19. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 10. Oktober 1999

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

Evangelium     Zum TextMk 2,1-12
Predigt Zum TextMk 1,32-39  
Lied EG 320  
→Gottesdienstordnung

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
10.10.1999 | 19. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

19. Sonntag
nach Trinitatis

Grün

 

 
Symbol

Brun von Sachsen

(† 11. Oktober 965 in Reims)

Symbol

Lucas Cranach der Ältere

(† 16. Oktober 1553 in Weimar)

Info

Der →Tag des Evangelisten Lukas (18. Oktober) kann auf diesen Sonntag fallen. Dann ist er am Samstag davor oder an einem Tag der folgenden Woche zu begehen.

 

Der →Tag der Apostel Simon und Judas (28. Oktober) kann auf diesen Sonntag fallen. Dann ist er am Samstag davor oder an einem Tag der folgenden Woche zu begehen.

 

Fällt der →Reformationstag (31. Oktober) auf diesen Sonntag (→Ostersonntag fiel auf den 25. April) ersetzt sein Proprium des Re­for­ma­ti­ons­fes­tes das Sonn­tags­pro­pri­um.

 

Fällt →Ostersonntag auf die Zeit zwischen dem 26. März und dem 1. April, dann ist an diesem Sonntag in der Regel →Erntedanktag.

 

Wirkung im Kirchenjahr 1998/1999

- keine -

 

Kalenderblätter
Kalender

Der 19. Sonntag nach Trinitatis in den Kirchenjahren 1998/1999 bis 2005/2006
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 

Bewegliches Datum
Der 19. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>27. September und dem 31. Oktober eines Jahres.
 
  • 19. Sonntag nach Trinitatis
  • 27. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 19. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    27. September und dem 31. Oktober eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 189 Tage nach Ostern
  • am 190. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Gottesdienstliche Ordnung

Symbol Evangelisch

Der evangelische

19. Sonntag
nach Trinitatis

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

HERR deine güte iſt ewig / Das werck deiner Hende wolteſtu nicht laſſen.

Halleluja.

→Ps 138,8b     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch
für die Woche

 

Heile du mich HERR / ſo werde ich heil / Hilff du mir / ſo iſt mir geholffen.

→Jer 17,14a

Pſalm
32
 

Psalm
für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
EG 320 Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 1999 - 2004 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium  Zum TextMk 2,1-12
Epistel Zum TextEph 4,22-32
Altes Testament Zum Text2Mos 34,4-10
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 1998/1999 gilt die Reihe III.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
1998/1999 10.10.1999 III Zum TextMk 1,32-39 Zum Text1Mos 9,12-17
1999/2000 29.10.2000 IV Zum TextJak 5,13-16 Zum Text1Mos 15,1-6
2000/2001 21.10.2001 V Zum TextJoh 5,1-16
2001/2002 --- VI entfällt
2002/2003 26.10.2003 I  Zum TextMk 2,1-12
2003/2004 17.10.2004 II Zum TextEph 4,22-32
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext galt.

Reihen:
Die Perikopenordnung von 1978/1979 kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen galten nacheinander. Sie umfassten somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 1978/1979 mit Reihe I und wurde kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgte wieder Reihe I.

Die Reihe III galt für das Kirchenjahr 1998/1999, danach wieder für das Kirchenjahr 2004/2005.
Die Reihe IV galt für das Kirchenjahr 1999/2000. Danach wieder für das Kirchenjahr 2005/2006.

Weitere Texte:
Für diesen Tag standen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passten. Aus ihnen konnte die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzte.

<

 

Perikopen

Perikopen nach Luther 1545

19. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

 

Biblia
1545

Text nach der Lutherbibel von 1545.
Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM

PREDIGTTEXT

PREDIGTREIHE

I

Evangelium nach Markus

Mk 2,1-12

 

Text hören:

Sprecher: R. Makohl | Musik: ©Bluevalley, J.S. Bach
Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
→  Video-Hörbuch

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. II.

 

 

Verse 1 - 12

Die Heilung eines Gichtbrüchigen

|| →Mt 9,1-8    || →Lk 5,17-26

VBer etliche tage / gieng Jheſus wi­der­umb gen Ca­per­na­um / Vnd es ward rücht­bar / das er im hau­ſe war / 2Vnd als bald ver­ſam­le­ten ſich viel / al­ſo / das ſie nicht raum hat­ten / auch hau­ſſen fur der thür / vnd er ſagt jnen das wort.

 

 

 

 

 

 

 

 

VND es kamen et­li­che zu jm / Die brach­ten ei­nen Gicht­brü­chi­gen / von vie­ren ge­tra­gen. 4Vnd da ſie nicht kund­ten bey jn ko­men / fur dem Volck / deck­ten ſie das Dach auff / da er war / vnd gru­bens auff vnd lie­ſſen das Bet­te er­ni­der / da der Gicht­brü­chi­ge in­nen lag. 5Da aber Jhe­ſus jren Glau­ben ſa­he / ſprach er zu dem Gicht­brü­chi­gen / Mein ſon / dei­ne ſün­de ſind dir ver­ge­ben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6ES wa­ren aber et­li­che Schrifft­ge­ler­ten / die ſa­ſſen al­da / vnd ge­dach­ten in jrem her­tzen / 7Wie re­det die­ſer ſol­che Got­tes­leſ­te­rung? Wer kan ſün­de ver­ge­ben / denn al­lein Gott? 8Vnd Jhe­ſus er­ken­net bald in ſei­nem Geiſt / das ſie al­ſo ge­dach­ten bey ſich ſelbs / vnd ſprach zu jnen / Was ge­den­cket jr ſolchs in ew­ren her­tzen? 9Welchs iſt leich­ter / zu dem Gicht­brü­chi­gen zu ſa­gen / Dir ſind dei­ne ſün­de ver­ge­ben? Oder / ſte­he auff / nim dein Bet­te / vnd wan­de­le? 10Auff das jr aber wi­ſſet / Das des men­ſchen Son macht hat / zu­uer­ge­ben die ſün­de auff Er­den / ſprach er zu dem Gicht­brü­chi­gen / 11Ich ſa­ge dir / ſte­he auff / nim dein Bet­te / vnd ge­he heim. 12Vnd als bald ſtund er auff / nam ſein Bet­te / vnd gieng hin aus fur al­len / Al­ſo / das ſie ſich al­le ent­ſatz­ten / vnd prei­ſe­ten Gott / vnd ſpra­chen / Wir ha­ben ſolchs noch nie ge­ſe­hen.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Ephesus

Eph 4,22-32

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Epheſer.

 

C. IIII.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Der alte und der neue Mensch

Verse 22 - 32

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

→Pſal. 4.

 

 

 

 

 

 

 

SO leget nu von euch ab / nach dem vo­ri­gen wandel / den alten Men­ſchen / der durch Lüſte im jrthum ſich verderbet. 23Ernewert euch aber im geiſt ewers gemüts / 24vnd ziehet den newen Men­ſchen an / der nach Gott geſchaffen iſt / in rechtſchaffener Gerechtigkeit vnd Heiligkeit. 25Darumb leget die Lügen ab / vnd redet die Warheit ein jg­li­cher mit ſei­nem Ne­he­ſten / ſintemal wir vn­ter­nan­der Glieder ſind. 26Zürnet / vnd ſündiget nicht / Laſſet die Sonne nicht vber ewrem Zorn vntergehen. 27Gebet auch nicht raum dem Leſterer. 28Wer geſtolen hat / der ſtele nicht mehr / Sondern erbeite / vnd ſchaffe mit den henden etwas gutes / Auff das er habe zu geben dem Dürfftigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29LAſſet kein faul Geſchwetz aus ewrem munde gehen / ſon­dern was nützlich zur beſſerung iſt / da es not thut / das es hold­ſe­lig ſey zu hören. 30Vnd betrübet nicht den heiligen geiſt Gottes / damit jr verſiegelt ſeid / auff den tag der erlöſung. 31Alle bitterkeit vnd grim / vnd zorn / vnd geſchrey / vnd leſterung ſey ferne von euch / ſampt aller boſheit. 32Seid aber vn­ter­nan­der freundlich / hertzlich / vnd vergebet einer dem andern / Gleich wie Gott euch vergeben hat / in Chri­ſ­to.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Zweites Buch Mose | Exodus

2Mose 34,4-10

REIHE

VI

 

 

 

Das II. Bucĥ Moſe.

 

C. XXXIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die zweiten steinernen Tafeln

Verse 4 - 9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Moſe

Gebet.

→Pſal. 86.

→Pſal. 103.

→Pſal. 145.

→Pſal. 143.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MOſe hieb zwo ſteinern Tafeln / wie die erſten waren. Vnd ſtund des mor­gens früe auff / vnd ſteig auff den berg Sinai / wie jm der HERR geboten hatte / vnd nam die zwo ſteinern Tafeln in ſei­ne hand. 5Da kam der HERR ernider in einer Wolcken / vnd trat da­ſelbs bey jn / vnd * pre­di­get von des HER­RN Namen. 6Vnd da der HERR fur ſei­nem angeſicht vbergieng / rieff er / HERR / HERR / Gott barmhertzig vnd gnedig / vnd gedültig / vnd von groſſer gnad vnd trew / 7Der du beweiſeſt gnade in tau­ſent Gelied / vnd vergibſt miſſethat / vbertretung vnd ſünde. Vnd fur welchem niemand vnſchüldig iſt / Der du die miſſethat der Ve­ter heim­ſu­cheſt auff Kinder vnd Kinds kin­der / bis ins dritte vnd vierde Gelied.

8VND Moſe neiget ſich eilend zu der erden / vnd betet jn an / 9vnd ſprach / Hab ich HERR gnade fur deinen augen funden / So gehe der HERR mit vns / Denn es iſt ein halsſtarrig Volck / Das du vnſer miſſethat vnd ſünden gnedig ſeieſt / vnd laſ­ſeſt vns dein Erbe ſein.

*

(Prediget)

Moſe beſchreibet hie das Ge­heim­nis / Das Chri­ſtus der HERR ſey / der fur jm (das iſt fur dem Volck des Ge­ſe­tzes) wer­de vber­ge­hen / vnd pre­di­gen / das alle Welt ſün­dig / al­lein aus gna­den ſe­lig müſ­ſe wer­den / wie er dro­ben Ca. 33. ſagt / Wem ich gne­dig bin / dem bin ich gne­dig / das iſt / Es ſol mir kei­ner mit wercken ab­uer­die­nen / Es ſol gna­de ſein vnd kein an­ders etc. Wie denn des Eu­an­ge­lij pre­digt gleich al­ſo le­ret.

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt:

Der Bundesschluß und die Bundespflichten

Vers 10

 

 

 

 

 

 

 

VND er ſprach / Sihe / Ich wil einen Bund machen fur alle deinem Volck / vnd wil Wunder thun / der gleichen nicht geſchaffen ſind in allen Landen / vnd vnter allen Völ­ck­ern / vnd alles Volck / dar vnter du biſt / ſol ſehen des HER­RN werck / Denn wunderbarlich ſols ſein / das ich bey dir thun werde.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Markus

Mk 1,32-39

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. I.

 

 

Verse 32 - 34

Zahlreiche Heilungen

|| →Mt 8,16-17    || →Lk 4,40-41

 

AM abend aber da die Sonne vn­ter­gan­gen war / brachten ſie zu Jhe­ſus al­ler­ley Krancken vnd Be­ſeſſene / 33Vnd die gantze Stad verſamlet ſich fur der thür. 34Vnd er halff vielen Krancken / die mit man­cher­ley ſeuchen beladen waren / vnd treib viel Teu­fel aus / vnd lies die Teu­fel nicht reden / denn ſie kenneten jn.

 

 

 

 

 

 

 

Verse 35 - 39

Jesus verläßt heimlich Kapernaum und wandert durch Galiläa

|| →Lk 4,42-44    || →Mt 4,23    || →Lk 4,14-15

Luc. 4.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND des mor­gens vor tage ſtund er auff / vnd gieng hinaus. Vnd Jhe­ſus gieng in eine wüſte Stete / vnd betet da­ſelbs. 36Vnd Petrus mit denen die bey jm waren / eileten jm nach / 37Vnd da ſie jn funden / ſpra­chen ſie zu jm / Jederman ſu­chet dich. 38Vnd er ſprach zu jnen / Laſſt vns in die neheſte Stedte gehen / das ich da­ſelbs auch predige / Denn dazu bin ich komen. 39Vnd er pre­di­ge­te in jren Schulen / in ganz Ga­li­lea / Vnd treib die Teu­fel aus.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Brief des Jakobus

Jak 5,13-16

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Jacobi.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die Gemeinde und ihre Kranken

Verse 13 - 16

 

 

Jakobus schreibt:

 

 

 

 

 

→Mar. 6.

LEidet jemand vnter euch / der bete. Iſt jemand gutes muts? der ſinge Pſalmen. 14Iſt jemand Kranck? der ruffe zu ſich die El­te­ſten von der Gemeine / vnd laſſe ſie vber ſich beten vnd ſalben mit Ole / in dem namen des HErrn / 15vnd das Gebet des glaubens wird dem Krancken helffen / vnd der HErr wird jn auffrichten / vnd ſo er hat ſünde ge­than / werden ſie jm vergeben ſein.

 

 

 

BEkenne einer dem andern ſei­ne ſünde / vnd betet fur einander / das jr ge­ſund werdet. Des Gerechten gebet vermag viel / wenn es ernſtlich iſt.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Johannes

Joh 5,1-16

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die Heilung eines Kranken am Teich Bethesda

Verse 1 - 16

 

 

 

 

 

 

 

→*1)

DArnach war ein Feſt der Jü­den / vnd Jhe­ſus zoch hin auff gen Je­ru­ſa­lem. 2Es iſt aber zu Je­ru­ſa­lem bey dem Schafhauſe ein Teich der hei­ſſet auff Ebreiſch * Bethhesda / vnd hat fünff Halle / 3In welchen lagen viel Krancken / Blinden / Lamen / Dürren / die warteten / wenn ſich das Waſſer beweget / 4Denn ein Engel fuhr er ab zu ſei­ner zeit in den Teich / vnd beweget das waſſer. Welcher nu der erſte / nach dem das waſſer beweget war / hin ein ſteig / der ward ge­ſund / mit welcherley Seuche er behafftet war.

*

Bethhesda)

Das heiſſt auff Deudſch ſo viel als ein Spi­tal / da­rin man den ar­men Leu­ten wol thut / Ab Heſed / id eſt / Ele­emo­ſyna / mi­ſe­ri­cor­dia /

→*2)

wel­ches bey dem Teich war / da die Opff­er­ſcha­fe be­hal­ten wur­den / vnd die Kran­cken da­ſelbs ſol­cher Wol­that im Tei­che war­te­ten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ES war aber ein Menſch da­ſelbs / acht vnd dreiſ­ſig jar kranck gelegen. 6Da Jhe­ſus den­ſel­bi­gen ſahe ligen / vnd vernam / das er ſo lang gelegen war / ſpricht er zu jm / Wiltu ge­ſund werden? 7Der Krancke antwortet jm / Herr / ich habe keinen Men­ſchen / wenn das Waſſer ſich beweget / der mich in den Teich laſſe / Vnd wenn ich kome / ſo ſteiget ein ander fur mir hin ein. 8Jhe­ſus ſpricht zu jm / Stehe auff / nim dein Bette / vnd gehe hin. 9Vnd alſo ward der Menſch ge­ſund / vnd nam ſein Bette / vnd gieng hin. Es war aber deſſelbigen tages der Sab­bath.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10DA ſpra­chen die Jü­den zu dem der ge­ſund war wor­den / Es iſt heute Sab­bath / Es zimpt dir nicht das Bette zu tragen. 11Er antwortet jnen / Der mich ge­ſund machet / der ſprach zu mir / Nim dein Bette / vnd gehe hin. 12Da fragten ſie jn / Wer iſt der Menſch / der zu dir geſagt hat / Nim dein bette / vnd gehe hin? 13Der aber ge­ſund war wor­den / wuſte nicht wer er war / Denn Jhe­ſus war gewichen / da ſo viel Volcks an dem Ort war.

 

 

 

 

 

 

 

 

14DARnach fand jn Jhe­ſus im Tempel / vnd ſprach zu jm / Sihe zu / du biſt ge­ſund wor­den / Sündige fort nicht mehr / das dir nicht etwas ergers widerfare. 15Der Menſch gieng hin / vnd verkündigets den Jü­den / Es ſey Jhe­ſus / der jn ge­ſund gemacht habe. 16Dar­umb ver­fol­ge­ten die Jü­den Jhe­ſum / vnd ſuch­ten jn zu töd­ten / Das er ſolchs ge­than hatte auff den Sab­bath.

 

 

 

1) Vers 4

Der Vers 4 wird heute als Son­der­gut we­ni­ger Hand­schrif­ten ver­stan­den und ist nicht in al­len neu­en Aus­ga­ben vor­han­den. Die neu­e­ren Luther­bi­beln dru­cken den Vers 4, mar­kie­ren ihn aber als Bei­fü­gung. Die Aus­ga­be von 1545 druckt ihn oh­ne wei­te­re Notiz.

 

 

2) lat.: Ab Heſed / id eſt / Eleemoſyna / miſericordia /

dt.: »Von (hebräisch) Hesed, das meint: Al­mo­sen, Barm­her­zig­keit«

Luther erklärt, dass die in den grie­chi­schen Hand­schrif­ten vor­han­de­ne Be­zeich­nung Beth­hes­da (altgr.: Βηθἑσδα) die trans­kri­bier­te Form ei­nes he­brä­i­schen Wor­tes ist, das so­viel be­deu­tet wie »Das Haus des Al­mo­sens« oder »Das Haus der Barm­her­zig­keit Got­tes«. Die­ses Haus dür­fe man sich ähn­lich ei­nem Spi­tal in Deutsch­land vor­stel­len.

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 9,12-17

POOL

M
1

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. IX.

 

 

Verse 12 - 17

Das Zeichen des Bundes: Der Regenbogen

 

Holzschnitt, Bild zu 1. Buch Mose, Kapitel 9, Das Zeichen Bundes: Der Regenbogen.

 

Regen-

bogen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GOTT ſprach / Das iſt das Zei­chen des Bunds / den ich gemacht habe zwi­ſchen mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier bey euch hin furt ewiglich. 13Meinen Bogen hab ich geſetzt in die wolcken / der ſol das Zeichen ſein des Bunds / zwi­ſchen Mir vnd der Erden. 14Vnd wenn es kompt / das ich wolcken vber die Erden füre / So ſol man meinen Bogen ſehen / in den wolcken / 15Als denn wil ich ge­den­cken an meinen Bund / zwi­ſchen Mir vnd euch / vnd allem lebendigen Thier / in al­ler­ley Fleiſch / Das nicht mehr hin furt eine Sindflut kome / die alles Fleiſch verderbe. 16Darumb ſol mein Bogen in den wolcken ſein / das ich jn anſehe / vnd gedencke an den ewigen Bund zwi­ſchen Gott vnd allem lebendigen Thier in allem Fleiſch / das auff Erden iſt. 17Daſelb ſa­get Gott auch zu Noah / Dis ſey das Zeichen des Bunds / den ich auffgerichtet habe zwi­ſchen Mir vnd allem Fleiſch auff Erden.

 

 

 

Holzschnitte der Bibel

Die Holzschnitte der Bibel

Holzschnitt in 1Mos 9

»Der Regenbogen als Zeichen des Bundes«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu 1Mos 9
Die Holzschnitte der Bibel

→»Der Regenbogen« (1Mos 9)

Der Regenbogen wurde von Gott als Zei­chen des Bun­des mit den Men­schen ein­ge­setzt. Nach der Sint­flut er­schien der Re­gen­bo­gen, und Gott ver­sprach, dass es nie mehr ei­ne sol­che Ka­tastro­phe ge­ben würde.

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 15,1-6

POOL

M
2

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. XV.

 

 

Verse 1 - 6

Gott verheißt Abram einen Sohn und unzählige Nachkommen

 

ES begab ſich / das zu Abram ge­ſchach das wort des HER­RN im Ge­ſicht / vnd ſprach / Fürchte dich nicht Abram / Ich bin dein Schilt / vnd dein ſeer groſſer Lohn. 2Abram ſprach aber / HErr HERR / Was wiltu mir geben? Ich gehe dahin on Kinder / vnd mein Hausuogt hat einen Son / dieſer Elieſer von Damaſco. 3Vnd Abram ſprach weiter / Mir haſtu keinen Samen gegeben / Vnd ſi­he / der Son meines geſinds / ſol mein Erbe ſein.

4VND ſi­he / der HERR ſprach zu jm / Er ſol nicht dein Erbe ſein / Sondern der von deinem Leibe komen wird / der ſol dein Erbe ſein. 5Vnd er hies jn hin aus gehen / vnd ſprach / Sihe gen Hi­mel / vnd zele die ſterne / Kanſtu ſie zelen? Vnd ſprach zu jm / Alſo ſol dein Same werden / 6Abram gleubte dem HER­RN / Vnd das rechent er jm zur Gerechtigkeit.

Abram

wird ein Son ver­hei­ſſen etc.

→Gen. 17.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Men­ſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen seit Jahr­hun­der­ten bib­li­sche Tex­te vor.

Die hier ge­bo­te­nen Tex­te fol­gen ei­ner Kir­chen­ord­nung, die heu­te nicht mehr gül­tig ist!

Bit­te ru­fen Sie den Kir­chen­tag im ak­tu­el­len Jahr auf, wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Bi­bel­stel­len für Le­sun­gen und Pre­digt nach der gül­ti­gen Kir­chen­ord­nung für den Got­tes­dienst emp­foh­len wer­den.

 

Biblia 1545

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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   Hörbuch-Videos

Die Heilung eines Gichtbrüchigen

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→Hörbuch-Video: Mk 2,1-12

Das Video zeigt den Text der Ge­schich­te aus der Luther­bi­bel von 1545, in der Je­sus ei­nen Gicht­brü­chi­gen heilt, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

 
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Die Ka­len­der­an­ga­ben be­zie­hen sich ab dem Jahr 1949 auf Ka­len­der der Bun­des­re­pu­b­lik Deutsch­land (DE).
Die Datums- und Zeit­an­ga­ben gel­ten nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Zeit, in Zei­ten mit ge­setz­li­cher Som­mer­zeit­re­ge­lung nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Som­mer­zeit (→MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irr­tü­mer sind nicht aus­ge­schlos­sen. Alle An­ga­ben →ohne Ge­währ.