Der Prophet Maleachi | Kapitel 2

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Die Prophetenbücher

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Propheten

Der Prophet Maleachi

Kapitel 2

 

Mal 2

 

Der Text in vier Kapiteln

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

 

Gliederung Kapitel 2

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel II

 

 

1,6 - 2,9

 

II. ZWEITE BOTSCHAFT:
GOTTES GERICHT ÜBER DIE ISRAELITISCHE PRIESTERSCHAFT

 

1

2,1-9

→Gegen die Priester

 

 

2,10-17

 

III. DRITTE BOTSCHAFT:
ANKLAGE WEGEN ENTWEIHUNG DES BUNDES

 

2

2,10-12

→Gegen die Entweihung durch fremde Götter

3

2,13-16

→Gegen die Entweihung des Bunds der Ehe und der Geringschätzung der Ehefrau

4

2,17

→Gegen alle, die Gottes Wort verdrehen

 

Anm: Kapiteleinteilung nach der Ausgabe von 1545, Angabe der Textstelle nach heutiger Zählweise

 

 

 

 

 

Der Próphet Máleacĥi.

 

 
[154b]

 

II.

 

 

Gegen die Prieſter

 

VND nu / jr Prieſter / dis Gebot gilt

euch. 2Wo jrs nicht höret / noch zu hertzen nemen werdet / das jr meinem Namen die Ehre gebt / ſpricht der HERR Zebaoth / So werde ich den Fluch vnter euch ſchicken / vnd ewr a Segen verfluchen / Ja verfluchen werde ich jn / weil jrs nicht wollet zu hertzen nemen. 3Sihe / Ich wil ſchelten euch ſampt dem Samen / vnd den Kot b ewer Feirtagen euch ins angeſicht werffen / vnd ſol an euch kleben bleiben.

a

(Segen)

Ewr Gut vnd alle Ha­be / da mit ich euch ge­ſeg­net vnd be­gabt hat­te.

b

(Kot)

Das Prie­ſter­thum wie er hie drew­et / hat er von jnen ge­no­men / vnd die he­fen oder kot da­von ge­laſ­ſen / das ſie nu nichts gel­ten.

 

 
[154b | 155a]

 

 

Máleacĥi.     C. II.

CLV.

 

 

4SO werdet jr denn erfaren / das ich ſolch Gebot zu euch geſand habe / das es mein Bund ſein ſolte mit Leui / ſpricht der HERR Zebaoth. 5Denn mein Bund war mit jm zum Leben vnd Friede / vnd ich gab jm die furcht / das er mich fürchtet / vnd meinen Namen ſchewete. 6Das Geſetz der warheit war in ſeinem Munde / vnd war kein böſes in ſeinen Lippen funden / Er wandelte fur mir friedſam vnd auffrichtig / vnd bekeret viele von ſunden. 7Denn des Prieſters lippen / ſollen die Lere bewaren / Das man aus ſeinem munde das Geſetze ſuche / Denn er iſt ein Engel des HERRN Zebaoth.

 

8IR aber ſeid von dem wege abgetretten / vnd ergert viel im Geſetze / vnd habt den bund Leui verbrochen / ſpricht der HERR Zebaoth. 9Darumb hab ich auch euch gemacht / das jr veracht vnd vnwerd ſeid fur dem gantzen Volck weil jr meine wege nicht haltet / vnd ſehet Perſonen an im Geſetze.

 

 

III. DRITTE BOTSCHAFT:
ANKLAGE WEGEN ENTWEIHUNG DES BUNDES

 

 

2,10-17

 

 

Gegen die Entweihung durch fremde Götter

 

10Denn haben wir nicht alle einen Vater? Hat vns nicht ein Gott geſchaffen? Warumb verachten wir denn einer den andern / vnd entheiligen den Bund / mit vnſern Vetern gemacht? 11Denn Juda iſt ein Verechter worden / vnd in Iſrael vnd zu Jeruſalem geſchehen Grewel / Denn Juda entheiliget die Heiligkeit des HERRn die er lieb hat / vnd bulet mit eines frembden Gottes tochter. 12Aber der HERR wird den / ſo ſolchs thut / ausrotten / aus der hütten Jacob / beide Meiſter vnd Schüler / ſampt dem / der dem HERRN Zebaoth Speisopffer bringet.

 

 

Gegen die Entweihung des Bunds der Ehe und der Geringſchätzung der Ehefrau

 

WEiter thut jr auch das / Das fur dem Altar des HERRN eitel threnen vnd weinen vnd ſeufftzen iſt / Das ich nicht mehr mag das Speisopffer anſehen / noch etwas angeneme / von ewern Henden empfahen. 14Vnd ſo ſprecht jr / Warumb das? Darumb / das der HERR zwiſchen dir vnd dem Weib deiner Jugent gezeuget hat / die du verachteſt / So ſie doch deine Geſellin / vnd ein weib deines Bunds iſt.

 

(Das ſagen wir auff deudſch)

Darumb / das du dein lie­bes Weib ver­ach­teſt / die dir der HERR zu ge­ord­net hat / vnd dei­ne Ge­ſel­lin iſt / der du dich ver­pflicht haſt.

 

15ALſo thet der a Einige nicht / vnd war doch eines groſſen Geiſts / Was thet aber der Einige? Er ſuchte den Samen von Gott (verheiſſen) Darumb / ſo ſehet euch fur / fur ewrem Geiſt / vnd verachte keiner das Weib ſeiner jugent. 16Wer jr aber gram iſt / der laſſe ſie faren / ſpricht der HERR der Gott Iſrael / vnd gebe jr ein Decke des freuels von ſeinem b Kleide / ſpricht der HERR Zebaoth. Darumb / ſo ſehet euch fur / fur ewrem Geiſt / vnd verachtet ſie nicht.

a

(Einige)

Abra­ham iſt der Ei­nig / wie jn auch Je­ſa­ias nen­net / denn von jm alle Jü­den ko­men. Der­ſel­bi­ge nam ein an­der Weib / nicht aus fur­witz wie jr thut / ſon­dern das er Gotte Kin­der zeu­ge­te.

 

 

Gegen alle, die Gottes Wort verdrehen

 

IR machet den HERRN vnwillig / durch ewer reden / So ſprecht jr / Womit machen wir jn vnwillig? Damit / das jr ſprecht / Wer böſes thut / der gefelt dem HERRN / vnd er hat luſt zu den ſelbigen / Oder wo iſt der Gott / der da ſtraffe?

b

(Kleide)

Weil ſie vor dir ge­ſchmecht / iſts bil­lich / das ſie von dir zu eh­ren ge­klei­det wer­de / als die dein Weib ge­weſt iſt / vnd nicht ſo ſchend­lich jns elen­de ver­ſtoſ­ſen wer­de.

 

 

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Lutherbibel auf dieser Seite ist in Anlehnung an das Druckbild des Ori­gi­nals von 1545 wiedergegeben.

Den Seitenaufbau, die verwendeten Schriften, die Schreibregeln der Frakturschrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Typografie Lesehilfen be­reit­zu­stel­len, erläutert dem interessierten Leser unser Artikel »Satz und Typografie der Lutherbibel von 1545«.

 

Der Bibeltext im evangelischen Kirchenjahr

MARGINALTEXT (M)

→20. Sonntag nach Trinitatis 2017

Mal 2,13-16

M

 
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