2. Sonntag nach Epiphanias | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
15.1.2017 | 2. Sonntag nach Epiphanias

Kirchenjahr 2016/2017

2. Sonntag
nach Epiphanias

 
 

Teil I: Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres  

Info

Regelung bis 2018: Nach der Leseordnung bis 2017/2018 entfällt der 2. Sonntag nach Epiphanias, wenn im selben Jahr der →Ostersonntag vor dem 1. April liegt (im Schaltjahr: vor dem 31. März).
Es entfallen dann auch der 3., 4. und 5. Sonntag nach Epiphanias. Der Letzte Sonntag nach Epiphanias bleibt immer erhalten.

Neue Regelung ab 2019: Der 2. Sonntag nach Epiphanias ist immer vorhanden.

 

Inhalt dieser Seite

 
  2. Sonntag nach Epiphanias in den Jahren 2017 bis 2024
Kalender

2. Sonntag nach Epiphanias in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
Der 2. Sonntag nach Epiphanias zwischem dem 14. Januar und dem 20. Januar
  • Abhängig vom →Osterdatum
    Der 2. Sonntag nach Epiphanias liegt zwischen dem 14. Januar und dem 20. Januar eines Jahres.
  • Hinweis für Jahre bis 2018:
    Der 2. Sonntag nach Epiphanias kann entfallen sein.
 

Die Sonntage der Epiphaniaszeit im evangelischen Kirchenkalender (gültig bis 2018)

 

Die Bezeichnung Epiphanias geht zurück auf das altgriechische Wort έπιφάνεια (epiphaneia), das »Erscheinung« meint. Es bezeichnete in der frühen Kirche die Erscheinung der Herrlichkeit Gottes als Inhalt des Festes, das am 6. Januar gefeiert wurde.

Unter diesem ursprünglichen Namen hat der 6. Januar Einzug gefunden in den →Kalender des Evangelischen Kirchenjahrs.

Abhängig vom Osterdatum folgen dem Tag Epiphanias im Kalender einer bis sechs Sonntage, die einfach als »Sonntage nach Epiphanias« durchgezählt werden. Der »Letzte Sonntag nach Epiphanias« schließt die Epiphaniaszeit ab:

 

Die vollständige Übersicht finden Sie in unserem Kalender →Das Evangelische Kirchenjahr.

Die Sonntage der Epiphaniaszeit im evangelischen Kirchenkalender (gültig ab 2019)

 

Mit der Revision der Leseordnung, die ab dem Kirchenjahr 2018/2019 gelten wird, reduziert sich Zahl der Sonntage nach Epiphanias. Zudem kann nur noch der 3. Sonntag nach Epihanias entfallen; dies in Jahren, in denen der 6. Januar ein Sonntag ist.

Die Epiphaniaszeit umfasst somit immer vier Sonntage, gerechnet ab dem Epi­pha­nias­fest, das selbst auf einem Sonntag liegen kann.

 

Die vollständige Übersicht finden Sie in unserem Kalender →Das Evangelische Kirchenjahr.

Titel Gottesdienstliche Ordnung

Der evangelische

2. Sonntag nach
Epiphanias

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

1. Sonntag nach Epiphanias | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Die Zeit nach Epiphanias umfasst einen bis sechs Sonntage. Die ersten fünf Sonntage können entfallen (abhängig vom Osterdatum).
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

2. Sonntag nach Epiphanias

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Das Geſetz iſt durch Moſen gegeben / Die Gnade vnd Warheit iſt durch Jheſum Chriſt worden.

→Joh 1,17

Pſalm
105
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Das Geſetz iſt durch Moſen gegeben / Die Gnade vnd Warheit iſt durch Jheſum Chriſt worden.

→Joh 1,17

Pſalm
105
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 5
oder:
Gottes Sohn ist kommen A EG 398 In dir ist Freude
EG 398 In dir ist Freude B EG 74 Du Morgenstern, du Licht vom Licht
    C DHuT 113 Du verwandelst meine Trauer in Freude
   

EG: Evangelisches Gesangbuch
DHuT: Durch Hohes und Tiefes. Gesangbuch der Evangelischen Studierendengemeinden in Deutschland

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

2. Sonntag nach Epiphanias

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextJoh 2,1-11 Joh 2,1-11
Epistel Zum TextRom 12,(4-8)9-16 1Kor 2,1-10
Altes Testament Zum Text2Mos 33,17b-23 2Mos 33,17b-23
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 15.1.2017 Zum Text2Mos 33,17b-23
IV 14.1.2018 Zum Text1Kor 2,1-10
V 20.1.2019 2Mos 33,17b-23
VI 19.1.2020 Hebr 12,12-18(19-21)22-25a
I 17.1.2021 Rom 12,9-16
II 16.1.2022 Jer 14,2-9
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum TextJer 14,(2-6)7-9MMk 2,18-20(21-22)
MZum TextJer 17,13-14
MZum TextMt 17,24-27
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Joh 2,1-11

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Hochzeit zu Kana

Verse 1-11

 

VND am dritten tage ward eine Hochzeit

zu Cana in Galilea / vnd die mutter Jheſu war da. 2Jheſus aber vnd ſeine Jünger wurden auch auff die Hochzeit geladen. 3Vnd da es an Wein gebrach / ſpricht die mutter Jheſu zu jm / Sie haben nicht wein. 4Jheſus ſpricht zu jr / Weib was habe ich mit dir zuſchaffen? Meine ſtunde iſt noch nicht komen. 5Seine mutter ſpricht zu den Dienern / Was er euch ſaget das thut. 6Es waren aber alda ſechs ſteinern Waſſerkrüge geſetzt nach der weiſe der Jüdiſchen reinigung / vnd gieng in je einen / zwey oder drey * Mas. →*1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Forte) →*2)

Was gehet es mich vnd dich an.

 

*

(Maſs)

Metreta im Grie­chiſchen / Zwo Metreten machen bey vns ſchier ein Eimer weins. →*3)

 

7JHEſus ſpricht zu jnen / Füllet die Waſſerkrüge mit waſſer. Vnd ſie fülleten ſie bis oben an. 8Vnd er ſpricht zu jnen / Schepffet nu / vnd bringets dem Speiſemeiſter. Vnd ſie brachtens. 9Als aber der Speiſemeiſter koſtet den Wein / der waſſer geweſen war / vnd wuſte nicht von wannen er kam / die Diener aber wuſtens / die das Waſſer geſchepfft hatten / rüffet der Speiſemeiſter dem Breutgam / 10vnd ſpricht zu jm / Jederman gibt zum erſten guten Wein / vnd wenn ſie truncken worden ſind / als denn den geringern / Du haſt den guten Wein biſher behalten. 11Das iſt das erſte Zeichen das Jheſus thet / geſchehen zu Cana in Galilea / vnd offenbarte ſeine Herrligkeit. Vnd ſeine Jünger gleubten an jn.

 

 

 

*1) Korrektur: »Maſs«

 

*2) lat.: forte; dt.: »(das meint in) etwa«

 

*3) Metreta

Für das griechische μετρητής (Metretes, 34 bzw. 39 Liter) gibt es kein entsprechendes Volumenmaß im Deutschen. Luther setzt »Maſs« (Maß, ca. 1 Liter), erklärt aber, dass das griechische Wort »Metreta« etwas 30 Liter meine, denn zwei der griechischen Einheiten ergeben fast genau einen (mittelalterlichen) Eimer (ca. 60 Liter). Die Wasserkrüge fassten demnach zwischen 60 und 120 Liter.

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Rom 12,(4-8)9-16

EP
II

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. XII.

 

 

Fakultativ: Verse 4-8

Die Gnadengaben im Dienſt der Gemeinde

4Denn gleicher weiſe als wir in einem Leibe viel Glieder haben / aber alle glieder nicht einerley Geſchefft haben / 5Alſo ſind wir viele ein Leib in Chriſto / Aber vnternander iſt einer des andern Glied / 6Vnd haben mancherley Gaben nach der gnade / die vns gegeben iſt. 7Hat jemand Weiſſagung / ſo ſey ſie dem glauben a ehnlich. Hat jemand ein Ampt / ſo warte er des ampts. b Leret jemand / ſo warte er der lere. 8Ermanet jemand / ſo warte er des ermanens. Gibt jemand / ſo gebe er einfeltiglich. Regieret jemand / ſo ſey er ſorgfeltig. Vbet jemand Barmhertzigkeit / ſo thu ers mit luſt.

 

a

(Ehnlich)

Alle Weiſſagung die auff werck / vnd nicht lau­ter auff Chri­ſtum fü­ret / als den ei­ni­gen Troſt / wie köſt­lich ſie iſt / ſo iſt ſie doch dem glau­ben nicht ehn­lich / Als da ſind die offen­ba­rung der Pol­ter­geiſter / die Meſſen / Wal­far­ten / faſten vnd Hei­li­gen dienſt ſu­chen.

b

(Leret) Man leret die es nicht wiſſen vnd er­ma­net die es zu­uor wiſſen.

 

 

Aus dem Abschnitt

Ermahnung zur brüderlichen Gemeinſchaft

Verse 9-16

 

DIe Liebe ſey nicht falſch. Haſſet das arge / Hanget dem guten an. 10Die brüderliche Liebe vnternander ſey hertzlich. Einer kome dem andern mit Ehrerbietung zuuor. 11Seid nicht trege / was jr thun ſolt. Seid brünſtig im geiſte. Schicket euch in die zeit. 12Seid frölich in hoffnung / Gedültig in trübſal / Haltet an am gebet. 13Nemet euch der Heiligen notdurfft an. Herberget gerne. 14Segenet die euch verfolgen / Segenet vnd fluchet nicht. 15Frewet euch mit den Frölichen / vnd weinet mit den Weinenden. 16Habt einerley ſinn vnternander. Trachtet nicht nach hohen dingen / ſondern haltet euch herunter zu den Nidrigen.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
2Mos 33,17b-23

AT
III

 

 

 

 

Das II. Bucĥ Moſe.

 

C. XXXIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Moſes begehrt, des HERRN Herrlichkeit zu ſchauen

Verse 17a.c-23

 

 

 

 

 

→*1)

 

17aDer HERR ſprach zu Moſe /

17cdu haſt gnade fur meinen Augen funden / vnd ich kenne dich mit namen.

 

 

 

 

 

→Rom. 9.

18ER aber ſprach / So las mich deine Herrligkeit ſehen. 19Vnd er ſprach / Ich wil fur deinem angeſicht her alle meine Güte gehen laſſen / vnd wil laſſen predigen des HERRN namen fur dir / Wem ich aber gnedig bin / dem bin ich gnedig / vnd wes ich mich erbarme / des erbarme ich mich. 20Vnd ſprach weiter / Mein Angeſicht kanſtu nicht ſehen / Denn kein Menſch wird leben / der mich ſihet. 21Vnd der HERR ſprach weiter / Sihe / Es iſt ein raum bey mir / da ſoltu auff dem Fels ſtehen / 22Wenn denn nu mein Herrligkeit fur vbergehet / wil ich dich in der Felsklufft laſſen ſtehen / Vnd meine Hand ſol ob dir halten / bis ich fur vbergehe. 23Vnd wenn ich meine Hand von dir thue / wirſtu mir hinden nach ſehen / Aber mein Angeſicht kan man nicht ſehen.

 

 

 

 

 

 

 

(Mein angeſicht)

Hie heiſſt Got­tes an­ge­ſicht / nicht die Wol­cken noch Seu­le / ſon­dern er ſel­ber / Wie er ſpricht / Der Menſch wird nicht le­ben / ſo mich ſi­het. Aber es iſt al­les von Chri­ſto geſa­get / wel­cher ſolt er­ſchei­nen in der Menſch­heit / her­nach wenn Mo­ſes Reich ein en­de het­te. In des ſol Mo­ſe im Fels ſte­hen / vnd den ver­heiſ­ſen Chri­ſtum ſe­hen vnd pre­di­gen / bis er kome / Das al­ſo Iſ­ra­el Got­tes wort jmer ha­be / bis auff Chri­ſtum etc.

 

 

 

*1) Die Versangabe »17b« der Perikopenordnung ist ungenau. Der Vers, wie er für die Textlesung verwendet wird, setzt sich vielmehr aus dem ersten Teil (17a) und dem letzten Teil (hier: 17c) zusammen. das Mittelstück (Was du jtzt geredt haſt / wil ich auch thun / ) ist auszulassen.

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
1Kor 2,1-10

IV

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. II.

 

 

Verse 1-5

Des Apoſtels Predigt vom Kreuz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Gal. 4.

VND ich lieben Brüder / da ich zu euch

kam / kam ich nicht mit hohen worten oder hoher weisheit / euch zu verkündigen die göttliche predigt. 2Denn ich hielt mich nicht dafur / das ich etwas wüſte vnter euch / On allein Jheſum Chriſtum / den gecreutzigeten. 3Vnd ich war bey euch / mit ſchwacheit / vnd mit furcht / vnd mit groſſem zittern / 4Vnd mein wort vnd meine predigt war nicht in vernünfftigen Reden menſchlicher weisheit / Sondern in beweiſung des Geiſts vnd der krafft / 5Auff das ewer glaube beſtehe / nicht auff Menſchen weisheit / ſondern auff Gottes krafft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*

(Bestehe)

Darumb können Men­ſchen­le­re ni­cht ein grund des Ge­wiſ­ſens oder Glau­bens ſein.

 

 

Aus dem Abschnitt

Von der Weisheit Gottes

Verse 6-10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 64.

6DA wir aber von reden / das iſt dennoch weisheit / bey den Volkomen / Nicht eine weisheit dieſer Welt / auch nicht der Oberſten dieſer welt / welche vergehen / 7Sondern wir reden von der heimlichen verborgenen weisheit Gottes / welche Gott verordnet hat vor der welt / zu vnſer herrligkeit / 8Welche keiner von den Oberſten dieſer welt erkand hat / Denn wo ſie die erkand hetten / hetten ſie den HErrn der Herrligkeit nicht gecreutziget. 9Sondern wie geſchrieben ſtehet / Das kein Auge geſehen hat / vnd kein Ohre gehöret hat / vnd in keines Menſchen hertz komen iſt / das Gott bereitet hat / denen / die jn lieben.

 

 

 

 

 

 

(Verborgenen)

Denn es ligt vn­ter der tor­heit vnd dem Creutz ver­bor­gen / vnd ſchei­net nicht in eh­ren vnd reich­thum.

 

10VNs aber hat es Gott offenbaret durch ſeinen Geiſt / Denn der Geiſt erforſchet alle ding / auch die tieffe der Gottheit.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mk 2,18-20(21-22)

V

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Rede über das Faſten
Die Faſtenfrage

|| →Mt 9,14-17    || →Lk 5,33-39

Verse 18-20

Mat. 9.

Luc. 5.

VND die Jünger Johannis vnd der Phariſeer faſteten viel / Vnd es kamen etliche / die ſprachen zu jm / Warumb faſten die Jünger Johannis vnd der Phariſeer / vnd eine Jünger faſten nicht? 19Vnd Jheſus ſprach zu jnen / Wie können die Hochzeitleute faſten / die weil der Breutigam bey jnen iſt? Alſo lange der Breutigam bey jnen iſt / können ſie nicht faſten. 20Es wird aber die zeit komen / das der Breutigam von jnen genomen wird / Denn werden ſie faſten.

 

 

Fakultativ: Verse 21-22

 

21NIemand flicket einen lappen von newem Tuch / an ein alt Kleid / Denn der newe Lappe reiſſet doch vom alten / vnd der Riſs wird erger. 22Vnd niemand faſſet Moſt in alte Schleuche / Anders zureiſſet der Moſt die ſchleuche / vnd der Wein wird verſchüttet / vnd die ſchleuche komen vmb / Sondern man ſol Moſt in newe ſchleuche faſſen.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Hebr 12,12-18(19-21)22-25a

VI

 

 

 

Die Epiſtel:
An die Ebreer.

 

C. XII.

 

 

Verse 12-17

Ermahnungen zur Standhaftigkeit, zur Friedfertigkeit und zu konsequenter Haltung im Glauben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deut. 29.

 

 

 

 

Gen. 25.26

DArumb richtet wider auff die leſſigen Hende vnd die müden Knie / 13vnd thut gewiſſen trit mit ewren fuſſen / Das nicht jemand ſtrauchele wie ein Lamer / ſondern viel mehr geſund werde. 14Jaget nach dem Friede gegen jederman / vnd der Heiligung / on welche wird niemand den HErrn ſehen / 15Vnd ſehet drauff / das nicht jemand Gottes gnade verſeume. Das nicht etwa eine bitter wurtzel auffwachſe / vnd vnfriede anrichte / vnd viel durch dieſelbige verunreiniget werden. 16Das nicht jemand ſey ein Hurer oder ein Gottloſer wie Eſau / der vmb einer Speiſe willen / ſeine Erſtegeburt verkauffte / 17Wiſſet aber / das er hernach / da er den Segen ererben wolte / verworffen iſt / Denn er fand keinen raum zur Buſſe / wiewol er ſie mit threnen ſuchte.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der alte und der neue Bund

Vers 18

 

18DEnn jr ſeid nicht komen zu dem Berge / den man anrüren kundte / vnd mit Fewr brandte / noch zu dem tunckel vnd finſternis vnd vngewitter /

 

 

Fakultativ: Verse 19-21

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Exod. 19.

19noch zu dem hall der Poſaunen / Vnd zur ſtimme der wort / welcher ſich wegerten / die ſie höreten / das jnen das wort ja nicht geſagt würde / 20Denn ſie mochtens nicht ertragen / was da geſagt ward. Vnd wenn ein Thier den Berg anrürete / ſolte es geſteiniget / oder mit einem Geſchos erſchoſſen werden. 21Vnd alſo erſchrecklich war das Geſichte / das Moſes ſprach / Ich bin erſchrocken vnd zittere.

 

 

Verse 22-24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gen. 4.

22SOndern jr ſeid komen zu dem berge Zion / vnd zu der Stad des lebendigen Gottes / zu dem himliſchen Jeruſalem / vnd zu der menge vieler tauſent Engele / 23vnd zu der gemeine der Erſtgebornen / die im Himel angeſchrieben ſind / vnd zu Gott dem Richter vber alle / vnd zu den Geiſtern der volkomenen Gerechten / 24vnd zu dem Mitteler des newen Teſtaments Jheſu / vnd zu dem Blut vnd der Beſprengunge / das da beſſer redet / denn Habels.

 

 

Aus dem Abschnitt

Ermahnung, das Wort Gottes anzunehmen

Vers 25a

 

SEhet zu / das jr euch des nicht wegert / der da redet.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Jer 14,(2-6)7-9

M1

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. XIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die große Dürre

Fakultativ: Verse 2-6

 

2Juda ligt jemerlich / jre Thore ſtehen elend / Es ſtehet kleglich auff dem Lande / vnd iſt zu Jeruſalem eine groſſe Dürre. 3Die groſſen ſchicken die kleinen nach waſſer / Aber wenn ſie zum Brun komen finden ſie kein Waſſer / vnd bringen jr gefeſſe leer wider. Sie gehen trawrig vnd betrübt / vnd verhüllen jre heubter / 4Darumb das die erde lechet / weil es nicht regenet auff die erden / Die ackerleute gehen trawrig / vnd verhüllen jre heubter. 5Denn auch die Hinden / ſo auff dem felde werffen / verlaſſen die Jungen / weil kein gras wechſt. 6Das Wild ſtehet auff den hügeln vnd ſchnappet nach der lufft / wie die Drachen / vnd verſchmacht / weil kein kraut wechſt.

Theu-

rung.

 

 

Verse 7-9

 

AH HERR / Vnſer miſſethat habens ja verdienet / Aber hilff doch vmb deines Namens willen / Denn vnſer vngehorſam iſt gros / damit wir wider dich geſündiget haben. 8Du biſt der troſt Iſrael / vnd jr Nothelffer / Warumb ſtelleſtu dich / als wereſtu ein Gaſt im Lande / vnd als ein Frembder / der nur vber nacht drinnen bleibt? 9Warumb ſtelleſtu dich / als ein Helt der verzagt iſt / vnd als ein Riſe / der nicht helffen kan? Du biſt doch ja vnter vns HERR / vnd wir heiſſen nach deinem Namen / verlas vns nicht.

Jeremie

Gebet.

 

 

 

 

 

(Frembder)

Du ſtel­leſt dich / als ein Gaſt / fremb­der / ver­zag­ter / Denn du nimpſt dich vn­ſer nicht an / vnd be­wei­ſeſt dei­ne macht nicht / vns zu hel­ffen.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Jer 17,13-14

M2

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. XVII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Falſches und wahres Vertrauen

Vers 13

 

13Denn HERR du biſt die hoffnung Iſrael / Alle die dich verlaſſen / müſſen zu ſchanden werden / vnd die Abtrünnigen müſſen in die erden geſchrieben werden / Denn ſie verlaſſen den HERRN / die quelle des lebendigen waſſers.

 

 

Aus dem Abschnitt

Jeremias dritte Klage:
Jeremias Gebet in Anfechtung

Vers 14

 

14Heile du mich HERR / ſo werde ich heil / Hilff du mir / ſo iſt mir geholffen / Denn du biſt mein Rhum.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mt 17,24-27

M3

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XVII.

 

 

Verse 24-27

Die Frage nach der Tempelſteuer

 

DA ſie nu gen Capernaum kamen / giengen zu Petro die den Zinsgroſſchen einamen / vnd ſprachen / Pflegt ewer Meiſter nicht den Zinsgroſſchen zu geben? 25Er ſprach / Ja. Vnd als er heim kam / kam jm Jheſus zuuor / vnd ſprach / Was dünckt dich Simon? Von wem nemen die Könige auff erden den zol oder zinſe? von jren Kindern / oder von Frembden? 26Da ſprach zu jm Petrus / von den frembden. Jheſus ſprach zu jm / So ſind die Kinder a frey. 27Auff das aber wir ſie nicht ergern / ſo gehe hin an das Meer / vnd wirff den angel / Vnd den erſten Fiſch der auffer feret / den nim / vnd wenn du ſeinen Mund auffthuſt / wirſtu einen b Stater finden / Den ſelbigen nim vnd gib jn fur mich vnd dich.

a

(Frey)

Wiewol Chriſtus Frey war / gab er doch den zins ſei­nem Neheſten zu willen. Alſo iſt ein Chriſten ſeiner hal­ben alles dings frey / vnd gibt ſich doch ſeinem Ne­heſten willig zu dienſt.

 

b

(Stater)

Iſt ein Lot / wenn es ſilber iſt / ſo macht es ein hal­ben gülden.

→*1)

 

 

 

*1) (Stater)

Ein »Stater« ist die Bezeichnung für verschiedene, antike Münzen. Der griechische Stater entsprach 2 Drachmen oder 12 Oboloi, wobei der Obolus die kleinste Münze darstellte.

Das »Lot« ist eine relative Maßeinheit zur Bestimmung des Feingehalts von Edelmetallen, speziell von Silber in Münzen. Dabei bezeichnet Lot ein Sechzehntel Edelmetallanteil. 16lötiges Silber wäre reines Silber, das sich aber in dieser Reinheit nicht läutern ließ. 8lötiges Silber entspricht 50% Silber und 50% sonstiges Metall, zumeist Kupfer.

Die hier von Luther scheinbare Nennung als absolute Gewichtseinheit von Silber bezieht sich auf den Sächsischen Silbergulden, wie er nach der sächsischen Münzordnung von 1500 im Umlauf war. Danach entsprach eine »feine Mark« (aus Gold geprägt) dem Wert von etwa 8 (genau 8,53) Silbergulden.

Luther rechnet ein Lot, also ein Sechzehntel, bezogen auf den Wert der Goldmark in Silber (»wenn es Silber iſt«), wonach er auf etwa einen halben (Silber-)Gulden kommt. Umgekehrt entsprechen nach seiner Rechnung etwa 16 Stater einer Goldmark.

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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