20. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 25. Oktober 2009

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

Evangelium    Zum TextMk 10,2-9(10-16)
Predigt Zum TextMk 10,2-9(10-16)  
Lied EG 295  
→Gottesdienstordnung

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
25.10.2009 | 20. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

20. Sonntag
nach Trinitatis

 

 
Symbol

Philipp Nicolai

(† 26. Oktober 1608 in Hamburg)

Info

Der 20. Sonntag nach Trinitatis ist nur vorhanden, wenn →Ostern vor dem 24. April liegt!

 

Der 20. Sonntag nach Trinitatis kann auch mit den Texten des →23. Sonntags nach Trinitatis gefeiert werden, wenn der 23. Sonntag nach Trinitatis im selben Jahr entfällt (→Ostersonntag lag nach dem 2. April).

 

Der →Tag des Evangelisten Lukas (18. Oktober) kann auf diesen Sonntag fallen. Dann ist er am Samstag davor an einem Tag der folgenden Woche zu begehen.

 

Der →Tag der Apostel Simon und Judas (28. Oktober) kann auf diesen Sonntag fallen. Dann ist er am Samstag davor an einem Tag der folgenden Woche zu begehen.

 

Fiel der→Reformationstag (31. Oktober) auf Dienstag bis Samstag der vorhergegangenen Woche und konnte er weder an diesen Tagen noch am 1. November gefeiert werden, dann wird er am 20. Sonntag nach Trinitatis nachgeholt.

 

Fällt der→Reformationstag (31. Oktober) auf diesen Sonntag oder auf den folgenden Montag, dann gilt die Gottesdienstordnung des Reformationstags.

 

Der →Gedenktag der Heiligen (1. November) kann an diesem Sonntag nur dann gehalten werden, wenn die Feier des Reformationstages am 31. Oktober und nicht an diesem Sonntag stattfindet. Ansonsten wird er an einem Tag der folgenden Woche begangen.

 

Fällt →Ostersonntag auf die Zeit zwischen dem 22. März und dem 25. März, dann ist an diesem Sonntag in der Regel →Erntedanktag.

 

Wirkung im Kirchenjahr 2008/2009

Achtung!

Der 28. Oktober ist in diesem Jahr am Mittwoch nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis. Der →Tag der Apostel Simon und Judas (28. Oktober) kann nur am Mittwoch oder an einem anderen Tag der Woche vor dem 31. Oktober begangen werden, jedoch nicht an diesem Sonntag.

Der 31. Oktober ist in diesem Jahr am Samstag nach dem 20. Sonntag nach Trinitatis. Kann der →Reformationstag (31. Oktober) nicht am Samstag gefeiert werden, ist es möglich, ihn am nächsten Sonntag zu begehen.

 

Kalenderblätter
Kalender

Der 20. Sonntag nach Trinitatis in den Kirchenjahren 2008/2009 bis 2015/2016
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 

Bewegliches Datum
Achtung!

Nur dann, wenn →Ostersonntag vor dem 24. April liegt, gilt:

Der 20. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>4. Oktober und dem 5. November eines Jahres.
 
  • 20. Sonntag nach Trinitatis
  • 28. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 20. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    4. Oktober und dem 5. November eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 196 Tage nach Ostern
  • am 197. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Gottesdienstliche Ordnung

Symbol Evangelisch

Der evangelische

20. Sonntag
nach Trinitatis

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Zeige mir HERR den weg deiner Rechte / Das ich ſie beware bis ans ende.

Halleluja.

→119,33     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Es iſt dir geſagt / Menſch / was gut iſt / vnd was der HERR von dir foddert / nem­lich / Gottes wort halten / vnd Liebe vben / vnd demütig ſein fur deinem Gott.

→Micha 6,8

Pſalm
119
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
EG 295 Wohl denen, die da wandeln
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2009 - 2014 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextMk 10,2-9(10-16)
Epistel Zum Text1Thess 4,1-8
Altes Testament Zum Text1Mos 8,18-22
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2008/2009 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2008/2009 25.10.2009 I Zum TextMk 10,2-9(10-16) Zum TextHld 8,6b-7
2009/2010 17.10.2010 II Zum Text1Thess 4,1-8 Zum TextMal 2,13-16
2010/2011 --- III entfällt Zum TextEph 5,25-32
2011/2012 21.10.2012 IV Zum Text1Kor 7,29-31 Zum TextPhlm (1-7)8-22
2012/2013 13.10.2013 V Zum TextMk 2,23-28
2013/2014 2.11.2014 VI Zum Text2Kor 3,3-9
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext galt.

Reihen:
Die Perikopenordnung von 1978/1979 kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen galten nacheinander. Sie umfassten somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 1978/1979 mit Reihe I und wurde kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgte wieder Reihe I.

Die Reihe I galt für das Kirchenjahr 2008/2009, danach wieder für das Kirchenjahr 2014/2015.
Die Reihe II galt für das Kirchenjahr 2009/2010. Danach wieder für das Kirchenjahr 2015/2016.

Weitere Texte:
Für diesen Tag standen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passten. Aus ihnen konnte die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzte.

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Biblia 1545

Perikopen nach Luther 1545

20. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

 

Biblia
1545

Text nach der Lutherbibel von 1545.
Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Markus

Mk 10,2-9(10-16)

REIHE

I

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. X.

 

 

Verse 2-9

Die Rede über Ehe und Ehescheidung

|| →Mt 19,1-9    || →Mt 5,32    || →Lk 16,17

 

Mat. 19.

 

 

 

 

 

 

Deut. 24.

 

 

 

→Gen. 1.

→Gen. 2.

→Ephe. 5.

 

 

 

 

 

 

DIe Pha­ri­ſe­er traten zu Jheſus / vnd fragten jn / Ob ein Man ſich ſcheiden müge von ſeinem Weibe? vnd ver­ſuch­ten jn da mit. 3Er antwortet aber / vnd ſprach / Was hat euch Moſes geboten? 4Sie ſpra­chen / Moſes hat zugelaſſen einen Scheidbrieff zu ſchreiben / vnd ſich zu ſcheiden. 5Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jnen / Vmb ewers Hertzen hartigkeit willen hat er euch ſolch Gebot geſchrieben / 6Aber von anfang der Creatur / hat ſie Gott geſchaffen ein Menlin vnd Frewlin. 7Darumb wird der Menſch ſeinen Vater vnd Mutter laſſen / vnd wird ſeinem Weibe anhangen / 8Vnd werden ſein die Zwey ein Fleiſch / So ſind ſie nu nicht zwey / ſon­dern ein Fleiſch. 9Was denn Gott zuſamen gefügt hat / ſol der Menſch nicht ſcheiden.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 10-12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10VND daheim frageten jn abermal ſeine Jünger vmb das­ſel­bi­ge. 11Vnd er ſprach zu jnen / Wer ſich ſcheidet von ſeinem Weibe / vnd freiet ein andere / der bricht die Ehe an jr. 12Vnd ſo ſich ein Weib ſcheidet von jrem Manne / vnd freiet einen andern / die bricht jre Ehe.

 

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 13-16

|| →Mt 19,13-15    || →Lk 18,15-17

Mat. 19.

Luc. 18.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND ſie brachten Kindlin zu jm / das er ſie anrürete / Die Jünger aber furen die an / die ſie trugen. 14Da es aber Jheſus ſahe / ward er vnwillig / vnd ſprach zu jnen / Laſſt die Kindlin zu mir komen / vnd weret jnen nicht / Denn ſolcher iſt das reich Gottes. 15Warlich / Ich ſage euch / Wer das reich Gottes nicht empfehet / als ein Kindlin / Der wird nicht hin ein komen. 16Vnd er hertzet ſie / vnd leget die hende auff ſie / vnd ſegenet ſie.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki

1Thess 4,1-8

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Theſſalónicĥer.

 

C. IIII.

 

 

Verse 1-8

Ermahnung zur Heiligung

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WEiter / lieben Brüder / bitten wir euch / vnd ermanen in dem HErrn Jheſu / Nach dem jr von vns empfangen habt / wie jr ſollet wandeln vnd Gotte gefallen / das jr jmer völliger werdet. 2Denn jr wiſſet / welche Gebot wir euch gegeben haben / durch den HErrn Jheſum. 3Denn das iſt der wille Gottes / ewer Heiligung / das jr meidet die Hu­re­rey / 4vnd ein jg­li­cher vnter euch wiſſe ſein Fas zubehalten / in heiligung vnd ehren / 5nicht in der luſt ſeuche / wie die Hei­den / die von Gott nichts wiſſen. 6Vnd das niemand zu weit greiffe noch verforteile ſeinen Bruder im Handel / Denn der HErr iſt der Recher vber das alles / wie wir euch zu vor geſagt vnd bezeuget haben. 7Denn Gott hat vns nicht beruffen zur vn­rei­nig­keit / ſon­dern zur heiligung. 8Wer nu verachtet / Der verachtet nicht Men­ſchen / ſon­dern Gott / der ſeinen heiligen Geiſt gegeben hat in euch.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 8,18-22

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Noah verlässt die Arche

Verse 18-19

 

ALſo gieng Noah er aus mit ſeinen Sönen vnd mit ſeinem Weib vnd ſeiner ſönen Wei­bern. 19Da zu al­ler­ley Thier / al­ler­ley Ge­würm / al­ler­ley Vogel / vnd alles was auff erden kreucht / das gieng aus dem Kaſten / ein jg­lichs zu ſeines Gleichen.

 

 

Verse 19-22

Noahs Opfer und die Verheißung des HER­RN

 

 

 

 

 

 

 

→Jeſa. 54.

 

 

 

 

 

 

 

Gen. 1.

 

 

NOah aber bawet dem HER­RN einen Altar / vnd nam von al­ler­ley reinem Vieh / vnd von al­ler­ley reinem Geuogel / vnd opffert Brand­op­f­fer auff dem Altar. 21Vnd der HERR roch den lieblichen Geruch / vnd ſprach in ſeinem hertzen / Ich wil hin furt nicht mehr die Erde verfluchen vmb der Men­ſchen willen / Denn das tichten des menſchlichen Hertzen iſt böſe von Jugent auff / Vnd ich wil hinfurt nicht mehr ſchlahen alles was da lebet / wie ich ge­than habe. 22So lange die Erden ſtehet / ſol nicht auffhören / Samen vnd Ernd / Froſt vnd Hitz / Sommer vnd Winter / Tag vnd Nacht.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

1Kor 7,29-31

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. VII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Von den Unverheirateten

Verse 29-31

 

 

Paulus schreibt:

 

DAs ſage ich aber / lieben Brüder / die zeit iſt kurtz / Weiter iſt das die meinung / Die da Wei­ber haben / das ſie ſeien / als hetten ſie keine / Vnd die da weinen / als weineten ſie nicht / 30Vnd die ſich frewen / als freweten ſie ſich nicht / Vnd die da keuffen / als beſeſſen ſie es nicht / 31Vnd die dieſer Welt brauchen / das ſie der­ſel­bi­gen nicht miſsbrauchen / Denn das weſen in dieſer Welt vergehet.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Markus

Mk 2,23-28

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. II.

 

 

Verse 23-28

Jesus und der Sabbat:
Die abgerupften Ähren

|| →Mt 12,1-8    || →Lk 6,1-5

Mat. 12. Luc. 6.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Reg. 21.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ES begab ſich / da er wandelte am Sabbath durch die ſaat / vnd ſeine Jünger fiengen an / in dem ſie giengen / Ehren aus zu rauffen. 24Vnd die Pha­ri­ſe­er ſpra­chen zu jm / Sihe zu / was thun deine Jünger am Sabbath / das nicht recht iſt? 25Vnd er ſprach zu jnen / Habt jr nie geleſen / was Dauid thet / da es jm not war / vnd jn hungerte ſampt denen / die bey jm waren? 26Wie er gieng in das haus Gottes / zur zeit a Abiathar des Ho­hen­prie­ſters / vnd aſs die Schawbrot / die niemand thurſte eſſen / denn die Prie­ſter / Vnd er gab ſie auch denen / die bey jm waren. 27Vnd er ſprach zu jnen / Der Sabbath iſt vmb des Men­ſchen willen gemacht / Vnd nicht der Menſch vmb des Sabbaths willen.28So iſt des menſchen Son ein HERR / auch des Sabbaths.

 

a

Abiathar iſt Ahi­melechs ſon / dar­umb ſaget die Schrifft / es ſey vnter Ahimelech ge­ſchehen / das ſie zu einer zeit Prie­ſter waren.

 

 

 

 

(Schawbrot)

Das heiſſt Ebre­iſch / panis facie­rum / brot das jmer fur au­gen ſein ſol / wie das Gottes wort jmer fur vn­ſerm her­tzen tag vnd nacht ſein ſol / →Pſal. 23. Pa­raſti in con­ſpec­tu meo men­ſam.

→*1)

→*2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1) lat.:panis facie­rum

dt.: »Brot der Gegenwart«; »Brot des Angesichts«, usw. Der hebräische Begriff heißt übersetzt »Brot(e) des Angesichts«.

Luther verweist darauf, dass in den hebräischen Quellen ein Begriff steht, der mit »Brot des Angesichts« o. ä. (lateinisch: panis facierum) zu übersetzen wäre. Er erklärt, wie er den Begriff interpretiert (»Brot, das immer vor Augen sein soll«, wie Ausstellungsware), was zu seiner deutschen Übersetzung »Schaubrot« führt.

Siehe auch den Artikel →Schawbrot im Wörterbuch.

 

 

2) lat.: Pa­rasti in con­spec­tu meo men­ſam.

dt.: »Sie bereiten vor einen Tisch«

Luther zitiert in lateinischer Sprache aus Psalm 23, Vers 5 (wie davor von ihm vermerkt).

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Zweiter Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

2Kor 3,3-9

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Die Ander Epiſtel:
An die Córinther.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Dienst des Paulus für die Verkündigung Christi

Vers 3

 

 

Paulus schreibt:

 

IHR / die jr offenbar worden ſeid / das jr ein brieff Chriſti ſeid / durchs Predigampt zubereitet / vnd durch vns geſchrieben / Nicht mit tinten / ſon­dern mit dem Geiſt des lebendigen Gottes / Nicht in ſteinern Taffeln / ſon­dern in fleiſchern Taffeln des hertzen.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Herrlichkeit des Dienstes im neuen Bund

Verse 4-9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Exod. 34.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4Ein ſolch vertrawen aber haben wir durch Chri­ſtum zu Gott / 5Nicht das wir tüchtig ſind von vns ſelber / etwas zu dencken / als von vns ſelber / Sondern das wir tüchtig ſind / iſt von Gott / 6welcher auch vns tüchtig gemacht hat / das Ampt zu füren des newen Teſtaments / Nicht des a Buchſtabens / ſon­dern des Geiſtes. Denn der Buchſtaben tödtet / Aber der b Geiſt machet leben­dig.

7SO aber das Ampt / das durch die Buchſtaben tödtet / vnd in die Steine iſt gebildet / Klarheit hatte / alſo / das die kin­der Iſ­ra­el nicht kundten anſehen das angeſichte Moſi / vmb der klarheit willen ſeines angeſichtes / die doch auffhöret / 8Wie ſolte nicht viel mehr das Ampt / das den Geiſt gibt / Klarheit haben? 9Denn ſo das Ampt / das die Verdamnis pre­di­get / klarheit hat / viel mehr hat das Ampt das die Gerechtigkeit pre­di­get / vberſchwengliche klarheit.

(Vertrawen)

Das wir euch zum Brie­ue be­rei­tet ha­ben.

a

(Buchſtaben)

Buchſtaben leren iſt / das blos Ge­ſetz vnd werck le­ren / on der gna­de Got­tes er­kent­nis da durch wird alles ver­dampt / vnd des To­des ſchül­dig er­kand / was der Menſch iſt vnd thut / Denn er kan on Got­tes gna­de nichts gu­tes thun.

b

(Geiſt)

Geiſt leren iſt / die gna­de on Ge­ſetz vnd ver­dienſt le­ren / da­durch wird der Menſch le­ben­dig vnd ſe­lig.

 

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Hoheslied Salomo

Hld 8,6b-7

POOL

M
1

 

Biblia

 

 

 

 

Das Hohelied
Salomo.

 

C. VIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Abschlussgesang über die Macht der Liebe

Verse 6b-7

 

LIebe iſt ſtarck wie der Tod / vnd Eiuer iſt feſt wie die Helle / Ir glut iſt fewrig / vnd ein flamme des HER­RN / 7Das auch viel Waſſer nicht mügen die Liebe ausleſſchen / noch die ſtröme ſie erſeuffen / Wenn einer alles Gut in ſeinem hauſe vmb die Liebe geben wolt / ſo gülte es alles nichts.

 

(Flamme)

Hie ſihet man wol das Sa­lo­mo in die­ſem Lie­de von gei­ſtli­cher Lie­be ſin­get / die Gott gibt / vnd vns auch er­zeigt in al­le ſei­nen wol­tha­ten.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Maleachi

Mal 2,13-16

POOL

M
2

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet Máleacĥi.

 

C. II.

 

 

Verse 13-16

Gegen die Entweihung des Bunds der Ehe und der Geringschätzung der Ehefrau

 

WEiter thut jr auch das / Das fur dem Altar des HER­RN eitel threnen vnd weinen vnd ſeufftzen iſt / Das ich nicht mehr mag das Speis­op­f­fer anſehen / noch etwas angeneme / von ewern Henden empfahen. 14Vnd ſo ſprecht jr / Warumb das? Dar­umb / das der HERR zwi­ſchen dir vnd dem Weib deiner Jugent gezeuget hat / die du verachteſt / So ſie doch deine Geſellin / vnd ein weib deines Bunds iſt.

 

(Das ſagen wir auff deudſch)

Darumb / das du dein lie­bes Weib ver­ach­teſt / die dir der HERR zu ge­ord­net hat / vnd dei­ne Ge­ſel­lin iſt / der du dich ver­pflicht haſt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15ALſo thet der a Einige nicht / vnd war doch eines groſſen Geiſts / Was thet aber der Einige? Er ſuch­te den Samen von Gott (ver­hei­ſſen) Dar­umb / ſo ſehet euch fur / fur ewrem Geiſt / vnd verachte keiner das Weib ſeiner jugent. 16Wer jr aber gram iſt / der laſſe ſie faren / ſpricht der HERR der Gott Iſ­ra­el / vnd gebe jr ein Decke des freuels von ſeinem b Kleide / ſpricht der HERR Ze­ba­oth. Darumb / ſo ſehet euch fur / fur ewrem Geiſt / vnd verachtet ſie nicht.

a

(Einige)

Abra­ham iſt der Ei­nig / wie jn auch Je­ſa­ias nen­net / denn von jm alle Jü­den ko­men. Der­ſel­bi­ge nam ein an­der Weib / nicht aus fur­witz wie jr thut / ſon­dern das er Gotte Kin­der zeu­ge­te.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Ephesus

Eph 5,25-32

POOL

M
3

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Epheſer.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Über das Zusammenleben in der christlichen Gesellschaft aus der Sicht des Apostels

|| →Kol 3,18-26   || →Kol 4,1   || →1Petr 2,18-25   || →1Petr 3,1-7

Verse 25-32

 

 

 

→*2)

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Gen. 2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IR Menner / liebet ewre Wei­ber / Gleich wie Chri­ſ­tus geliebet hat die Gemeine / vnd hat ſich ſelbs fur ſie gegeben / 26Auff das er ſie heiliget / Vnd hat ſie gereiniget durch das Waſſerbad im wort / 27auff das er ſie jm ſelbs darſtellet eine Gemeine die herrlich ſey / die nicht hab einen Flecken oder Runtzel / oder des etwas / ſon­dern das ſie heilig ſey vnd vnſtrefflich. 28Alſo ſollen auch die Menner jre Wei­ber lieben / als jre eigene Leibe. Wer ſein Weib liebet / der liebet ſich ſelbs. 29Denn niemand hat jemal ſein eigen Fleiſch gehaſſet / ſon­dern er neeret es / vnd pfleget ſein / Gleich wie auch der HErr die Gemeine / 30Denn wir ſind glieder ſeines Leibes / von ſeinem Fleiſch vnd von ſeinem Gebeine. 31Vmb des willen wird ein Menſch verlaſſen Vater vnd Mutter / vnd ſeinem Weib anhangen / vnd werden zwey ein Fleiſch ſein. 32Das c Geheimnis iſt gros / Ich ſage aber von Chri­ſ­to vnd der Gemeine. 33Doch auch jr / ja ein jg­li­cher habe lieb ſein Weib als ſich ſelbs / Das Weib aber fürchte den Man.

c

(Geheimnis)

Sacrament oder myſterium / heiſ­ſet Ge­heim­nis oder ein ver­borg­en ding / das doch von auſ­ſen ſei­ne be­deut­ung hat. Al­ſo iſt Chri­ſtus vnd ſei­ne Ge­mei­ne ein Ge­heim­nis / ein gros hei­lig ver­borg­en ding / das man gleu­ben vnd nicht ſe­hen kan. Es wird aber durch man vnd weib als durch ſein euſ­ſer­lich zei­chen be­deut. Das gleich wie man vnd weib ein leib ſind / vnd al­le gü­ter ge­mein ha­ben / Al­ſo hat auch die Ge­mei­ne al­les was Chri­ſtus iſt vnd hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2) Die Verse aus verschiedenen Briefen von Paulus und Petrus (ins­be­son­de­re Eph 5,22 - 6,5 und →Kol 3,18-4,1), die zu einem be­stimm­ten christ­li­chen Ver­hal­ten un­ter­ein­an­der auf­for­der­ten, kom­pi­lier­te Luther zu der von ihm so ge­nann­ten »Haus­ta­fel«, die schließ­lich im klei­nen Ka­te­chis­mus ab­ge­druckt wur­de. Sie fand da­rü­ber gro­ße Ver­brei­tung re­prä­sen­tier­te bis ins 20. Jahr­hun­dert hin­ein evan­ge­li­sche Leh­re.

In der Haus­ta­fel be­schreibt Luther die Ver­hal­tens­re­geln für elf Stän­de: Pre­di­ger und Bi­schö­fe, Obrig­keit, Ehe­mann, Ehe­frau, El­tern, Kin­der, Haus­herr­schaft, Die­ner­schaft, jun­ge Leu­te, Wit­wen so­wie alle Chris­ten ins­ge­samt.

Die Haus­ta­fel Luthers und die neu­tes­ta­ment­li­chen Ver­se aus den Brie­fen, auf de­nen sie grün­det, so­wie die da­r­aus re­sul­tie­ren­den Stän­de­leh­ren sind äußerst kri­tisch zu be­trach­ten. Sie ge­hö­ren ge­sell­schafts­po­li­tisch in ih­re Zeit, näm­lich in die Zeit der frü­hen christ­li­chen Ge­mein­den (Brie­fe) bzw. in der kom­pi­lier­ten Form in die Zeit Luthers, und können nur in die­sem Kon­text be­stand ha­ben.

Heute wä­ren die­se Re­geln we­gen der (sehr rich­ti­gen) Gleich­be­rech­ti­gung, we­gen neu­er Rol­len­bil­der in der Ge­sell­schaft und we­gen ver­brief­ter Frei­hei­ten des In­di­vi­du­ums ab­zu­wan­deln, oh­ne ih­ren ei­gent­li­chen Sinn auf­zu­ge­ben. Die­ser Sinn fin­det sich in kon­kre­ten Ver­hal­tens­emp­feh­lun­gen für ein von Lie­be, Wert­schät­zung und Ver­trau­en ge­präg­tes Zu­sam­men­leben, das auf der Leh­re Je­su ba­siert.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Brief des Paulus an Philemon

Phlm (1-7.)8-22

POOL

M
4

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An Philemón.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 1-3

Gruß der Absender an den Empfänger

 

 

Paulus schreibt:

 

Timo-

theus.

 

 

Archip-

pus.

PAulus der gebunden

Chriſti Jheſus / vnd Timo­theus der Bruder.

PHilemoni dem Lieben vnd vnſerm Gehülffen / 2vnd Appia der lieben / vnd Archippo vnſerm ſtreitgenoſſen / vnd der gemeine in deinem Hau­ſe.

 

 

 

3GNade ſey mit euch vnd Friede / von Gott vnſerm Vater / vnd dem HErrn Jheſu Chri­ſ­to.

 

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 4-7

Dank für den Glauben Philemons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ICH dancke meinem Gott / vnd gedencke dein allezeit in meinem Gebet / 5Nach dem ich höre von der Liebe vnd dem Glauben / welche du haſt an den HErrn Jheſum / vnd gegen alle Heiligen / 6Das dein glaube den wir mit einander haben / in dir krefftig werde / Durch erkentnis alle des Guten / das jr habt / in Chri­ſ­to Jheſu.

 

 

 

 

7WIr haben aber groſſe freude vnd troſt an deiner liebe / Denn die hertzen der Heiligen ſind erquicket durch dich / lieber Bruder.

 

 

 

 

 

Verse 8-21

Fürsprache für Onesimus

 

 

 

 

 

 

 

 

8Darumb / wiewol ich habe groſſe freidigkeit / in Chri­ſ­to / dir zu gebieten / was dir zimet / 9So wil ich doch vmb der Liebe willen nur vermanen / der ich ein ſolcher bin / nem­lich / ein alter Paulus / Nu aber auch ein Gebundener Jheſu Chriſti.

Oneſi-

mus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10SO ermane ich dich vmb meines Sons willen Oneſimi / den ich gezeuget habe in meinen Banden / 11welcher weiland dir vnnütze / Nu aber mir vnd dir wol nütze iſt / den habe ich widergeſand. 12Du aber wolleſt jn / das iſt / mein eigen Hertz an­ne­men / 13Denn ich wolte jn bey mir behalten / das er mir an deiner ſtat dienet / in den Banden des Euangelij / 14Aber on deinen willen wolte ich nichts thun / Auff das dein guts nicht were genötiget / ſon­dern freiwillig.

Oneſimos Grie­chiſch / heiſ­ſet nüt­ze auff Deudſch. Da­hin laut S. Pau­li / da er ſpricht / Er iſt mir vnd dir nütz / das iſt / ein One­ſi­mus.

→*1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15VIeleicht aber iſt er darumb eine zeitlang von dir komen / das du jn ewig wider hetteſt / 16Nu nicht mehr als einen Knecht / ſon­dern mehr denn einen Knecht / einen lieben Bruder / ſon­der­lich mir / wie viel mehr aber dir / beide nach dem Fleiſch vnd in dem HErrn? 17So du nu mich helteſt fur deinen Geſellen / ſo wolteſtu jn / als mich ſelbs / an­ne­men. 18So er aber dir etwas ſchaden ge­than hat / oder ſchuldig iſt / das rechne mir zu. 19Ich Paulus hab es geſchrieben mit meiner Hand / ich wils bezalen / Ich ſchweig / das du dich ſelbs mir ſchüldig biſt. 20Ja lieber Bruder / gönne mir / das ich mich an dir ergetze / in dem HErrn / Erquicke mein hertz in dem HErrn.

 

 

 

 

21ICh hab aus zuuerſicht deines gehorſams dir geſchrieben / Denn ich weis du wirſt mehr thun / denn ich ſage.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Persönliche Mitteilungen und Grüße

Vers 22

 

 

 

22Daneben / bereite mir die Herberge / Denn ich hoffe / das ich durch ewer Gebet euch geſchencket werde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1) Luther erklärt das Wortspiel des Paulus mit dem Namen seines Schützlings Onesimus. Dessen Name bedeutet im wörtlichen Sinn »der Nützliche«.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Men­ſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen seit Jahr­hun­der­ten bib­li­sche Tex­te vor.

Die hier ge­bo­te­nen Tex­te fol­gen ei­ner Kir­chen­ord­nung, die heu­te nicht mehr gül­tig ist!

Bit­te ru­fen Sie den Kir­chen­tag im ak­tu­el­len Jahr auf, wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Bi­bel­stel­len für Le­sun­gen und Pre­digt nach der gül­ti­gen Kir­chen­ord­nung für den Got­tes­dienst emp­foh­len wer­den.

 

Biblia 1545

   Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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