Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
19.11.2017 | Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | Volkstrauertag

Kirchenjahr 2016/2017

Vorletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Volkstrauertag

 

Regeln

Der Sonntag kann auch mit den Texten des Gedenktags der Entschlafenen begangen werden, wenn hierfür in der Gemeinde nicht andere Tage üblich sind.

 
  Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres in den Jahren 2017 bis 2024
Kalender

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
der vorletzte Sonnntag des Kirchenjahres liegt<br>zwischen dem 13. November und dem 19. November eines Jahres.
  • Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
  • zwei Wochen vor dem →1. Advent
  • abhängig vom Wochentag, auf den der →1. Weihnachtstag fällt
  • der vorletzte Sonnntag des Kirchenjahres liegt
    zwischen dem 13. November und dem 19. November eines Jahres.
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
Alternativer Artikel zum vorletzten Sonntag im Kirchenjahr

A
llgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag finden Sie in diesem Artikel:  

Zum Artikel

Volkstrauertag 2017 | Nationaler Gedenktag

Der Volkstrauertag ist der deutsche Trauertag zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus, der Toten beider Weltkriege und der Opfer von Gewalt.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
 

Der evangelische

Vorletzter Sonntag
des Kirchenjahres

Volkstrauertag

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Wir müſſen alle offenbar werden fur dem richtſtuel Chriſti.

→2Kor 5,10a

Pſalm
50
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Wir müſſen alle offenbar werden fur dem richtſtuel Chriſti.

→2Kor 5,10a

Pſalm
50
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 149 Es ist gewisslich an der Zeit A EG 149 Es ist gewisslich an der Zeit
B EG 378 Es mag sein, dass alles fällt
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextMt 25,31-46 Mt 25,31-46
Epistel Zum TextRom 8,18-23(24-25) Rom 14,(1-6)7-13
Altes Testament Zum TextJer 8,4-7 Hiob 14,1-6(7-12)13(14)15-17
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 19.11.2017 Zum TextLk 16,1-8(9)
IV 18.11.2018 Zum TextOffb 2,8-11
V 17.11.2019 Lk 18,1-8
VI 15.11.2020 Offb 2,8-11
I 14.11.2021 2Kor 5,1-10
II 13.11.2022 Mt 25,31-46
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum Text1Mos 19,12-19 (in Auswahl)M1Mos 19,12-29
MZum TextAmos 5,18-20MJer 8,4-7
MZum TextSir 17,16-24MJer 18,1-10
MZum TextOffb 20,11-15MAmos 5,18-20
MAmos 8,(1-3)4-10
MSir 17,16-24
MMt 13,47-50
MLk 16,1-8(9)
MOffb 20,11-15
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Mt 25,31-46

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXV.

 

 

Verse 31-46

Endzeitrede: Das Weltgericht

 

WEnn aber des menſchen Son komen wird / in ſeiner Herrligkeit / vnd alle heilige Engel mit jm / Denn wird er ſitzen auff dem ſtuel ſeiner Herrligkeit / 32vnd werden fur jm alle Völcker verſamlet werden / Vnd er wird ſie von einander ſcheiden / gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken ſcheidet / 33vnd wird die Schafe zu ſeiner Rechten ſtellen / vnd die Böcke zur Lincken. 34Da wird denn der König ſagen zu denen zu ſeiner Rechten / Kompt her jr geſegneten meines Vaters / ererbet das Reich / das euch bereitet iſt von anbegin der welt. 35Denn ich bin Hungerig geweſen / vnd jr habt mich geſpeiſet. Ich bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich getrencket. Ich bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich beherberget. 36Ich bin Nacket geweſen / vnd jr habt micht bekleidet. Ich bin Kranck geweſen / vnd jr habt mich beſucht. Ich bin Gefangen geweſen / vnd jr ſeid zu mir komen.

37DEnn werden jm die Gerechten antworten / vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich hungerig geſehen / vnd haben dich geſpeiſet? Oder durſtig / vnd haben dich getrenckt? 38Wenn haben wir dich einen Gaſt geſehen / vnd beherberget? Oder nacket / vnd haben dich bekleidet? 39Wenn haben wir dich kranck oder gefangen geſehen / vnd ſind zu dir komen? 40Vnd der König wird antworten / vnd ſagen zu jnen / Warlich ich ſage euch / Was jr gethan habt einem vnter dieſen meinen geringſten Brüdern / Das habt jr mir gethan.

DEnn wird er auch ſagen zu denen zur Lincken / Gehet hin von mir / jr Verfluchten / in das ewige Fewr / das bereitet iſt dem Teufel vnd ſeinen Engeln. 42Ich bin Hungerig geweſen / Vnd jr habt mich nicht geſpeiſet. Ich bin Durſtig geweſen / vnd jr habt mich nicht getrencket. 43Ich bin ein Gaſt geweſen / vnd jr habt mich nicht beherberget. Ich bin Nacket geweſen / vnd jr habt mich nicht bekleidet. Ich bin Kranck vnd Gefangen geweſen / vnd jr habt mich nicht beſucht.

44DA werden ſie jm auch antworten vnd ſagen / HErr / Wenn haben wir dich geſehen / hungerig / oder durſtig / oder einen gaſt / oder nacket / oder kranck oder gefangen / Vnd haben dir nicht gedienet? 45Denn wird er jnen antworten / vnd ſagen / Warlich ich ſage euch / Was jr nicht gethan habt einem vnter dieſen Geringſten / das habt jr mir auch nicht gethan. 46Vnd ſie werden in die ewige Pein gehen / Aber die Gerechten in das ewige Leben.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Rom 8,18-23(24-25)

EP
II

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. VIII.

 

 

Verse 18-23

Hoffnung vnd Gewiſſheit

 

DEnn ich halte es dafur / Das dieſer zeit leiden der Herrligkeit nicht werd ſey / die an vns ſol offenbaret werden. 19Denn das engſtliche harren der Creatur wartet auff die offenbarung der kinder Gottes. 20Sintemal die Creatur vnterworffen iſt der Eitelkeit / on jren willen / Sondern vmb des willen / der ſie vnterworffen hat auff die Hoffnung. 21Denn auch die Creatur frey werden wird von dem Dienſt des vergenglichen weſens / zu der herrlichen Freiheit der kinder Gottes. 22Denn wir wiſſen / das alle Creatur ſehnet ſich mit vns / vnd engſtet ſich noch jmer dar.

23NIcht alleine aber ſie / Sondern auch wir ſelbs / die wir haben des Geiſtes erſtling / ſehnen vns auch bey vns ſelbs / nach der Kindſchafft / vnd warten auff vnſers Leibes erlöſung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Engſtet)

Wie ein Weib in Kindsnöten.

 

 

Fakultativ: Verse 24-25

 

24Denn wir ſind wol ſelig / Doch in der hoffnung. Die Hoffnung aber / die man ſihet / iſt nicht hoffnung / Denn wie kan man des hoffen / das man ſihet? 25So wir aber des hoffen / das wir nicht ſehen / So warten wir ſein durch gedult.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jer 8,4-7

AT
V

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Alle ſind verblendet

Verse 4-7

 

DARumb ſprich zu jnen / ſo ſpricht der

HERR / Wo iſt jemand / ſo er fellet / der nicht gerne wider auffſtünde? Wo iſt jemand / ſo er jrre gehet / der nicht gerne wider zu recht keme? 5Noch wil ja dis Volck zu Jeruſalem jrre gehen fur vnd fur / Sie halten ſo hart an dem falſchen Gottesdienſt / das ſie ſich nicht wollen abwenden laſſen. 6Ich ſehe vnd höre / das ſie nichts rechts leren / Keiner iſt / dem ſeine bosheit leid were / vnd ſpreche / Was mache ich doch? Sie lauffen alle jren Lauff / wie ein grimmiger Hengſt im ſtreit.

 

7EIn Storck vnter dem Himel weis ſeine zeit / ein Dorteltaube / Kranich vnd Schwalbe mercken jre zeit / wenn ſie widerkomen ſollen / Aber mein Volck wil das Recht des HERRN nicht wiſſen.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Lk 16,1-8(9)

III

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Gleichnis vom ungetreuen Hausverwalter

Verse 1-8

 

ER ſprach aber auch zu ſeinen Jüngern /

Es war ein reicher Man / der hatte einen Haushalter / der ward fur jm berüchtiget / als hette er jm ſeine Güter vmbbracht. 2Vnd er foddert jn / vnd ſprach zu jm / Wie höre ich das von dir? Thu rechnung von deinem haushalten / Denn du kanſt hinfurt nicht Haushalter ſein. 3Der Haushalter ſprach bey ſich ſelbs / Was ſol ich thun? mein Herr nimpt das Ampt von mir / Graben mag ich nicht / So ſcheme ich mich zu betteln. 4Ich weis wol was ich thun wil / wenn ich nu von dem Ampt geſetzt werde / das ſie mich in jre Heuſer nemen.

 

5VND er rieff zu ſich alle Schüldener ſeines Herrn / vnd ſprach zu dem erſten / Wie viel biſtu meinem Herrn ſchüldig? 6Er ſprach / Hundert tunnen öles. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / ſetze dich / vnd ſchreib flugs funffzig. 7Darnach ſprach er zu dem andern / Du aber / wie viel biſtu ſchüldig? Er ſprach / Hundert malter weitzen. Vnd er ſprach zu jm / Nim deinen Brieff / vnd ſchreib achzig. 8Vnd der Herr lobete den vngerechten Haushalter / das er klüglich gethan hatte / Denn die Kinder dieſer welt ſind klüger / denn die Kinder des Liechtes / in jrem Geſchlechte.

 

 

Fakultativ: Vers 9

 

9Vnd ich ſage euch auch / Machet euch Freunde mit dem vngerechten * Mammon / Auff das / wenn jr nu darbet / ſie euch auffnemen in die ewigen Hütten.

 

*

(Mammon)

Mammon iſt Ebreiſch / vnd hei­ſſet Reichthum.

 

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Offb 2,8-11

IV

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. II.

 

 

Verse 8-11

Der Brief an die Gemeinde in Smyrna

II.

VND dem Engel der gemeinen zu Smyrnen ſchreibe / Das ſaget der Erſte vnd der Letzt / der tod war / vnd iſt lebendig worden. 9Ich weis deine werck vnd deine trübſal / vnd deine armut (du biſt aber reich) vnd die leſterung von denen / die da ſagen / Sie ſind Jüden / vnd ſinds nicht / ſondern ſind des Satans ſchule. 10Fürchte dich fur der keinem / das du leiden wirſt. Sihe / der Teufel wird etliche von euch ins Gefengnis werffen / auff das jr verſucht werdet / vnd werdet trübſal haben zehen tage. Sey getrew bis an den Tod / So wil ich dir die Krone des lebens geben. 11Wer ohren hat der höre / was der Geiſt den gemeinen ſagt. Wer vberwindet / dem ſol kein leid geſchehen von dem andern Tode.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
2Kor 5,1-10

VI

 

 

 

Die Ander Epiſtel:
An die Córinther.

 

C. V.

 

 

Verse 1-10

Sehnſucht nach der himmliſchen Heimat

 

WIr wiſſen aber / ſo vnſer jrdiſch Haus

dieſer Hütten zubrochen wird / das wir einen Baw haben von Gott erbawet / ein Haus / nicht mit henden gemacht / das ewig iſt im Himel. 2Vnd vber demſelbigen ſehnen wir vns auch / nach vnſer Behauſung / die vom Himel iſt / Vnd vns verlanget / das wir da mit vberkleidet werden / 3So doch wo wir bekleidet / vnd nicht blos erfunden werden. 4Denn dieweil wir in der Hütten ſind / ſehnen wir vns vnd ſind beſchweret / Sintemal wir wolten lieber nicht entkleidet / ſondern vberkleidet werden / Auff das das ſterbliche würde verſchlungen von dem Leben. 5Der vns aber zu demſelbigen bereitet / das iſt Gott / der vns das pfand / den Geiſt / gegeben hat.

 

6WIr ſind aber getroſt alle zeit / vnd wiſſen / das / dieweil wir im Leibe wonen / ſo wallen wir dem HErrn / 7Denn wir wandeln im glauben / vnd nicht im ſchawen. 8Wir ſind aber getroſt / vnd haben viel mehr luſt auſſer dem Leibe zu wallen / vnd da heimen zu ſein bey dem HErrn. 9Darumb vleiſſigen wir vns auch / wir ſind da heim oder wallen / das wir jm wolgefallen. 10Denn wir müſſen alle offenbar werden fur dem richtſtuel Chriſti / Auff das ein jglicher empfahe nach dem er gehandelt hat / bey Leibes leben / es ſey gut oder böſe.

 

 

 

 

a

(Faren ſchon)

Das iſt / wir Ty­rann­iſie­ren noch trei­ben die Leute nicht mit bann­en vnd an­der fre­ue­len Re­gi­men­ten / denn wir fürch­ten Gott. Son­dern le­ren ſie ſeu­ber­lich / das wir nie­mand auff­ſtütz­ig ma­chen.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
1Mos 19,12-19 (in Auswahl)

M1

Info

In Auswahl:

Dem Leser ist es wie der Gemeinde und dem Pfarrer überlassen, die Geschichte in 1Mos 19,12-19 vollständig oder nur in Teilen zu nutzen, abhängig davon, welcher Aspekt in der Predigt oder in einer Meditation in den Vordergrund treten soll.

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. XIX.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Untergang von Sodom und Gomorra.
Lots Errettung

Verse 12-19

 

VND die Menner ſprachen zu Lot / Haſtu noch jrgend hie einen Eidam vnd Söne vnd Töchter / vnd wer dich angehöret in der Stad / den füre aus dieſer ſtet / 13Denn wir werden dieſe ſtet verderben / Darumb das jr geſchrey gros iſt fur dem HERRN / der hat vns geſand ſie zuuerderben. 14Da gieng Lot hinaus / vnd redet mit ſeinen Eidam / die ſeine Töchter nemen ſolten / Machet euch auff / vnd gehet aus dieſem Ort / Denn der HERR wird dieſe Stad verderben / Aber es war jnen lecherlich.

 

Holzschnitt, Bild zu 1. Buch Mose, Kapitel 19, Der Untergang von Sodom und Gomarra.

 

DA nu die Morgenröte auffgieng / hieſſen die Engel den Lot eilen / vnd ſprachen / Mach dich auff / nim dein Weib vnd deine zwo Töchter / die furhanden ſind / Das du nicht auch vmbkomeſt in der miſſethat dieſer Stad. 16Da er aber verzog / ergriffen die Menner jn / vnd ſein Weib / vnd ſeine zwo Töchter bey der hand / darumb das der HERR ſein verſchonet / vnd füreten jn hin aus vnd lieſſen jn auſſen fur der Stad.

 

17VND als er jn hatte hin aus gebracht / ſprach er / Errette deine Seele / vnd ſihe nicht hinder dich / auch ſtehe nicht in dieſer gantzen gegend / Auff dem Berge errette dich / das du nicht vmbkomeſt. 18Aber Lot ſprach zu jnen / Ah nein HErr / 19Sihe / die weil dein Knecht gnade funden hat fur deinen Augen / So wolteſtu deine Barmhertzigkeit gros machen / die du an mir gethan haſt / das du meine Seele bey dem leben erhielteſt / Ich kan mich nicht auff dem Berge erretten / es möcht mich ein vnfal ankomen / das ich ſtürbe. 20Sihe / da iſt eine Stad / nahe / dar ein ich fliehen mag / vnd iſt klein / daſelbs wil ich mich erretten / Iſt ſie doch klein / das meine Seele lebendig bleibe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Zoar)

Heiſſt klein.

 

21DA ſprach er zu jm / Sihe / Ich hab auch in dieſem ſtück dich angeſehen / das ich die Stad nicht vmbkere / da von du geredt haſt. 22Eile vnd errette dich daſelbs / Denn ich kan nichts thun / bis das du hin ein komeſt / Da her iſt dieſe ſtad genennet / Zoar. 23Vnd die Sonne war auffgegangen auff erden / da Lot gen Zoar einkam.

→Luc. 17.

→2.Pet. 2.

Lots

weib wird zur Saltz­ſeu­len.

24DA lies der HERR Schwebel vnd Fewr regenen von dem HERRN vom Himel erab / auff Sodom vnd Gomorra / 25vnd keret die Stedte vmb / die gantze gegend / vnd alle Einwoner der ſtedte / vnd was auff dem Lande gewachſen war. 26Vnd ſein Weib ſahe hinder ſich / vnd ward zur Saltzſeule.

 

ABraham aber macht ſich des morgens früe auff an den Ort / da er geſtanden war / fur dem HERRN / 28Vnd wand ſein angeſicht gegen Sodom vnd Gomorra / vnd alles Land der gegend / vnd ſchawet / Vnd ſihe / da gieng ein Rauch auff vom Lande / wie ein rauch vom ofen. 29Denn da Gott die Stedte in der gegend verderbet / gedachte er an Abraham / vnd geleitet Lot aus den ſtedten die er vmbkeret / darin Lot wonete.

 

 

 

Hinweis zur Abbildung in 1Mos 19: : Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Amos 5,18-20

M2

 

 

 

Der Prophet Amós.

 

C. V.

 

 

Verse 18-20

Der Tag des HERRN iſt ein Tag des Gerichts

 

18WEh denen / die des HERRN tag begeren / Was ſol er euch? Denn des HERRN tag iſt ein finſternis vnd nicht ein liecht. 19Gleich als wenn jemand fur dem Lewen flöhe / vnd ein Beer begegent jm. Vnd als wenn jemand in ein Haus keme / vnd lehnet ſich mit der hand an die wand / vnd ein Schlange ſteche jn. 20Denn des HERRN tag wird ja finſter vnd nicht liecht ſein / tunckel vnd nicht helle.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEN APOKRYPHEN
Sir 17,16-24

M3

Info

Das Buch Jesus Sirach ist Teil der →Apokryphen des Alten Testaments.
Diese Texte sind nicht in jeder Bibelausgabe abgedruckt!

Der Text des Buches Jesus Sirach wurde für die Lutherbibel 2017 komplett neu übersetzt und weicht von der hier gezeigten Textgestalt (gültig bis 2016; letzmals revidiert 1984) stellenweise erheblich ab.

 

 

 

Das Bucĥ
Jeẛus Syracĥ.

 

C. XVII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Leben, wie Gott es gefällt

Verse 16-24 (Lutherbibel 2017: Verse 19-26)

 

Zur Ka­pi­tel- und Vers­zäh­lung sie­he An­mer­kung →*1)

 

17[14]IN allen Landen hat er Herrſchafften geordnet / [15]Aber vber Iſrael iſt er ſelbs Herr worden. 18+ / 19[16]Alle jre Werck ſind fur jm ſo offenbar / wie die Sonne / vnd ſeine Augen ſehen on vnterlas / alle jr weſen. 20[17]Auch ſind alle jr bosheit jm vnuerborgen / vnd alle jre ſünde ſind fur jm offenbar. 21+ / 22[18]Er behelt die wolthat des Menſchen / wie ein Siegelring / vnd die gute werck / wie ein Augapffel. 23[19]Vnd zu letzt / wird er auffwachen / vnd einem jglichen vergelten auff ſeinen Kopff / wie ers verdienet hat. 24[20]Aber die ſich beſſern / leſſt er zu gnaden komen / Vnd die da müde werden / tröſtet er / das ſie nicht verzagen.

 

25[21]SO bekere dich nu zum HERRN / vnd las dein ſündlich Leben / [22]Bitte den HERRN / vnd höre auff vom böſen. 26[23]Halte dich zu dem Höheſten / vnd wende dich vom Vnrecht / [24]vnd haſſe mit ernſt die Abgötterey.

 

 

 

*1)

Verszählung

Es liegen zwei verschiedene Verszählungen vor:

Die Zählung, in grüner Schrift und (wie in der Lutherbibel von 2017) in eckigen Klammern gesetzt, bezieht sich auf die Ausgaben der Lutherbibel bis 2017. Die Übersetzung der älteren Lutherbibeln seit 1534 stützt sich überwiegend auf die lateinische Übersetzung, die der Kirchenvater Hieronymus vorgenommen hatte, und die in der katholischen Kirche im 16. Jahrhundert weit verbreitet war.

Die Zählung (wie bei uns üblich) in roter Schrift gesetzt, folgt nun der Lutherbibel von 2017, die sich mit ihrer völlig neu besorgten Übersetzung nun auf den griechischen Quelltext der Septuaginta stützt und deren Zählung zugrunde legt.

Diese Zählung wird in allen künftigen Publikationen der evangelischen Kirchen maßgeblich sein.

 

Hinweis zum Gebrauch und zur Lutherbibel von 2017

Die Texte des Buchs Sirach in der Lutherbibel 2017 weichen wegen der Neuübersetzung basierend auf der Septuaginta stellenweise erheblich von der hier gezeigten Textform und von den Ausgaben bis 2017 ab.

Wir zeigen mit einem Plus-Zeichen hinter einer roten Versnummer an, dass an dieser Stelle der Text in der Lutherbibel 2017 erweitert, hier aber nicht enthalten ist . Der so bezeichnete 2017er Vers kommt in den früheren Luther-Ausgaben nicht vor.

Die Versangaben in allen älteren Ausgaben sowie in Dritttexten, z. B. in den Gottesdienstordnungen, beziehen sich derzeit noch durchweg auf die ältere Notation, wie wir sie in Klammern wiedergegeben haben.

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Offb 20,11-15

M4

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. XX.

 

 

Verse 11-15

Das Weltgericht

 

11VND ich ſahe einen groſſen weiſſen Stuel / vnd den der drauff ſaſs / fur welches Angeſicht flohe die Erde vnd der Himel / vnd jnen ward keine Stete erfunden. 12Vnd ich ſahe die Todten beide gros vnd klein ſtehen fur Gott / vnd die Bücher wurden auffgethan / Vnd ein ander Buch ward auffgethan / welchs iſt des Lebens / vnd die Todten wurden gerichtet nach der Schrifft in den Büchern / nach jren wercken. 13Vnd das Meer gab die Todten die darinnen

BB.

Holzschnitt, Bild BB aus der Offenbarung des Johannes

 

waren / vnd der Tod vnd die Helle gaben die Todten die darinnen waren / vnd ſie wurden gerichtet / ein jglicher nach ſeinen wercken. 14Vnd der Tod vnd die Helle wurden geworffen in den feurigen Pful. Das iſt der ander Tod. 15Vnd ſo jemand nicht ward erfunden geſchrieben in dem Buch des Lebens / Der ward geworffen in den feurigen Pful.

 

 

 

Hinweis zur Abbildung in Offb 20: : Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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