Karsamstag

Samstag, 11. April 2009

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

Evangelium     Zum TextMt 27,(57-61)62-66
Predigt  Zum TextMt 27,(57-61)62-66  
Lied EG 79  
→Gottesdienstordnung

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Schwarz
11.4.2009 | Karsamstag | Letzter Tag der Passionszeit
Samstag
 

Karsamstag

Schwarz

Letzter Tag der Passionszeit

 
Symbol

→Triduum Sacrum
Die drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn:

2. Tag (Grabesruhe) 🌇
3. Tag (Grabesruhe und Auferstehung) 🌇

(nur regional gebräuchlich)

Symbol

Matthäus Apelt von Löwestein

(† 11. April 1648 in Breslau)

Symbol

Ende der Fastenzeit

Info

Ab Beginn der Vorpassionszeit (→3. Sonntag der Vorpassionszeit – Septuagesimae) bis zum Ende der Passionszeit (Karsamstag) entfällt im →Proprium der Hallelujavers.

 

Die Passionszeit von →Aschermittwoch bis Karsamstag wird in vielen Kirchen der Ökumene als Fastenzeit begangen.

 

Die für Karsamstag genannten Texte können in einer →Mette, einer →Vesper oder bei einem Predigtgottesdienst gelesen werden. Traditionell findet am Karsamstag kein Hauptgottesdienst statt.

 

Fällt Karsamstag auf den 25. März, dann wird der →Tag der Ankündigung der Geburt Jesu (Mariä Verkündigung) in die Woche nach dem →1. Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti) verlegt und dort an einem geeigneten Werktag begangen.

Dies wird im 21. Jahrhundert in den Jahren 2062, 2073 und 2084 eintreten.

 

Wirkung im Kirchenjahr 2008/2009

- keine -

 

Bewegliches Datum
 
Karfreitag zwischen dem 20. März und dem 23. April
 
  • Samstag vor →Ostern
  • Karsamstag liegt zwischen dem 21. März und dem 24. April eines Jahres
 
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 1 Tag vor Ostern
  • gerechnet ab diesem Tag ist am 2. Tag Ostern

 

Feiertag

Stiller Tag

Stiller Tag

Der Karsamstag ist kein →gesetzlicher Feiertag, jedoch erklären die Feiertagsgesetze der Länder den Karsamstag zu einem stillen Tag, an dem besondere Beschränkungen gelten. Die Beschränkungen können in den einzelnen Ländern unterschiedlich festgelegt sein.

So sind am Karsamstag in Hessen ab 17:00 Uhr öffentliche Tanzveranstaltungen verboten. (Hessisches Feiertagsgesetz, §10).

 

Der Name Karsamstag

 

Tag der Wehklage und der Trauer

Das mittelhochdeutsche Wort kar (althochdeutsch: chara) meint Weh­kla­ge, Trau­er (und wohl auch die da­mit ver­bun­de­nen Ri­tu­a­le) um den Ver­lust ei­nes Men­schen. So ist der Kar­tag der Tag der Bei­set­zung.

Die Zeit zwischen Palmsonntag und Os­ter­sonn­tag ist die christ­li­che Kar­wo­che, die Zeit der Trau­er und der Weh­kla­ge um den Tod Christ­i. Die Be­zeich­nun­gen Kar­mon­tag, Kar­diens­tag und Kar­mitt­woch für Mon­tag, Diens­tag und Mitt­woch der Kar­wo­che gab es, sie sind aber mit der Zeit un­üb­lich ge­wor­den. Übrig ge­blie­ben sind die Na­men Kar­frei­tag (der ei­gent­li­che Kar­tag) und Kar­sams­tag.

Bereits im 2. Jahrhundert, als die Tage noch von Son­nen­un­ter­gang bis Son­nen­un­ter­gang ge­zählt wur­den, wa­ren der heu­ti­ge Kar­frei­tag und der Kar­sams­tag als Trau­er­tage eng ver­bun­den: In die­ser Zeit fan­den Kreu­zi­gung, Grab­le­gung und Gra­bes­ru­he Je­su statt.

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dies paschalis sabbati | Sabbatum sanctum

Der Ostersonntag trug den lateinischen Namen Dies pa­scha­lis, der zu Os­tern ge­hö­ri­ge Tag, der Os­ter­tag. Der Sonn­abend dav­or, un­ser heu­ti­ger Kar­sams­tag, hieß u. a. Dies pa­scha­lis sab­ba­ti, Tag des zu Os­tern ge­hö­ren­den Sab­bats, Os­ter­sams­tag, oder Sab­ba­tum sanc­tum pa­sche, hei­li­ger Sab­bat des Os­ter­fes­tes bzw. hei­li­ger Sonn­abend vor Os­tern, oder ein­fach Sab­ba­tum sanc­tum, hei­liger Sab­bat, hei­li­ger Sonn­abend.

Der Tag Sabbatum sanctum ist die Zeit der Grabesruhe Christi.

Die heutige Bezeichnung Os­ter­sams­tag be­zieht sich im kirch­li­chen Ge­brauch auf den Sams­tag nach Os­tern, der la­tei­nisch sab­ba­tum pa­sche, Sab­bat der Os­ter­zeit ge­nannt wur­de, dem Tag vor dem →Sonn­tag Qua­si­mo­do­ge­ni­ti. Um­gangs­sprach­lich hat sich je­doch man­cher­orts aus dem mit­tel­al­ter­li­chen Ge­brauch he­r­aus der Na­me Os­ter­sams­tag er­hal­ten, wo­mit der hei­li­ge Os­ter­sams­tag des Os­ter­fes­tes, der Kar­sams­tag, ge­meint ist.

 

Das Triduum Sacrum

 

Die drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung des Herrn

Der Karsamstag war lange Zeit und ist wieder Teil des Tri­du­um Sacrum. In­for­ma­ti­o­nen und Er­läu­te­run­gen da­zu fin­den sich in die­sem Ar­ti­kel:

Bild zum Artikel Triduum
Wissenswertes

→Triduum

Die Be­grif­fe »Tri­du­um Sa­c­rum« und »Tri­du­um Pa­scha­le« sind auch in der evan­ge­li­schen Kir­che be­kannt. Doch was be­deu­ten sie? Der Ar­ti­kel gibt Ant­wor­ten.

 

Gottesdienstliche Ordnung

Symbol Evangelisch

Der evangelische

Karsamstag

Letzter Tag der Passionszeit

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Schwarz

Schwarz

 
 

Hallelujavers

 
 
 
        Der Hallelujavers entfällt im →Proprium dieses Gottesdienstes.
 

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch
für den Tag

 

Alſo hat Gott die Welt geliebet / das er ſei­nen eingeborenen Son gab / Auff das Alle die an jn gleuben / nicht verloren werden / Sondern das ewige Leben haben.

→Joh 3,16

Pſalm
88
 

Psalm
für den Tag

 

 

 

Lied für den Tag

 
Liedauswahl
EG 79 Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2009 - 2014 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium  Zum TextMt 27,(57-61)62-66
Epistel Zum Text1Petr 3,18-22
Altes Testament Zum TextHes 37,1-14
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2008/2009 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2008/2009 11.4.2009 I  Zum TextMt 27,(57-61)62-66
2009/2010 3.4.2010 II Zum Text1Petr 3,18-22
2010/2011 23.4.2011 III Zum TextJona 2
2011/2012 7.4.2012 IV Zum TextHebr 9,11-12.24
2012/2013 30.3.2013 V  Zum TextJoh 19,(31-37)38-42
2013/2014 19.4.2014 VI Zum TextHes 37,1-14
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext galt.

Reihen:
Die Perikopenordnung von 1978/1979 kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen galten nacheinander. Sie umfassten somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 1978/1979 mit Reihe I und wurde kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgte wieder Reihe I.

Die Reihe I galt für das Kirchenjahr 2008/2009, danach wieder für das Kirchenjahr 2014/2015.
Die Reihe II galt für das Kirchenjahr 2009/2010. Danach wieder für das Kirchenjahr 2015/2016.

<

 

Perikopen

Perikopen nach Luther 1545

Karsamstag

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

 

Biblia
1545

Text nach der Lutherbibel von 1545.
Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM

PREDIGTTEXT

PREDIGTREIHE

I

Evangelium nach Matthäus

Mt 27,(57-61)62-66

 

Text hören:

Sprecher: R. Makohl | Musik: ©Bluevalley, J.S. Bach
Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
→  Video-Hörbuch

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXVII.

 

 

Fakultativ: Verse 57 - 61

Die Grablegung Jesu

|| →Mk 15,42-47    || →Lk 23,50-55    || →Joh 19,38-42

VI.

Chri-

ſtus begra­ben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AM abend aber / kam ein rei­cher Man von Ari­ma­thia / der hies Jo­ſeph / wel­cher auch ein Jün­ger Jhe­ſu war / 58Der gieng zu Pi­la­to / vnd bat jn vmb den leib Jhe­ſu. Da be­falh Pilatus / man ſolt jm jn ge­ben. 59Vnd Jo­ſeph nam den Leib / vnd wi­cke­let jn in ein rein Lin­wand / 60vnd le­ge­te jn in ſein ei­gen new Grab / wel­ches er hat­te laſ­ſen in ei­nen Fels haw­en / vnd wel­tzet ei­nen groſ­ſen ſtein fur die thür des Gra­bes / vnd gieng da­uon. 61Es war aber al­da Ma­ria Mag­da­le­na / vnd die an­der Ma­ria / die ſatz­ten ſich ge­gen das Grab.

 

 

 

 

Verse 62 - 66

Die Bewachung des Grabes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DEs an­dern ta­ges / der da fol­get nach dem Ruſ­ta­ge / Ka­men die Ho­hen­prie­ſter vnd Pha­ri­ſe­er ſempt­lich zu Pi­la­to / 63vnd ſpra­chen / Herr / wir ha­ben ge­dacht / das die­ſer Ver­fü­rer ſprach / da er noch le­bet / Ich wil nach drei­en ta­gen auff­er­ſte­hen. 64Dar­umb be­fil­he / das man das Grab ver­wa­re / bis an den drit­ten tag / Auff das nicht ſei­ne Jün­ger ko­men / vnd ſte­len jn / vnd ſa­gen zum Volck / er iſt auff­er­ſtan­den von den Tod­ten / Vnd wer­de der letz­te be­trug er­ger denn der er­ſte. 65Pi­la­tus ſprach zu jnen / Da habt jr die Hü­ter / ge­het hin / vnd ver­wa­ret / wie jr wiſ­ſet. 66Sie gien­gen hin / vnd ver­wa­re­ten das grab mit Hü­tern / vnd ver­ſie­gel­ten den Stein.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Erster Brief des Petrus

1Petr 3,18-22

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Peters.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Mahnungen an die ganze Gemeinde

Vers 18

 

 

Petrus schreibt:

 

Sintemal auch Chri­ſtus ein mal fur vn­ſer ſünde gelidden hat / der Ge­rech­te fur die Vn­ge­rech­ten / Auff das er vns Gotte opfferte / Vnd iſt getödtet nach dem Fleiſch / Aber le­ben­dig gemacht nach dem Geiſt.

 

 

 

 

Verse 19 - 22

Der Sinn der Taufe

 

 

 

→Gen. 8.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IN demſelbigen / iſt er auch hin gegangen / vnd hat gepre­di­get den Geiſtern im ge­feng­nis / 20die etwa nicht gleubten / da Gott eins mals harret / vnd gedult hatte zu den zeiten Noe / da man die Archa zurüſtet / in welcher wenig / das iſt / acht Seelen behalten wurden / durchs waſſer. 21Welchs nu auch vns ſe­lig macht / in der Tauffe / die durch jenes bedeutet iſt / Nicht das abthun des vnflats am fleiſch / Sondern der Bund eines guten Gewiſſens mit Gott / durch die auff­er­ſte­hung Jhe­ſu Chriſti / 22welcher iſt zur rechten Gottes in den Hi­mel gefaren / vnd ſind jm vn­ter­than die Engel / vnd die Gewaltigen / vnd die Krefften.

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bund)

Stipulatio

→*2)

 / das Gott ſich vns mit gna­den ver­pflich­tet vnd wirs an­ne­men.

 

 

 

2) Lat.: Stipulatio; dt.: »das Gelöbnis«

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Hesekiel

Hes 37,1-14

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XXXVII.

 

 

Verse 1 - 14

Der Odem Gottes erweckt zum Leben

 

 

Hes 37: Der Odem Gottes erweckt zum Leben

 

 

Hesekiel berichtet von seiner Vision:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DEs HER­RN Hand kam vber mich / vnd füret mich hinaus im Geiſt des HER­RN / vnd ſtellet mich auff ein weit Feld / das voller Beine lag / 2Vnd er füret mich allenthalb da durch / Vnd ſi­he (des Gebeines) lag ſeer viel / auff dem Feld / vnd ſi­he / ſie waren ſeer verdorret. 3Vnd er ſprach zu mir / Du Men­ſchenkind / Meinſtu auch / das dieſe Beine wider lebendig werden? Vnd ich ſprach / HErr HERR / das weiſtu wol.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4VND er ſprach zu mir / Weiſſa­ge von dieſen Beinen / vnd ſprich zu jnen / Ir ver­dor­re­ten beine / höret des HER­RN wort / 5ſo ſpricht der HErr HERR von dieſen Gebeinen / Sihe / ich wil einen Odem in euch brangen / das jr ſolt lebendig werden. 6Ich wil euch Adern geben / vnd Fleiſch laſſen vber euch wachſen / vnd mit Haut vberziehen / vnd wil euch Odem geben / das jr wider lebendig werdet / vnd ſolt erfaren / das ich der HERR bin.

 

 

 

 

 

 

 

VND ich weiſſagte / wie mir befolhen war / Vnd ſi­he / da rauſſchet es / als ich weiſſagte / Vnd ſi­he / es regete ſich / vnd die Gebeine kamen wider zu­ſa­men / ein jg­lichs zu ſei­nem gebein. 8Vnd ich ſahe / vnd ſi­he / es wuchſen Adern vnd Fleiſch drauff / vnd er vberzoch ſie mit Haut / Es war aber noch kein Odem in jnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9VND er ſprach zu mir / Weiſſa­ge zum Winde / weiſ­ſa­ge / du Men­ſchenkind / vnd ſprich zum Wind / ſo ſpricht der HErr HERR / Wind / kom herzu aus den vier Winden / vnd blaſe dieſe Getöd­ten an / das ſie wider lebendig werden. 10Vnd ich weiſ­ſa­get / wie er mir befolhen hatte / Da kam Odem in ſie / vnd ſie wurden wider lebendig / vnd richten ſich auff jre füſſe. Vnd jr war ein ſeer gros Heer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND er ſprach zu mir / Du Men­ſchenkind / Dieſe Beine ſind das gantze haus Iſ­ra­el. Sihe / jtzt ſprechen ſie / Vnſer Beine ſind verdorret / vnd vnſer hoffnung iſt verlorn / vnd iſt aus mit vns. 12Darumb weiſ­ſa­ge / vnd ſprich zu jnen / ſo ſpricht der HErr HERR / Sihe / ich wil ewre Greber auff­thun / vnd wil euch / mein Volck / aus den ſelben er aus holen / vnd euch ins land Iſ­ra­el bringen. 13Vnd ſolt erfaren das ich der HERR bin / wenn ich ewr Greber geöffnet / vnd euch / mein Volck / aus den ſelben bracht habe. 14Vnd ich wil meinen Geiſt in euch geben / das jr wider leben ſollet / vnd wil euch in ewer Land ſetzen / Vnd ſolt erfaren / das ich der HERR bin / Ich rede es / vnd thue es auch / ſpricht der HERR.

 

 

 

Holzschnitte der Bibel

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung in Hesekiel 37

»Die Erweckungsvision Hesekiels«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu Hesekiel 37
Die Holzschnitte der Bibel

»Die Erweckungsvision« (Hes 37)

Das Bild im Kapitel 37 des Buchs He­se­kiel zeigt die Er­we­ckungs­vi­si­on: He­se­kiel steht vor dem Feld der Kno­chen und Ge­bei­ne. Er wird von Gott an­ge­wie­sen, die To­ten wie­der zum Le­ben zu er­we­cken.

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jona

Jona 2

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Der Prophet
Jona.

 

C. I.

 

 

Kapitel 2, Vers 1

Jona wird vom Fisch verschlungen

DEr HERR verſchafft einen groſſen Fiſch / Jona zu­uer­ſchlin­gen / Vnd Jona war im leibe des Fiſches / drey tag vnd drey nacht.

 

 

Anmerkung:

Vers 2,1 ge­hört in der Aus­ga­be von 1545 noch zu Ka­pi­tel 1.

 

 

C. II.

 

 

 

 

 

Verse 2 - 10

Jonas Gebet im Bauch des Fisches

 

 

 

 

 

 

 

 

IOna betet zu dem HER­RN ſei­nem Gott / im Leibe des Fiſches / 3vnd ſprach.

ICH rieff zu dem HER­RN in meiner Angſt / vnd er antwortet mir / Ich ſchrey aus dem Bauche der Hellen / vnd du höreteſt meine ſtim.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4DV warffeſt mich in die Tieffe mitten im Meer / das die Flut mich vmbgaben / Alle deine wogen vnd wellen gien­gen vber mich.

5DAs ich gedacht / Ich were von deinen Augen verſtoſſen / Ich würde deinen heiligen Tempel a nicht mehr ſehen.

6WAſſer vmbgaben mich / bis an mein Leben / Die Tieffe vmbringete mich Schilff bedeckte mein Heubt.

7ICH ſanck hinuntern zu der Berge gründe / Die Erde hatte mich verriegelt ewiglich / Aber du haſt mein Leben aus dem Verderben gefürt / HERR mein Gott.

8DA meine Seele bey mir verzagt / Gedacht ich an den HER­RN / Vnd mein Gebet kam zu dir / in deinen heiligen Tempel.

a

(Nicht mehr)

Ebraice eſt que­ſi­ti­uum, Num uel an ui­debo Templum? Hoc debet uerti ne­ga­ti­ue. Nec cu­res hic Ebraiſtas grammati­ſtas, qui in ſenſu Scripturae ſunt Ra­biniſtae, id eſt, ani­mal ſine intellectu. Ipſi in affectibus pro­phe­ticis de re­bus tam arduis nihil ex­perti ſunt, Ideo nec uerba intelligere poſſunt.

→*1)

 

 

 

 

 

 

9b DIe da halten vber dem Nichtigen / Verlaſſen jre gnade.

10ICh aber wil mit Danck­op­f­fern / Meine Gelübde wil ich bezalen dem HER­RN / das er mir geholffen hat.

b

Auff Deudſch / Werckheiligen vnd Heuchler ver­laſſen jren Gott vnd Chri­ſtum / vmb jres nich­ti­gen Gottes­dienſts wil­len.

 

 

 

 

Vers 11

Der Fisch spuckt Jona wieder aus

 

 

11VND der HERR ſprach zum Fiſche / Vnd der ſelb ſpeiet Jona aus ans Land.

 

 

 

1) lat.: Ebraice est quae­si­ti­uum, Num vel an vi­debo Templum? Hoc debet verti ne­ga­ti­ve. Nec cu­res hic Ebraistas grammati­stas, qui in sensu Scripturae sunt Ra­binistae, id est, ani­mal sine intellectu. Ipsi in affectibus pro­phe­ticis de re­bus tam arduis nihil ex­perti sunt, Ideo nec verba intelligere possunt.

dt.: »Im Hebräischen ist es eine Frage: "Ob ich wohl je­mals den Tem­pel wie­der­se­hen wer­de?" Dies muss ver­nei­nend über­setzt wer­den. Und du soll­test dich nicht um die Ex­per­ten der He­brä­i­schen Gram­ma­tik küm­mern, die im Sin­ne der Schrift Rab­bi­ner sind, dass heißt, We­sen oh­ne Ver­stand. Sie selbst sind in der Aus­le­gung der Pro­phe­ten, in Din­gen, die sehr schwer sind, kei­ne Ex­per­ten. Da­her kön­nen sie die Fra­ge nicht ver­ste­hen.«

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Brief an die Hebräer

Hebr 9,11-12.24

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel:
An die Ebreer.

 

C. IX.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Christus ist eingetreten in das himmlische Heiligtum

Verse 11 - 12

 

 

Der Apostel schreibt:

 

Chriſtus aber iſt komen / das er ſey ein hoherprieſter der zu­künff­ti­gen Güter / durch eine gröſſere vnd volkomnere Hütten / die nicht mit der hand gemacht iſt / das iſt / die nicht alſo gebawet iſt. 12Auch nicht durch der Böcke oder Kelber blut / Sondern er iſt durch ſein eigen Blut / ein mal in das Heilige eingegangen / vnd hat eine ewige Erlöſung erfunden.

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt:

Christus besiegelt den neuen Bund durch sein Blut

Vers 24

 

 

 

 

 

24Denn Chri­ſtus iſt nicht eingegangen in das Heilige / ſo mit henden gemacht iſt (welchs iſt ein Gegenbilde der rechtſchaffenen) Sondern in den Hi­mel ſelbs / nu zu erſcheinen fur dem angeſichte Gottes / fur vns.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

PREDIGTREIHE

V

Evangelium nach Johannes

Joh 19,(31-37)38-42

 

Text hören:

Sprecher: R. Makohl | Musik: ©Bluevalley, J.S. Bach
Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
→  Video-Hörbuch

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XIX.

 

 

Fakultativ: Verse 31 - 37

Des Ende der Kreuzigung:
Der Lanzenstich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→ Exod. 12.

 

→ Zach. 12.

 

DIe Jü­den aber / die­weil es der Rü­ſtag war / das nicht die Leich­nam am Creu­tze blie­ben den Sab­bath vber (Denn deſ­ſel­bi­gen Sab­baths tag war gros) ba­ten ſie Pi­la­tum / das jre Ge­bei­ne ge­bro­chen vnd ſie ab­ge­no­men wür­den. 32Da ka­men die Kriegs­knech­te vnd bra­chen dem Er­ſten die Bei­ne / vnd dem An­dern / der mit jm ge­creu­tzi­get war. 33Als ſie aber zu Jhe­ſu ka­men / da ſie ſa­hen / das er ſchon ge­ſtor­ben war / bra­chen ſie jm die Bei­ne nicht / 34Son­dern der Kriegs­knech­te ei­ner öf­fe­net ſei­ne Sei­te mit ei­nem ſpehr / Vnd als bald gieng Blut vnd Waſ­ſer her aus. 35Vnd der das ge­ſe­hen hat / der hat es be­zeu­get / vnd ſein Zeug­nis iſt war. Vnd der­ſel­bi­ge weis / das er die war­heit ſa­get / Auff das auch jr gleu­bet. 36Denn ſolchs iſt ge­ſche­hen / das die Schrifft er­fül­let wür­de / Ir ſolt jm kein Bein zu­bre­chen. 37Vnd aber mal ſpricht ein an­der Schrifft / Sie wer­den ſe­hen / in wel­chen ſie ge­ſto­chen ha­ben.

 

 

 

 

 

Verse 38 - 42

Die Grablegung Jesu

→Mt 27,57-61    || →Mk 15,42-47    || →Lk 23,50-55

V.

Jhe­ſus

begraben.

 

 

 

→ Joh. 3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DAR­nach bat Pi­la­tum Jo­ſeph von Ari­ma­thia / der ein Jün­ger Jhe­ſu war / doch heim­lich / aus furcht fur den Jü­den / das er möch­te ab­ne­men den leich­nam Jhe­ſu. Vnd Pi­la­tus er­leu­bet es. 39Es kam aber auch Ni­co­de­mus / der vor­mals bey der nacht zu Jhe­ſu ko­men war / vnd brach­te Myrr­hen vnd Alo­en vn­ter­nan­der / bey hun­dert pfun­den. 40Da na­men ſie den leich­nam Jhe­ſu / vnd bun­den jn in lei­nen Tü­cher mit Spe­ce­rei­en / wie die Jü­den pfle­gen zu be­gra­ben. 41Es war aber an der Ste­te / da er ge­creu­tzi­get ward / ein Gar­te / vnd im gar­ten ein new Grab / in wel­ches nie­mand je ge­legt war. 42Da ſelbs hin leg­ten ſie Jhe­ſum / vmb des Rü­ſta­ges wil­len der Jü­den / die weil das Grab na­he war.

 

 

 

  Hörbuch-Video

Das Ende der Kreuzigung
und die Grablegung Jesu. (Joh 19,31-42)

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→Hörbuch-Video: Joh 19,31-42

Das Video zeigt den Text aus dem Jo­han­nes­evan­ge­li­um der Luther­bi­bel von 1545, in dem vom Lan­zen­stich und von der Grab­le­gung Jesu er­zählt wird, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

Die Grablegung Jesu
und die Bewachung des Grabes (Mt 27,57-66)

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

→ Hörbuch-Video: Mt 27,57-66

Das Video zeigt den Text der Er­zäh­lung aus der Luther­bi­bel von 1545, in der von der Grab­le­gung Je­su und von der Be­wa­chung des Gra­bes be­rich­tet wird, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Men­ſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen seit Jahr­hun­der­ten bib­li­sche Tex­te vor.

Die hier ge­bo­te­nen Tex­te fol­gen ei­ner Kir­chen­ord­nung, die heu­te nicht mehr gül­tig ist!

Bit­te ru­fen Sie den Kir­chen­tag im ak­tu­el­len Jahr auf, wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Bi­bel­stel­len für Le­sun­gen und Pre­digt nach der gül­ti­gen Kir­chen­ord­nung für den Got­tes­dienst emp­foh­len wer­den.

 

Biblia 1545

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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Sabrina

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