Sonntag Exaudi

Sonntag, 17. Mai 2026

 

Der Name Exaudi

 

»Höre!«

Der Name Exaudi für diesen Sonntag geht zurück auf die vorreformatorische Zeit und leitet sich ab aus einer Zeile des liturgischen Wechselgesangs, der Antiphon, der römisch-katholischen Messe für diesen Sonntag:

»Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te; miserere mei, et exaudi me!«,
»Höre, HERR, meine Stimme, wenn ich dich rufe; Sei mir gnädig und erhöre mich!«

Dieser Name hat sich in den evangelischen Kirchen für den 6. Sonntag nach Ostern bis heute erhalten.

Biblisch stützt sich die Bezeichnung Exaudi auf den Text in Psalm 27,7 (Vulgata: Psalm 26,7).

 

Hier der Text aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata (Ps 26,7) und
der Text →Ps 27,7 aus der Lutherbibel von 1545:

267 Exaudi Domine vocem meam
qua clamavi miserere mei et exaudi me

277 HERR
höre meine ſtim wenn ich ruffe /
Sey mir gnedig vnd erhöre mich.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dominica post ascensionem

Der 6. Sonntag nach Ostern ist auch als Dominica post ascensionem bekannt. Die lateinische Bezeichnung bedeutet »Sonntag nach Himmelfahrt«.

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Symbol Tag

Der Tag im Jahreskalender

17.5.2026 | Exaudi | 6. Sonntag nach Ostern
Sonntag
 

Exaudi

6. Sonntag nach Ostern

 
Symbol

Valerius Herberger

(† 18. Mai 1627 in Fraustadt [polnisch: Wschowa])

Symbol

7. Sonntag der Osterzeit

Exaudi Domine

 

Kalenderblätter
Kalender

Der Sonntag Exaudi in den Jahren 2026 bis 2033
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 

Bewegliches Datum
Sonntag Exaudi zwischen dem 3. Mai und dem 6. Juni
 
  • 6. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der Sonntag Exaudi liegt zwischen
    dem 3. Mai und dem 6. Juni eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 42 Tage nach Ostern
  • am 43. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Der Sonntag Exaudi im evangelischen Kirchenjahr
Das evangelische Kirchenjahr

→6. Sonntag nach Ostern 2025/2026

Der Artikel zeigt Spruch, Psalm und Lied­aus­wahl für die Wo­che so­wie die Bi­bel­tex­te für Le­sun­gen und Pre­dig­ten nach der Kir­chen­ord­nung.

 

Hintergründig

Wissenswertes

Symbol Evangelisch

 

Die evangelischen Sonntage

zwischen Ostern und Pfingsten

Die Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten dienen dem Gedenken der Ereignisse zwischen Auferstehung und Himmelfahrt sowie dem Warten auf das Heilshandeln Gottes durch die Kraft des Heiligen Geistes an Pfingsten.

Ihre Inhalte betonen den Glauben an die Schöpfung, an die Kraft des Betens, an die Macht des Segnens und an die Wirksamkeit der Taufe. In diesen Wochen begehen die Kirchen die erste Heilige Kommunion und Konfirmationen. In keinem anderen Jahresbereich finden mehr Taufen und kirchliche Eheschließungen statt als in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten.

Sonntage in der Osterzeit im evangelischen Kirchenjahr

Die sechs Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten werden allgemein als »Sonntage nach Ostern« oder »Sonntage in der Osterzeit« bezeichnet. In der evangelischen Kirche tragen diese Sonntage Namen:

  • Ostersonntag
  • 1. Sonntag nach Ostern: Quasimodogeniti
  • 2. Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini
  • 3. Sonntag nach Ostern: Jubilate
  • 4. Sonntag nach Ostern: Kantate
  • 5. Sonntag nach Ostern: Rogate
  • 6. Sonntag nach Ostern: Exaudi
  • Pfingstsonntag
 

Symbol Katholisch

 

Die katholischen Sonntage

zwischen Ostern und Pfingsten

Römisch-katholische Zählung und Namensgebung

Die römisch-katholische Namensgebung dieser Sonntage unterscheidet sich in der Zählweise »Sonntag der Osterzeit« (nicht »Sonntag nach Ostern«), was sich auf die Nummerierung auswirkt, sowie in der Namensgebung bzw. in der Schreibweise der Namen.

Zusätzlich wurden mit der Liturgiereform von 1970 die beiden Sonntage »Misericordia Domini« und »Jubilate Deo« im Prinzip in der Reihenfolge getauscht.

Papst Johannes Paul II. bestimmte im Jahr 2000 den 2. Sonntag der Osterzeit (1. Sonntag nach Ostern, »Weißer Sonntag«, Dominica in albis) zum »Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit«.

Daraus ergeben sich seit 1970 deutliche Unterschiede des katholischen Kirchenkalenders zwischen Ostern und Pfingsten zum evangelischen Kirchenkalender, der aus der vorreformatorischen römisch-katholischen Liturgie hervorgegangen ist, sowie zum römisch-katholischen Kalender vor 1970.

Sonntage in der Osterzeit im römisch-katholischen Kirchenjahr

Die sieben Sonntage ab Ostern werden allgemein als »Sonntage der Osterzeit« bezeichnet. In der römisch-katholischen Kirche tragen diese Sonntage seit der Liturgiereform von 1970 diese Namen:

  • 1. Sonntag der Osterzeit: Ostersonntag
  • 2. Sonntag der Osterzeit: Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit (Weißer Sonntag)
  • 3. Sonntag der Osterzeit: Jubilate Deo
  • 4. Sonntag der Osterzeit: Misericordia Domini (Sonntag des guten Hirten)
  • 5. Sonntag der Osterzeit: Cantate Domino
  • 6. Sonntag der Osterzeit: Vocem iucunditatis
  • 7. Sonntag der Osterzeit: Exaudi Domine
  • Pfingstsonntag
Info

Wir stützen uns in unseren Ka­len­dern auf die evan­ge­li­sche Kir­chen­ord­nung, der wir Zäh­lung und Na­mens­ge­bung der kir­ch­li­chen Fes­te und Ge­denk­ta­ge ent­neh­men. Die ka­tho­li­schen Be­zeich­nun­gen und Da­ten wer­den der­zeit nur in den Blät­tern un­se­res Ewi­gen Ka­len­ders ge­zeigt.

 

Hintergründig

Hintergründig

6. Sonntag nach Ostern

Exaudi

Blüten | Foto: © Reiner Makohl

Abbildung: Blüten | Exaudi: »Erhöre mich« – Mein Flehen strebt zu Dir.
Foto: © Reiner Makohl

Das Buch der Psalmen

 

27 7 Gott, höre den Ruf meiner Stimme. Erbarme Dich meiner. Erhöre mich.

 

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