Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres
Sonntag, 10. November 2019

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
10.11.2019 | Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres
Sonntag
 

Kirchenjahr 2018/2019

Drittletzter Sonntag
des Kirchenjahres

 

 
Symbol

Leo der Große [Papst Leo I.]
(† 10. November 461)

Symbol

Karl Friedrich Stellbrink
(† 10. November 1943 in Hamburg)

Info

Je nach Handhabung der →Friedensdekade können die →Proprien des Drittletzten und des Vorletzten Sonntags des Kirchenjahres getauscht werden.

 

Fällt der→Reformationstag (31. Oktober) auf den Montag der vorhergegangenen Woche und konnte er weder am 31. Oktober noch am 1. November gefeiert werden, dann wird er an diesem Sonntag nachgeholt.

 

Fällt der →Gedenktag der Heiligen (1. November) in die Woche vor dem Drittletzten Sonntag des Kirchenjahres, kann seine Feier nicht auf diesem Sonntag verlegt werden.

 
Bewegliches Datum
der drittletzte Sonntag des Kirchenjahres liegt<br>zwischen dem 6. November und dem 12. November eines Jahres
  • Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres
  • drei Wochen vor dem →1. Advent
  • abhängig vom Wochentag, auf den der →1. Weihnachtstag fällt
  • der drittletzte Sonntag des Kirchenjahres liegt
    zwischen dem 6. November und dem 12. November eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Christfest
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

Drittletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Des HERRN Hülffe iſt nahe denen / die jn fürchten.

Halleluja.

→Ps 85,10     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Selig ſind die Friedfertigen / Denn ſie werden Gottes kinder heiſſen.

→Mt 5,9

Pſalm
85
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 426 Es wird sein in den letzten Tagen
B EG 152 Wir warten dein, o Gottes Sohn
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2019 - 2024 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextLk 17,20-24(25-30)
Epistel Zum TextRom 8,18-25
Altes Testament Zum TextMi 4,1-5(7b)
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2018/2019 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2018/2019 10.11.2019 I Zum TextLk 6,27-38 Zum TextJer 18,1-10
2019/2020 8.11.2020 II Zum Text1Thess 5,1-6(7-11) Zum TextPrd 8,6-9
2020/2021 7.11.2021 III Zum TextPs 85,1-14
2021/2022 6.11.2022 IV Zum TextLk 17,20-24(25-30)
2022/2023 12.11.2023 V Zum TextRom 8,18-25
2023/2024 10.11.2024 VI Zum TextMi 4,1-5(7b)
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2018/2019, danach wieder für das Kirchenjahr 2024/2025.
Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2019/2020, danach wieder für das Kirchenjahr 2025/2026,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 
Titel Perikopen

Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Lukas

Lk 17,20-24(25-30)

REIHE

IV

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Rede vom Gottesreich
und vom Tag des Menſchenſohns

Verse 20-24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mat. 24.

Mar. 13.

 

 

 

 

 

 

 

DA Jheſus gefraget ward von den Pha­ri­ſe­ern / Wenn kompt das reich Gottes? Antwortet er jnen / vnd ſprach / Das reich Gottes kompt nicht mit euſſerlichen Geberden / 21Man wird auch nicht ſagen / Sihe hie / oder da iſt es. Denn ſehet / Das reich Gottes iſt inwendig in euch. 22Er ſprach aber zu den Jüngern / Es wird die zeit komen / das jr werdet begeren zu ſehen einen Tag des menſchen Sons / Vnd werdet jn nicht ſehen. 23Vnd ſie werden zu euch ſagen / Sihe hie / ſihe da. Gehet nicht hin / vnd folget auch nicht. 24Denn wie der Blitz oben vom Himel blitzet / vnd leuchtet vber alles das vnter dem Himel iſt.

Alſo wird des menſchen Son an ſeinem tage ſein.

 

 

 

 

(Euſſerlichen)

Das iſt / Gottes reich ſtehet nicht in wercken / die an ſtete / ſpeiſe kleider / zeit / per­ſon gebunden ſind ſondern im glau­ben vnd liebe frey.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 25-30

 

 

 

25Zuuor aber mus er viel leiden / vnd verworffen werden von dieſem Geſchlechte.

→Mat. 24.

→Gen. 7.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Gen. 19.

 

 

 

 

 

 

26VND wie es geſchach zun zeiten Noe / So wirds auch geſchehen in den tagen des menſchen Sons. 27Sie aſſen / ſie truncken / ſie frieten →*1) / ſie lieſſen ſich freien / Bis auff den tag / da Noe in die Archa gieng / vnd kam die Sindflut / vnd brachte ſie alle vmb. 28Desſelbigen gleichen / wie es geſchach zun zeiten Lot / Sie aſſen / ſie truncken / ſie kaufften / ſie verkaufften / ſie pflantzeten / ſie baweten. 29An dem tage aber / da Lot aus Sodoma gieng / da regnet es Fewer vnd Schwefel vom Himel / vnd brachte ſie alle vmb. 30Auff dieſe weiſe wirds auch gehen an dem tage / wenn des menſchen Son ſol offenbart werden.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Rom 8,18-25

REIHE

V

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. VIII.

 

 

Verse 18-25

Hoffnung vnd Gewiſſheit

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DEnn ich halte es dafur / Das dieſer zeit leiden der Herrligkeit nicht werd ſey / die an vns ſol offenbaret werden. 19Denn das engſtliche harren der Creatur wartet auff die offenbarung der kinder Gottes. 20Sintemal die Creatur vnterworffen iſt der Eitelkeit / on jren willen / Sondern vmb des willen / der ſie vnterworffen hat auff die Hoffnung. 21Denn auch die Creatur frey werden wird von dem Dienſt des vergenglichen weſens / zu der herrlichen Freiheit der kinder Gottes. 22Denn wir wiſſen / das alle Creatur ſehnet ſich mit vns / vnd engſtet ſich noch jmer dar.

23NIcht alleine aber ſie / Sondern auch wir ſelbs / die wir haben des Geiſtes erſtling / ſehnen vns auch bey vns ſelbs / nach der Kindſchafft / vnd warten auff vnſers Leibes erlöſung. 24Denn wir ſind wol ſelig / Doch in der hoffnung. Die Hoffnung aber / die man ſihet / iſt nicht hoffnung / Denn wie kan man des hoffen / das man ſihet? 25So wir aber des hoffen / das wir nicht ſehen / So warten wir ſein durch gedult.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Engſtet)

Wie ein Weib in Kindsnöten.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Micha

Mi 4,1-5(7b)

REIHE

VI

 

 

 

Der Próphet Micĥa.

 

C. IIII.

 

 

Verse 1-5

Das kommende Friedensreich Gottes

 

 

Micha sprach:

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IN den letzten tagen aber / wird der Berg

/ dar auff des HERRN Haus ſtehet / gewis ſein / höher denn alle Berge vnd vber die Hügel erhaben ſein. Vnd die Völcker werden dazu lauffen / 2vnd viel Heiden werden gehen vnd ſagen / Kompt / laſſt vns hinauff zum Berge des HERRN gehen / vnd zum Hauſe des Gottes Jacob / Das er vns lere ſeine Wege / vnd wir auff ſeiner Straſſen wandeln / Denn aus Zion wird das Geſetz ausgehen / vnd des HERRN wort aus Jeruſalem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3ER wird vnter groſſen Völckern richten / vnd viel Heiden ſtraffen in fernen Landen / Sie werden jre Schwerter zu Pflugſcharen / vnd jre Spieſſe zu Sicheln / machen / Es wird kein Volck wider das ander ein Schwert auffheben / vnd werden nicht mehr kriegen lernen. 4Ein jglicher wird vnter ſeinem Weinſtock vnd Feigenbawm wonen / on ſchew / Denn der Mund des HERRN Zebaoth hats geredt. 5Denn ein jglich Volck wird wandeln im namen ſeines Gottes / Aber wir werden wandeln im Namen des HERRN vnſers Gottes jmer vnd ewiglich.

(Richten)

Gottes wort wird in alle Welt ko­men.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Begnadigung des zerſchlagenen Volkes

Fakultativ: Vers 7b

 

 

 

Vnd der HERR wird König vber ſie ſein auff dem berge Zion / von nu an bis in ewigkeit.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Lukas

Lk 6,27-38

REIHE

I

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. VI.

 

 

Verse 27-35

Die Rede von der Feindesliebe

|| →Mt 5,38-48

 

 

Jesus sprach:

Mat. 5.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mat. 7.

ICh ſage euch / die jr zuhöret / Liebet ewre Feind. Thut denen wol die euch haſſen. 28Segenet die / ſo euch verfluchen. Bittet fur die / ſo euch beleidigen. 29Vnd wer dich ſchlehet auff einen Backen / dem biete den andern auch dar. Vnd wer dir den Mantel nimpt / dem were nicht auch den Rock. 30Wer dich bittet / dem gib. Vnd wer dir das deine nimpt / da foddere es nicht wider. 31Vnd wie jr wolt / das euch die Leute thun ſollen / Alſo thut jnen gleich auch jr.

 

32VND ſo jr liebet die euch lieben / was dancks habt jr dauon? Denn die Sünder lieben auch jre Liebhaber. 33Vnd wenn jr ewren Wolthetern wolthut / was dancks habt jr dauon? Denn die Sünder thun daſſelbige auch. 34Vnd wenn jr leihet / von denen jr hoffet zu nemen / was dancks habt jr dauon? Denn die Sünder leihen den ſündern auch / auff das ſie gleichs widernemen. 35Doch aber / Liebet ewre b Feinde / Thut wol / vnd leihet / das jr nichts dafur hoffet / So wird ewer Lohn gros ſein / vnd werdet Kinder des Allerhöchſten ſein / Denn er iſt gütig vber die vndanckbarn vnd boshafftigen.

 

 

 

 

 

 

b

(Feinde)

Wer ſeinem Fein­de leihet oder wol thut / der leret ſich ſelbs / das er nichts dafur darff hoffen noch ge­warten / Das thut aber niemand denn ein Chriſten.

 

 

Verse 36-42

Die Rede gegen den Richtgeiſt

|| →Mt 7,1-5

 

 

Jesus sprach:

Mar. 7.

SEid barmhertzig / wie auch ewr Vater barmhertzig iſt. 37Richtet nicht / So werdet jr auch nicht gerichtet. Verdampt nicht / So werdet jr nicht verdampt. Vergebet / So wird euch vergeben. 38Gebt / So wird euch gegeben. Ein vol / getrückt / gerüttelt vnd vberflüſſig Mas wird man in ewern ſchos geben. Denn eben mit dem Mas / da jr mit meſſet / wird man euch wider meſſen.

Matt. 15.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

39VND er ſaget jnen ein Gleichnis / Mag auch ein Blinder einem Blinden den weg weiſen? Werden ſie nicht alle beide in die Gruben fallen? 40Der a Jünger iſt nicht vber ſeinen Meiſter / Wenn der Jünger iſt wie ſein Meiſter / ſo iſt volkomen. 41Was ſiheſtu aber einen Splitter in deines Bruders auge / vnd de Balcken in deinem auge wirſtu nicht gewar? 42Oder wie kanſtu ſagen zu deinem Bruder / Halt ſtille bruder / ich wil den Splitter aus deinem auge ziehen / vnd du ſiheſt ſelbſt nicht den Balcken in deinem auge? Du Heuchler / Zeuch zuuor den Balcken aus deinem auge / vnd beſihe denn / das du den Splitter aus deines Bruders auge zieheſt.

 

 

 

a

(Jünger)

Das iſt / wens dem Jünger ge­het wie dem Mei­ſter / ſo gehets recht.

 

 

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki

1Thess 5,1-6(7-11)

REIHE

II

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Theſſalónicĥer.

 

C. V.

 

 

Von der Erwartung des Herrn

Verse 1-6

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VON den zeiten aber vnd ſtunden / lieben Brüder / iſt nicht not euch zu ſchreiben / 2Denn jr ſelbs wiſſet gewis / das der tag des HErrn wird komen / wie ein Dieb in der nacht. 3Denn wenn ſie werden ſagen / Es iſt friede / Es hat keine fahr / So wird ſie das verderben ſchnel vberfallen / Gleich wie der ſchmertz ein ſchwanger Weib / vnd werden nicht entpfliehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4IR aber / lieben Brüder / ſeid nicht in der finſternis / das euch der tag wie ein Dieb ergreiffe / 5Ir ſeid allzumal Kinder des liechtes vnd Kinder des tages / Wir ſind nicht von der nacht noch von der finſternis. 6So laſſet vns nu nicht ſchlaffen / wie die andern / ſondern laſſet vns wachen vnd nüchtern ſein.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 7-11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7Denn die da ſchlaffen / die ſchlaffen des nachtes / vnd die da truncken ſind / die ſind des nachts truncken. 8Wir aber die wir des tages ſind / ſollen nüchtern ſein / Angethan mit dem Krebs des glaubens vnd der Liebe / vnd mit dem Helm der Hoffnung zur ſeligkeit. 9Denn Gott hat vns nicht geſetzt zum zorn / ſondern die ſeligkeit zu beſitzen / Durch vnſern HErrn Jheſum Chriſt / 10der fur vns geſtorben iſt / Auff das / wir wachen oder ſchlaffen / zu gleich mit jm leben ſollen. 11Darumb ermanet euch vnternander / vnd bawet einer den andern / wie jr denn thut.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Psalter

Psalm 85,1-14

REIHE

III

 

 

 

Der Pſalter.

 

LXXXV.

 

 

 

Lutherbibel
→Ps 85

Mit Erklärung etlicher Begriffe und Wörter

 

1Ein Pſalm der kinder Korah /
vor zu ſingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HERR / der du biſt vor-

mals gnedig geweſt deinem Lande / Vnd haſt die Gefangenen Jacob

erlöſet.

3Der du die Miſſethat vormals vergeben haſt deinem Volck / Vnd alle jre Sünde bedeckt / Sela.

4Der du vormals haſt alle deinen Zorn auffgehaben / Vnd dich gewendet von dem grim deines zorns.

5Tröſte vns Gott vnſer Heiland / Vnd las ab von deiner Vngnade vber vns.

6Wiltu denn ewiglich vber vns zür­nen? Vnd deinen zorn gehen laſſen jmer fur vnd fur?

7Wiltu vns denn nicht wider erquick­en? Das ſich dein Volck vber dir frewen möge.

8HERR / erzeige vns deine Gnade / Vnd hilff vns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9AH das ich hören ſolt / das Gott der HERR redet / Das er friede zuſagte ſeinem Volck vnd ſeinen Heiligen / Auff das ſie nicht auff eine Torheit geraten.

10DOch iſt ja ſeine Hülffe nahe denen / die jn fürchten / Das in vnſerm Lande a Ehre wone.

11Das Güte vnd Trewe einander begegen / Gerechtigkeit vnd Friede ſich küſſen.

12Das Trewe auff der Erden wachſe / Vnd Gerechtigkeit vom Himel ſchawe.

13DAs vns auch der HERR guts thue / Da mit vnſer Land ſein Gewechs gebe.

14Das Gerechtigkeit dennoch fur jm bleibe / Vnd im ſchwang gehe.

 

→Pſal.125.

 

 

 

 

(Torheit)

Das ſie nicht zu letzt verzagen oder vngedultig werden vnd Gott leſtern.

a

(Ehre)

Das löb­lich zu ge­he / die Leu­te from ſei­en ge­gen­an­der. Flo­ren­te re­li­gi­o­ne et po­li­tia ſub coe­lo to­to.

→*1)

 

 

*1) lat.: Flo­ren­te re­li­gi­o­ne et po­li­tia ſub coe­lo to­to.

dt.: »Aufgrund blühender Religion und geistiger Kul­ti­viert­heit unter dem ganzen Himmel [also weit und breit]«.

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Jeremia

Jer 18,1-10

POOL

W
1

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. XVIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Gleichnis vom Töpfer

Verse 1-10

→Rom. 9.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIs iſt das wort das geſchach vom HERRN zu Jeremia / vnd ſprach / 2Mach dich auff / vnd gehe hinab in des Töpffers haus / daſelbs wil ich dich meine wort hören laſſen. 3Vnd ich gieng hin ab in des Töpffers haus / vnd ſihe / er erbeitet eben auff der Scheiben. 4Vnd der Topff ſo er aus dem thon machet / misriet jm vnter henden / Da machet er widerumb ein andern Topff / wie es jm gefiel. 5Da geſchach des HERRN wort zu mir / vnd ſprach / 6Kan ich nicht auch alſo mit euch vmbgehen / jr vom hauſe Iſrael / wie dieſer Töpffer / ſpricht der HERR? Sihe / wie der Thon iſt in des Töpffers hand / Alſo ſeid auch jr vom hauſe Iſrael in meiner hand.

 

Töpffers

haus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7PLötzlich rede ich wider ein Volck vnd Königreich / Das ichs ausrotten / zerbrechen vnd verderben wolle. 8Wo ſichs aber bekeret von ſeiner bosheit / dawider ich rede / ſo ſol mich auch rewen das vnglück / das ich jm gedacht zuthun. 9Vnd plötzlich rede ich von einem Volck vnd Königreich / das ichs bawen vnd pflantzen wolle. 10So es aber böſes thut fur meinen augen / das es meiner ſtim nicht gehorcht / So ſol mich auch rewen das Gut / das ich jm verheiſſen hatte zuthun.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Predigers Salomo

Prd 8,6-9

POOL

W
2

 

 

 

Der Prediger
Salomo.

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Unrecht in der Welt

Verse 6-8

 

 

Der Prediger schreibt:

 

ALlerley hab ich geſehen die zeit vber meiner eitelkeit / Da iſt ein Gerechter / vnd gehet vnter in ſeiner Gerechtigkeit / Vnd iſt ein Gottloſer der lange lebt in ſeiner bosheit. 16Sey nicht all zu gerecht vnd all zu weiſe / Das du dich nicht verderbeſt. 17Sey nicht all zu Gottlos vnd narre nicht / Das du nicht ſterbeſt zur vnzeit. 18Es iſt gut / das du dis faſſeſt / vnd jenes auch nicht aus deiner hand leſſeſt / Denn wer Gott fürchtet / der entgehet dem allen.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Unbegreifliches vor Gott

Vers 9

 

 

 

 

 

 

DAS hab ich alles geſehen / vnd gab mein hertz auff alle werck die vnter der Sonnen geſchehen. Ein Menſch herrſchet zu zeiten vber den andern zu ſeim vnglück.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für alle Ge­mein­de­mit­glie­der, für Chris­ten, die sich nicht in der Ge­mein­de­ar­beit en­ga­gie­ren können oder wollen, und für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet und im Ver­lauf der Jahre wer­den Sie auf die­se Wei­se in klei­nen Ein­hei­ten, die nicht viel Zeit in An­spruch neh­men, die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

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