Zwischen den Jahren
25. Dezember 2045 bis 1. Januar 2046

Titel: Wissenswertes zum Tag
25. Dezember bis 1. Januar | Zwischen den Jahren
 

Zwischen den Jahren

25. Dezember 2045
bis 1. Januar 2046

 
Symbol

Zeit überlieferten Brauchtums

Die Zeit »zwischen den Jahren«
Jahreswende

 
 
Hintergründig
 

Der Ausdruck
»Zwischen den Jahren«

Die Bezeichnung Zwischen den Jahren begründet sich im Kalenderstreit vergangener Jahrhunderte, in denen der Jahresanfang unterschiedlich festgelegt wurde. So kam es, dass zeitgleich irgendwo das neue Jahr zusammen mit dem Weihnachtsfest begann, an anderen Orten aber erst acht Tage später mit dem heutigen Neujahrstag.

Vielfältiges Brauchtum, Magie und Aberglaube ranken sich um diese Tage und Nächte. Es ist eine Zeit der Geister und Seelen.

 
Hintergründig
 

Zwischen den Jahren

Wann beginnt das Jahr?

Häufig hört man in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr den Ausdruck »Zwischen den Jahren«, doch auf diesen Zeitabschnitt weist kein Kalender hin.

»Zwischen den Jahren« hat seinen Ursprung in der Zeit, als es noch kein einheitliches Kalendersystem gab und durchaus zur selben Zeit unterschiedliche Kalender in Gebrauch waren. Der Jahresbeginn wurde oft zeitgleich sowohl am 1. Januar und am 25. Dezember gefeiert.

Weihnachtsrose | Foto: © Sabrina | Reiner | SABRINA CREATIVE DESIGN | Lizenz CC BY-SA
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Abbildung: Weihnachtsrose
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Der 25. Dezember als Jahresanfang

Der Weihnachtsanfang (Nativitätsstil), der vor allem in Deutschland, in Skandinavien und bei den Angelsachsen gebräuchlichste Jahresanfang, ließ im kirchlichen Kalender die anni icarnationis (Menschwerdung des Herrn) logischer Weise mit dem Tag der Geburt Christi beginnen. Dieser Tag wurde bereits im 4. Jahrhundert in Rom am 25. Dezember gefeiert.

In Deutschland rechnete vor allem die kaiserliche Kanzlei bis in das 16. Jahrhundert das Jahr nach dem Weihnachtsanfang.

Der 1. Januar als Jahresanfang

Der 1. Januar war der Jahresanfang des römischen Volkes und des julianischen Kalenders. Er blieb auch im Mittelalter im bürgerlichen Leben in Gebrauch, war aber wegen seines heidnischen Ursprungs in der Kirche nicht beliebt, obwohl kirchliche Anstrengungen seit dem 6. Jahrhundert vor allem in Gallien versuchten, den Tag Oktava Nativitatis ( 8. Tag nach der Geburt [Christi], 1. Januar) durch Einsetzung eines christlichen Festes, der Circumcisio domini (Beschneidung des Herrn) in den kirchlichen Kalender einzugliedern (Circumcionsstil).

In Rom sollte das Marienfest die heidnischen Feiern zum Jahreswechsel ablösen. Die volkstümlichen und abergläubischen Bräuche, Maskenumzüge und ausschweifenden Feiern wurden mit Predigten und Konzilsbeschlüssen bekämpft. Aber noch im 13./14. Jahrhundert wurde in Frankreich der 1. Januar als Narrenfest mit parodierten Messen begangen.

Notwendigkeit, Aberglaube und Brauchtum

Die uneindeutige Zeitrechnung hatte Folgen insbesondere für Handel, Wirtschaft und Steuerrecht. So verzichteten Kaufleute wegen unsicherer Datierungen häufig auf Geschäftsabschlüsse »zwischen den Jahren«. Der Handel ruhte.

Daraus haben sich viele Regeln und Verbote für den Alltag entwickelt, die heute oft in einen Zusammenhang mit Aberglauben gestellt werden: Nur die notwendigsten Arbeiten durften verrichtet werden.

Noch heute halten beispielsweise viele Menschen am Gebot fest, Wäschewaschen müsse ruhen, um kein Unheil heraufzubeschwören.

Das Ende des Geschichte

Der Kalenderstreit konnte schließlich durch Papst Innozenz XII. 1691 beigelegt werden, der den Jahresbeginn auf den 1. Januar festsetzte. Doch erst mit der Einführung und Verbreitung gedruckter Kalender wurde der 1. Januar allgemein anerkannt.

Die Zeit »zwischen den Jahren« blieb allerdings im volkstümlichen Brauchtum und in der Überlieferung erhalten.

 

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