Raunächte

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Wissenswertes zum Tag
25. Dezember bis 6. Januar | Die Raunächte
 

Raunächte

25. Dezember bis 6. Januar

  • Jahreswende
Hintergründig
 

Raunächte

Zeit der Geister und Seelen

Die Raunächte sind eine Zeit der Geister und Seelen zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige. Vielfältiges Brauchtum, Magie und Aberglaube ranken sich um diese Tage und Nächte.

Hintergründig
 

Die Raunächte

Brauchtum und Aberglaube

Die Raunächte werden oft auch als Rauhnächte (alte Schreibung), Rauchnächte, Zwölften oder die Zwölf Nächte bezeichnet.

Vor allem die Nächte sind es, in denen fremde Mächte in das Bewusstsein der Menschen, in ihre Häuser und ihr Leben eingreifen. Zwölf Nächte sind es. Die erste Nacht ist die Nacht nach Heiligabend, also die Nacht vom 25. auf den 26. Dezember.

Raunächte – Magische Winternächte | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de

Abbildung: Raunächte – Magische Winternächte
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de

Die Märchen und Sagen berichten davon, wie »die Wilde Jagd« durch die Lüfte braust, geführt vom Wilden Jäger, dem Wode. Sie dringt in Häuser ein, wenn Fenster und Türen nicht verschlossen sind. Es wird berichtet, wie versunkene Schlösser und Schätze emporsteigen, dass Zwerge zu Besuch kommen und bewirtet werden wollen, und wie Hexen die Gestalt von Tieren annehmen, weshalb fremden Tieren nicht zu trauen sei.

Sonnenwende

Die Zeit der Sonnenwende, der Kälte und Finsternis, der Winterstürme, der langen Dunkelheit und der Entbehrungen hat die Menschheit immer beeindruckt und beschäftigt. Schon in vorchristlicher Zeit wurde die Wintersonnenwende als Geburt der Sonne gefeiert.

Bräuche und Aberglaube

Die Zeit des Wechsels war und ist eine Zeit des Kampfes des Lichts mit der Finsternis, des Guten mit dem Bösen. Zu keiner anderen Jahreszeit sind so viele überlieferte Bräuche und so viel Aberglaube entstanden wie zu dieser Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigsfest.

Schaut man Bräuche und Aberglauben näher an, ist festzustellen, dass sie wichtige Regeln für das Überleben in dieser Zeit bergen oder mit Wünschen für ein gesundes, beschütztes und erfolgreiches neues Jahr verknüpft waren. Missernten, Blitzeinschlag, Sturmschäden, Krankheiten und Unfälle aller Art brachten große Not über Familien, Bauernhöfe und Dörfer.

In der Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönigsfest bildete die raue Natur mit Kälte, Dunkelheit und Gefahren einen starken Kontrast zu den christlichen Feiern, zur Freude und zur Besinnlichkeit. Die Raunächte mit ihren Bräuchen und mit ihrem Aberglauben waren Ausdruck des Kampfes gegen übermächtige Naturgewalten, unerklärliche Ereignisse und Schicksalsschläge.

Noch heute werden in volkstümlichen Überlieferungen Bräuche und Aberglauben der Raunächte und der Zeit zwischen den Jahren gepflegt.

 
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Zwischen den Jahren

Im Kalenderstreit wurde der Jahresanfang unterschiedlich festgelegt. Die Tage »zwischen Jahren« sind ein Überbleibsel jener Zeit, in denen sie nicht einheitlich datiert werden konnten.

Mehr darüber in diesem Artikel.
 
Sabrina

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