Sonntag Quasimodogeniti | 2017 - 2024

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Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)
23.4.2017 | Quasimodogeniti | Erster Sonntag nach Ostern

Kirchenjahr 2016/2017

Sonntag
Quasimodogeniti

Erster Sonntag nach Ostern

 
 

Teil I: Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres  

Regeln

Fällt der Sonntag Quasimodogeniti auf den 25. April, den →Gedenktag des Evangelisten Markus, dann ist dieser Gedenktag in die folgende Woche zu verlegen.

Fällt der Sonntag Quasimodogeniti auf den 1. Mai, dann kann dort, wo es üblich ist, den Bitttag um gesegnete Arbeit stets am 1. Mai zu begehen, dies im Vespergottesdienst berücksichtigt werden, jedoch nicht im Hauptgottesdienst.

 

Wirkung in 2017

- keine -

 
  Der Sonntag Quasimodogeniti in den Jahren 2017 bis 2024
Kalender

Der Sonntag Quasimodogeniti in den Jahren 2017 bis 2024
Verweise führen zu den Kalenderblättern des jeweiligen Datums:

 
Bewegliches Datum
Sonntag Quasimodogeniti zwischen dem 29. März und dem 2. Mai
  • 1. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der Sonntag Quasimodogeniti liegt zwischen
    dem 29. März und dem 2. Mai eines Jahres
Symbol: Abstand zum Osterfest
  • 7 Tage nach Ostern
  • am 8. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
 
Artikel zum Sonntag Quasimodogenitiim Jahreskalender

Allgemeine Informationen und Gedanken zu diesem Tag
finden Sie in diesem Artikel:  

Titel

Sonntag Quasimodogeniti 2017

Der Name leitet sich ab vom Lateinischen »Quasi modo geniti infantes«, zu Deutsch: »Wie neugeborene Kinder«. Rückkehr und Besinnung sind die Themen dieses Sonntags.

Mehr darüber in diesem Artikel.
 

Der Name Quasimodogeniti

 

»Wie Neugeborene«

quasi: als ob, gleichsam
modo: gerade erst
geniti: erzeugt, gezeugt
quasi modo geniti: gleichsam gerade erst gezeugter / wie neugeborene
quasi modo geniti infantes: Wie neugeborene Kinder

 

Der Name Quasimodogeniti geht zurück auf die vorreformatorische Zeit und leitet sich ab von den ersten Worten des lateinischen Introitus (Messeingangs) der römisch-katholischen Messe für diesen Sonntag:

»Quasi modo geniti infantes, halleluja, rationabile sine dolo lac concupiscite, halleluja.«, »Wie neugeborene Kinder, Halleluja, verlangt nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, Halleluja.«.

Dieser Name hat sich in den evangelischen Kirchen für den 1. Sonntag nach Ostern bis heute erhalten.

Biblisch stützt sich die Bezeichnung Quasimodogeniti auf den Text 1. Petr 2, 2.

Hier der Text 1. Petr 2, 1-3 aus der lateinischen Biblia Sacra Vulgata (die statt »quasi« das lateinische »sicut« verwendet) und
aus Luthers Biblia von 1545:

 

21deponentes igitur omnem malitiam et omnem dolum et simulationes et invidias et omnes detractiones 2sicut modo geniti infantes rationale sine dolo lac concupiscite ut in eo crescatis in salutem 3si gustastis quoniam dulcis Dominus

sicut: wie, gleich wie
sicut modo geniti infantes: Wie neugeborene Kinder

 

21 SO leget nu ab alle boſheit vnd allen betrug / vnd heucheley vnd neid / vnd alles affterreden / 2 Vnd ſeid girig nach der vernünfftigen lautern Milch / als die jtzt gebornen Kindlin / Auff das jr durch die ſelbigen zunemet. 3 So jr anders geſchmackt habt / das der HERr freundlich ist /

 

Die mittelalterlichen Bezeichnungen

 

Dominica quasimodogeniti

Der Sonntag Quasimodogeniti trug diesen Namen bereits im Mittelalter: Dominica quasimodogeniti, wobei das lateinische Wort »Dominica« Sonntag bedeutet.

Andere Bezeichnungen für den ersten Sonntag nach Ostern waren u. a:

  • Dominica in octava pasche, der Sonntag der Osteroktave, der Sonntag am achten Tag nach Ostern.

  • Dominica misse domini allelujah, allelujah, allelujah. In etwa: Sonntag der Messe des Herrn mit Halleluja.
    Am Sonntag →Septuagesimae (Circumdederunt) ertönte in der Messe letztmals das Halleluja. Der Sonntag nach Ostern war der erste, in dessen Messe wieder das Halleluja angestimmt wurde (nach einer Bestimmung des Papstes Alexander II. von 1073).

 

Unsere Kalender verwenden die vorreformatorischen Bezeichnungen bis zum Jahr 1530 (Verlesung der →Confessio Augustana, des Augsburgischen Bekenntnisses).

Titel Gottesdienstliche Ordnung

Der evangelische Sonntag

Quasimodogeniti

Erster Sonntag nach Ostern

Gottesdienstliche Ordnung

 

 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in Gold (Ersatz der liturgischen Farbe Weiß)

Weiß

Quasimodogeniti | Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA
Creative Commons Attribution-ShareAlike

Abbildung: Der Sonntag Quasimodogeniti im Kirchenkalender
Grafik: © Sabrina | Reiner | www.stilkunst.de | Lizenz CC BY-SA

Die Perikopenordnungen 1978/1999 und 2018 (Entwurf 2014) in der Gesamtschau

1 Die Ordnung gemäß der Revisionen 1978 und (mit marginalen Änderungen) 1999 verliert ihre Gültigkeit mit dem 1. Advent 2018, dem ersten Sonntag des Kirchenjahres 2018/2019. Wir zeigen zum Vergleich die dann ungültigen Angaben zu Spruch, Psalm, Lied und Predigttexten vorläufig weiterhin.

2 Die Ordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte wird derzeit überarbeitet. Sie wurde veröffentlicht unter dem Titel »Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte, Entwurf zur Erprobung im Auftrag von EKD, UEK und VELKD Pfingsten 2014«. Die Neuordnung soll erstmals im Kirchenjahr 2018/2019 (ab dem 1. Advent 2018) allgemein gelten. Der Entwurf liegt vor, jedoch sind Änderungen bis zu seiner Verabschiedung möglich.

Wir geben zum Vergleich zu den Festtagen, Gedenktagen und Sonntagen Spruch, Psalm, Lied und Predigtexte nach beiden Ordnungen wieder. Dort, wo wir die zugehörigen Texte aus der Lutherbibel von 1545 zeigen, kann ggf. der selbe Text sowohl in der Perikopensammlung für 1978 wie auch in der für 2018 erscheinen. Die klare Trennung beider Ordnungen dient der Übersichtlichkeit.

 

Quasimodogeniti

Spruch, Psalm und Lied

Nach der Ordnung 1978/1999 1
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Gelobet ſey Gott vnd der Vater vnſers HErrn Jheſus Chriſti / der vns nach ſeiner groſſen Barmhertzigkeit widergeborn hat / zu einer lebendigen Hoffnung / durch die aufferſtehung Jheſu Chriſti / von den Todten.

→1Petr 1,3

Pſalm
116
 

Psalm für die Woche

 
Nach der Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Gelobet ſey Gott vnd der Vater vnſers HErrn Jheſus Chriſti / der vns nach ſeiner groſſen Barmhertzigkeit widergeborn hat / zu einer lebendigen Hoffnung / durch die aufferſtehung Jheſu Chriſti / von den Todten.

→1Petr 1,3

Pſalm
116
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Ordnung 1978/19991 Ordnung 2018 (Entwurf 2014)2
EG 102 Jesus Christus, unser Heiland A EG 108 Mit Freuden zart
B EG 110 Die ganze Welt, Herr Jesu Christ
   

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 
Text: HERR thu meine Lippen auff | Das mein Mund deinen Ruhm verkündige. (Psalm 51,17)

Quasimodogeniti

Textlesung und Predigt

Die biblische Textlesung

Lesung Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
Evangelium Zum TextJoh 20,19-29 Joh 20,19-20.24-29(30-31)
Epistel Zum Text1Petr 1,3-9 1Petr 1,3-9
Altes Testament Zum TextJes 40,26-31 Jes 40,26-31
   

 

Die biblischen Texte für die Predigtreihen

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2017 - 2022 folgende biblischen Texte in den Reihen3 I - VI für die Predigt vorgesehen:

Reihe Datum Ordnung 1978/19991 Ordung 2018 (Entwurf 2014)2
III 23.4.2017 Zum TextJoh 21,1-14
IV 8.4.2018 Zum TextKol 2,12-15
V 28.4.2019 Joh 21,1-14
VI 19.4.2020 Kol 2,12-15
I 11.4.2021 1Mos 32, 23-32
II 24.4.2022 Joh 20,19-20.24-29(30-31)
   

 

 

Marginaltexte

Anstelle der Texte aus den Predigtreihen I - VI stehen für die Predigt sog. Marginaltexte (M) zur Auswahl. Sie passen inhaltlich sehr gut zum Thema des Sonntags, konnten aber durch die Beschränkung der Reihen dort nicht berücksichtigt werden.

TypOrdnung 1978/19991TypOrdung 2018 (Entwurf 2014)2
MZum TextJoh 17,9-19MMk 16,9-20
MJoh 17,9-19
  
 

3 Die Perikopenordnung kennt seit der Revision von 1978 drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen. Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag. Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren. Erst im siebten Jahr wiederholen sich die Textstellen. Neben dem Text aus der jeweiligen Reihe stehen marginale Textstellen für die Predigt an diesem Tag zur Auswahl.
Erstmals galt die Reihe I für das Kirchenjahr 1978/1979.

Titel Perikopen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

Die Leittexte aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament
nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG UND PREDIGT
Evangelium
Joh 20,19-29

EV
I

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XX.

 

 

Verse 19-23

Der Auferſtandene erſcheint den Jüngern
Die Jünger empfangen den heiligen Geiſt
Die Ausſendung

|| →Mk 16,14-18    || →Lk 24,36-49

Luc. 24.

AM abend aber deſſelbigen Sabbaths / da die Jünger verſamlet vnd die thür verſchloſſen waren / aus furcht fur den Jüden / kam Jheſus / vnd trat mitten ein / vnd ſpricht zu jnen / Friede ſey mit euch. 20Vnd als er das ſaget / zeiget er jnen die Hende / vnd ſeine Seite. Da wurden die Jünger fro / das ſie den HErrn ſahen. 21Da ſprach Jheſus abermal zu jnen. Friede ſey mit euch. Gleich wie mich der Vater geſand hat / So ſende ich euch. 22Vnd da er das ſaget / blies er ſie an / vnd ſpricht zu jnen / Nemet hin den heiligen Geiſt / 23Welchen jr die ſünde erlaſſet / den ſind ſie erlaſſen / Vnd welchen jr ſie behaltet / den ſind ſie behalten.

 

 

Verse 24-29

Thomas
Glauben und Vertrauen

 

24THomas aber der Zwelffen einer / der da heiſſet Zwilling / war nicht bey jnen / das Jheſus kam. 25Da ſagten die andern Jünger zu jm / Wir haben den HErrn geſehen. Er aber ſprach zu jnen / Es ſey denn / das ich in ſeinen Henden ſehe die Negelmal / vnd lege meinen Finger in die Negelmal / vnd lege meine Hand in ſeine Seiten / wil ichs nicht gleuben.

 

VND vber acht tage / waren aber mal ſeine Jünger drinnen / vnd Thomas mit jnen. Kompt Jheſus / da die thür verſchloſſen waren / vnd trit mitten ein / vnd ſpricht / Friede ſey mit euch. 27Darnach ſpricht er zu Thoma / Reiche deinen Finger her / vnd ſihe meine Hende / vnd reiche deine Hand her / vnd lege ſie in meine Seiten / vnd ſey nicht vngleubig / ſondern gleubig. 28Thomas antwortet / vnd ſprach zu jm / Mein HErr vnd mein Gott. 29Spricht Jheſus zu jm / Dieweil du mich geſehen haſt Thoma / ſo gleubeſtu / Selig ſind / die nicht ſehen / vnd doch gleuben.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Epistel
1Petr 1,3-9

EP
II

 

 

 

Die erſte Epiſtel
S. Peters.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Lebendige Hoffnung

Verse 3-9

 

GElobet ſey Gott vnd der Vater vnſers HErrn Jheſu Chriſti / der vns nach ſeiner groſſen Barmhertzigkeit widergeborn hat / zu einer lebendigen Hoffnung / durch die aufferſtehung Jheſu Chriſti / von den Todten / 4zu eim vnuergenglichem vnd vnbeflecktem vnd vnuerwelcklichem Erbe / das behalten wird im Himel / 5euch / die jr aus Gottes macht / durch den Glauben bewaret werdet zur Seligkeit / welche zubereit iſt / das ſie offenbar werde zu der letzten zeit / 6Jn welcher jr euch frewen werdet / die jr jtzt eine kleine zeit (wo es ſein ſol) trawrig ſeid in mancherley anfechtungen / 7Auff das ewer Glaube rechtſchaffen vnd viel köſtlicher erfunden werde / denn das vergengliche Gold (das durchs fewer beweret wird) Zu lobe / preis vnd ehren / wenn nu offenbaret wird Jheſus Chriſtus / 8Welchen jr nicht geſehen / vnd doch lieb habt / vnd nu an jn gleubet / wiewol jr jn nicht ſehet / So werdet jr euch frewen mit vnausſprechlicher vnd herrlicher freuden / 9Vnd das ende ewers Glaubens dauon bringen / nemlich der ſeelen Seligkeit.

 

(Vnuergenglich)

Da kein furcht noch ſor­ge iſt / das ſie ein en­de ne­me. Vn­be­fleckt / die mit kei­ner traw­rig­keit oder vn­luſt ver­mi­ſchet iſt. Vn­uer­welck­lich / Der man ni­mer mü­de noch vber­drüſ­ſig wird / Son­dern ewig rein vnd friſch bleibt / welt­liche Freu­de iſt das Wi­der­ſpiel.

 

 

 

 

LESUNG UND PREDIGT
Altes Testament
Jes 40,26-31

AT
VI

 

 

 

Der Prophet Jeſáia.

 

C. XL.

 

 

Aus dem Abschnitt

Iſraels unvergleichlicher Gott

Verse 26-31

 

 

 

→Pſal. 147.

HEbet ewer augen in die Höhe / vnd ſehet / Wer hat ſolche ding geſchaffen / vnd füret jr Heer bey der zal er aus? Der ſie alle mit namen ruffet / Sein vermügen vnd ſtarcke Krafft iſt ſo gros / das nicht an einem feilen kan.

 

27WARumb ſprichſtu denn Jacob / vnd du Iſrael ſageſt / Mein weg iſt dem HERRN verborgen / vnd mein Recht gehet fur meinem Gott vber? 28Weiſtu nicht? Haſtu nicht gehört? Der HERR der ewige Gott der die ende der Erden geſchaffen hat / wird nicht müde noch matt / ſein verſtand iſt vnausforſchlich. 29Er gibt dem Müden krafft / vnd ſtercke gnug dem Vnuermügenden. 30Die Knaben werden müde vnd matt / vnd die Jünglinge fallen. 31Aber die auff den HERRN harren / kriegen newe krafft / das ſie auffaren mit flügeln wie Adeler / das ſie lauffen vnd nicht matt werden / das ſie wandeln vnd nicht müde werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Knaben / die jun­ge Man­ſchafft / ſo ſich auff die ſter­cke vnd Ju­gent ver­laſ­ſen.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 21,1-14

III

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XXI.

 

 

Verse 1-14

Der Auferſtandene erſcheint den Jüngern am See Tiberias

 

DArnach offenbaret ſich Jheſus abermal

an dem meer bey Tyberias. Er offenbaret ſich aber alſo. 2Es war bey einander Simon Petrus vnd Thomas / der da heiſſet Zwilling / vnd Nathanael von CanaGalilea / vnd die ſöne Zebedei / vnd andere zween ſeiner Jünger. 3Spricht Simon Petrus zu jnen / Ich wil hin fiſchen gehen. Sie ſprachen zu jm / So wollen wir mit dir gehen. Sie giengen hin aus / vnd tratten in das Schiff alſo bald / Vnd in derſelbigen nacht fiengen ſie nichts.

 

DA es aber itzt morgen war / ſtund Jheſus am vfer / Aber die Jünger wuſten nicht / das es Jheſus war. 5Spricht Jheſus zu jnen / Kinder habt jr nichts zu eſſen? Sie antworteten jm / Nein. 6Er aber ſprach zu jnen / Werffet das netze zur rechten des ſchiffs / ſo werdet jr finden. Da wurffen ſie / vnd kundens nicht mehr ziehen / fur der menge der Fiſche. 7Da ſpricht der Jünger / welchen Jheſus lieb hatte / zu Petro / Es iſt der HErr. Da Simon Petrus höret / das der HErr war / gürtet er das Hembd vmb ſich / denn er war nacket / vnd warff ſich ins meer. 8Die andern Jünger aber kamen auff dem ſchiffe / denn ſie waren nicht ferne vom lande / ſondern bey zwey hundert ellen / vnd zogen das Netze mit den Fiſchen.

9ALs ſie nun austratten auff das land / ſahen ſie Kolen geleget / vnd Fiſch drauff / vnd Brot. 10Spricht Jheſus zu jnen / Bringet her von den Fiſchen / die jr itzt gefangen habt. 11Simon Petrus ſteig hin ein / vnd zoch das Netze auff das land / vol groſſer Fiſche / hundert vnd drey vnd funffziſt. Vnd wiewol jr ſo viel waren / zureis doch das Netze nicht. 12Spricht Jheſus zu jnen / Kompt / vnd haltet das mal. Niemand aber vnter den Jüngern thurſte jn fragen / Wer biſtu? Denn ſie wuſten das der HErr war. 13Da kompt Jheſus vnd nimpt das Brot / vnd gibts jnen / Desſelbigen gleichen auch Fiſch. 14Das iſt nu das dritte mal / das Jheſus offenbaret iſt ſeinen Jüngern / nach dem er von den Todten aufferſtanden iſt.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Kol 2,12-15

IV

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Colóſſer.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt

Chriſtus allein iſt der Triumpf über Weisheit und Obrigkeit

Verse 12-15

 

12in dem / das jr mit jm begraben ſeid durch die Tauffe.

JN welchem jr auch ſeid aufferſtanden / durch den glauben / den Gott wircket / welcher jn aufferweckt hat von den Todten. 13Vnd hat euch auch mit jm lebendig gemacht / Da jr tod waret in den ſunden / vnd in der Vorhaut ewers fleiſches / Vnd hat vns geſchenckt alle ſunde / 14vnd auſgetilget die * Handſchrifft ſo wider vns war / welche durch Satzung entſtund vnd vns entgegen war / vnd hat ſie aus dem mittel gethan / vnd an das Creutz gehefftet / 15Vnd hat ausgezogen die Fürſtenthum vnd die Gewaltigen / vnd ſie ſchaw getragen öffentlich / vnd einen Triumph aus jnen gemacht / durch Sich ſelbs.

*

(Handſchrifft)

Nichts iſt ſo hart wi­der vns / als vn­ſer ei­gen Ge­wiſ­ſen da­mit wir als mit ei­ge­ner Hand­ſchrifft vber­zeuget werden / wenn das Ge­ſetz vns die ſun­de of­fen­ba­ret / da­mit wir ſol­che Hand­ſchrifft ge­ſchrie­ben ha­ben. Aber Chri­ſtus er­lö­ſet vns von ſol­chem al­len / durch ſein Creu­tze / vnd ver­trei­bet auch den Teu­fel mit der ſun­de.

 

 

 

 

PREDIGTTEXT
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Mk 16,9–14(15–20)

V

 

 

 

Euangelium
S. Marcus.

 

C. XVI.

 

 

Verse 9-11

Der Auferſtandene erſcheint Maria Magdalena

|| →Joh 20,11-18

Luc. 24.

JHeſus aber / da er aufferſtanden war / früe am erſten tage der Sabbather / erſchein er am erſten der Maria Magdalene / Von welcher er ſieben Teufel ausgetrieben hatte. 10Vnd ſie gieng hin / vnd verkündigets denen / die mit jm geweſen waren / die da leide trugen vnd weineten. 11Vnd dieſelbigen / da ſie höreten / das er lebete / vnd were jr erſchienen / gleubten ſie nicht.

 

 

Verse 12-13

Der Auferſtandene erſcheint zwei Jüngern auf dem Weg

|| →Lk 24,13-35

 

12Darnach / da Zween aus jnen wandelten / offenbart er ſich vnter einer andern geſtalt / da ſie auffs Feld giengen. 13Vnd die ſelbigen giengen auch hin / vnd verkündigeten das den andern / Den gleubten ſie auch nicht.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der Auferſtandene erſcheint den elf Jüngern
Der Miſſionsbefehl

→Mt 28,18-20    || →Lk 24,36-49    || →Joh 20,19-23

Vers 14

 

ZV letzt / da die Eilffe zu tiſch ſaſſen / offenbart er ſich / Vnd ſchalt jren vnglauben / vnd jres hertzen hertigkeit / Das ſie nicht gegleubt hatten / denen / die jn geſehen hatten aufferſtanden.

 

 

Fakultativ: Verse 15-18

 

15Vnd ſprach zu jnen / Gehet hin in alle Welt / vnd prediget das Euangelium aller Creaturn. 16Wer da gleubet vnd getaufft wird / Der wird ſelig werden / Wer aber nicht gleubet / Der wird verdampt werden.

 

17DIe Zeichen aber / die da folgen werden / denen / die da gleuben / ſind die / In meinem Namen werden ſie Teufel austreiben. Mit newen Zungen reden. 18Schlangen vertreiben. Vnd ſo ſie etwas tödlichs trincken / wirds jnen nicht ſchaden. Auff die Kranken werden ſie die Hende legen / ſo wirds beſſer mit jnen werden.

 

 

Fakultativ: Verse 19-20

Die Himmelfahrt

|| →Lk 24,50-53    || →Apg 1,4-14

 

19VND der HErr / nach dem er mit jnen geredt hatte / ward er auffgehaben gen Himel / Vnd ſitzet zur rechten hand Gottes. 20Sie aber giengen aus /

vnd predigten an allen Ortern / Vnd der HErr
wirckte mit jnen / vnd bekrefftiget das
Wort / durch mitfolgende Zeichen.

 

 

 

 

MARGINALTEXT (M)
AUS DEM NEUEN TESTAMENT
Joh 17,9-19

M1

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XVII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das hoheprieſterliche Gebet

Verse 9-19

 

9ICH bitte fur ſie / vnd bitte a nicht fur die Welt / ſondern fur die du mir gegeben haſt / denn ſie ſind dein. 10Vnd alles was mein iſt / das iſt dein / vnd was dein iſt / das iſt mein / vnd ich bin in jnen verkleret. 11Vnd ich bin nicht mehr in der welt / Sie aber ſind in der welt / vnd ich kome zu dir. Heiliger Vater / erhalt ſie in deinem Namen / die du mir gegeben haſt / das ſie eines ſeien / gleich wie wir. 12Die weil ich bey jnen war in der welt / erhielt ich ſie in deinem Namen. Die du mir gegeben haſt / die habe ich bewaret / vnd iſt keiner von jnen verloren / On das verlorne Kind / Das die Schrifft erfüllet würde.

13NV aber kome ich zu dir / vnd rede ſolches in der welt / Auff das ſie in jnen haben meine Freude volkomen. 14Ich hab jnen gegeben dein wort / Vnd die welt haſſet ſie / Denn ſie ſind nicht von der welt / wie denn auch ich nicht von der welt bin. 15Ich bitte nicht / das du ſie von der welt nemeſt / ſondern das du ſie bewareſt fur dem vbel. 16Sie ſind nicht von der welt / gleich wie ich auch nicht von der welt bin. 17Heilige ſie in deiner Warheit. Dein wort iſt die Warheit. 18Gleich wie du mich geſand haſt in die welt / ſo ſende ich ſie auch in die welt. 19Ich heilige mich ſelbs fur ſie / auff das auch ſie geheiliget ſeien in der Warheit.

a

(Nicht fur die Welt)

Das iſt / Ich bit­te nicht / das du der welt vnd vn­gleu­bi­gen fur­ne­men vnd thun / dir laſ­ſeſt ge­fal­len. Gleich wie Mo­ſes Num. 16. bit­tet. Das Gott ſolt des Ko­rah opf­fer nicht an­ne­men. Vnd Pſal. Non miſerea­ris omni­bus ope­ran­ti­bus in­iqui­ta­tem. →*1) Sonſt ſol man fur die welt bit­ten / das ſie be­ke­ret wer­de.

 

 

 

 
Text: Freut Euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. Habt mit allen Menschen Friede. (Römer 12, 15.18)

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Gestaltung der Gottesdienste schlägt die Ordnung der evangelischen Kirchen biblische Texte vor.

Sie sind jedoch nicht nur für den Vortrag im Gottesdienst gedacht. Es sind gleichzeitig Leseempfehlungen für alle Gemeinde­mit­glie­der, für Christen, die sich nicht in der Gemeindearbeit engagieren können oder wollen, und für jeden, der sich für die christliche Religion oder für die Bibel in der praktischen Anwendung interessiert.

Wir möchten Sie daher ausdrücklich dazu ermuntern, die Textstellen einmal in Ihrer Bibel zu lesen.

Über das Jahr betrachtet und im Verlauf der Jahre werden Sie auf diese Weise in kleinen Einheiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, die wesentlichen Textzeugnisse kennenlernen, auf die sich die christliche Religion stützt.

Text der Lutherbibel von 1545

Eine Besonderheit weisen unsere Seiten auf: Etliche biblische Texte (wie beispielsweise den Wochenspruch, die Psalmen und die Perikopen) geben wir nicht in der modernen, von der evangelischen Kirche vorgege­be­nen Textgestalt wieder, sondern in der Schreibweise und in der Sprache der Lutherbibel aus dem Jahr 1545.

Es ist der Text, den Martin Luther selbst aus den Quellen übersetzt und formuliert hatte. Er führt uns zurück in die Anfänge der Reformation, als die Bibel populär wurde und es Laien erstmals möglich war, biblische Texte zu lesen und über ihren Inhalt und Sinn nachzudenken.

Diese Texte sind gut geeignet für den Vergleich mit modernen Übersetzungen, vor allem aber für sehr private Medita­tio­nen über ihre Botschaften und über ihre gewaltige, sprachliche Aussagekraft.

 
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