten in Anlehnung an das Druckbild des Originals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers Intentionen, mit der Typografie Lesehilfen bereitzustellen, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

 

 

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Daten historischer Kalender Deutschlands

 
Die Kalenderangaben beziehen sich historische Kalender Deutschlands (DE).
Die Datums- und Zeitangaben gelten nach Mitteleuropäischer Zeit (→MEZ).
Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. Alle Angaben →ohne Gewähr.