4. Advent  2017 - 2024

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Wissenswertes zum Tag
24.12.2017 | 4. Advent
 

4. Advent

 
 
 Der Tag in den Jahren 2017 bis 2024
 
Bewegliches Datum
4. Advent zwischen dem 18. Dezember und dem 24. Dezember
  • Die Adventszeit umfasst vier Sonntage vor dem 1. Weihnachtsfeiertag. Sie beginnt immer am ersten Adventssonntag und endet an Heiligabend. Dadurch ist sie unterschiedlich lang und dauert 22 bis 28 Tage.
  • Der frühest mögliche Termin für den 4. Advent ist der 18. Dezember. In diesem Fall wird Heiligabend ein Samstag sein.
  • Der spätest mögliche Termin ist der 24. Dezember, Heiligabend..
 
Alternativer Artikel zum 4. Advent

In unserem Kalender zum evangelischen Kirchenjahr finden Sie einen weiteren Artikel zum 4. Advent:

Zum Artikel

4. Sonntag im Advent 2017

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

Mehr dazu in diesem Artikel.
 

Der Name Advent

 

Adventus Domini

Der Name Advent stammt aus dem Lateinischen und meint Ankunft (lat. adventus). Der vollständige lateinische Name lautet Adventus Domini ( »Ankunft des Herrn«) und bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, auf Weihnachten, vorbereitet.

Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.

 

Die Adventszeit

 

Praeparatio adventus Domini

Der lateinische Ausdruck praeparatio adventus Domini meint Vorbereitung der Ankunft des Herrn und bezeichnete bereits in der frühen Kirche das, was wir heute Adventszeit nennen.

Zunächst wurde die Adventszeit als Fastenzeit vor →Epiphanias (6. Januar) bzw. vor Weihnachten verstanden. Vermutlich seit dem 6. Jahrhundert wird die Adventszeit auch liturgisch im Messfeiern begangen. Anfangs schwankte die Zahl der Tage und damit die Zahl der Sonntage in der Adventszeit. Erst im 6. Jahrhundert wurden vier Adventssonntage vor Weihnachten durch Papst Gregor dem Großen (540 - 604) festgelegt.

 
Gedankenpausen

Sich auf den Weg machen

Gedanken zum 4. Advent

Weihnachtsvorbereitungen

Vierter Advent, die letzten Weihnachtsvorbereitungen laufen. Es sind Einkäufe zu erledigen, damit schließlich alles bereit ist: Festschmuck für Wohnung, Zutaten und Getränke für das Festessen an den Feiertagen. Und ganz wichtig: Geschenke für alle, die man liebt, denen man eine Freude machen möchte oder denen man verpflichtet ist.

4. Advent | Weise Menschen machen sich auf den Weg

Abbildung: 4. Advent | Weise Menschen machen sich auf den Weg
Foto: © Geschütztes Bildmaterial

Die Weisen aus dem Morgenland

Der Brauch des Beschenkens begründet sich in der biblischen Geschichte über den Besuch der Weisen (Matthäus 2, 1-12). Auch sie trafen ihre Vorbereitungen. Doch uns geht es hier nicht um die Geschenke. Ein anderer Aspekt dieser Geschichte mag uns kurz beschäftigen, der viel eher in die Adventszeit passt: Sich auf den Weg machen.

Die Geschichte erzählt fast nichts über die lange Reise der Weisen vom Morgenland bis nach Israel. Sie begnügt sich mit dem Hinweis »da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem« (Matthäus 2,1).

Wir dürfen davon ausgehen, dass die Weisen eine mehrwöchige Reise unternommen hatten. Sie kamen aus fernen, nicht genannten Ländern, die östlich von Israel lagen, dort, wo die Sonne aufgeht. Vermutlich begann ihre Reise schon lange vor dem eigentlichen Geburtstermin, im Advent.

Wir wissen nicht, wie viele Weise es waren. Die Tradition hat sich auf drei beschränkt wegen der Zahl der Geschenke, die sie dabei hatten, und nennt sie »die Heiligen Drei Könige«. Wir wissen nicht, ob es Könige waren. Man zeichnet dieses Bild gern wegen der wertvollen Geschenke, die sie überbrachten. Wahrscheinlich waren es Gelehrte, Wissenschaftler, die im gehobenen Dienst ihrer Regierungen arbeiteten.

Weihnachten ist international, interkulturell und ökumenisch

Wir wissen aber ganz sicher, dass die Weisen keine Christen waren, obwohl wir sie »Heilige« nennen. Die christliche Religion gab es noch gar nicht. Juden waren es auch nicht, die ihrem neugeborenen König der Juden hätten huldigen wollen und können. Wäre Jesus tatsächlich ein Königskind gewesen, wäre er nicht ihr künftiger König.

Sie kamen aus dem Morgenland, aus fremden Staaten mit eigenen Herrscherhäusern, Regierungen und Königen. Für Maria und Joseph waren es Fremde, Ausländer, Angehörige anderer Nationen und anderer Religionen, die in ihrem eigenen Kulturkreis aufwuchsen und lebten, was man ihnen ganz sicher ansah und anmerkte.

Und doch fand man zusammen in einem Stall in Betlehem und feierte die Geburt eines Kindes. International, interkulturell und ökumenisch – so war Weihnachten von Anbeginn!

Wie befremdlich mag das damals in den Augen aller gewesen sein, nicht nur in denen des Königs Herodes, der die Sache sehr ernst nahm, wie wir wissen. Ganz Betlehem hat das mitbekommen: Eine reich ausgestattete, kleine Reisegruppe aus fremden Ländern hält vor einem Stall nahe einer überbelegten Herberge. Das hat für Aufsehen gesorgt. Und daher wußte man noch Jahre später davon zu erzählen, so, wie es Matthäus in seiner Erzählung tat.

Was ist Ihnen Weihachten wert?

Wir wissen auch nicht, wie viele Begleiter mit den Weisen unterwegs waren. Wir dürfen aber davon ausgehen, dass sich eine kleine Karawane auf den Weg machte, anders, als es viele Abbildungen der christlichen Religion vermitteln. Solche Reisen führten durch weite, karge Landschaften, und das, was man unterwegs brauchte, musste man mit sich führen.

Wir wissen nicht, wie groß der Aufwand war, Lebensmittel, Kleidung und Zelte für eine lange Reise durch Wüsten, durch öde Täler und über steinige Bergketten zu packen und zu transportieren. Wir wissen aber, wie sich auf den alten Handelsrouten durch Vorderasien in der damaligen Zeit Karawanen bewegten und Reisen durchführten. Es war teuer, aufwändig und mühsam. Aber das alles war es ihnen wert!

Das alles war vorzubereiten. Die Reise der Weisen aus dem Morgenland war wohl ihre ganz besondere Art der »Weihnachtsvorbereitung«. Den Sinn der mühsamen Reise überliefert uns Matthäus knapp in einem Satz, als die Weisen ihr Ziel erreicht hatten:

Die Weisen traten in das Haus ein, sahen das Kind mit seiner Mutter Maria, fielen nieder und huldigten ihm.
(Matthäus 2,11a)

Sich besuchen, sich wertschätzen

Die Weisen suchten und besuchten das neugeborene Kind. All die Mühen und Beschwerlichkeiten der Reise und der ganze Aufwand nur deshalb! Doch warum machten sie das?

Die Geschichte des Christentums wäre ohne diesen Besuch kaum anders verlaufen. Doch sie wollten teilhaben. Sie wollten selbst dabei sein und es mit ihren eigenen Augen sehen, was ihnen die Sterne und die Weissagungen ankündigten. Sie wollten ihre Verbundenheit und ihre hohe Wertschätzung persönlich überbringen. Dabei spielten für sie Nationalitäten, Religionen und Unterschiede im Glauben keine Rolle. Die Geschenke, die sie mitbrachten, unterstrichen letztendlich nur das, was ihnen die Reise wirklich bedeutete und was sie ihnen wert war: die Begegnung mit einem Menschen, den sie wertschätzten!

Weise Menschen machen sich auf den Weg

Sich besuchen, teilhaben am Leben anderer. Dessen Dasein wertschätzen. Unabhängig vom Glauben, von Religionen und von Nationalitäten. Dasein für andere, selbst dann, wenn es mühsam werden kann – auch das ist Weihnachten!

Feiern Sie Weihnachten? Feiern Sie Weihnachten! Es genügt, da zu sein. Dazusein für sich und für andere. Losgelöst von Glauben, Religion und Nationalität. Dafür muss man kein Heiliger sein und kein König. Das kann sehr leicht sein, aber dafür lohnt es sich auch, selbst mühsame Reisen zu unternehmen und beschwerliche Wege zu gehen.

Und dafür die Vorbereitungen treffen: Sich auf den Weg machen in der Erwartung, mit dem anderen zu feiern – auch das ist Advent!

Sabrina

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©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

 
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