Buß- und Bettag
Mittwoch, 20. November 2019

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett
20.11.2019 | Buß- und Bettag
Mittwoch
 

Kirchenjahr 2018/2019

Buß- und
Bettag

 

 
Gesetzlicher Feiertag

→Gesetzlicher Feiertag
in einzelnen Ländern der Bundesrepublik Deutschland

Symbol

Bernward von Hildesheim
(† 20. November 1022 in Hildesheim)

Info

Für die Lesungen im Gottesdienst am Buß- und Bettag können auch die Texte vom
→Aschermittwoch verwendet werden.

 
Bewegliches Datum
der Buß- und Bettag liegt<br>zwischen dem 16. November und dem 22. November eines Jahres
  • Buß- und Bettag
  • immer ein Mittwoch
  • eineinhalb Wochen vor dem →1. Advent
  • abhängig vom Wochentag, auf den der →1. Weihnachtstag fällt
  • der Buß- und Bettag liegt
    zwischen dem 16. November und dem 22. November eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Christfest
 
Gesetzlicher Feiertag
Sachsen (SN)

Der Buß- und Bettag ist in der Bundesrepublik Deutschland
im Jahr 2019 →gesetzlicher Feiertag in

  • Sachsen (SN)
 
Alternativer Artikel zum Buß- und Bettag

A
llgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag finden Sie in diesem Artikel:  

Titel

Buß- und Bettag 2019

Martin Luther forderte in seinen 95 Thesen zur Buße auf. Zum Buß- und Bettag gehört die Erinnerung an dieses evangelische Grundverständnis.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

Buß- und
Bettag

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett

Violett

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

Gerechtigkeit erhöhet ein Volck / Aber die Sünde iſt der Leute verderben.

→Spr 14,34

Pſalm
130
 

Psalm für den Tag

 
 

→Psalm 130

 

 

 

Lied für den Tag

 
Liedauswahl
A EG 299 Aus tiefer Not schrei ich zu dir
B EG 428 Komm in unsre stolze Welt
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2019 - 2024 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextLk 13,(1-5)6-9
Epistel Zum TextRom 2,1-11
Altes Testament Zum TextJes 1,10-18
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2018/2019 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2018/2019 20.11.2019 I Zum TextRom 2,1-11 Zum TextJona 3,1-10
2019/2020 18.11.2020 II Zum TextJes 1,10-18 Zum TextMt 12,33-35(36-37)
2020/2021 17.11.2021 III Zum TextMt 7,12-20 Zum TextLk 13,22-30
2021/2022 16.11.2022 IV Zum TextOffb 3,1-6 Zum Text1Joh 1,5 - 2,6
2022/2023 22.11.2023 V Zum TextHes 22,23-31
2023/2024 20.11.2024 VI Zum TextLk 13,(1-5)6-9
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2018/2019, danach wieder für das Kirchenjahr 2024/2025.
Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2019/2020, danach wieder für das Kirchenjahr 2025/2026,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 
Titel Perikopen

Buß- und Bettag

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Lukas

Lk 13,(1-5)6-9

REIHE

VI

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIII.

 

 

Fakultativ: Verse 1-5

Der Untergang der Galiläer
Der Turm von Siloah

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ES waren aber zu der ſelbigen zeit etliche dabey / die verkündigeten Jheſus von den Galileern / welcher blut Pilatus ſampt jrem Opffer vermiſchet hatte. 2Vnd Jheſus antwortet / vnd ſprach zu jnen / Meinet jr / das dieſe Galileer fur allen Galileern ſünder geweſen ſind / die weil ſie das erlidden haben? 3Ich ſage / nein / Sondern ſo jr euch nicht beſſert / werdet jr alle auch alſo vmbkomen. 4Oder meinet jr / das die achzehen / auff welche der Thurn in Siloha fiel / vnd erſchlug ſie / ſeien ſchüldig geweſen / fur allen Menſchen / die zu Jeruſalem wonen? 5Ich ſage / nein / Sondern ſo jr euch nicht beſſert / werdet jr alle auch alſo a vmbkomen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a

(Umbkomen)

Die Jüden hiel­tens dafür / wem es zeitlich wolgien­ge / der were fur Gott angeneme. Vnd widerumb wo es jm vbel gien­ge / ſo were er ein Sünder.

 

 

 

 

 

 

Verse 6-9

Das Gleichnis vom Feigenbaum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus ſaget jnen aber dieſe Gleichnis / Es hatte einer ein Feigenbawm / der war gepflantzt in ſeinem Weinberge / vnd kam vnd ſuchte Frucht darauff / vnd fand ſie nicht. 7Da ſprach er zu dem Weingartner / Sihe / Ich bin nu drey jar lang / alle jar komen / vnd habe Frucht geſucht auff dieſem Feigenbawm / vnd finde ſie nicht / Hawe jn ab / was hindert er das Land? 8Er aber antwortet / vnd ſprach zu jm / Herr / Las jn noch dis jar / bis das ich vmb in grabe / vnd betünge jn / 9ob er wolte Frucht bringen / Wo nicht / So hawe jn darnach abe.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Rom 2,1-11

REIHE

I

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. II.

 

 

Verse 1-11

Schuld und Ehre vor Gott, ohne Anſehen der Perſon

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DARumb / o Menſch / kanſtu dich nicht entſchüldigen / wer du biſt / der da richtet. Denn worinne du einen andern richteſt / verdamſtu dich ſelbs / Sintemal du eben daſſelbige thuſt / das du richteſt. 2Denn wir wiſſen / das Gottes vrteil iſt recht vber die / ſo ſolchs thun. 3Denckeſtu aber / o Menſch / der du richteſt die / ſo ſolches thun / vnd thuſt auch daſſelbige / das du dem vrteil Gottes entrinnen werdeſt? 4Oder verachteſtu den reichthum ſeiner güte / gedult vnd l langmütigkeit? Weiſſeſtu nicht / das dich Gottes güte zur Buſſe leitet?

l

(Langmütigkeit)

Auff latiniſch tar­dus jra / vnd iſt dem Ebreiſchen nachgeredt / Arich Appaim.→*1) Vnd iſt eine Tugent ei­gentlich die lang­ſam zürnet vnd ſtraffet das vn­recht. Aber Ge­dult iſt / die das vbel tregt an gut / leib vnd ehre / ob es gleich mit recht geſchehe. Güte iſt die leibliche wol­that vnternander / vnd freundliches weſen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5DV aber nach deinem verſtockten vnd vnbuſfertigen Hertzen / heuffeſt dir ſelbſt den zorn auff den tag des zorns vnd der offenbarung des gerechten gerichtes Gottes / 6Welcher geben wird einem jglichen nach ſeinen wercken / 7nemlich / Preis vnd ehre / vnd vnuergenglichs weſen / denen / die mit gedult in guten wercken trachten nach dem ewigen Leben / 8Aber denen / die da zenckiſch ſind / vnd der warheit nicht gehorchen / gehorchen aber dem vngerechten / Vngnade vnd zorn / 9trübſal vnd angſt / vber alle Seelen der Menſchen / die da böſes thun / fürnemlich der Jüden vnd auch der Griechen. 10Preis aber / vnd ehre vnd friede / allen denen / die da gutes thun / furnemlich den Jüden vnd auch den Griechen.

11DEnn es iſt kein anſehen der perſon fur Gott / 12Welche on Geſetz geſündiget haben / Die werden auch on Geſetz verloren werden / Vnd welche am Geſetz geſündiget haben / die werden durchs Geſetz verurteilet werden. 13Sintemal fur Gott nicht die das Geſetz hören / gerecht ſind / Sondern die das Geſetze thun / werden gerecht ſein. 14Denn ſo die Heiden / die das Geſetz nicht haben / vnd doch * von natur thun des Geſetzes werck / dieſelbigen / dieweil ſie das Geſetze nicht haben / ſind ſie jnen ſelbs ein Geſetz / 15damit / das ſie beweiſen / des Geſetzes werck ſey beſchrieben in jrem hertzen / Sintemal jr Gewiſſen ſie bezeuget / da zu auch die gedancken / die ſich vnternander verklagen oder entſchüldigen / 16auff den tag / da Gott das verborgen der Menſchen / durch Jheſum Chriſt / richten wird / lauts meines Euangelij.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*

(Von natur)

Das natürliche Geſetz iſt / Was du wilt dir gethan vnd vberhaben ſein von einem an­dern / das thu vnd vberhebe du auch einen andern. Dar­innen das gantze Geſetz Moſi be­griffen iſt / wie Chriſtus ſagt / Math. 7. An wel­chem Geſetz die Heiden auch nicht mehr denn das euſſerliche werck thun / wie die Jü­den an Moſes Geſetz. Vnd das ver­klagen vnd ent­ſchüldigen iſt / das eine ſünde gröſſer iſt / denn die ande­re / wider das Ge­ſetz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*1) (Langmütigkeit): Luther beschreibt, dass er aus seinen Quellen den lateinischen Begriff tardus ira (dt.: »langsamer Zorn«, »säumige Erbitterung«, o. ä.) mit Langmütigkeit übersetzt ( d. i.: »lange gutmütig, geduldig« im Ggs. zu schnell wütend, ungeduldig). Er sieht damit die Begriffe »Geduld« und »Güte« verbunden.

Der lateinische Begriff wiederum sei eine Nachbildung (keine Übersetzung) des hebräischen Ausdrucks »Arich Appaim«.
Luther transkribiert die hebräische Wendung אַפָיִם אֹרֶךְ , (»ˀorεk ˀapͻjim«), die »langmütig« oder substantiviert »Geduld« bedeutet.

Nach Luthers Meinung entspricht sein eingedeutschter Begriff eher dem hebräischen Ausdruck, weil der eine Tugend bezeichne und keine situative Stimmungslage.

Die Anmerkung erläutert einerseits den Begriff, andererseits richtet sich Luther an die Kritiker seiner Übersetzung, die sich auf lateinische Quellen und Bibelausgaben berufen, weshalb er lateinisches und transkribiertes hebräisches Vokabular bemüht.

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 1,10-18

REIHE

II

 

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gottes Anklage gegen das abtrünige Volk

Verse 10-17

Jere. 6.

→Amos. 5.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Inf. 59.

 

 

 

 

HOret des HERRN wort / jr Fürſten von Sodom / Nim zu ohren vnſers Gottes geſetz / du volck von Gomorra. 11Was ſol mir die menge ewer Opffer? ſpricht der HERR / Ich bin ſat der Brandopffer von Widern / vnd des fetten von den gemeſten / vnd hab keine luſt zum blut der farren / der lemmer vnd böcke. 12Wenn jr er ein komet zu erſcheinen fur mir / Wer foddert ſolches von ewern henden / das jr auff meinen vorhoff trettet? 13Bringet nicht mehr Speiſopffer ſo vergeblich. Das Reuchwerg iſt mir ein grewel / Der Newmonden vnd Sabbath / da jr zuſamen komet / vnd mühe vnd angſt habt / der mag ich nicht. 14Meine Seele iſt feind ewren Newmonden vnd Jarzeiten / ich bin der ſelbigen vberdrüſſig / ich bins müde zu leiden. 15Vnd wenn jr ſchon ewer Hende ausbreitet / verberge ich doch meine Augen von euch / Vnd ob jr ſchon viel betet / höre ich euch doch nicht / Denn ewer Hende ſind vol bluts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Vnd mühe)

Das ſind die zwey ſtücke des Teufels / Lügen vnd mord. Oder falſche lere / vnd vnrechter Bann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

16WAſſchet / reiniget euch / thut ewer böſes weſen von meinen augen. Laſſt ab vom Böſen / 17lernet Gutes thun / trachtet nach Recht. Helfft den Verdruckten / Schaffet dem Waiſen recht / vnd helffet der Widwen ſachen / 18So kompt denn vnd laſſet vns miteinander rechten / ſpricht der HERR. Wenn ewer Sünde gleich blutrot iſt / ſol ſie doch ſchneweis werden / Vnd wenn ſie gleich iſt wie roſinfarbe / ſol ſie doch wie wolle werden.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Matthäus

Mt 7,12-20

REIHE

III

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. VII.

 

 

Vers 12

Das Geſetz und die Propheten meinen Nächſtenliebe
Die goldene Regel

|| →Lk 6,31

 

 

Jesus sprach:

Luc. 6.

 

 

 

 

 

 

 

ALles nu / das jr wöllet / das euch die leute thun ſollen / Das thut jr jnen / Das iſt das Geſetz vnd die Propheten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verse 13-14

Die zwei Wege
Die enge Pforte

|| →Lk 13,24

Luc. 13.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GEhet ein durch die enge Pforten / Denn die Pforte iſt weit / vnd der weg iſt breit / der zur Verdamnis abfüret / Vnd jr ſind viel / die drauff wandeln. 14Vnd die Pforte iſt enge / vnd der weg iſt ſchmalh / der zum Leben füret / Vnd wenig iſt jr / die jn finden.

 

 

 

 

 

 

 

Verse 15-20

Eine Warnung vor falſchen Heilsverkündern

|| →Lk 6,43-45

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luc. 6.

 

 

 

 

 

→Matt. 3.

Luc. 3.

 

 

SEhet euch fur / fur den falſchen Pro­phe­ten / die in Schafskleidern zu euch komen / Inwendig aber ſind ſie reiſſende Wolffe / 16An jren Früchten ſolt jr ſie erkennen. Kan man auch Drauben leſen von den Dornen? Oder Feigen von den Diſteln? 17Alſo ein jglicher guter Bawm / bringet gute Früchte / Aber ein fauler Bawm / bringet arge Früchte. 18Ein guter Bawm kan nicht arge Früchte bringen / Vnd ein fauler Bawm / kan nicht gute Früchte bringen. 19Ein jglicher Bawm / der nicht gute früchte bringet / wird abgehawen / vnd jns Fewr geworffen. 20Darumb an jren früchten ſolt jr ſie erkennen.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Buch der Offenbarung an Johannes

Offb 3,1–6

REIHE

IV

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. III.

 

 

Verse 1-6

5. Der Brief an die Gemeinde in Sardes

V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND dem Engel der gemeinen zu Sarden ſchreibe / Das ſaget / der die Geiſter Gottes hat / vnd die ſieben Sterne. Ich weis deine werck / Denn du haſt den namen / das du lebeſt / vnd biſt tod. 2Sey wacker / vnd ſtercke das andere / das ſterben wil / Denn ich habe deine wercke nicht völlig erfunden fur Gott. 3So gedencke nu / wie du empfangen vnd gehöret haſt / vnd halts / vnd thu buſſe. So du nicht wirſt wachen / werde ich vber dich komen / wie ein Dieb / vnd wirſt nicht wiſſen welche ſtunde ich vber dich komen werde. 4Du haſt auch wenig namen zu Sarden / die nicht jre Kleider beſuddelt haben / Vnd ſie werden mit mir wandeln in weiſſen Kleidern / denn ſie ſinds werd. 5Wer vberwindet / der ſol mit weiſſen Kleidern angelegt werden / Vnd ich werde ſeinen namen nicht austilgen aus dem buch des Lebens / vnd ich wil ſeinen namen bekennen fur meinem Vater / vnd fur ſeinen Engeln. 6Wer ohren hat / der höre / was der Geiſt den gemeinen ſaget.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Hesekiel

Hes 22,23-31

REIHE

V

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXII.

 

 

Verse 23-31

Die Schuld der Propheten, Prieſter, Fürſten und des Volks

 

DEs HERRN wort geſchach zu mir / vnd ſprach / 24Du Men­ſchen­kind / ſprich zu jnen / Du biſt ein Land / das nicht zu rei­ni­gen iſt / wie eins / das nicht be­re­gent wird / zur zeit des zorns. 25Die Propheten ſo drinnen ſind / haben ſich gerottet / die Seelen zu freſſen / wie ein brüllender Lew / wenn er raubet / Sie reiſſen gut vnd gelt zu ſich / vnd machen der Widwen viel drinnen. 26Ire Prieſter verkeren mein Geſetz freuelich / vnd entheiligen mein Heiligthum / Sie halten vnter dem Heiligen vnd vnheiligen kein vnterſcheid / vnd leren nicht / was rein oder vnrein ſey / Vnd warten meiner Sabbathen nicht / vnd ich werde vnter jnen entheiliget. 27Ire Fürſten ſind drinnen / wie die reiſſende Wolffe / blut zuuergieſſen / vnd Seelen vmb zubringen / vmb jres Geitzes willen.

 

 

 

 

 

 

Propheten.

 

 

 

 

 

Prieſter.

 

 

 

 

 

 

 

Fürſten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

28VND jre Propheten / tünchen ſie mit loſem Kalck / predigen loſe teiding / vnd weiſſagen jnen Lügen / vnd ſagen / ſo ſpricht der HErr HERR / So es doch der HERR nicht geredt hat. 29Das volck im Lande vbet gewalt / vnd rauben getroſt / vnd ſchinden die Armen vnd Elenden / vnd thun den Frembdlingen gewalt vnd vnrecht. 30Ich ſucht vnter jnen / Ob jemand ſich eine Maur machete / vnd wider den Riſs ſtünde gegen mir / fur das Land / das ichs nicht verderbete / Aber ich fand keinen. 31Darumb ſchüttet ich meinen zorn vber ſie / vnd mit dem Fewr meines grimmes macht ich jr ein ende / vnd gab jnen alſo jren verdienſt auff jren Kopff / ſpricht der HErr HERR.

 

 

 

 

 

Volck im lan

de.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Jona

Jona 3,1-10

POOL

W
1

 

 

 

Der Próphet
Jóná.

 

C. III.

 

 

Jonas Predigt vnd Ninives Buſſe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Matt. 12.

→Luc.11.

 

 

 

ES geſchach das wort des HERRN zum andern mal zu Jona / vnd ſprach / 2Mach dich auff / gehe in die groſſe ſtad Nineue / vnd predige jr die Predigt / die ich dir ſage. 3Da macht ſich Jona auff / vnd gieng hin gen Nineue / wie der HERR geſagt hatte / Nineue aber war ein ſtad Gottes / drey Tagereiſe gros. 4Vnd da Jona anfieng hin ein zugehen eine Tagereiſe in die Stad / predigt er / vnd ſprach / Es ſind noch vierzig tage / So wird Nineue vntergehen. 5Da gleubten die Leute zu Nineue an Gott / vnd lieſſen predigen / Man ſolte faſten / Vnd zogen Secke an / beide gros vnd klein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Joel.2.

 

 

 

 

 

 

 

6VND da das fur den König zu Nineue kam / ſtund er auff von ſeinem Thron vnd legt ſeine Purpur abe / vnd hüllet einen Sack vmb ſich / vnd ſetzt ſich in die Aſſchen. 7Vnd lies aus ſchreien vnd ſagen zu Nineue / aus befelh des Königes vnd ſeiner Gewaltigen alſo / Es ſol weder menſch noch Thier / weder Ochſen noch Schafe etwas koſten / vnd man ſol ſie nicht weiden / noch waſſer trincken laſſen. 8Vnd ſollen Seck vmb ſich hüllen / beide Menſchen vnd Thier / vnd zu Gott ruffen hefftig / Vnd ein jglicher bekere ſich von ſeinem böſen wege vnd vom freuel ſeiner hende. 9Wer weis? Gott möcht ſich bekeren vnd rewen / vnd ſich wenden von ſeinem grimmigen zorn / das wir nicht verderben.

10DA aber Gott ſahe jre Werck das ſie ſich bekereten von jrem böſen wege / Rewete jn des Vbels / das er geredt hatte jnen zu thun / vnd thets nicht.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Matthäus

Mt 12,33-35(36-37)

POOL

W
2

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Sünde gegen den Geiſt

|| →Lk 6,43-45

Verse 33-35

 

 

Jesus spach zu den Pharisäern:

Luc.12.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SEtzet entweder einen guten Bawn / ſo wird die Frucht gut / Oder ſetzet einen faulen Bawm / ſo wird die frucht faul. Denn an der Frucht erkennet man den Bawm. 34Ir Ottern gezichte / wie kund jr gutes reden / die weil jr böſe ſeid? Wes das Hertz vol iſt / des gehet der Mund vber. 35Ein gut Menſch / bringet guts erfür / aus ſeinem guten ſchatz des hertzen / Vnd ein böſer Menſch / bringet böſes erfür / aus ſeinem böſen ſchatz.

 

Fakultativ: Verse 36-37

36Ich ſage euch aber / Das die Menſchen müſſen rechenſchafft geben am jüngſten Gericht / von einem jglichen vnnützen wort / das ſie geredt haben. 37Aus deinen worten wirſtu gerechtfertiget werden / Vnd aus deinen worten wirſtu verdampt werden.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Lukas

Lk 13,22-30

POOL

W
3

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die enge Pforte
Die Rede vom Ringen und Seligwerden

|| →Mt 7,13-14

Verse 22-27

 

22Jheſus gieng durch Stedte vnd Merckte / vnd lerete / vnd nam ſeinen weg gen Jeruſalem.

 

Mat.7.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ES ſprach aber einer zu jm / HErr / Meinſtu / das wenig ſelig werden? Er aber ſprach zu jnen / 24Ringet darnach / das jr durch die enge Pforten eingehet / Denn viel werden (das ſage ich euch) darnach trachten / wie ſie hin ein komen / vnd werdens nicht thun können. 25Von dem an / wenn der Hauswirt auffgeſtanden iſt / vnd die Thür verſchloſſen hat / Da werdet jr denn anfahen drauſſen zu ſtehen / vnd an die Thür klappen / vnd ſagen / Herr / Herr / thu vns auff / Vnd er wird antworten / vnd zu euch ſagen / Ich kenne ewer nicht / wo jr her ſeid.

 

 

 

 

 

Das ſind die on glauben mit werck­en ſich mühen gen Himel zu komen.

Matt.7.

 

 

 

 

→Pſal.6.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26SO werdet jr denn anfahen zu ſagen / Wir haben fur dir geſſen vnd getruncken / vnd auff den Gaſſen haſtu vns geleret. 27Vnd er wird ſagen / Ich ſage euch. Ich kenne ewer nicht / wo jr her ſeid / Weichet alle von mir jr Vbeltheter. 28Da wird ſein heulen vnd Zeenklappen / wenn jr ſehen werdet / Abraham vnd Iſaac vnd Jacob / vnd alle Propheten im reich Gottes / Euch aber hin aus geſtoſſen. 29Vnd es werden komen vom Morgen vnd vom Abend / von Mitternacht / vnd vom Mittage / die zu tiſche ſitzen werden im reich Gottes / 30Vnd ſihe / Es ſind letzten / die werden die erſten ſein / Vnd ſind erſten / die werden die letzten ſein.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erster Brief des Johannes

1Joh 1,5 - 2,6

POOL

W
4

 

 

 

Die erſte Epiſtel
S. Johánnis.

 

C. I.

 

 

Kapitel 1, Verse 5-10

Das Leben im Licht

 

 

Johannes schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAs iſt die verkündigung / die wir von Jheſus gehöret haben / vnd euch verkündigen / Das Gott ein Liecht iſt / vnd in jm iſt kein Finſternis. 6So wir ſagen / das wir Ge­mein­ſchafft mit jm haben / vnd wandeln im finſternis / So liegen wir / vnd thun nicht die warheit. 7So wir aber im Liecht wandeln / wie er im liecht iſt / So haben wir gemeinſchafft vnternander / Vnd das blut Jheſu Chriſti ſeines Sons / machet vns rein von aller ſünde.8So wir ſagen / Wir haben keine ſünde / So verfüren wir vns ſelbs / vnd die warheit iſt nicht in vns. 9So wir aber vnſere ſünde bekennen / ſo iſt er trew vnd gerecht / das er vns die ſünde vergibt / vnd reiniget vns von aller vntugent. 10So wir ſagen / wir haben nicht geſündiget / So machen wir jn zum Lügener / vnd ſein wort iſt nicht in vns.

 

 

 

 

C. II.

 

 

 

 

 

 

Kapitel 2, Verse 1-6

Chriſtus der Fürſprecher

 

 

→Rom. 3.

→Rom. 8.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MEine Kindlin / ſolchs ſchreibe ich euch / Auff das jr nicht ſündiget. Vnd ob jemand ſündiget / So haben wir einen Furſprecher bey dem Vater / Jheſum Chriſt / der gerecht iſt / 2Vnd derſelbige iſt die verſönung fur vnſer ſünde / Nicht allein aber fur die vnſere / ſondern auch fur der gantzen Welt. 3Vnd an dem mercken wir / das wir jn kennen / ſo wir ſeine Gebot halten. 4Wer da ſaget / Ich kenne jn / Vnd helt ſeine Gebot nicht / der iſt ein Lügener vnd in ſolchem iſt keine warheit. 5Wer aber ſein wort helt / in ſolchem iſt warlich die liebe Gottes volkomen / Daran erkennen wir / das wir in jm ſind. 6Wer da ſaget / das er in jm bleibet / der ſol auch wandeln / gleich wie er gewandelt hat.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für alle Ge­mein­de­mit­glie­der, für Chris­ten, die sich nicht in der Ge­mein­de­ar­beit en­ga­gie­ren können oder wollen, und für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet und im Ver­lauf der Jahre wer­den Sie auf die­se Wei­se in klei­nen Ein­hei­ten, die nicht viel Zeit in An­spruch neh­men, die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
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