Der Prediger Salomo (Kohelet) | Kapitel 11

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Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

Die Bücher der Dichtung im Alten Testament

Der Prediger Salomo
Kohelet

Kapitel 11

 

Prd 11

 

Der Text in zwölf Kapiteln

 
Auswahl der Beiträge und Kapitel

 

Gliederung Kapitel 11

 

Nr.

Textstelle

Abschnitt | Link zum Text

Kapitel XI.

 

 

9,7 - 12,7

 

IV. DIE ENDLICKEIT DES MENSCHEN

 

1

11,1-6

→Die Grenzen des Wissens

2

11,7-8

→Auch der Glückliche erinnert sich nur an schlimme Zeiten

 

Anm: Kapiteleinteilung nach der Ausgabe von 1545, Angabe der Textstelle nach heutiger Zählweise

 

 

 

 

 

 

Der Prediger
Salomo.

[347a]

 

XI.

 

 

Die Grenzen des Wiſſens

 

LAS dein Brot vber das waſſer faren /

ſo wirſtu es finden auff lange zeit. 2Teil aus vnter ſieben vnd vnter achte / Denn du weiſſeſt nicht was fur vnglück auff Erden komen wird. 3Wenn die wolcken vol ſind / ſo geben ſie Regen auff die erden / Vnd wenn der Bawm fellt / er falle gegen mittag / oder mitternacht / auff welchen ort er fellet / da wird er ligen. 4Wer auff den Wind achtet / der ſeet nicht / Vnd wer auff die Wolcken ſihet / der erndtet nicht.

(Faren)

Das iſt / Gib frey weg je­der­man / was du ver­magſt / Denn es möcht die zeit ko­men / du thet­teſts gern / vnd wirſts nicht kön­nen.

 

5GLeich wie du nicht weiſſt den weg des winds / vnd wie die gebeine in Mutterleibe bereit werden / Alſo kanſtu auch Gottes werck nicht wiſſen / das er thut vberall.

6FRue ſee deinen Samen / vnd las deine hand des abends nicht ab / Denn du weiſſeſt nicht / ob dis oder das geraten wird / Vnd obs beide geriete / ſo were es deſte beſſer.

 

 

 

(Wiſſen)

Denn zu­künff­ti­ges iſt vns al­les ver­bor­gen. Dar­umb mus es al­les ge­wogt ſein in leib­li­chem Le­ben.

 

 

Auch der Glückliche erinnert ſich nur an ſchlimme Zeiten

 

7ES iſt das Liecht süſſe / vnd den augen lieblich die Sonne zu ſehen.

 

8WEnn ein Menſch lange zeit lebet / vnd iſt frölich in allen dingen / So gedenckt er doch nur der böſen Tage / das jr ſo viel iſt / Denn alles was jm begegent iſt / iſt eitel.

 

 

 

Die heutigen Ver­se 11,9-10 bil­den in die­ser Aus­ga­be den An­fang des Ka­pi­tels XII.!

 

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel auf die­ser Sei­te ist in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
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