2. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 18. Juni 2023

Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
18.6.2023 | 2. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

2. Sonntag
nach Trinitatis

 

 
Symbol

Albert Knapp

(† 18. Juni 1864 in Stuttgart)

Info

Fällt der →Tag Johannes des Täufers (24. Juni) auf den 2. Sonntag nach Trinitatis oder auf einen Tag der vorausgehenden oder folgenden Woche, dann sollen die Lesungen dieses Gedenktages an die Stelle der Sonntagslesungen treten.

 

Fällt der →Gedenktag der Augsburgischen Konfession auf den 2. Sonntag nach Trinitatis, dann kann sein →Proprium das Sonntagsproprium ersetzen, wenn dieser Sonntag nicht schon für die Feier des →Tags der Geburt Johannes des Täufers vorgesehen ist.

 

Fällt der →Tag der Apostel Petrus und Paulus (29. Juni) auf den 2. Sonntag nach Trinitatis, dann können die Lesungen dieses Gedenktages an die Stelle der Sonntagslesungen treten.

 

Fällt der→Tag des Besuchs Marias bei Elisabeth, Heimsuchung, (2. Juli) auf den 2. Sonntag nach Trinitatis oder auf einen Tag der vorausgehenden oder folgenden Woche, dann sollen die Lesungen dieses Gedenktages an die Stelle der Sonntagslesungen treten.

 

Fällt der →Tag des Apostels Thomas (3. Juli) auf den 2. Sonntag nach Trinitatis, dann können die Lesungen dieses Gedenktages an die Stelle der Sonntagslesungen treten.

 
Wirkung im Kirchenjahr 2022/2023
Achtung!

Der 24. Juni ist in diesem Jahr am Samstag nach dem 2. Sonntag nach Trinitatis. Die Lesungen des →Tags Johannes des Täufers können die Lesungen dieses oder des folgenden Sonntags ersetzen.

 
Wirkung im Kirchenjahr 2022/2023

- keine -

 

Kalenderblätter

 

Bewegliches Datum
Der 2. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>31. Mai und dem 4. Juli eines Jahres.
 
  • 2. Sonntag nach Trinitatis
  • 10. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 2. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    31. Mai und dem 4. Juli eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 70 Tage nach Ostern
  • am 71. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

2. Sonntag
nach Trinitatis

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Hertzlich lieb habe ich dich HERR meine Stercke / HERR mein Felſ / mein Burg / mein Erretter /

Halleluja.

→Ps 18,2b.3a     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

(Chriſtus ſpricht:)
Kompt her zu mir / alle die jr müheſelig vnd beladen ſeid / Ich wil euch erquicken.

→Mt 11,28

Pſalm
36
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 213 Kommt her, ihr seid geladen
B EG 225 Komm, sag es allen weiter
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2023 - 2028 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextLk 14,(15)16-24
Epistel Zum TextEph 2,(11-16)17-22
Altes Testament Zum TextJes 55,1-5
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2022/2023 gilt die Reihe V.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2022/2023 18.6.2023 V Zum TextLk 14,(15)16-24 Zum TextMt 22,1-14
2023/2024 9.6.2024 VI Zum TextEph 2,(11-16)17-22 Zum TextLk 10,1-12
2024/2025 29.6.2025 I Zum TextJes 55,1-5 Zum Text1Kor 9,16-23
2025/2026 14.6.2026 II Zum TextMt 11,25-30
2026/2027 6.6.2027 III Zum Text1Kor 14,1-12(23-25)
2027/2028 25.6.2028 IV Zum TextJona 3,1-10
   

 

Predigtreihe über das Buch Jona

vom 1. bis zum 3. Sonntag nach Trinitatis sind ab 2018/2019 die ehemaligen Continuatexte des Buchs Jona in die Jahresreihen eingeordnet. Am 1. So. n. Tri. in Reihe III, am 2. So. n. Tri. in Reihe IV und am 3. So. n. Tri. in Reihe V. Es empfielt sich, dieser Ordnung zu folgen.

Die drei Texte des Buchs Jona können aber nach wie vor für eine Continua-Predigt zusammenhängend innerhalb einer Reihe verwendet werden. Die Reihe ist frei wählbar. Es sollten allerdings Doppelungen eines Jona-Textes innerhalb eines Zykluses (Reihen I bis VI) vermieden werden. Anstelle der dann verschobenen Jona-Texte können Texte aus dem Pool »Weitere Texte« genutzt werden.

 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe V gilt für das Kirchenjahr 2022/2023, danach wieder für das Kirchenjahr 2028/2029.
Die Reihe VI gilt für das Kirchenjahr 2023/2024, danach wieder für das Kirchenjahr 2029/2030,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 

Titel Perikopen

2. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Lukas

Lk 14,(15)16-24

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Gleichnis vom großen Abendmahl

|| →Mt 22,2-10

Fakultativ: Vers 15

 

EIner der mit zu Tiſch ſaſs / ſprach zu Jheſus / Selig iſt / der das Brot iſſet im reich Gottes.

 

 

 

 

Verse 16-24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus ſprach zu jm. Es war ein Menſch / der machte ein gros Abendmal / vnd lud viel dazu. 17Vnd ſandte ſeinen Knecht aus / zur ſtunde des Abendmals / zu ſagen den geladenen / Kompt / denn es iſt alles bereit. 18Vnd ſie fiengen an alle nach einander ſich zu entſchüldigen. Der erſte ſprach zu jm / Ich habe einen Acker gekaufft / vnd mus hin aus gehen / vnd jn beſehen / Ich bitte dich entſchüldige mich. 19Vnd der ander ſprach / Ich hab fünff joch Ochſen gekaufft / vnd ich gehe jtzt hin / ſie zu beſehen / Ich bitte dich entſchüldige mich. 20Vnd der dritte ſprach / Ich habe ein Weib genomen / Darumb kan ich nicht komen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21VND der Knecht kam / vnd ſaget das ſeinem Herrn wider. Da ward der Hausherr zornig / vnd ſprach zu ſeinem Knechte / Gehe aus bald auff die ſtraſſen vnd gaſſen der Stad / vnd füre die Armen vnd Krüpel vnd Lamen vnd Blinden herein. 22Vnd der Knecht ſprach / Herr / es iſt geſchehen / was du befolhen haſt / Es iſt aber noch raum da. 23Vnd der Herr ſprach zu dem Knechte / Gehe aus auff die Landſtraſſen / vnd an die Zeune / vnd nötige ſie her ein zu komen / Auff das mein Haus vol werde. 24Ich ſage euch aber / Das der Menner keiner / die geladen ſind / mein Abendmal ſchmecken wird.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Ephesus

Eph 2,(11-16)17-22

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Epheſer.

 

C. II.

 

 

Die Gleichberechtigung von Heiden und Juden vor Gott

Fakultativ: Verse 11-16

 

 

Paulus schreibt:

 

GEdencket dran / das jr / die jr weiland nach dem fleiſch Heiden geweſen ſeid / vnd die Vorhaut genennet wurdet / von denen / die genennet ſind die Beſchneitung nach dem fleiſch / die mit der hand geſchicht / 12Das jr zu derſelbigen zeit wartet on Chriſto / frembde vnd auſſer der bürgerſchafft Iſrael / vnd frembde von den Teſtamenten der verheiſſung / Da her jr keine Hoffnung hattet / vnd waret on Gott in der welt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

13NU aber / die jr in Chriſto Jheſu ſeid / vnd weiland ferne geweſen / ſeid nu nahe worden / durch das blut Chriſti. 14Denn er iſt vnſer Friede / der aus beiden Eines hat gemacht / vnd hat abgebrochen den Zaun der da zwiſchen war / In dem / das er durch ſein Fleiſch wegnam die Feindſchafft / 15nemlich / b das Geſetz / ſo in geboten geſtellet war / Auff das er aus Zweien einen newen Menſchen in jm ſelber ſchaffete / vnd Friede machete / 16vnd das er Beide verſönete mit Gott in einem Leibe / durch das Creutz / Vnd hat die Feindſchafft getödtet / durch ſich ſelbs.

 

b

(Das Geſetz)

Das Geſetz war die Feindſchafft zwiſchen Heiden vnd Jüden / Denn da durch wolten die Jüden beſſer ſein. Nu aber on Geſetz allzumal / durch Chriſtum den Geiſt haben / hat ſolche Feind­ſchafft ein ende / vnd iſt einer wie der ander.

 

 

Verse 17-22

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus Chriſtus iſt komen / hat verkündiget im Euangelio den Friede / euch die jr ferne waret / vnd denen die nahe waren / 18Denn durch In haben wir den Zugang alle beide / in einem Geiſte / zum Vater.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19SO ſeid jr nu nicht mehr Geſte / vnd Frembdlinge / Sondern Bürger mit den Heiligen / vnd Gottes Hausgenoſſen / 20erbawet auff den grund der Apoſtel vnd Propheten / da Jheſus Chriſtus der Eckſtein iſt / 21Auff welchen / der gantze Baw in einander gefüget / wechſt / zu einem heiligen Tempel / in dem HErrn / 22Auff welchen auch jr mit erbawet werdet / zu einer behauſung Gottes / im Geiſt.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 55,1-5

REIHE

I

 

Biblia

 

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. LV.

 

 

Verse 1-5

Einladung zum Gnadenbund Gottes

 

 

 

 

 

→Joh. 7.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→2.Reg. 7.

→Act. 13.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WOlan alle die jr Dürſtig ſeid / komet her zum Waſſer / Vnd die jr nicht Gelt habt / kompt her / keuffet vnd eſſet / Kompt her vnd keufft on gelt vnd vmb ſonſt / beide wein vnd milch. 2Warumb zelet jr Gelt dar / da kein Brot iſt / vnd ewer Erbeit / da jr nicht ſat von werden könnet? Höret mir doch zu / vnd eſſet das gute / So wird ewer Seele in wolluſt fett werden. 3Neiget ewr Ohren her / vnd kompt her zu mir / Höret / ſo wird ewer Seele leben / Denn ich wil mit euch einen ewigen Bund machen / nemlich / die gewiſſen gnaden Dauids.

4SIhe / Ich habe jn den Leuten zum Zeugen geſtellet / zum Fürſten vnd Gebieter den Völckern. 5Sihe / du wirſt Heiden ruffen / die du nicht kenneſt / vnd Heiden die dich nicht kennen / werden zu dir lauffen / Vmb des HERRN willen deines Gottes vnd des Heiligen in Iſrael / der dich preiſe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Dauids)

Die Dauid ver­heiſ­ſen iſt.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Matthäus

Mt 11,25-30

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XI.

 

 

Verse 25-30

Der Lobpreis des Vaters
Der Heilandsruf

 

 

Luc.10.

 

 

 

 

 

 

 

 

Joh.1.

 

 

 

 

 

IHeſus ſprach / Ich preiſe dich Vater vnd HERR Himels vnd der Erden / Das du ſolchs den Weiſen vnd Klugen verborgen haſt / Vnd haſt es den Vnmündigen offenbaret. 26Ja Vater / Denn es iſt alſo wolgefellig geweſen fur dir. 27Alle ding ſind mir vbergeben von meinem Vater. Vnd niemand kennet den Son / denn nur der Vater / Vnd niemand kennet den Vater / denn nur der Son / vnd wem es der Son wil offenbaren.

 

 

 

(Solchs)

Das Euange­li­um vnd Glau­ben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kompt her zu mir / alle die jr müheſelig vnd beladen ſeid / Ich wil euch erquicken. 29Nemet auff euch mein Joch / vnd lernet von mir / Denn / ich bin Senfftmütig / vnd von hertzen Demütig / So werdet jr Ruge finden fur ewre Seele. 30Denn mein Joch iſt ſanfft / vnd meine Laſt iſt leicht.

 

 

 

 

 

 

(Mein Joch)

Das Creutz iſt gar ein leichte Laſt / de­nen / die das Euan­ge­li­um ſchme­cken vnd fü­len.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

1Kor 14,1-12(23-25)

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. XIIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Über das Reden und Beten in Sprachen

Verse 1-12

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

STrebet nach der Liebe / Vleiſſiget euch der geiſtlichen Gaben / Am meiſten aber / das jr weiſſagen möget. 2Denn der mit der Zungen redet / der redet nicht den Menſchen / ſondern Gotte / Denn jm höret niemand zu / Im geiſt aber redet er die geheimnis. 3Wer aber weiſſaget / der redet den Menſchen zur beſſerung / vnd zur ermanung / vnd zur tröſtung. 4Wer mit der f Zungen redet / der beſſert ſich ſelbs / Wer aber weiſſaget / der beſſert die Gemeine. 5Ich wolt / das jr alle mit Zungen reden kündtet / Aber viel mehr / das jr weiſſagetet. Denn der da weiſſaget / iſt gröſſer denn der mit Zungen redet / Es ſey denn / das ers auch auslege / das die Gemeine dauon gebeſſert werde.

6NV aber / lieben Brüder / wenn ich zu euch keme / vnd redet mit Zungen / was were ich euch nütze? ſo ich nicht mit euch redet / entweder durch Offenbarung / oder durch Erkentnis / oder durch Weiſſagung / oder durch Lere? 7Helt ſichs doch auch alſo in den dingen / die da lauten / vnd doch nicht leben. Es ſey eine Pfeiffe oder eine Harffe / wenn ſie nicht vnterſchiedliche ſtimme von ſich geben / wie kan man wiſſen / was gepfiffen oder geharffet iſt? 8Vnd ſo die Poſaune einen vndeutlichen dohn gibt / Wer wil ſich zum ſtreit rüſten? 9Alſo auch jr / wenn jr mit Zungen redet / ſo jr nicht eine deutliche rede gebet / Wie kan man wiſſen / was geredt iſt? Denn jr werdet in den wind reden.

10ZWar es iſt mancherley art der ſtimme in der Welt / vnd der ſelbigen iſt doch keine vndeutlich. 11So ich nu nicht weis der ſtimme deutunge / werde ich Vndeudſch ſein dem / der da redet / vnd der da redet / wird mir Vndeudſch ſein. 12Alſo auch jr / ſintemal jr euch vleiſſiget der geiſtlichen Gaben trachtet darnach / das jr die Gemeine beſſert / auff das jr alles reichlich habt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

f

(Zungen redet)

Mit zungen re­den iſt Pſal­men oder Pro­phe­ten in der Ge­mein­de le­ſen oder ſin­gen / vnd ſie nicht aus­le­gen wie­wol ſie der Le­ſer ver­ſte­het. Weiſ­ſa­gen iſt den ſinn von Gott ne­men / vnd an­dern ge­ben mö­gen. Aus­le­gen / iſt den ſinn an­dern fur­ge­ben. Al­ſo mei­net S. Pau­lus / mit zun­gen re­den / beſ­ſert die Ge­mei­ne nicht / Weiſ­ſa­gen aber vnd aus­le­gen beſ­ſert die Ge­mei­ne. Im Geiſt / heiſ­ſet bey jm ſel­ber.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 23-25

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23WEnn nu die gantze Gemeine zuſamen keme an einen ort / vnd redeten alle mit Zungen / Es kemen aber hin ein Leien oder Vngleubige / würden ſie nicht ſagen / Ir weret vnſinnig? 24So ſie aber alle weiſſageten / vnd keme denn ein Vngleubiger oder Leie hin ein / der würde von denſelbigen allen geſtraffet / vnd von allen gerichtet / 25Vnd alſo würde das verborgen ſeines Hertzen offenbar / vnd er würde alſo fallen auff ſein angeſichte / Gott anbeten / vnd bekennen / das Gott warhafftig in euch ſey.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jona

Jona 3,1-10

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet
Jóná.

 

C. III.

 

 

Jonas Predigt vnd Ninives Buſſe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Matt. 12.

→Luc.11.

 

 

 

ES geſchach das wort des HERRN zum andern mal zu Jona / vnd ſprach / 2Mach dich auff / gehe in die groſſe ſtad Nineue / vnd predige jr die Predigt / die ich dir ſage. 3Da macht ſich Jona auff / vnd gieng hin gen Nineue / wie der HERR geſagt hatte / Nineue aber war ein ſtad Gottes / drey Tagereiſe gros. 4Vnd da Jona anfieng hin ein zugehen eine Tagereiſe in die Stad / predigt er / vnd ſprach / Es ſind noch vierzig tage / So wird Nineue vntergehen. 5Da gleubten die Leute zu Nineue an Gott / vnd lieſſen predigen / Man ſolte faſten / Vnd zogen Secke an / beide gros vnd klein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Joel.2.

 

 

 

 

 

 

 

6VND da das fur den König zu Nineue kam / ſtund er auff von ſeinem Thron vnd legt ſeine Purpur abe / vnd hüllet einen Sack vmb ſich / vnd ſetzt ſich in die Aſſchen. 7Vnd lies aus ſchreien vnd ſagen zu Nineue / aus befelh des Königes vnd ſeiner Gewaltigen alſo / Es ſol weder menſch noch Thier / weder Ochſen noch Schafe etwas koſten / vnd man ſol ſie nicht weiden / noch waſſer trincken laſſen. 8Vnd ſollen Seck vmb ſich hüllen / beide Menſchen vnd Thier / vnd zu Gott ruffen hefftig / Vnd ein jglicher bekere ſich von ſeinem böſen wege vnd vom freuel ſeiner hende. 9Wer weis? Gott möcht ſich bekeren vnd rewen / vnd ſich wenden von ſeinem grimmigen zorn / das wir nicht verderben.

10DA aber Gott ſahe jre Werck das ſie ſich bekereten von jrem böſen wege / Rewete jn des Vbels / das er geredt hatte jnen zu thun / vnd thets nicht.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Matthäus

Mt 22,1-14

POOL

W
1

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXII.

 

 

Verse 1-14

Das Gleichnis vom Hochzeitsmahl

→Lk 14,16-24

Luc. 14.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus antwortet vnd redet abermal durch Gleichniſſe zu den Jüngern / vnd ſprach. 2Das Himelreich iſt gleich einem Könige / der ſeinem Son hochzeit machte / 3Vnd ſandte ſeine Knechte aus / das ſie den Geſten zur hochzeit ruffeten / Vnd ſie wolten nicht komen. 4Abermal ſandte er andere Knechte aus / vnd ſprach / Saget den Geſten / Sihe / meine Malzeit habe ich bereitet / meine Ochſen vnd mein Maſtvieh iſt geſchlachtet / vnd alles bereit / Kompt zur hochzeit. 5Aber ſie verachteten das / Vnd giengen hin / Einer auff ſeinen Acker / Der ander zu ſeiner Hantierung. 6Etliche aber griffen ſeine Knechte / höneten vnd tödten ſie. 7Da das der König höret / ward er zornig / vnd ſchickete ſeine Heere aus vnd brachte dieſe Mürder vmb / vnd zündet jre Stad an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8DA ſprach er zu ſeinen Knechten / Die hochzeit iſt zwar bereit / Aber die Geſte warens nicht werd. 9Darumb gehet hin auff die Straſſen / vnd ladet zur Hochzeit / wen jr findet. 10Vnd die Knechte giengen aus auff die Straſſen / vnd brachten zuſamen wen ſie funden / Böſe vnd Gute / Vnd die tiſche wurden alle vol. 11Da gieng der König hinein / die Geſte zu beſehen / Vnd ſahe alda einen Menſchen / der hatte kein hochzeitlich Kleid an / 12Vnd ſprach zu jm / Freund / Wie biſtu her ein komen / vnd haſt doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verſtummet. 13Da ſprach der König zu ſeinen Dienern / Bindet jm hende vnd füſſe / vnd werffet jn in das Finſternis hinaus / Da wird ſein heulen vnd zeeneklappen. 14Denn viel ſind beruffen / Aber wenig ſind aus erwelet.

 

 

 

 

 

 

(Hochzeitlich Kleid)

Iſt der glau­be / Denn dis Euan­ge­lium ver­wirfft die Werck­hei­li­gen vnd nimpt an die Gleu­bi­gen.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Lukas

Lk 10,1-12

POOL

W
2

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. X.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Ausſendung der ſiebzig Jünger

|| →Mt 10,7-16

Verse 1-9

→Matt. 9.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Matt.10.

→Mar.6.

 

 

 

 

DArnach ſondert der HErr ander ſiebentzig aus / vnd ſandte ſie / ja zween vnd zween / fur jm her / in alle Stedte vnd Ort / da er wolt hin komen. 2Vnd ſprach zu jnen / Die Erndte iſt gros / der Erbeiter aber iſt wenig / Bittet den Herrn der erndten / das er Erbeiter ausſende in ſeine erndte. 3Gehet hin / ſihe / Ich ſende euch / Als die Lemmer mitten vnter die Wolffe. 4Traget keinen Beutel / noch Taſſchen / noch Schuch / vnd grüſſet niemand auff der ſtraſſen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→1.Tim. 5.

 

WO jr in ein Haus kompt / da ſprecht zu erſt / Friede ſey in dieſem hauſe / 6Vnd ſo da ſelbst wird ein Kind des friedes ſein / ſo wird ewer Friede auff jm berugen / Wo aber nicht / ſo wird ſich ewer Friede wider zu euch wenden. 7In dem ſelbigen Hauſe aber bleibet / eſſet vnd trincket / was ſie haben. Denn ein Erbeiter iſt ſeines Lohns werd. Ir ſolt nicht von einem Hauſe zum andern gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND wo jr in eine Stad kompt / vnd ſie euch auffnemen / da eſſet was euch wird furgetragen / 9vnd heilet die Krancken / die da ſelbs ſind / Vnd ſaget jnen / Das reich Gottes iſt nahe zu euch komen. 10Wo jr aber in eine Stad komet / da ſie euch nicht auffnemen / Da gehet heraus auff jre Gaſſen / vnd ſprecht / 11Auch den ſtaub / der ſich an vns gehenget hat von ewer Stad / ſchlahen wir abe auff euch / Doch ſolt jr wiſſen / das euch das reich Gottes nahe geweſen iſt. 12Ich ſage euch / Es wird der Sodoma treglicher ergehen an jenem tage / denn ſolcher Stad.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

1Kor 9,16-23

POOL

W
3

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. IX.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Anſpruch der Diener Gottes auf Unterhalt und der Verzicht des Paulus

Verse 16-18

 

 

Paulus schreibt:

 

DAs ich das Euangelium predige / darff ich mich nicht rhümen / denn ich mus es thun / Vnd wehe mir / wenn ich das Euangelium nicht predigete. 17Thue ichs gerne / ſo wird mir gelohnet / Thu ichs aber vngerne / ſo iſt mir das Ampt doch befolhen. 18* Was iſt denn nu mein Lohn? Nemlich / das ich predige das Euangelium Chriſti / vnd thu dasſelbige frey vmb ſonſt / auff das ich nicht meiner Freiheit misbrauche am Euangelio.

*

(Was iſt mein lohn) S. Paulus wil nicht rhü­men ſein pre­di­gen / denn das iſt er ſchül­dig / Son­dern das er vmb ſonſt pre­di­ge on Sold / das helt er fur ein ſon­der­lich lohn vnd rhum.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Apoſtel als Sklave aller Menſchen und als Wettkämpfer

Verse 19-23

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19DEnn wiewol ich frey bin von jederman / hab ich doch mich ſelbs jederman zum Knechte gemacht / auff das ich jrer viel gewinne. 20Den Jüden bin ich worden als ein Jüde / auff das ich die Jüden gewinne. Denen die vnter dem Geſetz ſind / bin ich worden als vnter dem Geſetz / auff das ich die ſo vnter dem Geſetz ſind gewinne. 21Denen die on Geſetz ſind / bin ich als on Geſetz worden / (So ich doch nicht on Geſetz bin fur Gott / ſondern bin in dem geſetz Chriſti) Auff das ich die / ſo on Geſetz ſind / gewinne. 22Den Schwachen bin ich worden als ein Schwacher / auff das ich die ſchwachen gewinne. Ich bin jederman allerley worden / auff das ich allenthalben ja etliche ſelig mache. 23Solches aber thu ich vmb des Euangelij willen / auff das ich ſein teilhafftig werde.

 

 

 

Gedankenpausen

 

»Der Gerechte wird seines Glaubens leben.«

Römerbrief, Kapitel 1, Verse 16a und 17

 

Leittext für die Zeit nach Trinitatis

Wir ha­ben den Text→Römer 1,16A.17 als Leit­text für die Bei­trä­ge zu den Sonn­ta­gen nach Tri­ni­ta­tis ge­wählt. In die­ser Zeit ste­hen die The­men »Glau­be« und »Ge­mein­de« im Vor­der­grund der Ver­kün­di­gung. Es geht um die Fra­ge­stel­lun­gen, was Glau­ben ist, wie sich Glau­ben zeigt und aus­wirkt, wie die Ge­mein­de Glau­ben um­set­zen und le­ben kann, wie Glau­ben die Ge­mein­de formt.

Ne­ben dem Vaterunser, der Se­gens­bi­tte und dem Glau­bens­be­kenn­tnis bie­ten die Aus­füh­run­gen von Pau­lus wun­der­ba­re An­lei­tun­gen für prak­ti­zier­tes Chris­ten­tum. Sie er­klä­ren in äu­ßert knap­per Form Sinn, In­hal­te und Ziel des Glau­bens.

Sie fin­den An­re­gun­gen für ei­ge­nen Ge­dan­ken über das The­ma Glau­ben in die­sem Ar­ti­kel:

Die Einladung zum Glauben | © Geschütztes Bildmaterial
Zum Artikel

→Die Einladung zum Glauben

Genügt es, Glau­ben zu be­ken­nen? Wie wirkt sich die­ses Be­kennt­nis aus? Ist mehr zu tun? Wie kann ich den Er­folg mes­sen? Was ist das Ziel des Glau­bens?

Anregungen für Ihre Gedanken

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Tex­te vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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→Sonntag Trinitatis 2023

Der Sonntag thematisiert die Tri­ni­tät, die Drei­fal­tig­keit Got­tes, und das Glau­bens­be­kennt­nis. Wir be­leuch­ten Hin­ter­grün­de und be­trach­ten sie kri­tisch.

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