Der Prediger Salomo (Kohelet) | Kapitel 10

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Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

Der Prediger Salomo
Kohelet

Kapitel 10

 

Prd 10

 

Der Text in zwölf Kapiteln

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

 

Gliederung Kapitel 10

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel X.

 

 

9,7 - 12,7

 

IV. DIE ENDLICKEIT DES MENSCHEN

 

1

10,5-20

→Über Weisheit und Torheit

 

Anm: Kapiteleinteilung nach der Ausgabe von 1545, Angabe der Textstelle nach heutiger Zählweise

 

 

 

 

 

 

Der Prediger
Salomo.

[346b]

 

X.

 

105

 

Die heutigen Ver­se 10,1-4 bil­den in die­ser Aus­ga­be das En­de des Ka­pi­tels IX.!

 

 

Über Weisheit und Torheit

 

ES iſt ein Vnglück das ich ſahe vnter der

Sonnen / nemlich / vnuerſtand der vnter den Gewaltigen gemein iſt / 6Das ein Narr ſitzt in groſſer wirde / vnd die Reichen hie nidden ſitzen. 7Ich ſahe Knechte auff roſſen / vnd Fürſten zu fuſs gehen wie Knechte. 8Aber wer eine Gruben macht / der wird ſelbs drein fallen / Vnd wer den Zaun zureiſſet / den wird eine Schlange ſtechen. 9Wer Steine weg waltzet / der wird mühe da mit haben / Vnd wer Holtz ſpaltet / der wird da von verletzt werden. 10Wenn ein Eiſen ſtumpff wird / vnd an der ſchneiten vngeſchlieffen bleibet / mus mans mit macht wider ſcherffen / Alſo folget auch Weisheit dem vleis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Walzet)

New Regiment machen / ſticht zu letzt vbel / Denn der Pöbel iſt vn­ben­dig.

 

11EIn Weſſcher iſt nichts beſſers / denn eine Schlange / die vnbeſchworen

 

 
[346b | 347a]

 

 

Salomo.     C. X.

CCCXLVII.

 

 

ſticht. 12Die wort aus dem mund eines Weiſen / ſind holdſelig / Aber des Narren lippen verſchlingen den ſelben / 13Der anfang ſeiner wort iſt Narrheit / Vnd das ende iſt ſchedliche torheit. 14Ein Narr macht viel wort / Denn der Menſch weis nicht was geweſen iſt / Vnd wer wil jm ſagen / was nach jm werden wird? 15Die erbeit der Narren wird jnen ſawr / Weil man nicht * weis in der Stad zu gehen.

 

 

 

*

(Weis)

Er ge­denckt nicht wie es vor hin an­dern gan­gen iſt / Fe­ret fort / vnd weis doch nicht wie es ge­hen wird.

 

WEh dir Land / des König ein Kind iſt / vnd des Fürſten früe eſſen. 17Wol dir Land / des König edel iſt / vnd des Fürſten zu rechter zeit eſſen / zur ſtercke vnd nicht zur luſt. 18(Denn durch faulheit ſincken die Balcken / vnd durch hinleſſige Hende / wird das Haus trieffend) 19Das macht / ſie machen brot zum lachen / Vnd der wein mus die Lebendigen erfrewen / vnd das gelt mus jnen alles zu wegen bringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Lebendigen)

Das ſind die im ſauſſe le­ben / vnd mit freu­den ze­ren.

 

20FLuch dem Könige nicht in deim Hertzen / vnd fluche dem Reichen nicht in deiner Schlaffkamer / Denn die Vögel des Himels füren die ſtim / vnd die fittig haben / ſagens nach.

 

 

 

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
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