Pfingstsonntag | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Rot
4.6.2017 | Pfingstsonntag | Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes

Kirchenjahr 2016/2017

Pfingstsonntag

Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes

 
 
  Pfingstsonntag in den Jahren 2017 bis 2024
Kalender

Pfingstsonntag in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
Pfingstsonntag zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni
  • Christlicher Gedenktag
  • 7. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der Pfingstsonntag liegt zwischen dem
    10. Mai und dem 13. Juni eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 49 Tage nach Ostern
  • am 50. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
 
Gesetzlicher Feiertag
Brandenburg (BB)

Der Pfingstsonntag ist der Bundesrepublik Deutschland
gesetzlicher Feiertag in

  • Brandenburg (BB)

Stiller Tag

Die Feiertagsgesetze der Länder erklären den Pfingstsonntag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Pfingstsonntag in Hessen ganztägig alle öffentlichen Veranstaltungen verboten, »wenn sie nicht der Würdigung der Feiertage, der seelischen Erhebung oder einem überwiegenden Interesse der Kunst, Wissenschaft, Volksbildung oder Politik dienen«. (Hessisches Feiertagsgesetz, §7.9). Dazu zählen insbesondere Tanzveranstaltungen.

 
Alternativer Artikel zum Pfingstsonntag

Allgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag
finden Sie in diesem Artikel:  

Titel

Pfingstsonntag 2017

Am 50. Tag nach nach der Auferstehung Christi sitzen die Apostel beisammen und beraten, wie es nun weitergehen solle. Da geschieht etwas Sonderbares.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung

Der evangelische

Pfingstsonntag

Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Rot

Rot

Pfingstsonntag | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Der Pfingstsonntag im Kirchenkalender
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Pfingstsonntag

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Es ſol nicht durch Heer oder Krafft / ſondern durch meinen Geiſt geſchehen / ſpricht der HERR Zebaoth.

→Sach 4,6b

Pſalm
118
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Es ſol nicht durch Heer oder Krafft / ſondern durch meinen Geiſt geſchehen / ſpricht der HERR Zebaoth.

→Sach 4,6b

Pſalm
118
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 125 Komm, Heiliger Geist, Herre Gott A EG 126 Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist
B EG 135 Schmückt das Fest mit Maien
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Pfingstsonntag

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextJoh 14,23-27 Joh 14,15-19(20-23a)23b-27
Epistel Zum TextApg 2,1-18 Apg 2,1-18(19-21)
Altes Testament Zum Text4Mos 11,11-12.14-17.24-25 1Mos 11,1-9
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 4.6.2017 Zum TextJoh 16,5-15
IV 20.5.2018 Zum Text1Kor 2,12-16
V 9.6.2019 1Mos 11,1-9
VI 31.5.2020 Rom 8,1-2(3-9)10-11
I 23.5.2021 1Kor 2,12-16
II 5.6.2022 Hes 37,1-14
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum TextJes 44,1-5M2Mos 19 i.A.
MZum TextHes 36,22a.23-28MJes 44,1-5
MZum Text2Kor 3,12-18MHes 36,22a.23-28
MZum TextGal 3,1-5M2Kor 3,12-18
MGal 3,1-5
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Joh 14,23-27

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XIIII.

 

 

Verse 23-26 aus dem Abschnitt:

Abschiedsreden:
Über die Verheißung des heiligen Geiſts

 

23Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jm / Wer mich liebet / der wird meine wort halten / Vnd mein Vater wird jn lieben / vnd wir werden zu jm komen / vnd Wonung bey jm machen. 24Wer aber mich nicht liebet / Der helt meine wort nicht. Vnd das wort das jr höret / iſt nicht mein / Sondern des Vaters / der mich geſand hat.

 

25Solchs hab ich zu euch geredt / weil ich bey euch geweſen bin. 26Aber der Tröſter der heilige Geiſt / welchen mein Vater ſenden wird in meinem Namen / der ſelbige wirds euch alles leren / vnd euch erinnern alles des / das ich euch geſagt habe.

 

 

Vers 27 aus dem Abschnitt:

Abschiedsreden:
Über den Frieden Chriſti

 

27DEn Friede laſſe ich euch / meinen Friede gebe ich euch. Nicht gebe ich euch wie die welt gibt.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Apg 2,1-18

EP
II

 

 

 

Das anderteil des Euangelij S. Lucas: Von der Apoſtel Geſcĥicĥte.

 

C. II.

 

 

Verse 1-13

Der Pfingſttag

 

VND als der tag der Pfingſten erfüllet war / waren ſie alle einmütig bey einander. 2Vnd es geſchach ſchnelle ein Brauſen vom Himel / als eines gewaltigen Windes / vnd erfüllet das gantze Haus / da ſie ſaſſen. 3Vnd man ſahe an jnen die Zungen zerteilet / als weren ſie fewrig / Vnd er ſatzte ſich auff einen jglichen vnter jnen / 4vnd wurden alle vol des heiligen Geiſts / Vnd fiengen an zu predigen mit andern Zungen / nach dem der Geiſt jnen gab aus zuſprechen.

H. Geiſt ge-

ſand am Pfing­ſtag.

 

ES waren aber Jüden zu Jeruſalem wonend / die waren gottfürchtige Menner / aus allerley Volck / das vnter dem Himel iſt. 6Da nu dieſe ſtimme geſchach / kam die Menge zuſamen / vnd wurden verſtörtzt / Denn es höret ein jglicher / das ſie mit ſeiner Sprache redten. 7Sie entſatzten ſich aber alle / verwunderten ſich / vnd ſprachen vnternander / Sihe / ſind nicht dieſe alle / die da reden / aus Galilea? 8Wie hören wir denn / ein jglicher ſeine Sprache / darinnen wir geboren ſind? 9Parther vnd Meder / vnd Elamiter / vnd die wir wonen in Meſopotamia / vnd in Judea / vnd Cappadocia / Ponto vnd Aſia / 10Phrygia vnd Pamphylia / Egypten / vnd an den enden der Lybien bey Kyrenen / vnd Auslender von Rom / 11Jüden vnd Jüdegenoſſen / Kreter vnd Araber / Wir hören ſie mit vnſern Zungen / die groſſen Thaten Gottes reden. 12Sie entſatzten ſich alle / vnd wurden jrre / vnd ſprachen einer zu dem andern / Was wil das werden? 13Die andern aber hattens jren ſpot / vnd ſprachen / Sie ſind vol ſüſſes Weins.

 

 

Verse 14-18 aus dem Abschnitt:

Die Pfingſtpredigt des Petrus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Joel. 2.

DA trat Petrus auff mit den Eilffen / hub auff ſeine ſtimme / vnd redte zu jnen / Ir Jüden / lieben Menner / vnd alle die jr zu Jeruſalem wonet / Das ſey euch kund gethan / vnd laſſet meine wort zu ewren ohren eingehen. 15Denn dieſe ſind nicht truncken / wie jr wehnet / ſintemal es iſt die dritte ſtund am tage. 16Sondern das iſts / das durch den Propheten Joel zuuor geſagt iſt / 17Vnd es ſol geſchehen in den letzten tagen / ſpricht Gott / Ich wil ausgieſſen von meinem Geiſt auff alles Fleisch / Vnd ewre Söne vnd ewre Töchter ſollen weiſſagen / vnd ewre Jünglinge ſollen Geſichte ſehen / vnd ewre Elteſten ſollen Trewme haben. 18Vnd auff meine Knechte vnd auff meine Megde wil ich in den ſelbigen tagen von meinem Geiſt ausgieſſen / vnd ſie ſollen weiſſagen.

S. Peters

predigt am Pfing­ſtag etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Alles Fleiſch)

Beide in vnd au­ſſer dem Geſetz
Denn in Chriſto ſind ſie alle gleich on alle werck vnd verdienſt / zur gna­den beruffen.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
4Mos 11,11-12.14-17.24-25

AT
V

 

 

 

Das Vierde Bucĥ
Moſe.

 

C. XI.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die Fürſprache des Moſe

Verse 11-12

Moſe iſt

in engſten vnd murret etc.

11Vnd Moſe ſprach zu dem HERRN / Warumb bekümerſtu deinen Knecht? vnd warumb finde ich nicht gnade fur deinen Augen / das du die Laſt dieſes gantzen Volcks auff mich legeſt? 12Hab ich nu alles volck empfangen oder geborn / das du zu mir ſagen magſt / Trag es in deinen Armen (wie eine Amme ein Kind tregt) in das Land / das du jren Vetern geſchworen haſt?

 

 

Verse 14-15

 

14Ich vermag das volck nicht allein alles ertragen / denn es iſt mir zu ſchweer. 15Vnd wiltu alſo mit mir thun / ſo erwürge mich lieber / habe ich anders gnade fur deinen Augen funden / das ich nicht mein vnglück ſo ſehen müſſe.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die Antwort Gottes

Verse 16-17

 

VND der HERR ſprach zu Moſe / Samle mir ſiebenzig Menner vnter den elteſten Iſrael / die du weiſt / das die Elteſten im volck vnd ſeine Amptleute ſind / vnd nim ſie fur die Hütten des Stiffts / vnd ſtelle ſie daſelbs fur dich. 17So wil ich ernider komen vnd mit dir daſelbs reden / vnd deines Geiſts / der auff dir iſt / nemen / vnd auff ſie legen / das ſie mit dir die Laſt des volcks tragen / das du nicht allein trageſt.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die Ausgießung des Geiſtes auf die ſiebzig Älteſten

Verse 24-25

 

VND Moſe gieng er aus / vnd ſaget dem volck des HERRN wort / Vnd verſamlet die ſiebenzig Menner vnter den Elteſten des volcks / vnd ſtellet ſie vmb die Hütten her. 25Da kam der HERR ernider in der Wolcken / vnd redet mit jm. Vnd nam des Geiſts der auff jm war / vnd legt jn auff die ſeibenzig elteſten Menner / Vnd da der Geiſt auff jnen rugete / weiſſagten ſie / vnd höreten nicht auff.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 16,5-15

III

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XVI.

 

 

Verse 5-15

Abschiedsreden:
Das Wirken des heiligen Geiſts

 

NU aber gehe ich hin zu dem / der mich geſand hat / vnd niemand vnter euch fraget mich / wo geheſtu hin? 6Sondern die weil ich ſolches zu euch geredt habe / iſt ewer Hertz vol trawrens worden. 7Aber ich ſage euch die warheit / Es iſt euch gut / das ich hin gehe. Denn ſo ich nicht hin gehe / ſo kompt der Tröſter nicht zu euch. So ich aber gehe / wil ich jn zu euch ſenden. 8Vnd wenn der ſelbige kompt / der wird die Welt ſtraffen / vmb die Sünde / vmb die Gerechtigkeit / vnd vmb das Gerichte. 9Vmb die Sünde / das ſie nicht gleuben an mich. 10Vmb die Gerechtigkeit aber / Das ich zum Vater gehe / vnd jr mich fort nicht ſehet. 11Vmb das Gerichte / das der Fürſt dieſer welt gerichtet iſt.

12ICH habe euch noch viel zu ſagen / Aber jr könnets jtzt nicht tragen. 13Wenn aber jener / der Geiſt der warheit komen wird / der wird euch in alle warheit leiten. Denn er wird nicht von jm ſelber reden / ſondern was er hören wird / das wird er reden / vnd was zukünfftig iſt / wird er euch verkündigen. 14Derſelbige wird mich verkleren / denn von dem meinem wird ers nemen / vnd euch verkündigen. 15Alles was der Vater hat / das iſt mein / Darumb hab ich geſagt / Er wirds von dem meinem nemen / vnd euch verkündigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Vmb die ſünde)

Welt / Na­tur / Ver­nunfft etc. weis nicht / das vn­glaub ſün­de / vnd glau­be ge­rech­tig­keit ſey / vnd Got­tes ge­rich­te ver­damne al­les / was ſie vnd der Teu­fel wi­der die Chri­ſten vr­tei­len / vn­ter dem ſchein Gött­lichs dienſts vnd Na­mens. Dar­umb ſtraf­fet der hei­li­ge Geiſt im Euan­ge­lio / Es ſey al­les ſün­de / was nicht glau­be iſt.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
1Kor 2,12-16

IV

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. II.

 

 

Verse 12-16 aus dem Abschnitt:

Von der Weisheit Gottes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 40.

12Wir aber haben nicht empfangen den Geiſt der welt / ſondern den Geiſt aus Gott / das wir wiſſen können / was vns von Gott gegeben iſt / 13Welchs wir auch reden / nicht mit worten / welche menſchliche weisheit leren kan / Sondern mit worten / die der heilige Geiſt leret / vnd richten geiſtliche ſachen geiſtlich. 14Der * natürliche Menſch aber vernimpt nichts vom geiſt Gottes / Es iſt jm eine torheit / vnd kan es nicht erkennen / Denn es mus geiſtlich gerichtet ſein. 15Der Geiſtliche aber a richtet alles / vnd wird von niemand gerichtet. 16Denn wer hat des HERRN ſinn erkand? Oder wer wil jn vnterweiſen? Wir aber haben Chriſtus ſinn.

 

*

(Natürliche)

Der natürliche Menſch iſt / wie er auſſer der gna­den iſt / mit al­ler ver­nunfft / kunſt / ſin­nen vnd ver­mü­gen / auch auffs beſte ge­ſchickt.

a

(Richtet)

Verſtehet / fü­let / fin­det / iſt gewis / etc. welchs die Ver­nunfft nicht ver­mag / weis auch nichts / was glau­be oder Eu­an­ge­li­um iſt. Hie hat S. Pau­lus das Bapſtum vnd al­le Sec­ten ver­dampt.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Rom 8,1-2(3-9)10-11

VI

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Das Leben im Geiſt

Verse 1-2

 

SO iſt nu nichts d verdamlichs an denen /

die in Chriſto Jheſu ſind / die nicht nach dem Fleiſch wandeln / ſondern nach dem Geiſt. 2Denn das geſetz des Geiſtes / der da lebendig machet in Chriſto Jheſu / hat mich frey gemacht von dem Geſetz der ſünden vnd des todes.

 

Verse 3-9

3Denn das dem Geſetz vmmüglich war (Sintemal es durch das Fleiſch geſchwechet ward) Das that Gott / vnd ſandte ſeinen Son in der geſtalt des ſündlichen Fleiſches / vnd verdampte die Sünde im Fleiſch durch Sünde / 4Auff das die gerechtigkeit vom Geſetz erfoddert / in vns erfüllet würde / Die wir nu nicht nach dem Fleiſche wandeln / ſondern nach dem Geiſt.

5DEnn die da fleiſchlich ſind / die ſind fleiſchlich geſinnet / Die aber geiſtlich ſind / die ſind geiſtlich geſinnet. 6Aber e fleiſchlich geſinnet ſein / iſt der Tod / Vnd geiſtlich geſinnet ſein / iſt leben vnd friede. 7Denn fleiſchlich geſinnet ſein / iſt eine Feindſchafft wider Gott / Sintemal es dem geſetze Gottes nicht vnterthan iſt / denn er vermag es auch nicht. 8Die aber fleiſchlich ſind / mügen Gotte nicht gefallen. 9Ir aber ſeid nicht fleiſchlich / ſondern geiſtlich / So anders Gottes geiſt in euch wonet. Wer aber Chriſtus geiſt nicht hat / Der iſt nicht ſein.

 

Verse 10-11

10So aber Chriſtus in euch iſt / So iſt der Leib zwar tod vmb der Sünde willen / Der Geiſt aber iſt das Leben / vmb der Gerechtigkeit willen. 11So nu der Geiſt / des / der Jheſum von den Todten aufferwecket hat / in euch wonet / So wird auch derſelbige der Chriſtum von den Todten aufferwecket hat / ewre ſterbliche Leibe lebendig machen / vmb des willen / das ſein Geiſt in euch wonet.

d

(Verdamlich)

Ob wol noch ſun­de im fleiſch wü­tet ſo ver­dampt es doch nicht / Dar­umb / das der Geiſt gerecht iſt / vnd da wider ſtrei­tet. Wo derſelbige nicht iſt / da wird das Ge­ſetz durchs Fleiſch ge­ſchwe­cht vnd vber­tret­ten / Das vm­müg­lich iſt / das dem Men­ſchen das Ge­ſetz hel­ffen ſol­te / denn nur zur ſün­de vnd to­de. Dar­umb ſand­te Gott ſei­nen Son / vnd lud auff jn vn­ſer ſün­de / vnd halff vns al­ſo das Ge­ſetz er­fül­len / durch ſei­nen Geiſt.

 

e

Fleiſch­lich ge­ſin­net ſein iſt / Das man nichts nach Gott fra­get / oder ſein nicht ach­tet / vnd nichts da­uon ver­ſte­het.

 

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Jes 44,1-5

M1

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. XLIIII.

 

 

Verse 1-5

Das wahre Iſrael

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Joh. 7.

SO höre nu mein knecht Jacob / vnd

Iſrael den ich erwelet habe / 2So ſpricht der HERR / der dich gemacht vnd zubereitet hat / vnd der dir beiſtehet von Mutterleibe an. Fürchte dich nicht mein knecht Jacob / vnd du Fromer den ich erwelet habe. 3Denn ich wil Waſſer gieſſen auff die Durſtige / vnd ſtröme auff die dürre. Ich wil meinen Geiſt auff deinen Samen gieſſen / vnd meinen Segen auff deine Nachkomen / 4Das ſie wachſen ſollen wie gras / wie die weiden an den Waſſerbechen. 5Dieſer wird ſagen / Ich bin des HERRN / vnd jener wird genennet werden mit dem namen Jacob. Vnd dieſer wird ſich mit ſeiner hand dem HERRN zuſchreiben / vnd wird mit dem namen Iſrael genennet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Dieſe Jener)

Das iſt / Hie vnd dort vnd al­lent­hal­ben wer­den Chri­ſten ſein / auch vn­ter den Hei­den.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Hes 36,22a.23-28

M2

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXXVI.

 

 

Verse 22a.23-28 aus dem Abschnitt:

Die Erneuerung Iſraels durch Gottes Geiſt

 

22aDARumb ſoltu zum hauſe Iſrael ſagen / ſo ſpricht der HErr HERR /

 

23 ich wil meinen groſſen Namen / der durch euch fur den Heiden entheiligt iſt / den jr vnter den ſelben entheiliget habt / heilig machen. Vnd die Heiden ſollen erfaren / das ich der HERR ſey (ſpricht der HErr HERR) wenn ich mich fur jnen an euch erzeige / das ich heilig ſey.

 

DEnn ich wil euch aus den Heiden holen / vnd euch aus

allen Landen verſamlen / vnd wider in ewer Land füren. 25Vnd wil rein Waſſer vber euch ſprengen / das jr rein werdet von alle ewr vnreinigkeit / vnd von alle ewrn götzen wil ich euch reinigen. 26Vnd ich wil euch ein new Hertz / vnd einen newen Geiſt in euch geben / vnd wil das ſteinern Hertz aus ewrem fleiſch wegnemen / vnd euch ein fleiſchern Hertz geben. 27Ich wil meinen Geiſt in euch geben / vnd wil ſolche Leute aus euch machen / die in meinen Geboten wandeln / vnd meine Rechte halten / vnd darnach thun. 28Vnd jr ſollet wonen im Lande / das ich ewren Vetern gegeben habe / vnd ſollet mein Volck ſein / vnd ich wil ewer Gott ſein.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
2Kor 3,12-18

M3

 

 

 

Die Ander Epiſtel:
An die Córinther.

 

C. III.

 

 

Verse 12-18 aus dem Abschnitt:

Die Herrlichkeit des Dienſtes im neuen Bund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

d

(Es)

Das hertz.

12DIeweil wir nu ſolche hoffnung haben / brauchen wir groſſer Freidigkeit / 13vnd thun nicht wie Moſes / der die c Decke fur ſein Angeſichte hieng / das die kinder Iſrael nicht anſehen kundten das ende des / der auffhöret / 14ſondern jre ſinne ſind verſtocket. Denn bis auff den heutigen tag bleibet die ſelige Decke vnauffgedecket / vber dem alten Teſtament / wenn ſie es leſen / welche in Chriſto auffhöret. 15Aber bis auff den heutigen tag / wenn Moſes geleſen wird / henget die Decke fur jrem hertzen. 16Wenn d es aber ſich bekerete zu dem HErrn / ſo würde die Decke abgethan / 17Denn der HErr iſt der Geiſt / Wo aber der Geiſt des HErrn iſt / da iſt die freiheit. 18Nu aber e ſpiegelt ſich in vns allen des HErrn klarheit / mit auffgedecktem Angeſichte / vnd wir werden verkleret in dasſelbige Bilde / von einer klarheit zu der andern / als vom Geiſt des HErrn.

c

(Decke)

Die decke Moſi iſt / den buch­ſta­ben vnd ſei­ne le­re nicht er­ken­nen. Das auff­ge­deckt An­ge­ſich­te des HErrn / iſt klar er­kent­nis der gna­den vnd des geiſts der vns frey ma­chet vom Ge­ſetz / buch­ſta­ben vnd ſei­nen werck­en / das jre klar­heit vnd werck müſ­ſen auff­hö­ren.

e

(Spiegelt)

Wie der ſpie­gel ein bil­de fe­het / Al­ſo fe­het vn­ſer hertz die er­kent­nis Chri­ſti.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Gal 3,1-5

M4

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Gálater.

 

C. III.

 

 

Verse 1-5 aus dem Abschnitt:

Die Gerechtigkeit kommt aus dem Glauben, nicht aus dem Geſetz

 

OIr vnuerſtendigen Galater / Wer hat

euch bezaubert / das jr der warheit nicht gehorchet? Welchen Chriſtus Jheſus fur die augen gemalet war / vnd jtzt vnter euch gecreutziget iſt. 2Das wil ich alleine von euch lernen / Habt jr den Geiſt empfangen / durch des Geſetzs werck / Oder durch die predigt vom glauben? 3Seid jr ſo vnuerſtendig? Jm Geiſt habt jr angefangen / Wolt jrs denn nu im Fleiſch volenden? 4Habt jr denn ſo viel vmb ſonſt erlitten? Ists anders vmb ſonſt. 5Der euch nu den Geiſt reichet / vnd thut ſolche Thatten vnter euch / Thut ers durch des Geſetzes werck? Oder durch die predigt vom glauben?

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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