1. Weihnachtstag | 2017 - 2024

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Wissenswertes zum Tag
25.12.2017 | 1. Weihnachtstag
 

1. Weihnachtstag

 
 
 Der Tag in den Jahren 2017 bis 2024
 
Festes Datum
Der 1. Weihnachtstag ist immer am 25. Dezember
     
  • Der1. Weihnachtstag ist immer der 25. Dezember eines Jahres.
 
Gesetzlicher Feiertag
Brandenburg (BB)   Berlin (BE)   Baden-Württemberg (BW)   Bayern (BY)   Bremen (HB)   Hessen (HE)   Hamburg (HH)   Mecklenburg-Vorpommern (MV)   Niedersachsen (NI)   Nordrhein-Westfalen (NW)   Rheinland-Pfalz (RP)   Schleswig-Holstein (SH)   Saarland (SL)   Sachsen (SN)   Sachsen-Anhalt (ST)   Thüringen (TH)
Deutschland (DE)

Der 1. Weihnachtstag ist gesetzlicher Feiertag
in allen 16 Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland (DE).

Stiller Tag

Die Feiertagsgesetze der Länder erklären den 1. Weihnachtstag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am 1. Weihnachtstag in Hessen ganztägig alle öffentlichen Veranstaltungen verboten, »wenn sie nicht der Würdigung der Feiertage, der seelischen Erhebung oder einem überwiegenden Interesse der Kunst, Wissenschaft, Volksbildung oder Politik dienen«. (Hessisches Feiertagsgesetz, §7.9). Dazu zählen insbesondere Tanzveranstaltungen.

 
Gedenken im Kirchenjahr
 

Weihnachten

Fest der Geburt Christi

Weihnachten ist der deutsche Name für das Fest der Geburt Christi. Dieser Name ist wahrscheinlich heidnischen Ursprungs, im Mittelhochdeutschen bezeugt, und bezeichnete die geweihten Nächte um die Wintersonnenwende. Später für die Zeit vom 24.12. bis zum 06.01. verwandt, ist er heute Name des 25./26.12., der beiden Weihnachtstage.

 
Gedenken im Kirchenjahr

Christfest I

Der erste Weihnachtstag

In der evangelischen Gottesdienstordnung steht der Gottesdienst des 1. Weihnachtstags als Christfest I. Doch das Christfest wird bereits mit der Christvesper am Vorabend des 1. Weihnachtstags eingeleitet. Dieser Brauch stammt aus der Zeit, in der ein neuer Tag nicht um Mitternacht, sondern nach Sonnenuntergang begann und 24 Stunden später mit Sonnenuntergang endetet.

Nach dieser Zeitrechnung beginnt Weihnachten am Abend des 24. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit. Die Adventszeit ist zu ende.

Die Weihnachtsbräuche in Deutschland spiegeln diese Zeitrechnung: Die Adventszeit reicht bis zum Abend des 24. Dezember. So kann der 4. Advent noch auf diesen Tag fallen. Doch abends, an Heiligabend, erlöschen die Lichter des Adventskranzes und es erleuchten erstmals die Lichter am Weihnachtsbaum den Raum.

Die Menschen feiern Weihnachten. Wesentliche Elemente sind dabei ein besonderes Abendessen, das Singen oder Hören von Weihnachtliedern, das Lesen und Hören der →Weihnachtsgeschichte, sowie die Bescherung, das Beschenken derer, die einem wichtig sind.

Die evangelischen Kirchen laden ein zur →Christvesper, zum Gottesdienst am Abend, an Heiligabend, und zur →Christnacht, zum Gottesdienst vor Sonnenaufgang des 25.12., der oft um Mitternacht herum abgehalten wird.

In den Abendgottesdiensten des 24. Dezember stehen oft Krippenspiele im Zentrum des Geschehens. Sie möchten Glauben visualisieren, getragen von den Gemeindemitgliedern selbst, in dem sie die biblische Geschichte nachspielen.

Am 1. Weihnachtstag wird dann zum eigentlichen →Fest- und Feiertagsgottesdienst geladen: Christus ist geboren! Oder wie es das Johannesevangelium formuliert (→Joh 1,14a):

 

Vnd das Wort ward Fleiſch

/ vnd wonet vnter vns / Vnd wir ſahen ſeine Herrligkeit.

 

Zum Artikel

Christvesper | Heiligabend | 24. Dezember 2017

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

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Christnacht | 24./25. Dezember 2017

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

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Christfest | 1. Weihnachtstag | 25. Dezember 2017

Der Wochenspruch, der Wochenpsalm und die Textstellen für Bibellesungen und Predigten nach der Kirchenordnung in der Übersicht.

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Hintergründig
Glasfenster, St. Gertrude’s church, Stockholm | Foto: © Geschütztes Bildmaterial

Abbildung: Christi Geburt | Glasfenster, St. Gertrude's church, Stockholm
Foto: © Geschütztes Bildmaterial

Das Weihnachtsfest

Die Entstehung des Festes

Weihnachten ist nicht das ursprüngliche Geburtsfest Christi. Vielmehr hat die Kirche, vor allem im Osten, vorher das Epiphanienfest am 6. Januar als Geburtsfest begangen. Der Sieg des Weihnachtsfestes hat schließlich das Epiphanienfest verändert, stark zurückgedrängt und vielfach sogar völlig verdrängt.

Die Entstehung von Weihnachten ist trotz aller Forschung noch immer nicht geklärt. Dabei muss unterschieden werden zwischen der Frage nach dem Termin der Geburt Christi und der Feier seiner Geburt in der Kirche.

Die Feier des Weihnachtsfestes

Die Feier des Weihnachtsfestes am 25.12. in der Kirche beginnt erst im 4. Jahrhundert. Unsicher ist, ob bereits 335 oder erst 354 Weihnachten erstmals als Fest in Rom begangen wurde.

Mit Weihnachten begann jahrhundertelang das Kirchenjahr. Heute beginnt das Kirchenjahr mit dem 1. Advent, dem 4. Sonntag vor dem 1. Weihnachtstag.

Aus heutiger Sicht

Die Frage nach dem historischen Geburtstermin Christi wird auch heute immer wieder gestellt und völlig unterschiedlich beantwortet. Klärungsversuche orientieren sich häufig an der Geschichte vom Stern von Betlehem im Matthäus-Evangelium. Fest steht allerdings: der Geburtstag Christi ist sicher nicht der 25. Dezember des Jahres 1 n. Chr. – der als Tag Null unserer Zeitrechnung gilt. Der Geburtstermin ist unbekannt und wird es wohl bleiben.

Christi Geburtstag

Die Frage nach Christi Geburtstag taucht im 3. Jahrhundert auf. Da eine Tradition nicht besteht, wird der Termin durch theologisch-heilsgeschichtliche Konstruktion gefunden. Historische Aspekte spielen dabei bestenfalls eine stark untergeordnete Rolle.

In der theologischen Interpretation spielt das Frühlings-Äquinoktium (25.03.) als angenommener erster Schöpfungstag und zugleich Tag der Menschwerdung Gottes und der Erlösung eine entscheidende Rolle: 25.03. Empfängnis (auch Todestag) und 25.12. Geburt Christi (so Julius Africanus in seiner 221 verfassten Chronographie).

Neben dieser historisch wahrscheinlichen Entstehung des 25.12. als Termin der Geburt Christi wird noch die andere Theorie vertreten, dass der 25.12. die christliche Umbenennung des römischen Sonnenwendtages, des Dies invicti solis, sei. Alle anderen Erklärungen, die bisher noch versucht wurden, z. B. die Anlehnung an ein römisches (Saturnalien), germanisches (Wintersonnenwende) oder jüdisches (Tempelweihe) Fest, kommen ernsthaft nicht in Betracht.

Zeitwende

Für die Feier des Weihnachtsfestes ist der konkrete Geburtstermin unerheblich. Die Geburt Christi begründet heilsgeschichtlich eine Zeitwende, die sich in seinem Leben manifestiert. Die Beziehung Gottes zu den Menschen nimmt eine neue Gestalt an, die Prophezeiungen des Alten Testamentes verkörpern sich in der Person Jesu von Nazareth.

Der neue Bund

So steht in der Weihnachtsfeier nicht die Geburt eines Kindes im Vordergrund, sondern der Beginn einer neuen theologisch-heilsgeschichtlichen Ära, die in der Menschwerdung Gottes Ausdruck findet.

An welchem Datum diese Gedächtnisfeier an den neuen Bund Gottes mit den Menschen begangen wird, ist nicht bedeutsam. Die Weihnachtsfeier ist das wiederholte Glaubensbekenntnis der Gemeinde an diesen neuen Bund, der in jeder Taufe mit den Menschen neu geschlossen wird.

 
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Womöglich ist dies der meist gelesene Text des Neuen Testaments: Die Weihnachtsgeschichte. Lesen Sie den Text doch einmal so, wie er im 16. Jahrhundert dank Luthers Übersetzung in unzähligen Haushalten vorgelesen und gehört wurde.

Joh 1,14
Titel

Wochenspruch Heiligabend, Weihnacht

Johannes 1,14a | Lutherbibel 1545

Vnd das Wort ward Fleisch / vnd wonet vnter vns /
Und wir sahen seine Herrligkeit.

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