5. Sonntag nach Ostern | Sonntag, 26. Mai 2019

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)
26.5.2019 | 5. Sonntag nach Ostern | Rogate
Sonntag
 

Kirchenjahr 2018/2019

5. Sonntag nach Ostern

Rogate

 
Symbol

Augustinus von Canterbury
(† 26. Mai 604 [oder 605])

 

Teil I: Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres  

Info

Fällt der Sonntag Rogate auf den 1. Mai, dann kann dort, wo es üblich ist, den Bitttag um gesegnete Arbeit am 1. Mai zu begehen, dies in der →Vesper des Vorabends oder in der Vesper des Sonntags berücksichtigt werden, jedoch nicht im Hauptgottesdienst.

Dies tritt im 21. Jahrhundert in den Jahren 2005 und 2016.

 

Fällt der 5. Sonntag nach Ostern (Rogate) auf den 3. Mai, dann wird der →Tag der Apostel Philippus und Jakobus des Jüngeren am Vortag oder an einem Tag in der folgenden Woche gefeiert.

Dies tritt im 21. Jahrhundert in den Jahren 2043, 2054 und 2065.

 

Wirkung in 2019

- keine -

 
Kalenderblätter
 
Bewegliches Datum
Sonntag Rogate zwischen dem 26. April und dem 30. Mai
  • 5. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der Sonntag Rogate liegt zwischen
    dem 26. April und dem 30. Mai eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 35 Tage nach Ostern
  • am 36. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
 
Alternativer Artikel zum Sonntag 5. Sonntag nach Ostern

Allgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag
finden Sie in diesem Artikel:  

Titel

Sonntag Rogate 2019

Die evangelischen Kirchen wählten als Namen für diesen Sonntag den lateinischen Imperativ »Rogate!«, was übersetzt »Betet!« heißt. Im Vordergrund steht das Gebet.

Mehr darüber in diesem Artikel.
 

Die Bedeutung des Namens
Rogate

 

»Betet!«

Der Name Rogate bedeutet »Betet!«. Er geht zurück auf die vorreformatorische Zeit und ist die im Imperativ gefasste Bezeichnung des lateinischen Namens Dominica Rogationum für diesen Sonntag, die Bittsonntag bedeutet (»Sonntag der Bitten«).

Der Name Rogate hat sich in den evangelischen Kirchen für den 5. Sonntag nach Ostern bis heute erhalten.

In den evangelischen Kirchen ist der Sonntag auf das Gebet (lat.: oratio) ausgerichtet, wie es der Wochenspruch (Ps 66,20) hervorhebt.

 

Hier der Text aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata ( Ps 65,20; nach H) und
der Text →Ps 66,20 aus der Lutherbibel von 1545:

 

6520 benedictus Deus qui non abstulit orationem meam
et misericordiam suam a me

 

6620 GElobt ſey Gott / der mein Gebet nicht verwirfft /
Noch ſeine Güte von mir wendet.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dominica Rogationum

Die Bezeichnung Dominica RogationumSonntag der Bitten«) geht zurück auf die Bittprozessionen für eine gute Ernte, die an den drei Tagen vor Himmelfahrt begangen wurden.

 

 

Vocem jocunditatis

Eine weitere Bezeichnung war Vocem iocunditatis oder Vocem jucunditatis (in etwa: »mit der Stimme der Annehmlichkeit«, »mit fröhlicher Stimme«) die auf den römisch-katholischen Introitus (Messeingang) für diesen Sonntag zurückgeht, der sich auf Jes 48,20 stützt:

»Vocem jucunditatis annuntiate, et audiatur.«
»Verkündigt es mit fröhlicher Stimme, und es werde gehört.«

Hier der Text Jes 48,20 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata und aus der Lutherbibel von 1545:

4820 egredimini de Babylone fugite a Chaldeis in voce exultationis
adnuntiate auditum facite hoc
efferte illud usque ad extrema terrae
dicite redemit Dominus servum suum Iacob

 

4820 GEhet aus von Babel / fliehet von den Chaldeern mit frölichem ſchall /
Verkündiget vnd laſſet ſolchs hören /
Bringets aus bis an der Welt ende /
ſprecht / Der HERR hat ſeinen knecht Jacob erlöſet.

 

 

Im römisch-katholischen Kirchenkalender trägt dieser Sonntag, nach katholischer Zählung der 6. Sonntag der Osterzeit, noch heute diesen Namen: Vocem iucunditatis.

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch

Der evangelische

5. Sonntag nach Ostern

Rogate

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)

Weiß

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Gelobt ſey Gott / der mein Gebet nicht verwirfft / Noch ſeine Güte von mir wendet.

Halleluja.

→Ps 66,20     

Halleluja.

Der HErr iſt aufferſtanden. Er iſt warhafftig aufferſtanden.

Halleluja.

→Lk 24,6b.34b     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Gelobt ſey Gott / der mein Gebet nicht verwirfft / Noch ſeine Güte von mir wendet.

→Psalm 66,20

Pſalm
95
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 344 Vater unser im Himmelreich
B fT 165 Unser Vater
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2019 - 2024 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium VerweisLk 11,(1-4)5-13
Epistel Verweis1Tim 2,1-6a
Altes Testament Verweis2Mos 32,7-14
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2018/2019 26.5.2019 I VerweisJoh 16,23b-28(29-32)33 Verweis1Mos 18,16-33
2019/2020 17.5.2020 II VerweisMt 6,5-15 VerweisSir 34,28-31
2020/2021 9.5.2021 III VerweisSir 35,16-22a
oder Dan 9,4-5.16-19
VerweisKol 4,2-4
2021/2022 22.5.2022 IV VerweisLk 11,(1-4)5-13
2022/2023 14.5.2023 V Verweis1Tim 2,1-6a
2023/2024 5.5.2024 VI Verweis2Mos 32,7-14
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.
Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2018/2019, die Reihe II für das Kirchenjahr 2019/2020 usw.

Weitere Texte:
Für diesen Tag stehen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für alle Ge­mein­de­mit­glie­der, für Chris­ten, die sich nicht in der Ge­mein­de­ar­beit en­ga­gie­ren können oder wollen, und für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet und im Ver­lauf der Jahre wer­den Sie auf die­se Wei­se in klei­nen Ein­hei­ten, die nicht viel Zeit in An­spruch neh­men, die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
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