Buß- und Bettag | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr

Regeln

Für die Gestaltung des Gottesdienstes am Buß- und Bettag können auch die Texte des →Aschermittwochs verwendet werden.

Inhalt dieser Seite

 
  Der Buß- und Bettag in den Jahren 2017 bis 2024
 
Bewegliches Datum
der Buß- und Bettag liegt<br>zwischen dem 16. November und dem 22. November eines Jahres
  • Buß- und Bettag
  • immer ein Mittwoch
  • eineinhalb Wochen vor dem →1. Advent
  • abhängig vom Wochentag, auf den der →1. Weihnachtstag fällt
  • der Buß- und Bettag liegt
    zwischen dem 16. November und dem 22. November eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
Gesetzlicher Feiertag (ab 1995)
Sachsen (SN)

Der Buß- und Bettag ist in der Bundesrepublik Deutschland
gesetzlicher Feiertag
in

  • Sachsen (SN)
 
Alternativer Artikel zum Buß- und Bettag

A
llgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag finden Sie in diesem Artikel:  

Titel

Buß- und Bettag 2017

Martin Luther forderte in seinen 95 Thesen zur Buße auf. Zum Buß- und Bettag gehört die Erinnerung an dieses evangelische Grundverständnis.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
 

Der evangelische

Buß- und
Bettag

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett

Violett

Buß- und Bettag | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Buß- und Bettag
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Buß- und Bettag

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

Gerechtigkeit erhöhet ein Volck / Aber die Sünde iſt der Leute verderben.

Spr 14,34

Pſalm
51
 

Psalm für den Tag

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

Gerechtigkeit erhöhet ein Volck / Aber die Sünde iſt der Leute verderben.

Spr 14,34

Pſalm
130
 

Psalm für den Tag

 
 

→Psalm 130

 

 

 

Lied für den Tag

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 144
oder:
Aus tiefer Not lasst uns zu Gott A EG 144 Aus tiefer Not lasst uns zu Gott
EG 146 Nimm von uns, Herr, du treuer Gott B EG 146 Nimm von uns, Herr, du treuer Gott
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Buß- und Bettag

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextLk 13,(1-5)6-9 Lk 13,(1-5)6-9
Epistel Zum TextRom 2,1-11 Rom 2,1-11
Altes Testament Zum TextJes 1,10-17 Jes 1,10-17
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 22.11.2017 Zum TextMt 12,33-35(36-37)
IV 21.11.2018 Zum TextOffb 3,14-22
V 20.11.2019 Offb 3,14-22
VI 18.11.2020 Jes 1,10-17
I 17.11.2021 Mt 7,12-20
II 16.11.2022 Rom 2,1-11
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MHes 22,29-31MZef 3,1-13
MZef 3,1-13MJona 3
M1Petr 4,12-19MMt 11,16-19(20-24)
MZum TextMt 11,16-24MMt 12,33-35(36-37)
MLk 13,22-30
M1Petr 4,12-19
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Lk 13,(1-5)6-9

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIII.

 

Veerse 1-5

Der Untergang der Galiläer
Der Turm von Siloah

 

ES waren aber zu der ſelbigen zeit etliche dabey / die verkündigeten jm von den Galileern / welcher blut Pilatus ſampt jrem Opffer vermiſchet hatte. 2Vnd Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jnen / Meinet jr / das dieſe Galileer fur allen Galileern ſünder geweſen ſind / die weil ſie das erlidden haben? 3Jch ſage / nein / Sondern ſo jr euch nicht beſſert / werdet jr alle auch alſo vmbkomen. 4Oder meinet jr / das die achzehen / auff welche der Thurn in Siloha fiel / vnd erſchlug ſie / ſeien ſchüldig geweſen / fur allen Menſchen / die zu Jeruſalem wonen? 5Jch ſage / nein / Sondern ſo jr euch nicht beſſert / werdet jr alle auch alſo a vmbkomen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a

(Umbkomen)

Die Jüden hiel­tens dafür / wem es zeitlich wolgien­ge / der were fur Gott angeneme. Vnd widerumb wo es jm vbel gien­ge / ſo were er ein Sünder.

 

Verse 6-9

Das Gleichnis vom Feigenbaum

 

ER ſaget jnen aber dieſe Gleichnis / Es hatte einer ein Feigenbawm / der war gepflantzt in ſeinem Weinberge / vnd kam vnd ſuchte Frucht darauff / vnd fand ſie nicht. 7Da ſprach er zu dem Weingartner / Sihe / Jch bin nu drey jar lang / alle jar komen / vnd habe Frucht geſucht auff dieſem Feigenbawm / vnd finde ſie nicht / Hawe jn ab / was hindert er das Land? 8Er aber antwortet / vnd ſprach zu jm / Herr / Las jn noch dis jar / bis das ich vmb in grabe / vnd betünge jn / 9ob er wolte Frucht bringen / Wo nicht / So hawe jn darnach abe.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Rom 2,1-11

EP
II

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

 

C. II.

 

Verse 1-11

Schuld und ehre fur Gott, on anſehen der perſon

 

DARumb / o Menſch / kanſtu dich nicht entſchüldigen / wer du biſt / der da richtet. Denn worinne du einen andern richteſt / verdamſtu dich ſelbs / Sintemal du eben daſſelbige thuſt / das du richteſt. 2Denn wir wiſſen / das Gottes vrteil iſt recht vber die / ſo ſolchs thun. 3Denckeſtu aber / o Menſch / der du richteſt die / ſo ſolches thun / vnd thuſt auch daſſelbige / das du dem vrteil Gottes entrinnen werdeſt? 4Oder verachteſtu den reichthum ſeiner güte / gedult vnd l langmütigkeit? Weiſſeſtu nicht / das dich Gottes güte zur Buſſe leitet?

5DV aber nach deinem verſtockten vnd vnbuſfertigen Hertzen / heuffeſt heuffeſt dir ſelbſt den zorn auff den tag des zorns vnd der offenbarung des gerechten gerichtes Gottes / 6Welcher geben wird einem jglichen nach ſeinen wercken / 7nemlich / Preis vnd ehre / vnd vnuergenglichs weſen / denen / die mit gedult in guten wercken trachten nach dem ewigen Leben / 8Aber denen / die da zenckiſch ſind / vnd der warheit nicht gehorchen / gehorchen aber dem vngerechten / Vngnade vnd zorn / 9trübſal vnd angſt / vber alle Seelen der Menſchen / die da böſes thun / fürnemlich der Jüden vnd auch der Griechen. 10Preis aber / vnd ehre vnd friede / allen denen / die da gutes thun / furnemlich den Jüden vnd auch den Griechen.

l

(Langmütigkeit)

Auff latiniſch tar­dus jra / vnd iſt dem Ebreiſchen nachgeredt / Arich Appaim.*1 Vnd iſt eine Tugent ei­gentlich die lang­ſam zürnet vnd ſtraffet das vn­recht. Aber Ge­dult iſt / die das vbel tregt an gut / leib vnd ehre / ob es gleich mit recht geſchehe. Güte iſt die leibliche wol­that vnternander / vnd freundliches weſen.

 

11DEnn es iſt kein anſehen der perſon fur Gott.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jes 1,10-17

AT
VI

 

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

 

C. I.

 

Verse 10-17 aus dem Abschnitt:

Gottes Anklage gegen das abtrünige Volk

Jere. 6.

Amos. 5.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jnf. 59.

HOret des HERRN wort / jr Fürſten von Sodom / Nim zu ohren vnſers Gottes geſetz / du volck von Gomorra. 11Was ſol mir die menge ewer Opffer? ſpricht der HERR / Jch bin ſat der Brandopffer von Widern / vnd des fetten von den gemeſten / vnd hab keine luſt zum blut der farren / der lemmer vnd böcke. 12Wenn jr er ein komet zu erſcheinen fur mir / Wer foddert ſolches von ewern henden / das jr auff meinen vorhoff trettet? 13Bringet nicht mehr Speiſopffer ſo vergeblich. Das Reuchwerg iſt mir ein grewel / Der Newmonden vnd Sabbath / da jr zuſamen komet / vnd mühe vnd angſt habt / der mag ich nicht. 14Meine Seele iſt feind ewren Newmonden vnd Jarzeiten / ich bin der ſelbigen vberdrüſſig / ich bins müde zu leiden. 15Vnd wenn jr ſchon ewer Hende ausbreitet / verberge ich doch meine Augen von euch / Vnd ob jr ſchon viel betet / höre ich euch doch nicht / Denn ewer Hende ſind vol bluts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Vnd mühe)

Das ſind die zwey ſtücke des Teufels / Lügen vnd mord. Oder falſche lere / vnd vnrechter Bann.

 

16WAſſchet / reiniget euch / thut ewer böſes weſen von meinen augen. Laſſt ab vom Böſen / 17lernet Gutes thun / trachtet nach Recht. Helfft den Verdruckten / Schaffet dem Waiſen recht / vnd helffet der Widwen ſachen.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mt 12,33-35(36-37)

III

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XII.

 

Verse 33-35 aus dem Abschnitt:

Die Sünde gegen den Geiſt

|| →Lk 6,43-45

Luc.12.

33SEtzet entweder einen guten Bawn / ſo wird die Frucht gut / Oder ſetzet einen faulen Bawm / ſo wird die frucht faul. Denn an der Frucht erkennet man den Bawm. 34Jr Ottern gezichte / wie kund jr gutes reden / die weil jr böſe ſeid? Wes das Hertz vol iſt / des gehet der Mund vber. 35Ein gut Menſch / bringet guts erfür / aus ſeinem guten ſchatz des hertzen / Vnd ein böſer Menſch / bringet böſes erfür / aus ſeinem böſen ſchatz.

 

Verse 36-37

36Jch ſage euch aber / Das die Menſchen müſſen rechenſchafft geben am jüngſten Gericht / von einem jglichen vnnützen wort / das ſie geredt haben. 37Aus deinen worten wirſtu gerechtfertiget werden / Vnd aus deinen worten wirſtu verdampt werden.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Offb 3,14-22

IV

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. III.

 

Verse 14-22

7. Der Brief an die Gemeinde in Laodizea

VII.

VND dem Engel der gemeinen zu Laodicea ſchreibe / Das ſaget / Amen / Der trewe vnd warhafftiger Zeuge / der anfang der creatur Gottes. 15Jch weis deine werck / das du weder kalt noch warm biſt / Ah das du kald oder warm wereſt. 16Weil du aber law biſt / vnd weder kalt noch warm / werde ich dich ausſpeien aus meinem munde. 17Du ſprichſt / Jch bin reich / vnd habe gar ſat / vnd darff nichts / Vnd weiſſeſt nicht / das du biſt elend vnd jemerlich / arm / blind vnd blos. 18Jch rate dir / das du Gold von mir keuffeſt / das mit fewr durchleutert iſt / das du reich werdeſt / vnd weiſſe Kleider / das du dich anthuſt vnd nicht offenbaret werde die ſchande deiner blöſſe / vnd ſalbe deine Augen mit augenſalbe / das du ſehen mügeſt.

 

Pro. 3.

Ebre. 12.

19WElche ich lieb habe / die ſtraffe vnd züchtige ich. So ſey nu vleiſſig / vnd thu buſſe. 20Sihe / Jch ſtehe fur der Thür / vnd klopffe an / So jemand meine Stim hören wird / vnd die thür auffthun / zu dem werde ich eingehen / vnd das Abendmal mit jm halten / vnd er mit mir. 21Wer vberwindet / dem wil ich geben / mit mir auff meinem Stuel zu ſitzen / wie ich vberwunden habe / vnd bin geſeſſen / mit meinem Vater auff ſeinem Stuel. 22Wer ohren hat / der höre / was der Geiſt den gemeinen ſaget.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Lk 13,22-27(28-30)

V

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIII.

 

Verse 22-27

Die enge Pforte
Die Rede vom Ringen und Seligwerden

|| →Mt 7,13-14

 

22Vnd er gieng durch Stedte vnd Merckte / vnd lerete / vnd nam ſeinen weg gen Jeruſalem.

 

Mat.7.

ES ſprach aber einer zu jm / HErr / Meinſtu / das wenig ſelig werden? Er aber ſprach zu jnen / 24Ringet darnach / das jr durch die enge Pforten eingehet / Denn viel werden (das ſage ich euch) darnach trachten / wie ſie hin ein komen / vnd werdens nicht thun können. 25Von dem an / wenn der Hauswirt auffgeſtanden iſt / vnd die Thür verſchloſſen hat / Da werdet jr denn anfahen drauſſen zu ſtehen / vnd an die Thür klappen / vnd ſagen / Herr / Herr / thu vns auff / Vnd er wird antworten / vnd zu euch ſagen / Jch kenne ewer nicht / wo jr her ſeid.

 

 

 

 

 

Das ſind die on glauben mit werck­en ſich mühen gen Himel zu komen.

Matt.7.

 

 

 

 

Pſal.6.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mat.8.

26SO werdet jr denn anfahen zu ſagen / Wir haben fur dir geſſen vnd getruncken / vnd auff den Gaſſen haſtu vns geleret. 27Vnd er wird ſagen / Jch ſage euch. Jch kenne ewer nicht / wo jr her ſeid / Weichet alle von mir jr Vbeltheter.

 

Verse 28-30

28Da wird ſein heulen vnd Zeenklappen / wenn jr ſehen werdet / Abraham vnd Jſaac vnd Jacob / vnd alle Propheten im reich Gottes / Euch aber hin aus geſtoſſen. 29Vnd es werden komen vom Morgen vnd vom Abend / von Mitternacht / vnd vom Mittage / die zu tiſche ſitzen werden im reich Gottes / 30Vnd ſihe / Es ſind letzten / die werden die erſten ſein / Vnd ſind erſten / die werden die letzten ſein.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mt 11,16-24

M4

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XI.

 

Verse 16-19 aus dem Abschnitt:

Das Zeugnis Jheſu über den Täufer

|| →Lk 7,24-35

Luc.7.

WEm ſol ich aber dis Geſchlecht vergleichen? Es iſt den Kindlin gleich / die an dem Marckt ſitzen / vnd ruffen gegen jre Geſellen / 17vnd ſprechen / Wir haben euch gepfiffen / Vnd jr woltet nicht tantzen / Wir haben euch geklaget / Vnd jr woltet nicht weinen. 18Johannes iſt komen / aſs nicht / vnd tranck nicht / So ſagen ſie / Er hat den Teufel. 19Des menſchen Son iſt komen / iſſet vnd trincket / So ſagen ſie / Sihe / wie iſt der Menſch ein Freſſer / vnd ein Weinſeuffer / der Zölner vnd der Sünder geſelle? Vnd die Weiſheit mus ſich rechtfertigen laſſen / von jren Kindern.

 

 

Verse 20-24

Die Weherufe über galiläiſche Städte

|| →Lk 10,13-15

Luc.10.

DA fieng er an die Stedte zu ſchelten / in welchen am meiſten ſeiner Thaten geſchehen waren / vnd hatten ſich doch nicht gebeſſert. 21Wehe dir Chorazin / Weh dir Bethſaida / Weren ſolche Thaten zu Tyro vnd Sidon geſchehen / als bey euch geſchehen ſind / Sie hetten vorzeiten im Sack vnd in der Aſſchen buſſe gethan. 22Doch ich ſage euch / Es wird Tyro vnd Sidon treglicher ergehen am jüngſten Gerichte / denn Euch. 23Vnd du Capernaum / die du biſt erhaben / bis an den Himel / Du wirſt bis in die Helle hin vnter geſtoſſen werden. Denn ſo zu Sodoma die Thaten geſchehen weren / die bey dir geſchehen ſind / Sie ſtünde noch heutiges tages . 24Doch / Jch ſage euch / Es wird der Sodomer lande treglicher ergehen am jüngſten Gerichte / denn dir.

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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