Barbaratag

Freitag, 4. Dezember 2020

Der Tag im Kalender

Der Tag im Jahreskalender

4.12.2020 | BarbaratagFreitag
 
 

Barbaratag

 
Symbol

Barbara von Nikomedien

(† der Legende nach um 306)

Symbol

Tag der hl. Barbara

Symbol

Traditionelles Brauchtum

Schneiden der Barabarazweige

 

Kalenderblätter

 

Festes Datum
Barbaratag am 4. Dezember
 
  • Der Barbaratag
    ist immer der 4. Dezember eines Jahres.

 

Hintergründig

Hintergründig

Die Legende der Barbara von Nikomedien

 

Die christliche Märtyrerin

Die Legende beschreibt Barbara als Tochter des Kaufmanns Dioscuros aus Nikomedien (heutiges Izmet, Türkei). Barbara lebte etwa um das Jahr 300 n. Chr. Zu jener Zeit war die christliche Religion in Nikomedien nicht geduldet. Damals soll sich der Überlieferung nach folgende Geschichte zugetragen haben.

Während seiner Reisen sperrte der Vater Barbara stets in einen Turm, um ihre Un­schuld zu bewahren. Dieser Turm hatte zwei Fenster.

Zurückgekehrt von einer seiner Reisen fand Dioscuros ein drittes Turmfenster vor. Bar­ba­ra hatte sich von einem als Arzt verkleideten Priester taufen und als Symbol der Drei­fal­tig­keit dieses Fenster einbauen lassen.

Der Vater erzürnte maßlos darüber. Er musste erkennen, dass sich seine Tochter der christlichen Bewegung angeschlossen hatte. Barbara wurde daraufhin angeklagt, verhöhnt, gefoltert und zum Tode verurteilt.

Ein Kirschbaumzweig hatte sich in ihrem Kleid verfangen, als man sie in den Kerker führ­te. Diesen Zweig soll sie im Kerker mit Wasser aus ihrem Trinknapf benetzt haben. Am Tag ihres Mar­ty­ri­ums (vermutlich mitten im Winter des Jahres 306) soll der Zweig erblüht sein.

In seinem Zorn hatte der Vater die Hinrichtung persönlich vorgenommen. Gleich danach soll er vom Blitz erschlagen worden sein.

 

Überliefertes Brauchtum

Brauchtum zum

Barbaratag

Kirschblüten – werden sie Weihnachten erblühen? | Foto: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz: CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Kirschblüten – werden sie Weihnachten erblühen?
Foto: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

 

Die Barbarazweige

Der Gedächtnistag zu Ehren der heiligen Barbara ist mit einem hübschen Brauch ver­bun­den, dem Schneiden und Aufstellen der Barbara-Zweige.

So soll man an diesem Tag Zweige vom Kirschbaum oder Apfelbaum, vom For­sy­thien­busch oder Weißdorn schneiden, sie über Nacht in handwarmes Wasser legen und dann in eine Vase nahe einer Heizung stellen.

Wem dann an Weihnachten diese Barbara-Zweige erblühen, dem soll besonderes Glück für das fol­gen­de Jahr beschieden sein – so die katholische Überlieferung.

 

Das Gedenken in der katholischen Kirche

 

Die heilige Barbara

 

1 Eine Schutzheilige in der katholischen Kirche

Die heilige Barbara ist im 3. Jahrhundert als Märtyrerin in Nikomedien in Kleinasien gestorben.

In der katholischen Kirche ist sie eine von 14 Nothelfern. Sie gilt als Patronin der Ge­o­lo­gen, der Bergleute, der Ar­chi­tek­ten, der Glöckner, der Helfer des Technischen Hilfs­wer­kes (THW), der Schlesier, der Ge­fan­ge­nen und der Sterbenden. Sie ist Helferin ge­gen Blitz­ein­schlag und Feuer und Hel­fe­rin der Artillerie.

 

2 Reliquienverehrung

Die Reliquien der heiligen Barbara werden im Kloster S. Giovanni Evangelista auf der Insel Torcello (in der Nähe von Venedig) verwahrt.

 

Das Gedenken im evangelischen Kirchenjahr

Symbol Evangelisch

 

Barbara von Nikomedien

4. Dezember

 

1 Keine Anbetung der Heiligen

Die evangelischen Kirchen praktizieren keine Heiligsprechungen und lehnen die Hei­li­gen­ver­eh­rung ab. Auch Nothelfer, die im Gebet um Schutz und Hilfe an­ge­ru­fen werden, gibt es nicht. Es gibt daher keinen Gedenktag für Barbara im li­tur­gi­schen Kir­chen­ka­len­der. Das Gedenken wird nicht mit einem Gottesdienst be­gan­gen.

 

Symbol2 Der Gedenktag im Namenkalender

Allerdings ist Barbara von Nikomedien unter dem 4. Dezember im evangelischen Na­men­ka­len­der aufgeführt. Der Namenkalender weist Personen aus, die durch eine stand­haf­te christ­li­che Hal­tung, durch herausragende Taten oder durch ihr Lebenswerk als Vor­bil­der im Glau­ben gel­ten sollen. Die Erinnerung an sie und die mit ihnen ver­bun­de­nen Ge­schich­ten soll nicht in Vergessenheit geraten.

Zu diesem Kreis gehören die Märtyrer der frü­hen Kir­che, wie Barbara von Nikomedien.

 

3 Schmückende Barbarazweige

Der Brauch des Schneidens und Aufstellens der »Barbarazweige« wird ganz sicher auch von et­li­chen evangelischen Familien gepflegt, doch eher als bürgerliches Brauchtum und ohne den Aber­glau­ben der Glücksverheißung, der Barbara als Schutzpatronin vor­aus­set­zen würde.

Blüten, die sich aus abgeschnittenen Zweigen entfalten, sind beliebter Raumschmuck im Win­ter. Die Floristen setzen allerdings auf ganze Pflanzen, die sich in warmen Wohn­zim­mern im Winter aus einer Zwiebel entwickeln und in voller Pracht erblühen. Der Ritter­stern (Ama­ryl­lis­ge­wächs) ist eine beliebte Deko zu Weihnachten und läuft den Bar­ba­ra­zwei­gen längst den Rang ab.

 

Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

SK Version 13.11.2020  

Daten der Bundesrepublik Deutschland, Mitglied der Europäischen Union

 
Die Ka­len­der­an­ga­ben be­zie­hen sich ab dem Jahr 1949 auf Ka­len­der der Bun­des­re­pu­b­lik Deutsch­land (DE).
Die Datums- und Zeit­an­ga­ben gel­ten nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Zeit, in Zei­ten mit ge­setz­li­cher Som­mer­zeit­re­ge­lung nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Som­mer­zeit (→MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irr­tü­mer sind nicht aus­ge­schlos­sen. Alle An­ga­ben →ohne Ge­währ.