Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
19.11.2017 | Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | Volkstrauertag

Kirchenjahr 2016/2017

Vorletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Volkstrauertag

 

Regeln

Der Sonntag kann auch mit den Texten des Gedenktags der Entschlafenen begangen werden, wenn hierfür in der Gemeinde nicht andere Tage üblich sind.

 
  Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres in den Jahren 2017 bis 2024
Kalender

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
der vorletzte Sonnntag des Kirchenjahres liegt<br>zwischen dem 13. November und dem 19. November eines Jahres.
  • Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
  • zwei Wochen vor dem →1. Advent
  • abhängig vom Wochentag, auf den der →1. Weihnachtstag fällt
  • der vorletzte Sonnntag des Kirchenjahres liegt
    zwischen dem 13. November und dem 19. November eines Jahres.
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
Alternativer Artikel zum vorletzten Sonntag im Kirchenjahr

A
llgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag finden Sie in diesem Artikel:  

Zum Artikel

Volkstrauertag 2017 | Nationaler Gedenktag

Der Volkstrauertag ist der deutsche Trauertag zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus, der Toten beider Weltkriege und der Opfer von Gewalt.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
 

Der evangelische

Vorletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Volkstrauertag

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Wir müſſen alle offenbar werden fur dem richtſtuel Chriſti.

→2Kor 5,10a

Pſalm
50
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Wir müſſen alle offenbar werden fur dem richtſtuel Chriſti.

→2Kor 5,10a

Pſalm
50
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 149 Es ist gewisslich an der Zeit A EG 149 Es ist gewisslich an der Zeit
B EG 378 Es mag sein, dass alles fällt
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextMt 25,31-46 Zum TextMt 25,31-46
Epistel Zum TextRom 8,18-23(24-25) Zum TextRom 14,(1-6)7-13
Altes Testament Jer 8,4-7 Zum TextHiob 14,1-6(7-12)13(14)15-17
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 19.11.2017 Zum TextLk 16,1-8(9)
IV 18.11.2018 Zum TextOffb 2,8-11
V 17.11.2019 Zum TextLk 18,1-8
VI 15.11.2020 Zum TextOffb 2,8-11
I 14.11.2021 2Kor 5,1-10
II 13.11.2022 Zum TextMt 25,31-46
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
M1Mos 19,12-19 (in Auswahl)M1Mose 19,12-29
MAmos 5,18-20MJer 8,4-7
MSir 17,16-24MJer 18,1-10
MOffb 20,11-15MAmos 5,18-20
MAmos 8,(1-3)4-10
MSir 17,16-24
MZum TextMt 13,47-50
MZum TextLk 16,1-8(9)
MOffb 20,11-15
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Mt 25,31-46

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXV.

 

Verse 31-46

Endzeitrede: Das Weltgericht

 

WEnn aber des menſchen Son komen wird / in ſeiner Herrligkeit / vnd alle heilige Engel mit jm / Denn wird er ſitzen auff dem ſtuel ſeiner Herrligkeit / 32vnd werden fur jm alle Völcker verſamlet werden / Vnd er wird ſie von einander ſcheiden / gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken ſcheidet / 33vnd wird die Schafe zu ſeiner Rechten ſtellen / vnd die Böcke zur Lincken. 34Da wird denn der König ſagen zu denen zu ſeiner Rechten / Kompt her jr geſegneten meines Vaters / ererbet das Reich / das euch bereitet iſt von anbegin der welt. 35Denn ich bin Hungerig geweſen / vnd jr habt mich geſpeiſet. Jch bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich getrencket. Jch bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich beherberget. 36Jch bin Nacket geweſen / vnd jr habt micht bekleidet. Jch bin Kranck geweſen / vnd jr habt mich beſucht. Jch bin Gefangen geweſen / vnd jr ſeid zu mir komen.

37DEnn werden jm die Gerechten antworten / vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich hungerig geſehen / vnd haben dich geſpeiſet? Oder durſtig / vnd haben dich getrenckt? 38Wenn haben wir dich einen Gaſt geſehen / vnd beherberget? Oder nacket / vnd haben dich bekleidet? 39Wenn haben wir dich kranck oder gefangen geſehen / vnd ſind zu dir komen? 40Vnd der König wird antworten / vnd ſagen zu jnen / Warlich ich ſage euch / Was jr gethan habt einem vnter dieſen meinen geringſten Brüdern / Das habt jr mir gethan.

DEnn wird er auch ſagen zu denen zur Lincken / Gehet hin von mir / jr Verfluchten / in das ewige Fewr / das bereitet iſt dem Teufel vnd ſeinen Engeln. 42Jch bin Hungerig geweſen / Vnd jr habt mich nicht geſpeiſet. Jch bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich nicht getrencket. 43Jch bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich nicht beherberget. Jch bin Nacket geweſen / vnd jr habt mich nicht bekleidet. Jch bin Kranck vnd Gefangen geweſen / vnd jr habt mich nicht beſucht.

44DA werden ſie jm auch antworten vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich geſehen / hungerig / oder durſtig / oder einen gaſt / oder nacket / oder kranck oder gefangen / Vnd haben dir nicht gedienet? 45Denn wird er jnen antworten / vnd ſagen / Warlich ich ſage euch / Was jr nicht gethan habt einem vnter dieſen Geringſten / das habt jr mir auch nicht gethan. 46Vnd ſie werden in die ewige Pein gehen / Aber die Gerechten in das ewige Leben.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Rom 8,18-23(24-25)

EP
II

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

 

C. VIII.

 

Verse 18-23

Hoffnung vnd Gewiſſheit

 

DEnn ich halte es dafur / Das dieſer zeit leiden der Herrligkeit nicht werd ſey / die an vns ſol offenbaret werden. 19Denn das engſtliche harren der Creatur wartet auff die offenbarung der kinder Gottes. 20Sintemal die Creatur vnterworffen iſt der Eitelkeit / on jren willen / Sondern vmb des willen / der ſie vnterworffen hat auff die Hoffnung. 21Denn auch die Creatur frey werden wird von dem Dienſt des vergenglichen weſens / zu der herrlichen Freiheit der kinder Gottes. 22Denn wir wiſſen / das alle Creatur ſehnet ſich mit vns / vnd engſtet ſich noch jmer dar.

23NJcht alleine aber ſie / Sondern auch wir ſelbs / die wir haben des Geiſtes erſtling / ſehnen vns auch bey vns ſelbs / nach der Kindſchafft / vnd warten auff vnſers Leibes erlöſung.

 

Verse 24-25

24Denn wir ſind wol ſelig / Doch in der hoffnung. Die Hoffnung aber / die man ſihet / iſt nicht hoffnung / Denn wie kan man des hoffen / das man ſihet? 25So wir aber des hoffen / das wir nicht ſehen / So warten wir ſein durch gedult.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Engſtet)

Wie ein Weib in Kindsnöten.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Lk 16,1-8(9)

AT
III

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVI.

 

Verse 1-8

Das Gleichnis vom ungetreuen Hausverwalter

 

ER ſprach aber auch zu ſeinen Jüngern / Es war ein reicher Man / der hatte einen Haushalter / der ward fur jm berüchtiget / als hette er jm ſeine Güter vmbbracht. 2Vnd er foddert jn / vnd ſprach zu jm / Wie höre ich das von dir? Thu rechnung von deinem haushalten / Denn du kanſt hinfurt nicht Haushalter ſein. 3Der Haushalter ſprach bey ſich ſelbs / Was ſol ich thun? mein Herr nimpt das Ampt von mir / Graben mag ich nicht / So ſcheme ich mich zu betteln. 4Jch weis wol was ich thun wil / wenn ich nu von dem Ampt geſetzt werde / das ſie mich in jre Heuſer nemen.

 

5VND er rieff zu ſich alle Schüldener ſeines Herrn / vnd ſprach zu dem erſten / Wie viel biſtu meinem Herrn ſchüldig? 6Er ſprach / Hundert tunnen öles. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / ſetze dich / vnd ſchreib flugs funffzig. 7Darnach ſprach er zu dem andern / Du aber / wie viel biſtu ſchüldig? Er ſprach / Hundert malter weitzen. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / vnd ſchreib achzig. 8Vnd der Herr lobete den vngerechten Haushalter / das er klüglich gethan hatte / Denn die Kinder dieſer welt ſind klüger / denn die Kinder des Liechtes / in jrem Geſchlechte.

 

 

Vers 9

 

9Vnd ich ſage euch auch / Machet euch Freunde mit dem vngerechten * Mammon / Auff das / wenn jr nu darbet / ſie euch auffnemen in die ewigen Hütten.

 

*

(Mammon)

Mammon iſt Ebreiſch / vnd hei­ſſet Reichthum.

 

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Offb 2,8-11

IV

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. II.

 

Verse 8-11

2. Der Brief an die Gemeinde in Smyrna

II.

VND dem Engel der gemeinen zu Smyrnen ſchreibe / Das ſaget der Erſte vnd der Letzt / der tod war / vnd iſt lebendig worden. 9Jch weis deine werck vnd deine trübſal / vnd deine armut (du biſt aber reich) vnd die leſterung von denen / die da ſagen / Sie ſind Jüden / vnd ſinds nicht / ſondern ſind des Satans ſchule. 10Fürchte dich fur der keinem / das du leiden wirſt. Sihe / der Teufel wird etliche von euch ins Gefengnis werffen / auff das jr verſucht werdet / vnd werdet trübſal haben zehen tage. Sey getrew bis an den Tod / So wil ich dir die Krone des lebens geben. 11Wer ohren hat der höre / was der Geiſt den gemeinen ſagt. Wer vberwindet / dem ſol kein leid geſchehen von dem andern Tode.

 

 

 

Titel Perikopen

2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach dem Entwurf der Perikopenordnung 2018 aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Mt 25,31-46

EV
II

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXV.

 

Verse 31-46

Endzeitrede: Das Weltgericht

 

WEnn aber des menſchen Son komen wird / in ſeiner Herrligkeit / vnd alle heilige Engel mit jm / Denn wird er ſitzen auff dem ſtuel ſeiner Herrligkeit / 32vnd werden fur jm alle Völcker verſamlet werden / Vnd er wird ſie von einander ſcheiden / gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken ſcheidet / 33vnd wird die Schafe zu ſeiner Rechten ſtellen / vnd die Böcke zur Lincken. 34Da wird denn der König ſagen zu denen zu ſeiner Rechten / Kompt her jr geſegneten meines Vaters / ererbet das Reich / das euch bereitet iſt von anbegin der welt. 35Denn ich bin Hungerig geweſen / vnd jr habt mich geſpeiſet. Jch bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich getrencket. Jch bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich beherberget. 36Jch bin Nacket geweſen / vnd jr habt micht bekleidet. Jch bin Kranck geweſen / vnd jr habt mich beſucht. Jch bin Gefangen geweſen / vnd jr ſeid zu mir komen.

37DEnn werden jm die Gerechten antworten / vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich hungerig geſehen / vnd haben dich geſpeiſet? Oder durſtig / vnd haben dich getrenckt? 38Wenn haben wir dich einen Gaſt geſehen / vnd beherberget? Oder nacket / vnd haben dich bekleidet? 39Wenn haben wir dich kranck oder gefangen geſehen / vnd ſind zu dir komen? 40Vnd der König wird antworten / vnd ſagen zu jnen / Warlich ich ſage euch / Was jr gethan habt einem vnter dieſen meinen geringſten Brüdern / Das habt jr mir gethan.

DEnn wird er auch ſagen zu denen zur Lincken / Gehet hin von mir / jr Verfluchten / in das ewige Fewr / das bereitet iſt dem Teufel vnd ſeinen Engeln. 42Jch bin Hungerig geweſen / Vnd jr habt mich nicht geſpeiſet. Jch bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich nicht getrencket. 43Jch bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich nicht beherberget. Jch bin Nacket geweſen / vnd jr habt mich nicht bekleidet. Jch bin Kranck vnd Gefangen geweſen / vnd jr habt mich nicht beſucht.

44DA werden ſie jm auch antworten vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich geſehen / hungerig / oder durſtig / oder einen gaſt / oder nacket / oder kranck oder gefangen / Vnd haben dir nicht gedienet? 45Denn wird er jnen antworten / vnd ſagen / Warlich ich ſage euch / Was jr nicht gethan habt einem vnter dieſen Geringſten / das habt jr mir auch nicht gethan. 46Vnd ſie werden in die ewige Pein gehen / Aber die Gerechten in das ewige Leben.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Rom 14,(1-6)7-13

EP
III

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

 

C. XIIII.

 

Verse 1-6

Von den Schwachen und Starken im Glauben

 

DEn Schwachen im glauben nemet auff / vnd c verwirret die gewiſſen nicht. 2Einer gleubet / er möge allerley eſſen / Welcher aber ſchwach iſt / der iſſet Kraut. 3Welcher iſſet / der verachte den nicht / der da nicht iſſet / Vnd welcher nicht iſſet / der richte den nicht / der da iſſet / Denn Gott hat jn auffgenomen. 4Wer biſtu / das du einen frembden Knecht richteſt? Er ſtehet oder fellet ſeinem HErrn / Er mag aber wol auffgerichtet werden / Denn Gott kan jn wol auffrichten.

5EJner helt einen Tag fur den andern / Der ander aber helt alle tage gleich. Ein jglicher ſey in ſeiner meinung * gewis. 6Welcher auff die tage helt / der thuts dem HErrn / Vnd welcher nichts drauff helt / der thuts auch dem HErrn. Welcher iſſet / der iſſet dem HErrn / denn er dancket Gott / Welcher nicht iſſet / der iſſet dem HErrn nicht / vnd dancket Gott.

 

Verse 7-13

7Denn vnſer keiner lebet jm ſelber / vnd keiner ſtirbet jm ſelber. 8Leben wir / ſo leben wir dem HErrn / Sterben wir / ſo ſterben wir dem HErrn. Darumb / wir leben oder ſterben / ſo ſind wir des HErrn. 9Denn dazu iſt Chriſtus auch geſtorben vnd aufferſtanden / vnd wider lebendig worden / das er vber Todte vnd Lebendige HErr ſey.

 

c

(Verwirret)

Zweierley Chri­ſten ſind / Etliche ſtarck im glauben / Etliche ſchwach. Jene verachten die ſchwachen all­zufrech / Dieſe er­gern ſich an den ſtarcken allzu lei­chtlich. So ſollen ſie nu beide ſich nach der Liebe richten / das keiner den andern bele­dige noch richte / ſondern thun vnd laſſen / wie es dem andern nutz vnd not iſt.

 

*

(Gewis) Das iſt /

Er wancke vnd zweiuele nicht in ſeinem Gewiſſen / ſondern ſey ſicher / das fur Gott keine ſünde ſey / Er eſſe oder eſſe nicht.

 

 

 

 

 

 

Jeſa. 45.

DV aber / was richteſtu deinen Bruder? Oder du ander / was verachteſtu deinen Bruder? Wir werden alle fur den richtſtuel Chriſti dargeſtellet werden / 11Nach dem geſchrieben ſtehet / So war als ich lebe / ſpricht der HERr / mir ſollen alle Knie gebeuget werden / vnd alle Zungen ſollen Gott bekennen. 12So wird nu ein jglicher fur ſich ſelbs Gotte rechenſchafft geben. 13Darumb laſſet vns nicht mehr einer den andern richten / ſondern das richtet viel mehr / das niemand ſeinem Bruder einen anſtos oder ergernis darſtelle.

 

 

 

 

 

 

(Mir)

So mus Chriſtus rechter Gott ſein / weil ſolches ſol fur ſeinem Richtſtuel geſchehen.

 

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Hiob 14,1-6(7-12)13(14)15-17

AT
IV

 

 

 

 

Das Bucĥ Hiob.

 

 

C. XIIII.

 

Verse 1-6

Die Klage über die Nichtigkeit des Lebens
Vergebliches Hoffen auf Troſt nach dem Tod

 

DER Menſch vom Weibe geborn / lebt kurtze zeit / vnd iſt vol vnruge. 2Gehet auff wie eine Blume vnd fellet abe / Fleucht wie eine Schatten / vnd bleibt nicht. 3Vnd du thuſt deine Augen vber ſolchen auff / das du mich fur dir ins Gericht zeuheſt. 4Wer wil einen Reinen finden bey denen / da keiner rein iſt? 5Er hat ſein beſtimpte zeit / die zal ſeiner monden ſtehet bey dir / Du haſt ein Ziel geſetzt / das wird er nicht vbergehen. 6Thu dich von jm / das er ruge hab / bis das ſeine zeit kome / der er wie ein Taglöner wartet.

 

 

Verse 7-12

7EJn Bawm hat hoffnung / wenn er ſchon abgehawen iſt / das er ſich wider verendere / vnd ſeine Schüſſlinge hören nicht auff. 8Ob ſeine Wurtzel in der erden veraltet / vnd ſein Stam in dem ſtaub erſtirbt. 9So grunet er doch wider vom geruch des waſſers / vnd wechſt da her als were er gepflantzt. 10Wo iſt aber ein Menſch / wenn er tod vnd vmbkomen vnd da hin iſt? 11Wie ein waſſer ausleufft aus dem See / vnd wie ein ſtrom verſieget vnd vertrocknet. 12So iſt ein Menſch wenn er ſich legt / vnd wird nicht auffſtehen / vnd wird nicht auffwachen / ſo lange der Himel bleibt / noch von ſeinem ſchlaff erweckt werden.

 

 

Vers 13

13AH / das du mich in der Helle verdeckteſt / vnd verbergeſt bis dein zorn ſich lege / vnd ſetzeſt mir ein ziel / das du an mich denckeſt.

 

Vers 14

14Meinſtu ein todter Menſch werde wider leben? Jch harre teglich / die weil ich ſtreitte / bis das meine verenderung kome.

 

 

Verse 15-17

15Das du wolleſt mir ruffen / vnd ich dir antworten /vnd wölleſt das werck deiner Hende nicht ausſchlahen. 16Denn du haſt ſchon meine Genge gezelet / Aber du wolteſt ja nicht acht haben auff meine ſünde. 17Du haſt meine vbertrettung in einem Bündlin verſiegelt / vnd meine miſſethat zuſamen gefaſſet.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Lk 18,1-8

V

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVIII.

 

Verse 1-8

Die bittende Witwe
Das Gleichnis vom ungerechten Richter

 

ER ſaget jnen aber ein Gleichnis dauon / Das man alle zeit beten vnd nicht laſs werden ſolt / 2Vnd ſprach / Es war ein Richter in einer Stad der furchte ſich nicht fur Gott / vnd ſchewet ſich fur keinem Menſchen. 3Es war aber eine Widwe in der ſelbigen Stad / die kam zu jm / vnd ſprach / Rette mich von meinem Widerſacher / 4Vnd er wolte lange nicht. Darnach aber dachte er bey ſich selbs / Ob ich mich ſchon fur Gott nicht fürchte / noch fur keinem Menſchen ſchewe / 5Dieweil aber mir dieſe Widwe ſo viel mühe machet / wil ich ſie retten / Auff das ſie nicht zu letzt kome / vnd vberteube mich.

6DA ſprach der HErr / Höret hie / was der vngerechte Richter ſaget. 7Solt aber Gott nicht auch retten ſeine Auſſerweleten / die zu jm tag vnd nacht ruffen / vnd ſolt gedult drüber haben? 8Jch ſage euch / Er wird ſie erretten in einer kürtz. Doch wenn des menſchen Son komen wird / Meineſtu das er auch werde Glauben finden auff Erden?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Uberteube)

Das iſt / Das ſie mich nicht plage vnd martere / wie man ſagt von den Geilern / Wie pla­get mich der Menſch ſo wol.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Offb 2,8-11

VI

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. II.

 

Verse 8-11

2. Der Brief an die Gemeinde in Smyrna

II.

VND dem Engel der gemeinen zu Smyrnen ſchreibe / Das ſaget der Erſte vnd der Letzt / der tod war / vnd iſt lebendig worden. 9Jch weis deine werck vnd deine trübſal / vnd deine armut (du biſt aber reich) vnd die leſterung von denen / die da ſagen / Sie ſind Jüden / vnd ſinds nicht / ſondern ſind des Satans ſchule. 10Fürchte dich fur der keinem / das du leiden wirſt. Sihe / der Teufel wird etliche von euch ins Gefengnis werffen / auff das jr verſucht werdet / vnd werdet trübſal haben zehen tage. Sey getrew bis an den Tod / So wil ich dir die Krone des lebens geben. 11Wer ohren hat der höre / was der Geiſt den gemeinen ſagt. Wer vberwindet / dem ſol kein leid geſchehen von dem andern Tode.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mt 13,47-50

M7

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XIII.

 

Verse 47-50

Das Gleichnis vom Fiſchnetz

 

Aber mal iſt gleich das Himelreich einem Netze / das ins Meer geworffen iſt / da mit man allerley Gattung fehet. 48Wenn es aber vol iſt / ſo ziehen ſie es eraus an das Vfer / ſitzen vnd leſen die guten in ein Gefes zuſamen / Aber die faulen werffen ſie weg. 49Alſo wird es auch am ende der Welt gehen / Die Engel werden ausgehen / Vnd die Böſen von den Gerechten ſcheiden / 50vnd werden ſie in den Fewr ofen werffen / Da wird heulen vnd zeenklappen ſein.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Lk 16,1-8(9)

M8

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVI.

 

Verse 1-8

Das Gleichnis vom ungetreuen Hausverwalter

 

ER ſprach aber auch zu ſeinen Jüngern / Es war ein reicher Man / der hatte einen Haushalter / der ward fur jm berüchtiget / als hette er jm ſeine Güter vmbbracht. 2Vnd er foddert jn / vnd ſprach zu jm / Wie höre ich das von dir? Thu rechnung von deinem haushalten / Denn du kanſt hinfurt nicht Haushalter ſein. 3Der Haushalter ſprach bey ſich ſelbs / Was ſol ich thun? mein Herr nimpt das Ampt von mir / Graben mag ich nicht / So ſcheme ich mich zu betteln. 4Jch weis wol was ich thun wil / wenn ich nu von dem Ampt geſetzt werde / das ſie mich in jre Heuſer nemen.

 

5VND er rieff zu ſich alle Schüldener ſeines Herrn / vnd ſprach zu dem erſten / Wie viel biſtu meinem Herrn ſchüldig? 6Er ſprach / Hundert tunnen öles. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / ſetze dich / vnd ſchreib flugs funffzig. 7Darnach ſprach er zu dem andern / Du aber / wie viel biſtu ſchüldig? Er ſprach / Hundert malter weitzen. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / vnd ſchreib achzig. 8Vnd der Herr lobete den vngerechten Haushalter / das er klüglich gethan hatte / Denn die Kinder dieſer welt ſind klüger / denn die Kinder des Liechtes / in jrem Geſchlechte.

 

 

Vers 9

 

9Vnd ich ſage euch auch / Machet euch Freunde mit dem vngerechten * Mammon / Auff das / wenn jr nu darbet / ſie euch auffnemen in die ewigen Hütten.

 

*

(Mammon)

Mammon iſt Ebreiſch / vnd hei­ſſet Reichthum.

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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