Sonntag Rogate

Sonntag, 10. Mai 2026

Symbol Tag

Der Tag im Jahreskalender

10.5.2026 | Rogate | 5. Sonntag nach Ostern
Sonntag
 

Rogate

5. Sonntag nach Ostern

 
Symbol

Johann Hüglin

(† 10. Mai 1527 in Meersburg)

Symbol

6. Sonntag der Osterzeit

Vocem Iucunditatis

 

Kalenderblätter
Kalender

Der Sonntag Rogate in den Jahren 2026 bis 2033
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 

Bewegliches Datum
Sonntag Rogate zwischen dem 26. April und dem 30. Mai
 
  • 5. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der Sonntag Rogate liegt zwischen
    dem 26. April und dem 30. Mai eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 35 Tage nach Ostern
  • am 36. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Der Sonntag Rogate im evangelischen Kirchenjahr
Das evangelische Kirchenjahr

→5. Sonntag nach Ostern 2025/2026

Der Artikel zeigt Spruch, Psalm und Lied­aus­wahl für die Wo­che so­wie die Bi­bel­tex­te für Le­sun­gen und Pre­dig­ten nach der Kir­chen­ord­nung.

 

Hintergründig

Wissenswertes

Symbol Evangelisch

 

Die evangelischen Sonntage

zwischen Ostern und Pfingsten

Die Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten dienen dem Gedenken der Ereignisse zwischen Auferstehung und Himmelfahrt sowie dem Warten auf das Heilshandeln Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes an Pfingsten.

Ihre Inhalte betonen den Glauben an die Schöpfung, an die Kraft des Betens, an die Macht des Segnens und an die Wirksamkeit der Taufe. In diesen Wochen begehen die Kirchen die erste Heilige Kommunion und Konfirmationen. In keinem anderen Jahresbereich finden mehr Taufen und kirchliche Eheschließungen statt als in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten.

Sonntage in der Osterzeit im evangelischen Kirchenjahr

Die sechs Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten werden allgemein als »Sonntage nach Ostern« oder »Sonntage in der Osterzeit« bezeichnet. In der evangelischen Kirche tragen diese Sonntage Namen:

  • Ostersonntag
  • 1. Sonntag nach Ostern: Quasimodogeniti
  • 2. Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini
  • 3. Sonntag nach Ostern: Jubilate
  • 4. Sonntag nach Ostern: Kantate
  • 5. Sonntag nach Ostern: Rogate
  • 6. Sonntag nach Ostern: Exaudi
  • Pfingstsonntag
 

Symbol Katholisch

 

Die katholischen Sonntage

zwischen Ostern und Pfingsten

Römisch-katholische Zählung und Namensgebung

Die römisch-katholische Namensgebung dieser Sonntage unterscheidet sich in der Zählweise »Sonntag der Osterzeit« (nicht »Sonntag nach Ostern«), was sich auf die Nummerierung auswirkt, sowie in der Namensgebung bzw. in der Schreibweise der Namen.

Zusätzlich wurden mit der Liturgiereform von 1970 die beiden Sonntage »Misericordia Domini« und »Jubilate Deo« im Prinzip in der Reihenfolge getauscht.

Papst Johannes Paul II. bestimmte im Jahr 2000 den 2. Sonntag der Osterzeit (1. Sonntag nach Ostern, »Weißer Sonntag«, Dominica in albis) zum »Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit«.

Daraus ergeben sich seit 1970 deutliche Unterschiede des katholischen Kirchenkalenders zwischen Ostern und Pfingsten zum evangelischen Kirchenkalender, der aus der vorreformatorischen römisch-katholischen Liturgie hervorgegangen ist, sowie zum römisch-katholischen Kalender vor 1970.

Sonntage in der Osterzeit im römisch-katholischen Kirchenjahr

Die sieben Sonntage ab Ostern werden allgemein als »Sonntage der Osterzeit« bezeichnet. In der römisch-katholischen Kirche tragen diese Sonntage seit der Liturgiereform von 1970 diese Namen:

  • 1. Sonntag der Osterzeit: Ostersonntag
  • 2. Sonntag der Osterzeit: Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit (Weißer Sonntag)
  • 3. Sonntag der Osterzeit: Jubilate Deo
  • 4. Sonntag der Osterzeit: Misericordia Domini (Sonntag des guten Hirten)
  • 5. Sonntag der Osterzeit: Cantate Domino
  • 6. Sonntag der Osterzeit: Vocem iucunditatis
  • 7. Sonntag der Osterzeit: Exaudi Domine
  • Pfingstsonntag
Info

Wir stützen uns in unseren Ka­len­dern auf die evan­ge­li­sche Kir­chen­ord­nung, der wir Zäh­lung und Na­mens­ge­bung der kir­ch­li­chen Fes­te und Ge­denk­ta­ge ent­neh­men. Die ka­tho­li­schen Be­zeich­nun­gen und Da­ten wer­den der­zeit nur in den Blät­tern un­se­res Ewi­gen Ka­len­ders ge­zeigt.

 

Hintergründig

Hintergründig

5. Sonntag nach Ostern

Rogate

Gerste im Juni | Foto: © Reiner Makohl

Abbildung: : Gerste im Juni | Rogate: »Betet!« – Unser täglich Brot gib uns heute.
Foto: © Reiner Makohl

 

Die Bedeutung des Sonntags Rogate

Die evangelischen Kirchen wählten als Namen für die­sen Sonn­tag den la­tei­ni­schen Im­pe­ra­tiv »Ro­ga­te!«, was über­setzt »Be­tet!« heißt.

Der Sonntag Rogate ist somit der Bet­sonn­tag. Im Vor­der­grund steht das Ge­bet. Der Zu­sam­men­hang mit der Os­ter­zeit er­gibt sich aus der neu­en Be­zie­hung zwi­schen Men­schen und Gott, aus dem neuen Bund: Es steht je­dem frei und ein­je­der ist auf­ge­for­dert, selbst und di­rekt zu Gott zu be­ten.

 

Missionssonntag und Missionsopferwoche

Mit dem Sonntag Rogate beginnt in den evan­ge­li­schen Kir­chen die Mis­si­ons­op­fer­wo­che. Der Sonn­tag Ro­ga­te wird als Mis­si­ons­sonn­tag be­gan­gen.

Davon zu unterschei­den ist der Welt­mis­sions­sonn­tag der rö­mi­sch-ka­tho­li­schen Kir­che, der seit 1926 für die gan­ze Kir­che vor­ge­schrie­ben und auf den vor­letz­ten Sonn­tag im Ok­to­ber fest­ge­legt wur­de. In Deutsch­land fin­det der Sonn­tag der Welt­mis­sion am 4. Sonn­tag im Ok­to­ber statt.

 

Der Name Rogate

 

»Betet!« | »Bittet!«

Der Name Rogate für diesen Sonntag geht zurück auf die Anpassung des liturgischen Introitus der protestantischen Kirchen an die alternative Bezeichnung des Sonntags als Dominica rogationum im Mittelalter:

»Rogate et dabitur vobis«,
»Bittet, und es wird euch gegeben.«

Dieser Name hat sich in den evangelischen Kirchen für den 5. Sonntag nach Ostern bis heute erhalten.

Biblisch stützt sich der Introitus-Vers auf die Texte in Mt 7,7 und Joh 16,23.

 

Hier der Text Mt 7,7 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata und
der Text aus der Lutherbibel von 1545:

77 Petite et dabitur vobis
quaerite et invenietis pulsate et aperietur vobis

77 Bittet / ſo wird euch gegeben /
ſuchet / ſo werdet jr finden /
Klopffet an ſo wird euch auffgethan.

Anmerkung: Im biblischen Vulgata-Text steht statt rogate das inhaltlich fast gleichwertige, mittelalterliche petite (petere: bitten, erbitten). Die Abwandlung im Introitus erklärt sich aus dem Sonntagsnamen.

Der Text aus → Joh 16,23 lautet:

1623b Dico vobis
si quid petieritis Patrem in nomine meo dabit vobis

1623b Ich ſage euch /
So jr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen /
ſo wird ers euch geben.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dominica rogationum

Der 5. Sonntag nach Ostern ist als Dominica rogationum auch schon im Hochmittelalter bekannt. Die lateinische Bezeichnung bedeutet »Sonntag der Bitten«.

Dominica proxima ante rogationes

Etwa zeitgleich war auch die lateinische Bezeichnung Dominica proxima ante rogationes in Gebrauch. Sie bedeutet »(Letzter) Sonntag vor den Bitten«.

Die Rogationes waren die drei Tage vor Himmelfahrt, an denen Bittgänge stattfanden, insbesondere für gute Ernten. Mancherorts umfassten diese »Tage der Bitten« auch die gesamte Woche bis Samstag vor dem 6. Sonntag nach Ostern.

Vocem jocunditatis

Die ursprüngliche Bezeichnung war Vocem jocunditatis (oder : oder Vocem jucunditatis). Sie bedeutet etwa »mit der Stimme der Annehmlichkeit«, »mit fröhlicher Stimme«, »mit fröhlichem Schall«. Der Name ist abgeleitet von den ersten Worten des lateinischen Introitus (Messeingang) der römisch-katholischen Messe für diesen Sonntag nach Jes 48,20:

»Vocem jucunditatis annunciate et auditur alleluja«,
»Verkündet es mit fröhlicher Stimme, und es werde gehört. Halleluja.«

Hier der Text → Jes 48,20 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata und aus der Lutherbibel von 1545:

4820 Egredimini de Babylone fugite a Chaldeis in voce exultationis
adnuntiate auditum facite hoc
efferte illud usque ad extrema terrae
dicite redemit Dominus servum suum Iacob

4820 GEhet aus von Babel / fliehet von den Chaldeern mit frölichem ſchall /
Verkündiget vnd laſſet ſolchs hören /
Bringets aus bis an der Welt ende /
ſprecht / Der HERR hat ſeinen knecht Jacob erlöſet.

Im römisch-katholischen Kirchenkalender trägt dieser Sonntag, nach katholischer Zählung der 6. Sonntag der Osterzeit, noch heute diesen Namen: Vocem iucunditatis.

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der → Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

 

  Hörbuch-Video

Evangelium zum Sonntag Rogate:

Das Vaterunser
und das Gleichnis vom bittenden Freund. (Lk 11,1-13)

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→Hörbuch-Video: Lk 11,1-13

Das Video zeigt den Text des Va­ter­un­sers und des Gleich­nis­ses vom bit­ten­den Freund aus der Lu­ther­bi­bel von 1545, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

 

 

Gedankenpausen

Die Macht des Betens

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere kleine Abhandlung
→Die Macht des Betens empfehlen.

Die Macht des Betens

»Wer von Euch wird, wenn ihn sein Sohn um Brot bittet, ihm einen Stein geben?
Wie viel mehr wird euer Va­ter im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten?
«
(→ Mt 7,9-11) | © Geschütztes Bildmaterial

– Auszug aus dem Inhalt –

Beten – wie geht das eigentlich? Da gibt es doch völlig un­ter­schied­li­che Vor­stel­lungen von dem, was ein »gutes« Ge­bet aus­macht, oder? Schließlich soll es auch wirken, nicht nutz­los sein. Doch wie macht man das? Wie stellt man das an, dass es wirkt?

Gibt es nicht irgendwelche Handlungsanweisungen dafür? Eine Art Be­die­nungs­an­lei­tung? Einen User Guide? Die Macht des Be­tens soll ja enorm sein! Hört und liest man jedenfalls hin und wie­der.

Die Macht des Betens! Das klingt ein wenig nach Kitsch, Fantasy-Ro­ma­nen und »Möge die Macht mit Dir sein!« – schön wäre es ja, wenn es sie gäbe. Oder nicht?

Wann haben Sie das letzte Mal gebetet? Wissen Sie, wie es geht?

Kennen Sie die Macht des Betens?

Ja? Nein? Egal – es lohnt sich bestimmt, mehr da­r­ü­ber zu erfahren, wie man es anstellt, dass ein Gebet nicht nur »Geplapper« ist, sondern auch wirkt!

 

Die Macht des Betens | © Geschütztes Bildmaterial
Gedankenpause

→Die Macht des Betens

Beten! – Was riskieren wir schon dabei? Nichts. Was kostet es uns, außer einigen Minuten Zeit, die wir vermutlich anderweitig kaum besser genutzt hätten?

Ein Workshop zum Thema Beten

 

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  • alle evangelisch-kirchlichen Fest- und Feiertage
  • alle evangelisch-kirchlichen Gedenktage, sofern sie gottesdienstlich begangen wurden oder werden
Zum Verzeichnis der Tage im evangelischen Kalender 2025/2026
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SK Version 21.06.2026  

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