Buß- und Bettag | 2017 - 2024

Sie sind hier: ⏵Home | ⏵Evangelischer Kirchenkalender | ⏵Buß- und Bettag 2017 - 2024
Das evangelische Kirchenjahr

Regeln

Für die Gestaltung des Gottesdienstes am Buß- und Bettag können auch die Texte des →Aschermittwochs verwendet werden.

 
  Der Buß- und Bettag in den Jahren 2017 bis 2024
 
Bewegliches Datum
der Buß- und Bettag liegt<br>zwischen dem 16. November und dem 22. November eines Jahres
  • Buß- und Bettag
  • immer ein Mittwoch
  • eineinhalb Wochen vor dem →1. Advent
  • abhängig vom Wochentag, auf den der →1. Weihnachtstag fällt
  • der Buß- und Bettag liegt
    zwischen dem 16. November und dem 22. November eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
Gesetzlicher Feiertag (ab 1995)
Sachsen (SN)

Der Buß- und Bettag ist in der Bundesrepublik Deutschland
→gesetzlicher Feiertag
in

  • Sachsen (SN)
 
Alternativer Artikel zum Buß- und Bettag

A
llgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag finden Sie in diesem Artikel:  

Titel

Buß- und Bettag 2017

Martin Luther forderte in seinen 95 Thesen zur Buße auf. Zum Buß- und Bettag gehört die Erinnerung an dieses evangelische Grundverständnis.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
 

Der evangelische

Buß- und
Bettag

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett

Violett

Buß- und Bettag | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Buß- und Bettag
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Buß- und Bettag

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

Gerechtigkeit erhöhet ein Volck / Aber die Sünde iſt der Leute verderben.

→Spr 14,34

Pſalm
51
 

Psalm für den Tag

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

Gerechtigkeit erhöhet ein Volck / Aber die Sünde iſt der Leute verderben.

→Spr 14,34

Pſalm
130
 

Psalm für den Tag

 
 

→Psalm 130

 

 

 

Lied für den Tag

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 144
oder:
Aus tiefer Not lasst uns zu Gott A EG 144 Aus tiefer Not lasst uns zu Gott
EG 146 Nimm von uns, Herr, du treuer Gott B EG 146 Nimm von uns, Herr, du treuer Gott
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Buß- und Bettag

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextLk 13,(1-5)6-9 Lk 13,(1-5)6-9
Epistel Zum TextRom 2,1-11 Rom 2,1-11
Altes Testament Zum TextJes 1,10-17 Jes 1,10-17
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 22.11.2017 Zum TextMt 12,33-35(36-37)
IV 21.11.2018 Zum TextOffb 3,14-22
V 20.11.2019 Offb 3,14-22
VI 18.11.2020 Jes 1,10-17
I 17.11.2021 Mt 7,12-20
II 16.11.2022 Rom 2,1-11
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum TextHes 22,29-31MZef 3,1-13
MZum TextZef 3,1-13MJona 3
MZum Text1Petr 4,12-19MMt 11,16-19(20-24)
MZum TextMt 11,16-24MMt 12,33-35(36-37)
MLk 13,22-30
M1Petr 4,12-19
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Lk 13,(1-5)6-9

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIII.

 

 

Fakultativ: Verse 1-5

Der Untergang der Galiläer
Der Turm von Siloah

 

ES waren aber zu der ſelbigen zeit etliche

dabey / die verkündigeten jm von den Galileern / welcher blut Pilatus ſampt jrem Opffer vermiſchet hatte. 2Vnd Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jnen / Meinet jr / das dieſe Galileer fur allen Galileern ſünder geweſen ſind / die weil ſie das erlidden haben? 3Ich ſage / nein / Sondern ſo jr euch nicht beſſert / werdet jr alle auch alſo vmbkomen. 4Oder meinet jr / das die achzehen / auff welche der Thurn in Siloha fiel / vnd erſchlug ſie / ſeien ſchüldig geweſen / fur allen Menſchen / die zu Jeruſalem wonen? 5Ich ſage / nein / Sondern ſo jr euch nicht beſſert / werdet jr alle auch alſo a vmbkomen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a

(Umbkomen)

Die Jüden hiel­tens dafür / wem es zeitlich wolgien­ge / der were fur Gott angeneme. Vnd widerumb wo es jm vbel gien­ge / ſo were er ein Sünder.

 

 

Verse 6-9

Das Gleichnis vom Feigenbaum

 

ER ſaget jnen aber dieſe Gleichnis / Es hatte einer ein Feigenbawm / der war gepflantzt in ſeinem Weinberge / vnd kam vnd ſuchte Frucht darauff / vnd fand ſie nicht. 7Da ſprach er zu dem Weingartner / Sihe / Ich bin nu drey jar lang / alle jar komen / vnd habe Frucht geſucht auff dieſem Feigenbawm / vnd finde ſie nicht / Hawe jn ab / was hindert er das Land? 8Er aber antwortet / vnd ſprach zu jm / Herr / Las jn noch dis jar / bis das ich vmb in grabe / vnd betünge jn / 9ob er wolte Frucht bringen / Wo nicht / So hawe jn darnach abe.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
Rom 2,1-11

EP
II

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. II.

 

 

Verse 1-11

Schuld und Ehre vor Gott, ohne Anſehen der Perſon

 

DARumb / o Menſch / kanſtu dich nicht

entſchüldigen / wer du biſt / der da richtet. Denn worinne du einen andern richteſt / verdamſtu dich ſelbs / Sintemal du eben daſſelbige thuſt / das du richteſt. 2Denn wir wiſſen / das Gottes vrteil iſt recht vber die / ſo ſolchs thun. 3Denckeſtu aber / o Menſch / der du richteſt die / ſo ſolches thun / vnd thuſt auch daſſelbige / das du dem vrteil Gottes entrinnen werdeſt? 4Oder verachteſtu den reichthum ſeiner güte / gedult vnd l langmütigkeit? Weiſſeſtu nicht / das dich Gottes güte zur Buſſe leitet?

l

(Langmütigkeit)

Auff latiniſch tar­dus jra / vnd iſt dem Ebreiſchen nachgeredt / Arich Appaim.→*1) Vnd iſt eine Tugent ei­gentlich die lang­ſam zürnet vnd ſtraffet das vn­recht. Aber Ge­dult iſt / die das vbel tregt an gut / leib vnd ehre / ob es gleich mit recht geſchehe. Güte iſt die leibliche wol­that vnternander / vnd freundliches weſen.

 

5DV aber nach deinem verſtockten vnd vnbuſfertigen Hertzen / heuffeſt dir ſelbſt den zorn auff den tag des zorns vnd der offenbarung des gerechten gerichtes Gottes / 6Welcher geben wird einem jglichen nach ſeinen wercken / 7nemlich / Preis vnd ehre / vnd vnuergenglichs weſen / denen / die mit gedult in guten wercken trachten nach dem ewigen Leben / 8Aber denen / die da zenckiſch ſind / vnd der warheit nicht gehorchen / gehorchen aber dem vngerechten / Vngnade vnd zorn / 9trübſal vnd angſt / vber alle Seelen der Menſchen / die da böſes thun / fürnemlich der Jüden vnd auch der Griechen. 10Preis aber / vnd ehre vnd friede / allen denen / die da gutes thun / furnemlich den Jüden vnd auch den Griechen.

11DEnn es iſt kein anſehen der perſon fur Gott / 12Welche on Geſetz geſündiget haben / Die werden auch on Geſetz verloren werden / Vnd welche am Geſetz geſündiget haben / die werden durchs Geſetz verurteilet werden. 13Sintemal fur Gott nicht die das Geſetz hören / gerecht ſind / Sondern die das Geſetze thun / werden gerecht ſein. 14Denn ſo die Heiden / die das Geſetz nicht haben / vnd doch * von natur thun des Geſetzes werck / dieſelbigen / dieweil ſie das Geſetze nicht haben / ſind ſie jnen ſelbs ein Geſetz / 15damit / das ſie beweiſen / des Geſetzes werck ſey beſchrieben in jrem hertzen / Sintemal jr Gewiſſen ſie bezeuget / da zu auch die gedancken / die ſich vnternander verklagen oder entſchüldigen / 16auff den tag / da Gott das verborgen der Menſchen / durch Jheſum Chriſt / richten wird / lauts meines Euangelij.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*

(Von natur)

Das natürliche Geſetz iſt / Was du wilt dir gethan vnd vberhaben ſein von einem an­dern / das thu vnd vberhebe du auch einen andern. Dar­innen das gantze Geſetz Moſi be­griffen iſt / wie Chriſtus ſagt / Math. 7. An wel­chem Geſetz die Heiden auch nicht mehr denn das euſſerliche werck thun / wie die Jü­den an Moſes Geſetz. Vnd das ver­klagen vnd ent­ſchüldigen iſt / das eine ſünde gröſſer iſt / denn die ande­re / wider das Ge­ſetz.

 

 

 

*1) (Langmütigkeit): Luther beschreibt, dass er aus seinen Quellen den lateinischen Begriff tardus ira (dt.: »langsamer Zorn«, »säumige Erbitterung«, o. ä.) mit Langmütigkeit übersetzt ( d. i.: »lange gutmütig, geduldig« im Ggs. zu schnell wütend, ungeduldig). Er sieht damit die Begriffe »Geduld« und »Güte« verbunden.

Der lateinische Begriff wiederum sei eine Nachbildung (keine Übersetzung) des hebräischen Ausdrucks »Arich Appaim«.
Luther transkribiert die hebräische Wendung אַפָיִם אֹרֶךְ , (»ˀorεk ˀapͻjim«), die »langmütig« oder substantiviert »Geduld« bedeutet.

Nach Luthers Meinung entspricht sein eingedeutschter Begriff eher dem hebräischen Ausdruck, weil der eine Tugend bezeichne und keine situative Stimmungslage.

Die Anmerkung erläutert einerseits den Begriff, andererseits richtet sich Luther an die Kritiker seiner Übersetzung, die sich auf lateinische Quellen und Bibelausgaben berufen, weshalb er lateinisches und transkribiertes hebräisches Vokabular bemüht.

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jes 1,10-17

AT
VI

 

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gottes Anklage gegen das abtrünige Volk

Verse 10-17

Jere. 6.

→Amos. 5.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Inf. 59.

HOret des HERRN wort / jr Fürſten von Sodom / Nim zu ohren vnſers Gottes geſetz / du volck von Gomorra. 11Was ſol mir die menge ewer Opffer? ſpricht der HERR / Ich bin ſat der Brandopffer von Widern / vnd des fetten von den gemeſten / vnd hab keine luſt zum blut der farren / der lemmer vnd böcke. 12Wenn jr er ein komet zu erſcheinen fur mir / Wer foddert ſolches von ewern henden / das jr auff meinen vorhoff trettet? 13Bringet nicht mehr Speiſopffer ſo vergeblich. Das Reuchwerg iſt mir ein grewel / Der Newmonden vnd Sabbath / da jr zuſamen komet / vnd mühe vnd angſt habt / der mag ich nicht. 14Meine Seele iſt feind ewren Newmonden vnd Jarzeiten / ich bin der ſelbigen vberdrüſſig / ich bins müde zu leiden. 15Vnd wenn jr ſchon ewer Hende ausbreitet / verberge ich doch meine Augen von euch / Vnd ob jr ſchon viel betet / höre ich euch doch nicht / Denn ewer Hende ſind vol bluts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Vnd mühe)

Das ſind die zwey ſtücke des Teufels / Lügen vnd mord. Oder falſche lere / vnd vnrechter Bann.

 

16WAſſchet / reiniget euch / thut ewer böſes weſen von meinen augen. Laſſt ab vom Böſen / 17lernet Gutes thun / trachtet nach Recht. Helfft den Verdruckten / Schaffet dem Waiſen recht / vnd helffet der Widwen ſachen /

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mt 12,33-35(36-37)

III

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Sünde gegen den Geiſt

|| →Lk 6,43-45

Verse 33-35

Luc.12.

33SEtzet entweder einen guten Bawn / ſo wird die Frucht gut / Oder ſetzet einen faulen Bawm / ſo wird die frucht faul. Denn an der Frucht erkennet man den Bawm. 34Ir Ottern gezichte / wie kund jr gutes reden / die weil jr böſe ſeid? Wes das Hertz vol iſt / des gehet der Mund vber. 35Ein gut Menſch / bringet guts erfür / aus ſeinem guten ſchatz des hertzen / Vnd ein böſer Menſch / bringet böſes erfür / aus ſeinem böſen ſchatz.

 

Fakultativ: Verse 36-37

36Ich ſage euch aber / Das die Menſchen müſſen rechenſchafft geben am jüngſten Gericht / von einem jglichen vnnützen wort / das ſie geredt haben. 37Aus deinen worten wirſtu gerechtfertiget werden / Vnd aus deinen worten wirſtu verdampt werden.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Offb 3,14-22

IV

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. III.

 

 

Verse 14-22

7. Der Brief an die Gemeinde in Laodizea

VII.

VND dem Engel der gemeinen zu Laodicea ſchreibe / Das ſaget / Amen / Der trewe vnd warhafftiger Zeuge / der anfang der creatur Gottes. 15Ich weis deine werck / das du weder kalt noch warm biſt / Ah das du kald oder warm wereſt. 16Weil du aber law biſt / vnd weder kalt noch warm / werde ich dich ausſpeien aus meinem munde. 17Du ſprichſt / Ich bin reich / vnd habe gar ſat / vnd darff nichts / Vnd weiſſeſt nicht / das du biſt elend vnd jemerlich / arm / blind vnd blos. 18Ich rate dir / das du Gold von mir keuffeſt / das mit fewr durchleutert iſt / das du reich werdeſt / vnd weiſſe Kleider / das du dich anthuſt vnd nicht offenbaret werde die ſchande deiner blöſſe / vnd ſalbe deine Augen mit augenſalbe / das du ſehen mügeſt.

 

Pro. 3.

Ebre. 12.

19WElche ich lieb habe / die ſtraffe vnd züchtige ich. So ſey nu vleiſſig / vnd thu buſſe. 20Sihe / Ich ſtehe fur der Thür / vnd klopffe an / So jemand meine Stim hören wird / vnd die thür auffthun / zu dem werde ich eingehen / vnd das Abendmal mit jm halten / vnd er mit mir. 21Wer vberwindet / dem wil ich geben / mit mir auff meinem Stuel zu ſitzen / wie ich vberwunden habe / vnd bin geſeſſen / mit meinem Vater auff ſeinem Stuel. 22Wer ohren hat / der höre / was der Geiſt den gemeinen ſaget.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Lk 13,22-27(28-30)

V

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die enge Pforte
Die Rede vom Ringen und Seligwerden

|| →Mt 7,13-14

Verse 22-27

 

22Vnd er gieng durch Stedte vnd Merckte / vnd lerete / vnd nam ſeinen weg gen Jeruſalem.

 

Mat.7.

ES ſprach aber einer zu jm / HErr / Meinſtu / das wenig ſelig werden? Er aber ſprach zu jnen / 24Ringet darnach / das jr durch die enge Pforten eingehet / Denn viel werden (das ſage ich euch) darnach trachten / wie ſie hin ein komen / vnd werdens nicht thun können. 25Von dem an / wenn der Hauswirt auffgeſtanden iſt / vnd die Thür verſchloſſen hat / Da werdet jr denn anfahen drauſſen zu ſtehen / vnd an die Thür klappen / vnd ſagen / Herr / Herr / thu vns auff / Vnd er wird antworten / vnd zu euch ſagen / Ich kenne ewer nicht / wo jr her ſeid.

 

 

 

 

 

Das ſind die on glauben mit werck­en ſich mühen gen Himel zu komen.

Matt.7.

 

 

 

 

→Pſal.6.

26SO werdet jr denn anfahen zu ſagen / Wir haben fur dir geſſen vnd getruncken / vnd auff den Gaſſen haſtu vns geleret. 27Vnd er wird ſagen / Ich ſage euch. Ich kenne ewer nicht / wo jr her ſeid / Weichet alle von mir jr Vbeltheter.

 

Fakultativ: Verse 28-30

28Da wird ſein heulen vnd Zeenklappen / wenn jr ſehen werdet / Abraham vnd Iſaac vnd Jacob / vnd alle Propheten im reich Gottes / Euch aber hin aus geſtoſſen. 29Vnd es werden komen vom Morgen vnd vom Abend / von Mitternacht / vnd vom Mittage / die zu tiſche ſitzen werden im reich Gottes / 30Vnd ſihe / Es ſind letzten / die werden die erſten ſein / Vnd ſind erſten / die werden die letzten ſein.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Hes 22,29-31

M1

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Schuld der Propheten, Prieſter, Fürſten und des Volks

Verse 29-31

 

29Das volck im Lande vbet gewalt / vnd rauben getroſt / vnd ſchinden die Armen vnd Elenden / vnd thun den Frembdlingen gewalt vnd vnrecht. 30Ich ſucht vnter jnen / Ob jemand ſich eine Maur machete / vnd wider den Riſs ſtünde gegen mir / fur das Land / das ichs nicht verderbete / Aber ich fand keinen. 31Darumb ſchüttet ich meinen zorn vber ſie / vnd mit dem Fewr meines grimmes macht ich jr ein ende / vnd gab jnen alſo jren verdienſt auff jren Kopff / ſpricht der HErr HERR.

Volck im lan

de.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
Zef 3,1-13

M2

 

 

 

Der Próphet ZephánJá.

 

C. III.

 

 

Verse 1-8

Gericht über Jerusalem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

g

Sicut Papa, Tu es Petrus etc.

→*1)

WEH der ſcheuſlichen / vnfletigen / tyran-

niſchen / Stad / 2Sie wil nicht gehorchen / noch ſich züchtigen laſſen / Sie wil auff den HERRN nicht trawen / noch ſich zu jrem Gott halten. 3Ire Fürſten ſind vnter jnen brüllende Lewen / vnd jre Richter Wolffe am abend / die nichts laſſen / bis auff den morgen vberbleiben. 4Ire Propheten ſind leichtfertig vnd verechter / Ire Prieſter entweihen das Heiligthum / vnd g deuten das Geſetz freuelich.

 

(Stad)

Das iſt Je­ru­ſa­lem ſelbs / Denn wo Got­tes wort am mei­ſten ge­pre­digt wird / da wirds am mei­ſten ver­acht.

 

(Heiligthum)

Got­tes wort das da hei­lig iſt.

 

5ABer der HERR der vnter jnen iſt / leret wol recht / vnd thut kein arges / Er leſſt alle morgen ſeine Rechte öffentlich leren / vnd leſſt nicht abe / Aber die böſen Leute wollen ſich nicht ſchemen lernen. 6Darumb wil ich dieſe Leute ausrotten / jre Schlöſſer verwüſten vnd jre Gaſſen ſo lere machen / das niemand drauff gehen ſol / Ire Stedte ſollen zerſtöret werden / das niemand mehr da wone.

 

ICH lies dir ſagen / Mich ſoltu fürchten / vnd dich laſſen züchtigen / So würde jre Wonung nicht ausgerottet / vnd der keines komen / damit ich ſie heimſuchen werde / Aber ſie ſind vleiſſig allerley bosheit zu vben. 8Darumb (ſpricht der HERR) müſſet jr widerumb mein auch harren / Bis ich mich auffmache / zu ſeiner zeit / Da ich auch rechten werde / vnd die Heiden verſamlen / vnd die Königreiche zu hauffe bringen / meinen zorn vber ſie zu ſchütten / ja allen zorn meines grimmes / Denn alle welt ſol durch meines eiuers Fewr verzehret werden.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das kommende Heil

Verse 9-13

 

ALs denn wil ich den Völckern anders predigen laſſen mit freundlichen Lippen / Das ſie alle ſollen des HERRN Namen anruffen vnd jm dienen eintrechtiglich. 10Man wird mir meine Anbeter / nemlich / die zerſtreweten von jenſeid dem Waſſer im Morenlande / her bringen zum Geſchenck.

 

(Lippen)

Das iſt das Euan­ge­li­um von der Gna­de Got­tes in al­ler Welt zu pre­di­gen / welchs vns er­lö­ſet von vn­ſer ſün­de.

Jere. 7.

11ZVR ſelbigen zeit / wirſtu dich nicht mehr ſchemen / alles deines Thuns / damit du wider mich vbertretten haſt / Denn / Ich wil die ſtoltzen Heiligen von dir thun / Das du nicht mehr ſolt dich erheben / vmb meines heiligen Berges willen. 12Ich wil in dir laſſen vberbleibrn →*2) ein arm / gering Volck / die werden auff des HERRN Namen trawen. 13Die vbrigen in Iſrael werden kein böſes thun / noch falſch reden / vnd man wird in jrem munde kein betriegliche Zungen finden / Sondern ſie ſollen weiden vnd rugen / on alle furcht.

 

 

(Stoltzen)

Die ſich rhü­me­ten vnd ver­lieſ­ſen auff den Tem­pel / Opff­er / Ve­ter vnd an­der hei­li­ge Werck Rom. 9. Vnd nicht auff lau­ter Gnad.

 

 

 

*1) lat.: Sicut Papa, Tu es Petrus etc.

dt.: »Wie der Papst: Du bist Petrus, usw.«

Luther merkt an, dass die römisch-katholische Kirche die Schrift (in Zef 3,4: »das Gesetz«) frevelhaft auslege, wie sie beispielsweise den Spruch Jesu »Du bist Petrus« (→Mt 16,18) auf den Papst beziehe und ihn damit gleichsam zur Person Petrus erkläre.

 

*2) Druckfehler: vberbleibrn; Korrektur: vberbleiben

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
1Petr 4,12-19

M3

 

 

 

Die erſte Epiſtel
S. Peters.

 

C. IIII.

 

 

Verse 12-19

Vom Ausharren in der Verfolgung

 

IR lieben / Laſſet euch die b hitze ſo euch begegnet nicht befrembden (die euch widerferet / das jr verſucht werdet) als widerfüre euch etwas ſeltzams / 13ſondern frewet euch / das jr mit Chriſto leidet / Auff das jr auch zur zeit der offenbarung ſeiner Herrligkeit freude vnd wonne haben möget. 14Selig ſeid jr / wenn jr geſchmecht werdet vber dem namen Chriſti / Denn der Geiſt / der ein geiſt der herrligkeit vnd Gottes iſt / ruget auff euch. Bey jnen iſt er verleſtert / Aber bey euch iſt er gepreiſet.

15NIemand aber vnter euch leide als ein Mörder oder Dieb / oder Vbeltheter / oder der in ein c frembd Ampt greiffet. 16Leidet er aber als ein Chriſten / ſo ſcheme er ſich nicht / er ehre aber Gott in ſolchem fall. 17Denn es iſt zeit / das anfahe das Gerichte an dem hauſe Gottes. So aber zu erſt an vns / Was wils fur ein ende werden mit denen / die dem Euangelio Gottes nicht gleuben? 18Vnd ſo der Gerechte kaum erhalten wird / Wo wil der Gottloſe vnd Sünder erſcheinen. 19Darumb / welche da leiden nach Gottes willen / die ſollen jm jre Seelen befelhen / als dem trewen Schepffer in guten wercken.

b

(Hise →*1))

Das iſt ver­fol­gung / die vns be­werd / wie few­er das Gold.

c

(Frembd Ampt)

Das la­ſter trei­bet der Teu­fel aller­meiſt in den fal­ſchen Chri­ſten / die wol­len jmer viel zu­ſchaf­fen ha­ben vnd re­gie­ren / da jnen nichts be­fol­hen iſt. Wie die Biſ­ſcho­ue vnd Gei­ſt­li­chen thun / re­gie­ren die welt. Item die Auff­rhü­ri­ſchen vnd fur­witz­igen Pre­di­ger ſched­li­che vnd fer­li­che Leu­te.

 

 

 

 

 

 

*1) Druckfehler: Hise; Korrektur: Hitze

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mt 11,16-24

M4

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XI.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Zeugnis Jeſu über den Täufer

|| →Lk 7,24-35

Verse 16-19

Luc.7.

WEm ſol ich aber dis Geſchlecht vergleichen? Es iſt den Kindlin gleich / die an dem Marckt ſitzen / vnd ruffen gegen jre Geſellen / 17vnd ſprechen / Wir haben euch gepfiffen / Vnd jr woltet nicht tantzen / Wir haben euch geklaget / Vnd jr woltet nicht weinen. 18Johannes iſt komen / aſs nicht / vnd tranck nicht / So ſagen ſie / Er hat den Teufel. 19Des menſchen Son iſt komen / iſſet vnd trincket / So ſagen ſie / Sihe / wie iſt der Menſch ein Freſſer / vnd ein Weinſeuffer / der Zölner vnd der Sünder geſelle? Vnd die Weiſheit mus ſich rechtfertigen laſſen / von jren Kindern.

 

 

Verse 20-24

Die Weherufe über galiläiſche Städte

|| →Lk 10,13-15

Luc.10.

DA fieng er an die Stedte zu ſchelten / in welchen am meiſten ſeiner Thaten geſchehen waren / vnd hatten ſich doch nicht gebeſſert. 21Wehe dir Chorazin / Weh dir Bethſaida / Weren ſolche Thaten zu Tyro vnd Sidon geſchehen / als bey euch geſchehen ſind / Sie hetten vorzeiten im Sack vnd in der Aſſchen buſſe gethan. 22Doch ich ſage euch / Es wird Tyro vnd Sidon treglicher ergehen am jüngſten Gerichte / denn Euch. 23Vnd du Capernaum / die du biſt erhaben / bis an den Himel / Du wirſt bis in die Helle hin vnter geſtoſſen werden. Denn ſo zu Sodoma die Thaten geſchehen weren / die bey dir geſchehen ſind / Sie ſtünde noch heutiges tages . 24Doch / Ich ſage euch / Es wird der Sodomer lande treglicher ergehen am jüngſten Gerichte / denn dir.

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
Empfehlungen: Das könnte Sie auch interessieren
Titel

Buß- und Bettag 2017

Martin Luther forderte in seinen 95 Thesen zur Buße auf. Zum Buß- und Bettag gehört die Erinnerung an dieses evangelische Grundverständnis.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Die Macht des Betens | © Geschütztes Bildmaterial
Zum Artikel

Die Macht des Betens – Ein Workshop

Beten! – Was riskieren wir schon dabei? Eigentlich doch nichts. Was kostet es uns, außer einigen wenigen Minuten Zeit, die wir vermutlich anderweitig kaum besser genutzt hätten?

Mehr über die Praxis des Betens in diesem Artikel.
Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

Die Bundesrepublik Deutschland ist Mitglied der Europäischen Union.

 
Die Kalenderangaben beziehen sich ab dem Jahr 1949 auf Kalender der Bundesrepublik Deutschland (DE).
Die Datums- und Zeitangaben gelten nach Mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. Alle Angaben ohne Gewähr.