2. Advent  2017 - 2024

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Wissenswertes zum Tag
10.12.2017 | 2. Advent
 

2. Advent

 
 
 Der Tag in den Jahren 2017 bis 2024
 
Bewegliches Datum
2. Advent zwischen dem 4. Dezember und dem 10. Dezember
  • Die Adventszeit umfasst vier Sonntage vor dem 1. Weihnachtsfeiertag. Sie beginnt immer am ersten Adventssonntag und endet an Heiligabend. Dadurch ist sie unterschiedlich lang und dauert 22 bis 28 Tage.
  • Der frühest mögliche Termin für den 2. Advent ist der 4. Dezember. In diesem Fall wird Heiligabend ein Samstag sein.
  • Der spätest mögliche Termin ist der 10. Dezember, dann fällt Heiligabend auf einen Sonntag, der zugleich der 4. Adventssonntag ist.
Alternativer Artikel zum 2. Advent

In unserem Kalender zum evangelischen Kirchenjahr finden Sie einen weiteren Artikel zum 2. Advent:

Zum Artikel

2. Sonntag im Advent 2017

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
 

Der Name Advent

 

Adventus Domini

Der Name Advent stammt aus dem Lateinischen und meint Ankunft (lat. adventus). Der vollständige lateinische Name lautet Adventus Domini ( »Ankunft des Herrn«) und bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, auf Weihnachten, vorbereitet.

Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.

 

Die Adventszeit

 

Praeparatio adventus Domini

Der lateinische Ausdruck praeparatio adventus Domini meint Vorbereitung der Ankunft des Herrn und bezeichnete bereits in der frühen Kirche das, was wir heute Adventszeit nennen.

Zunächst wurde die Adventszeit als Fastenzeit vor →Epiphanias (6. Januar) bzw. vor Weihnachten verstanden. Vermutlich seit dem 6. Jahrhundert wird die Adventszeit auch liturgisch im Messfeiern begangen. Anfangs schwankte die Zahl der Tage und damit die Zahl der Sonntage in der Adventszeit. Erst im 6. Jahrhundert wurden vier Adventssonntage vor Weihnachten durch Papst Gregor dem Großen (540 - 604) festgelegt.

WAS DIE BIBEL ERZÄHLT
2. Advent | Ein Engel erscheint Joseph im Traum. | Foto: © Geschütztes Bildmaterial | www.stilkunst.de

Abbildung: 2. Advent | Ein Engel erscheint Joseph im Traum
Foto: © Geschütztes Bildmaterial

Joseph wird die Geburt Jesu angekündigt

Matthäus 1, 18ff.

Im Matthäus-Evangelium (1, 18 - 25) erkennt Joseph die Schwangerschaft seiner Verlobten, Maria. Da er sicher ist, dass er nicht der Vater sein kann, plant er, sie zu verlassen. Doch dann erscheint ihm im Traum der Engel des Herrn und klärt die Sache auf.

Wir geben hier eine sprachlich an die heutige Zeit angepasste Fassung des biblischen Textes wieder.

Das Evangelium nach Matthäus

I. 18 - 25

 

Über die Geburt Jesu Christi gibt es dies zu berichten: Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch bevor sie miteinander lebten, empfing sie vom Heiligen Geist und wurde schwanger. 19 Joseph, ihr Mann, war aufrichtig und gerecht. Er wollte sie nicht bloßstellen, dachte aber daran, sie heimlich zu entlassen.
20 Zu der Zeit, als er darüber nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel des Herrn. Der Sprach zu ihm:

»Joseph, Sohn Davids, scheue Dich nicht, Maria, Deine Frau, zu Dir zu nehmen, denn was in ihr gezeugt ist, ist vom Heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn gebären. Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.«*)

22 Dies alles ist geschehen, damit das Wort des Herrn sich erfüllt, das er durch den Propheten**) gesprochen hat:

23 »Ihr werdet sehen: Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und man wird ihm den Namen Immanuel geben«.

Immanuel heißt übersetzt: Gott mit uns.*)

24 Als Joseph erwachte, tat er, was ihm der Engel im Traum geboten hatte. Er nahm seine Frau zu sich, 25 schlief aber nicht mit ihr, bis sie einen Sohn geboren hatte. Und er gab ihm den Namen Jesus.

Anmerkungen:

*) Jesus (hebräisch »Jehoschua«) bedeutet »Jahwe ist Hilfe, Rettung, Heil«. Sinngemäß entspricht das der Bedeutung des Namens Immanuel – so Matthäus.

**) Jesaja 7,14: »Darum wird Euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Ihr werdet es sehen. Das junge Mädchen wird schwanger werden, einen Sohn gebären und ihn Immanuel nennen.«

 
Gedankenpausen

Hilfe, Rettung und Heil

Gedanken zum 2. Advent

Maria ist schwanger! – Für Joseph muss das ein Schock sein! Lange war er mit ihr verlobt. Er liebt sie sehr, sie wollten heiraten, doch geschlafen hat er nicht mit ihr. Nicht er. Noch nicht. Aber sie ist schwanger! Wie konnte das geschehen? Wer ist der Vater?

Was geht nun in Joseph vor? Wut, Zorn, Enttäuschung, Furcht, Angst? Ganz sicher! Doch das alles tötet die Liebe nicht, die er für Maria empfindet.

Er könnte sie bloßstellen, womöglich anklagen, der Unzucht bezichtigen, sie mindestens aber in Schimpf und Schande aus dem Haus jagen – es fände sich wohl niemand, der Maria verteidigen und freisprechen würde.

Und sich scheiden lassen? Scheiden lässt sich man sich meist schon aus weniger gewichtigen Gründen. Aber noch waren sie gar nicht verheiratet. Trennung also? Still und heimlich vielleicht? Ohne viel Aufhebens. Man könne ja erklären, dass es eben schon länger aus ist. Jetzt würde es offiziell. Man trennt sich. Maria zieht aus. Niemand würde Fragen stellen. Man nimmt es zur Kenntnis.

Ihn ihm brodelt es. Er kämpft mit sich selbst. Der Grund dafür ist einfach: Er liebt sie!

Er durchlebt schwere Tage und ganz sicher ebenso schwere Nächte. Er kann nicht einschlafen, und wenn die Müdigkeit endlich seine Augen schließen lässt, schütteln ihn schwere Träume. Es lässt ihn nicht los.

Doch dann, eines nachts, als er sich wieder schweißgebadet hin und her wälzt, erscheint ihm im Traum ein Engel. Also jemand, der zu ihm steht. Der seine wahren Wünsche kennt und ihm seine Ängste nehmen will. Und das, was der Engel ihm sagt, ist gut! Tut gut! Er versteht es zwar nicht, aber es bestärkt ihn. Und Kraft würde er brauchen. Viel Kraft.

Sie würde ein Kind bekommen, jedoch nicht von ihm. Niemand wird es wissen, nur sie beide. Die anderen werden sich über den frühen Geburtstermin die Mäuler zerreißen: »Die mussten heiraten!«, werden sie sagen, »Sie schliefen miteinander, noch vor der Ehe!«, werden sie tuscheln.

Ob er das Kind so lieben können wird, wie sein eigenes? Doch! Da ist er sich sicher. Er legte es in Gottes Hände und gibt dem Kind sehr bewusst den Namen Jesus – es bedeutet »Gott ist Hilfe, Rettung und Heil!« . Das ist genau das, was er jetzt und in Zukunft braucht, um das alles durchzustehen. Hilfe, Rettung und Heil. Und genau das hat er gefunden. In sich selbst. Im Traum. Das Kind wird diesen Namen tragen. Damit sie es nie vergessen.

Seine Entscheidung war gefallen: Maria und Joseph – nur einfach verliebt, nun verlobt und irgendwann verheiratet. Er steht zu ihr und zu dem Kind. Nun warten sie gemeinsam auf das, was kommen mag.

Sich geborgen fühlen

Getrost erwarten, was kommen mag! Das erinnert mich an Dietrich Bonhoeffer, der im Dezember 1944, nur wenige Monate vor seiner Hinrichtung am 9. April 1945, einige Verse als Weihnachtsgruß an seine Verlobte schrieb. Der letzte Vers lautet:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Hilfe, Rettung und Heil. In sich finden. Auch das meint Advent.

Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

 
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