Valentinstag | 14. Februar | 2017 - 2024

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Wissenswertes zum Tag
14.2.2017 | Valentinstag
 

Valentinstag

 
  • Katholischer Gedächtnistag zu Ehren des Heiligen Valentin
  • Überkonfessionelles Brauchtum:
    Tag der Jugend und der Liebenden
DER Valentinstag  IN DEN JAHREN 2017 bis 2024
Brauchtum

Der Valentinstag hat sich von seiner ursprünglichen Bedeutung, ein Gedächtnistag für den Heiligen Valentin zu sein, weitestgehend losgelöst und ist heute ein volkstümlicher, stark kommerziell geprägter Tag mit ebenso harmlosen wie netten Bräuchen als Festtag für die Jugend und die Liebenden.

Ich liebe Dich! | Ein kleiner Gruß zum Valentinstag | Grafik: © Sabrina | Reiner | Lizenz CC BY-SA
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Abbildung: Ich liebe Dich! | Ein kleiner Gruß zum Valentinstag
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Hintergründig

Valentin und Valentin

Das Rätsel beginnt

Ohne Zweifel: Der 14. Februar ist seit vielen Jahrhunderten der Gedächtnistag für den Heiligen Valentin, der an diesem Tag, vermutlich im Jahre 268, hingerichtet worden ist und seitdem als Märtyrer verehrt wird.

Doch die Überlieferung gibt gleich ein Rätsel auf: Wer war Valentin eigentlich?

Bekannt sind zwei Traditionen. Die erste nennt Valentin, den Bischof von Interamna (Terni), die zweite Valentin, einen Priester aus Rom, der unter Claudius Gothicus (268 - 270) hingerichtet wurde.

Offensichtlich gab es an der Via Flaminia zu Rom bereits im 4. Jahrhundert zwei Grabstellen, an denen unabhängig voneinander die Gebeine je eines Valentin verehrt wurden: Beim zweiten Meilenstein, noch im römischen Stadtgebiet, und beim 63. Meilenstein nahe Terni.

Jedoch ist kaum anzunehmen, dass zwei verschiedene Personen gleichen Namens am selben Tag hingerichtet und an der selben Straße zu Grabe getragen worden sind. Trotz der unterschiedlichen Überlieferungen wird daher gemutmaßt, dass beide miteinander identisch sind. In diesem Falle wäre Valentin von Terni als historisch anzusehen. Mit völliger Sicherheit ist diese Frage jedoch nicht zu entscheiden.

Die Heiligenverehrung

Die Gebeine des Valentin von Terni aus dem Grab am Meilenstein 63 der Via Flaminia wurden 1605 in die Kathedrale von Terni gebracht.

Reliquien des Heiligen Valentin werden heute noch verehrt in der Pfarrkirche von Kiedrich im Rheingau und in der Liebfrauenkirche zu Worms.

In Liebfrauen finden sich auch einige ikonographisch wichtige Darstellungen des Heiligen. So z. B. das Valentinusfenster: Valentin und die 10 Krankheiten, geschaffen 1978 von Alois Plum.

Zu den Gedenkstätten Valentins in Deutschland zählen zu dem noch Mainz und Eppertshausen bei Dieburg.

Liturgisch wird heute der 14. Februar als nicht verpflichtender Gedenktag in den Diözesen Fulda, Limburg und Mainz begangen.

In Erfurt erscheint sein Tag am 13. Februar.

Legenden und Bräuche

Valentin wurde die Heilung von Epilepsie und Fraisen (Krämpfe bzw. Epilepsie des Kindesalters) zugesprochen. So galt z. B. das Valentinsbrot, am Valentinstag an Arme und Walfahrer verteiltes Brot (belegt in Holzhausen bei Landshut), als Heilmittel.

Die Darstellungen des Heiligen zeigen ihn als Bischof mit Hahn, mit Krüppeln oder Epileptikern. Er ist der Patron gegen Ohnmachtsanfälle, Fallsucht und Pest.

Doch wie kam es zum Wandel, den Valentinstag als Festtag der Jugend und der Liebenden zu feiern?

Festtag der Jugend und der Liebenden

Valentin ist auch der Patron der Jugend, der Reisenden und der Imker. Er wird für gutes Gelingen vor einer Verlobung oder einer Heirat angerufen.

Die Tradition vermischt viele Elemente, die nur zu einem Teil zur Person des Valentin gehören, zu einem anderen Teil unabhängigen und sich stetig weiterentwickelnden Bräuchen zum 14. Februar zuzurechnen sind.

Ein Blumengruß

Der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schenken, geht sicher auf das römische Fest Lupercalia zurück, das am 14. Februar zu Ehren der Göttin Juno (gr. Hera) gefeiert wurde. Juno war die Beschützerin von Ehe und Familie. Den Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt.

Verlobung und Eheschließung

Zu den Legenden um Valentin gehört die Erzählung, dass zu Valentins Zeiten die Eheschließung in Rom ein Verbrechen gewesen sei: Rom brauche unabhängige, freie Männer als Soldaten. Dem widersetzte sich Valentin und traute junge Paare – Anlass genug für Claudius Gothicus, Valentin hinrichten zu lassen.

Valentinstag | Traut Euch! | Grafik: © Geschütztes Bildmaterial

Abbildung: Traut Euch!
© Geschütztes Bildmaterial

Orakelhafte Bräuche kamen auf. So sollte ein Mädchen in dem jungen Mann ihren künftigen Ehegatten finden, der ihr am Morgen des Valentinstags als erster über den Weg liefe, was die interessierten jungen Männer mit einem frühmorgendlichen Besuch ihrer Angebeteten mit einem Blumenstrauß forcierten. Der Valentinstag wurde der Tag der Verlobten.

Liebesbriefe und Grußkarten

Der Brauch, am Valentinstag anonyme Liebesbriefe oder Grußkarten zu verschicken, kam in England auf (Valentine Greetings). Dieser Brauch wird auf den Herzog von Orleans zurückgeführt, der im Jahre 1415 als Gefangener aus dem London Tower seiner Frau fortwährend Liebesbriefe geschickt habe.

Seit dem Mittelalter fand der Valentinstag als Tag der Jugend und der Liebenden besondere Verbreitung in Frankreich, Belgien und England. In Amerika schließlich wurde der Valentinstag kommerziell abgerundet: Die Bräuche des Blumenschenkens und der Liebesgrüße werden auf vielfältige Weise vor allem durch Floristen und Geschenkartikelhersteller heftig umworben.

Valentinstag in Deutschland

In Deutschland setzen sich die amerikanisch geprägten Valentinsbräuche mehr und mehr durch. Der Valentinstag wird zu einem vielfach praktizierten, gänzlich nicht religiösen und stillen Fest mitten im Winter.

 

Sabrina

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